Einmal Sandplatzkönig – immer Sandplatzkönig

Markus Seitner beendet im Finale die Juli-GP-Sieges-Serie des Andreas Harbarth

Die Siegesserie des Andreas Harbarth beim Juli-Grand-Prix-Turnier ist zu Ende. Der 24jährige Wiener musste sich im Endspiel der 15. Auflage des Holiday-GP dem Salzburger Tour-Star Markus Seitner nach 1 Stunde und 47 Minuten mit 7:6, 3:6, 1:6 geschlagen geben. Nach 11 Einzelsiegen beim Juli-Grand-Prix-Turnier in Folge und zwei gewonnenen Titeln (2006, 2007) scheiterte der Ranglisten-Erste also im letzten Moment am angepeilten Juli-GP-Hattrick. Derweil bestätigte Markus Seitner mit seinem bereits vierten Saisontitel seinen Ruf als ungekrönter Sandplatzkönig der Hobby-Tennis-Tour. Der 28jährige prolongierte mit seinem 19. Einzelsieg im 20. Saisonsandplatz-Match seine Ausnahmestellung auf dem roten rutschigen Untergrund und er ist seit gestern auch in die Rolle des ersten Verfolgers von Andreas Harbarth in den Tour-Rankings geschlüpft. Ein Bericht von C.L

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Harbarth startete mit beinahe identer Ausgangslage wie im Vorjahr ins Juli-GP

Die unangefochtene Leaderposition ist er los, den Mythos vom Unbezwingbaren sowieso, und dennoch: Ahnungslos wer dem 15fachen Turniersieger Andreas Harbarth vor dem finalen Duell beim Juli-GP-Turnier gegen Markus Seitner eine Krise andichten wollte?! Rückblick ins vergangene Jahr. Da kam der Ranglisten-Erste so wie heuer auch mit zwei Finalniederlagen zu seinem Juli-GP. Beim Juni-Super-4-Turnier 2007 erwies sich Christoph Wagner als zu stark, im “Wimbledon-Finale der Hobby-Tennis-Tour” avancierte Mario Kiss zum Spielverderber in Sachen Grand-Slam. Mit zwei Finalniederlagen im Gepäck und 4 Saisonsiegen kam Harbarth zum Juli-GP und fand dort zurück auf die Siegerstraße. Und von einer Krise des Branchen-Besten war damals nie die Rede. Beinahe ident zu jener Situation im Vorjahr war nun dieser Tage die Ausgangslage des Ranglisten-Ersten. Gegen Fabian Mayerhofer das Rasen-Super-4-Finale verloren, im “Wimbledon-Finale der Hobby-Tennis-Tour 08” gegen Michael Kunz unterlegen, reiste Harbarth mit bislang 4 Saisonsiegen zu “seinem Turnier” an. Ohne Satzverlust entledigte er sich auf dem Weg in sein 3. Juli-GP-Finale en suite immerhin so starken Gegnern wie Martin & Roland Mayerhofer oder Gerald Stangl. Der Titel-Hattrick beim Juli-GP schien greifbar nahe, auch wenn im Finale mit Markus Seitner der Sandplatzkönig der Tour wartete.

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Harbarth gewinnt mäßigen ersten Satz nach einem superspannenden Finish

Doch der Dominator der bisherigen Sandplatz-Saison hatte gegen Harbarth noch nie was gewonnen. 0:4 lag der Salzburger im Head to Head mit dem Champions-Race-Leader zurück, und diese Serie schien sich gleich zu Beginn des Endspiels auch fortzusetzen. Seitner verzeichnete einen echten Fehlstart, lag nach nur 7 Minuten mit 2 kassierten Breaks 0:3 zurück und beschwerte sich lautstark über “mangelndes Timing und seinen unwachen Zustand”. 3:0 nach nur 7 Minuten, prompt wurden Erinnerungen wach, an das Vorjahresfinale zwischen Harbarth und Ebner, als “Andi” in nur 31 Minuten seinem Gegner eine Doppel-Null verpasste und seinen eigenen Rekord für das schnellste Endspiel der Geschichte nur um lächerliche 3 Minuten verfehlte. Und wieder: Ahnungslos wer dem 2fachen Juli-GP-Sieger zu dieser Zeit eine Krise andichten wollte?! Harbarth schien mit seinem Blitzstart früh die Weichen Richtung Turniersieg gestellt zu haben. Kein Malheur schien da auch der erste Aufschlagverlust zum 1:3, immerhin hatte Harbarth ja noch das Guthaben von einem weiteren Break. Und dieses transportierte der 24jährige dann auch mühelos in Richtung Satzende. Ein erster Durchgang übrigens, der bis dahin kurzweilig und ohne große Höhepunkte verlief, und auf den Harbarth dann bei 5:4 aufschlug. Doch die Coolness der letzten Jahre mit denen der Ranglisten-Erste solche Situationen schon x-mal zu seinen Gunsten entschied, die scheint ihm genauso abhanden gekommen zu sein, wie sein einst so gefürchtetes Tennis. Seitner gelang das Break, womit das superspannende Finish des ersten Durchgangs eingeläutet war. Bei 5:5 und eigenem Aufschlag läßt Seitner einen Spielball zum 6:5 ungenützt, und schon hatte Harbarth wieder dieses scheinbar zum Satzgewinn nötige Break in der Tasche. Noch spannender und sehenswerter verläuft dann das 12. Game des ersten Satzes. 14 Punkte dauert es, und hat alles was ein Tennismatch mit hohem Unterhaltungswert bieten sollte. Zunächst findet Seitner zwei Breakchancen vor, ohne sie jedoch nützen zu können. Dann bekommt Harbarth die Chance auf seinen ersten Satzball. Im Punkt davor reißt seinem Gegner aber die Saite, Seitner muss ein neues Racket aus der Tasche holen, und befördert ordentlich angeschleimt das alte Racket über den Zaun auf das Fußballfeld des TC Top Serve, das im späteren Verlauf des Abends noch ein ganz wichtiger Nebenschauplatz dieses Finales werden sollte. Während Seitners Racket noch in hohem Bogen vom Platz segelt, versenkte Harbarth seinen ersten Satzball mit einem Doppelfehler im Netz. Dafür wehrt er Augenblicke später mit einem wuchtigen Service-Winner Seitners dritten Breakball noch, seine vierte Chance ins rettende Tie-Break zu gelangen nützt der Salzburger dann mit einem herrlichen Vorhand-Passierball aber doch noch. Den Tie-Break selbst holt am Ende Harbarth mit 9:7, allerdings erst nach einer äußerst “schweren Geburt” mit vergebener 6:3 Führung und insgesamt 5 vergeigten Satzbällen.

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Markus Seitner fügt Harbarth den ersten Satzverlust in drei Jahren Juli-GP zu

“Ich spiele zur Zeit meistens einen guten ersten Satz, und dann höre ich auf Tennis zu spielen”, eine Analyse die man in den letzten Tagen und Wochen immer wieder nach Harbarth-Matches vom Ranglisten-Leader zu hören bekam. “Wenn man sich das einredet, dann kommt es letztlich auch so, denn das Unterbewusstsein hört immer mit”, weiß Harbarths erste Tennistrainerin Ilse Frey in einer gemütlichen Runde bis weit nach Mitternacht zu erzählen. Und dieses Unterbewusstsein des Andreas Harbarth dürfte auch am Dienstag Abend im Juli-GP-Endspiel am Centercourt wieder gnadenlos zugeschlagen haben. Denn es kam wie es kommen musste, Harbarth baute mit Beginn des zweites Satzes komplett ab, womit es auch um die bis dahin ruhige zurückhaltende Art des 24jährigen geschehen war. 31 Minuten dauerte dieser zweite Satz, der zu einer echten Break-Orgie (6 von 9 Games endeten mit einem Break) ausartete, und letztlich dem Satzplatzkönig mit 6:3 den Satzausgleich beschert. Geschlagen war Harbarth zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht, der allererste Satzverlust des 24jährigen in drei Jahren Juli-GP war aber perfekt.

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Dritter Satz bringt neben Seitner-Sieg eine Harbarth`sche Minusbilanz und eine Racket-Flug-Show am Centercourt

Der Centercourt, in dieser Phase bestens besucht bot übrigens perfekte Rahmenbedingungen für die beiden Akteure. Total im Schatten gelegen, nicht der Hauch eines Lüftchens der Harbarth und Seitner gestört hätte, an den Verhältnissen lag es mit Sicherheit nicht, dass die Zuseher ein eher schwächeres 15. Juli-GP-Finale zu sehen bekamen. Gemeinsam produzierten die beiden Final-Protagonisten die unglaubliche Anzahl von 148 Fehlern, entschieden zuviele für zwei Spieler ihrer Klasse. Erschreckend war in diesen letzten 28 Minuten des 27. Saisonfinales aber vorallem die Performance des aktuellen Masterssiegers. Einmal mehr spuckt die Hobby-Tennis-Tour-Statistik die brutale Wahrheit aus. 51 ausgespielte Punkte in dritten Satz enden gleich 26 Mal mit einem Fehler von Andreas Harbarth. Am Ende stehen unglaubliche 88 unerzwungene Fehler am Konto des 24jährigen, eine für ihn persönlich beispiellose noch nie in seiner Tour-Karriere dagewesene Minusbilanz. Ein rasches und vorentscheidendes 0:5 ist die Folge, wo als Höhepunkt nur der Harbarth-Ausgleich in Sachen “Racket auf den Fußballplatz” in Erinnerung blieb. Wie überhaupt in diesem dritten Durchgang die Tennisschläger der beiden Topspieler im Tiefflug über den Centercourt segelten. Um 20:06 Uhr nach 1 Stunde und 47 Minuten ist dann die Racket-Flug-Show zu Ende und Markus Seitner um einen herrlichen Glaspokal reicher. Harbarth dafür sollte in wenigen Minuten um drei Rackets ärmer sein.

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Harbarth zelebriert seine erste Finalniederlage auf GP-Ebene auf eigene Art & Weise

Mit einem Vorhand-Winner beendete Seitner den finalen Showdown am Centercourt, doch für wenige Minuten sollte fortan das Fußballfeld des TC Top Serve zum Hauptschauplatz des Endspiels werden. Harbarth packte seine Rackets, marschierte zornig und wütend auf die stillgelegten Altplätze des TC Herzig und begann aus seinen Arbeitsgeräten Kleinholz zu machen. Innerhalb von zwei Minuten zertrümmerte der Ranglisten-Erste seine Schläger, vernichtete rund 600 Euro und hinterließ eine Racket-Friedhof in noch nie dagewesenem Ausmaß. Ja, die Nummer 1 zelebriert Niederlagen eben auch ganz anders als jeder andere “normale” Spieler, genauso wie er auch Siege in häufigerer Form feiert als “Jedermann”. Andererseits war es halt für Harbarth auch keine Niederlage wie jede andere. Für den 24jährigen war es nicht nur die erwähnte erste Niederlage beim Juli-GP überhaupt, sondern auch die allererste Pleite in einem Grand-Prix-Finale nach 8:0 Endspielsiegen. Der Juli-GP-Titel-Hattrick blieb dem entthronten Titelverteidiger genauso versagt, wie der mögliche 16. Karriere-Titel. Stattdessen scheint ihn im Moment ein kleiner Finalfluch zu begleiten. Dreimal in Folge ein Tour-Finale verloren, das ist dem Branchen-Primus noch nie passiert.

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“Solange ich in der Entry-List vorne stehe, läuft ganz sicher nichts falsch”

Ahnungslos wer Harbarth ein Krise andichten möchte auch nach dem gestrigen völlig verkorksten Juli-GP-Abend?! Ja, weil Zahlen und Fakten letztlich doch eine ganz andere Sprache sprechen. Da wäre zunächst einmal die unbestechliche und höchst aussagekräftige Entry-List. In dieser führt der 24jährige Wiener seit Jänner 2007 und noch immer mit Respekt-Abstand auf die Konkurrenz. Im Champions-Race darf sich Harbarth auch über eine komfortable Führung freuen und zudem schon rund 4 Monate vor Beginn des Masters als erster Spieler über eine fixen Startplatz jubeln. Dazu stehen heuer auch schon wieder 4 Turniertitel auf Harbarths Tour-Konto. Keiner der mehr als 200 Spieler auf der Tour hat mehr Titel gewonnen, lediglich Markus Seitner hält seit gestern Abend auch bei 4 Saison-Turniererfolgen. Neben seinen 4 Saisontiteln hat der Ranglisten-Erste auch noch vier weitere Finali erreicht, eine Bilanz von der viele andere Tennisspieler nur träumen können. Und so sieht Harbarth seinen dritten Final-Ausrutscher in Folge auch selbst wenig tragisch: “Schau Dir einmal die Entry-List an. Solange ich dort vorne stehe, und es kein Null vor der Eins gibt, läuft nichts falsch”. Eine Krise herbeizureden wäre also fehl am Platz, zur Tagesordnung übergehen wollte und konnte Harbarth nach den Ereignissen der letzten Wochen aber auch nicht. Die Nummer 1 der Hobby-Tennis-Tour wird eben nach anderen Maßstäben beurteilt, und da passen drei Finalniederlagen in Serie nicht so recht ins Bild. Schon gar nicht bei Perfektionist Harbarth, dem Mehrfach-Niederlagen bislang so fremd waren, wie seinen Gegnern, Erfolge über ihn. “Die Fehlerquote heute war der absolute Wahnsinn, so hoch wie noch nie in meinem Leben. Eigentlich war das eine Partie, die ich nie und nimmer verlieren darf. Erst recht als ich so schnell 3:0 im ersten Satz führte. Da dachte ich schon na bumm, das geht heute wieder ganz schnell”, so Harbarth. Und auf die Frage, warum es derzeit spielerisch nicht nach Wunsch läuft, antwortete der Finalverlierer:. “Da sind einige Faktoren im Spiel, auch privater Natur”. Unentspannt und unausgeglichen, agierte Harbarth auch abseits von Vorhand und Rückhand zuletzt in ungewohnt und erschreckend schwacher Manier. Die mentale Komponente, einst auch die große Stärke der 24jährigen, ist zu einer echten Schwäche geworden. In nur 2 Minuten 3 Rackets um rund 600 Euro vernichtet zeugen als Paradebeispiel dafür. “Das ist alles im Unterbewusstsein und dazu kommen eben auch die anderen privaten Faktoren dazu. Dabei habe ich mich heute wirklich bemüht, im ersten Satz ruhig und konzentriert zu bleiben. Aber dann sind im zweiten Satz reihenweise die Fehler gekommen, und dann ist der Knoten wieder geplatzt. Jetzt habe ich wenigstens keine Schläger mehr, was wiederum eine längere Pause für mich bedeutet. Ob ich mich für Olympia motivieren kann, steht in den Sternen. Ich freue mich aber für den Markus. Ich bin sicher, dass er mit diesem Sieg äußerst glücklich sein wird. So wie ich mich übrigens auch für den Michi Kunz beim Rasen-Grand-Slam gefreut habe. Mir bedeutet das eh nicht mehr so viel. Revanche wird es aber sicher einmal geben”, meinte ein sichtlich enttäuschter Andi Harbarth.

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Beständigkeit statt Gewalt – Markus Seitner auf dem Weg zu ungeahnten Höhen

Wie meinte Sandplatzkönig Markus Seitner in vielen seiner Sieger-Interviews im Frühjahr der heurigen Saison. “Der Sieg zählt nicht soviel, weil Spieler wie der Harbarth oder der Kiss nicht am Start waren”. Nun endlich hat der Salzburger im fünften Duell mit der Nummer 1 erstmals zugeschlagen, und dann bleiben doch glatt die großen Emotionen aus. Den Triumph nach verwandeltem Matchball nahm er beinahe teilnahmslos zur Kenntnis, und beim großen Sieger-Interview blieb dem 28jährigen regelrecht die Sprache weg. Echt sprachlos saß der große Sandplatz-Saison-Dominator da, und suchte krampfhaft nach den richtigen Worten. “Ja was soll ich bloß sagen. Das der Andi besser Tennis spielen kann, wissen wir alle”, versuchte der 28jährige seinen großen Erfolg schon wieder zu mindern. Bescheidenheit im großen Erfolg, das ist seine Zier, dabei kann das impulsive Kraftpaket auch ganz anders. August 2007, Seitner geht in einem Nase an Nase Duell mit Alexander Scheller nur knapp an einem ganz großen Skandal vorbei: April 2008, Seitner verweigert trotz Titel beim April-Without-Top-Ten die Siegeszeremonie. Das war nur ein kleiner Auszug aus einer Jahr “Markus Seitner auf der Hobby-Tennis-Tour”, und womöglich Abschnitte und Situationen, aus denen der 28jährige einiges gelernt hat. Mit dem Kopf durch die Wand, ist nicht immer gleich bedeutend auch der schnellste und beste Weg zum Erfolg. Wie übrigens auch gestern Abend im Finale, wo Seitner nach anfänglichen Schwierigkeiten auf Beständigkeit statt Gewalt setzte. “Im ersten Satz bin ich nicht auf Touren gekommen. Meine Füsse wollten einfach nicht laufen und ich war immer 2 bis 3 Schritte zu spät. Daher habe ich mich dann darauf beschränkt, den Ball konsequent ins Feld zurück zu spielen. Weil was anderes wäre in dieser Situation nicht zielführend gewesen. Dann habe ich schnell gemerkt, das dieses Rezept heute gegen den Andi genügt. Ich war voll motiviert und der Harbarth hat dann auch sehr viele Fehler gemacht”, analysierte der 28jährige seinen vierten Saison-Erfolg.

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Einzige Saisonniederlage auf Sand wurmt Markus Seitner noch immer gewaltig

Rundum glücklich scheint aber auch der König der Sandplätze nicht zu sein. Selbst im großen Triumph kam der 28jährige auf ein leidiges Kapitel seiner diesjährigen Erfolgs-Story zu sprechen. Insider wissen sofort: Der 1. Juni 2008 wurmt den Mann aus Salzburg immer noch ganz gewaltig. Da kassierte Seitner seine einzige Sandplatz-Niederlage in diesem Jahr. Höchst ärgerlich, weil ihm diese ausgerechnet beim wichtigsten und größten Turnier auf Sand, den “French Open der Hobby-Tennis-Tour” passierte. “Diese Niederlage gegen den Wagner ärgert mich noch immer gewaltig, weil es damals von mir eine echte “Unter-Null-Vorstellung” war. Und ganz ehrlich ärgert mich auch noch das verlorene Semifinale gegen Habrarth “im Wimbledon der Hobby-Tennis-Tour”. Da hätte ich dann gegen den Kunz im Finale eine Revanche für das Juni-GP-Finale gehabt. So ist der heutige Sieg eine Genugtuung für diese beiden Matches, mehr aber auch nicht”, so Seitner. Bescheiden gibt sich der 28jährige am Ende des Sieger-Interviews auch noch in Sachen weitere Saisonziele: “Die US Open der Tour” interessieren mich nicht wegen dem Hartplatz in der Südstadt. Den mag ich einfach nicht. Und bei Olympia gönne ich mir mit der Familie ein paar Tage zu Hause. Daher bleibt wohl nur mehr das Masters. Und nach meinen schwachen Leistungen im Winter habe ich ohnehin noch mit der Halle eine Rechnung offen. So viel Unterschied kann ja nicht sein zwischen dem Teppich im Tennispoint und den Kunstrasenplätzen in Oberlaa”, meinte Seitner.

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Claus Lippert, 30. Juli 2008