Buzek will es wissen!

Das erste der zwei September-Future-Turnieren befindet sich mittlerweile auf der Zielgeraden. Am unteren Ast des vollen Rasters konnte sich Andreas Becher dank seines außergewöhnlichen Kampfgeistes erfolgreich durchsetzen. Sein Finalgegner wurde am gestrigen Spieltag ermittelt, und schon heute wird das Finalmatch ab 16 Uhr über die Bühne gehen. Manfred Buzek bewies erst im Entscheidungssatz des am Sonntag aufgrund von Dunkelheit abgebrochenen Viertelfinales sowie anschließend in der Partie gegen Martin Knab große Willensstärke, und blickt topmotiviert dem Spiel gegen Becher um die Trophäe entgegen. Ein Bericht von I.K

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Wenn die Nerven bereits beim Einschlagen mit den Akteuren durchgehen

Als Buzek und Oktay Koc den alles entscheidenden Satz des letzten Viertelfinales begannen, war beiden die Nervosität bzw Anspannung bereits ins Gesicht geschrieben. Keiner der Future-Stars wollte auch nur einen unerzwungenen Fehler begehen, und so kam es, dass die ersten Games spielerisch eher unspektakulär verliefen. Lange Ballwechsel an der Grundlinie und meist nur zögerliche Versuche den Gegner ins Laufen zu bringen, waren die Folge. Buzek wurde dieses ” Geschupfe” – wie er es nannte – dennoch zu langweilig, und so traute er sich immer mehr, sein Spiel offeniver aufzubauen. Der Türke, der müde und unkonzentriert wirkte, zeigte nur minimale Gegenwehr und ließ die Partie mehr oder weniger über sich ergehen. Somit wurde Buzek kurze Zeit später für seinen Einsatz mit 5:7 6:0 6:1 belohnt. Als der Verlierer anschließend ein Statement zu seiner Leistung abgab, seufzte er enttäuscht, dass es ihm nicht gelang, nach der Arbeit seine Gedanken abzuschalten und er sich kaum konzentrieren konnte. Dennoch wolle er vielleicht schon in zwei Wochen beim letzten Freiluft-Future sein Glück erneut versuchen.

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Knapp, knapper, Knab

Buzek hatte auch bei dieser Begegnung mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen wie im Match zuvor. Denn Martin Knapp platzierte gekonnt fast jeden Ball mit unangenehmer Höhe sowie Länge in die Mitte des Feldes, und hielt seine Eigenfehlerquote somit äußerst gering. Dadurch geriet der ungeduldige Wiener unter Zugzwang und begann den routinierten Knab durch zügige Angriffsschläge, vorallem mit der  Vorhand, unter Druck zu setzen. Womit Buzek neben dem konstanten Spiel seines Gegners allerdings noch zu kämpfen hatte, war die körperliche Fitness. Vier Tage volles Programm HTT steckten dem Koleriker in den Knochen, und jeder hart umkämpfte Ballwechsel nahm ihm mehr und mehr Kraft. Dennoch wuchs Buzek über sich hinaus und gewann den ersten Satz mit 6:4. Martin blieb weiterhin bei seiner defensiv gehaltenen Taktik, während es bei seinem Konkurrenten im Kopf sichtlich ” klick ” gemacht hatte. Um den langwierigen Ralleys ein Ende zu setzen, suchte Buzek immer öfter das Netz auf. Ein alt bewehrtes Rezept, das leider für viele der Future-Stars aufgrund fehlender Technik und Konstanz bei Volleys, ein eher riskantes Unterfangen darstellt. Doch für den extrovertierten Rotschopf die Chance, das Match trotz Müdigkeit sicher zu beenden. Wie von Buzek erhofft, irritierte genau das Knab so sehr, dass er zahlreich versuchte Passierschläge meterweit ins Aus beförderte. Folgedessen konnte der trotzallem ruhig gebliebene Knab nur noch drei Games für sich entscheiden, und musste sich letztendlich mit 4:6 3:6 geschlagen geben.

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