Zwischen Kuhglocken-Idylle und ATP-Flair – das war Kitzbühel 2012

Die gesamte Hobby-Tennis-Szene Österreichs blickte vergangene Woche mit großer Spannung nach Kitzbühel, wo im Rahmen des BET-AT-HOME-CUPS die erste Auflage der von Tour-Sponsor Babolat unterstützten Kitz-Trophy 2012 auf dem Programm stand. In der malerischen Kulisse der Tiroler Bergwelt kämpften 32 Spieler aus Amerika, Rumänien und Algerien sowie aus fünf österreichischen Bundesländern um den außergewöhnlichsten und wohl begehrtesten Turniersieg der 22jährigen HTT-Geschichte. Wir schauen für Euch noch einmal zurück auf 4 Tage feinsten Hobby-Tennis-Sport, prickelnde ATP-Atmosphäre, machen einen Blick hinter die Kulissen und küren neben den Top & Flops auch die 10 besten Momente der Babolat-Kitzbühel-Trophy 2012. Ein Bericht von C.L aus Going und Kitzbühel & von I.K aus Kirchberg

img_2315

img_2136

Tag 1 – Vom afrikanischen “Amok”lauf und wo sich “Hinz & Kunz” gute Nacht sagten

Bereits der Eröffnungstag der Babolat-Trophy in Kitzbühel ließ die Spieler der Hobbytennistour in eine völlig neue und aufregende Tenniswelt eintauchen. Umringt von der Tiroler Berg -und Seenwelt sowie gepackt vom außergewöhlich großen Ehrgeiz, das wichtigste Halbfinale des Jahres zu erreichen, versammelten sich Ferrari und Co auf den vier herrlich gelegenen Sandplätzen des Kirchberger Tennisklubs. Was folgte, waren sechs hart umkämpfte Matches bei brütender Hitze und stechender Höhensonne.Die Cracks des gastgebenden Klubs vom TC Kirchberg, vertreten mit sechs hochmotivierten Spielern, machten gleich zu Beginn die Bekanntschaft mit der rauen HTT-Luft. Konnte sich Routinier Alois Hirzinger mit einer knappen Niederlage in drei Sätzen noch achtbar aus der Affäre ziehen, war der Kirchberger Tennisnachwuchs bei seinem HTT-Debüt mit einer Ausnahme überfordert. Und dieser Tiroler Lichblick hieß Alexandra Schatzer. Der 12jährige Blondschopf ließ bei seinem zu Null errungenen Auftaktsieg nicht nur großes Talent erkennen, sondern “Schatzi” sorgte indirekt auch für die Szenen des Tages. Weil ihr Gegenüber Elias Hamidane nach 11 verlorenen Games in Serie seine guten afrikanischen Manieren verlor, und erst sein Racket über den Zaun beförderte und anschließend zu Kleinholz verarbeitete, war kurzfristig im bürgerlich angehauchten Kirchberger Tennisklub für Aufregung gesorgt. Und auch beim TC Going in der knapp 2000 Einwohner zählenden Gemeinde unterhalb des Wilden Kaisers ging es am Dienstag Vormittag erstmals zur Sache:

dscf0893

Strahlender Sonnenschein von einem azurblauen Himmel, der eine phantastische Sicht auf die atemberaubenden Gipfel der Tiroler Bergwelt freigab, ja das Wetter am Eröffnungstag der 1. Babolat-Kitzbühel-Trophy 2012 zeigte sich zur Begrüßung des angereisten Tour-Zirkus wahrlich von seiner allerbesten Seite. Man bekam richtig Lust auf das von vielen Spielern so lange herbeigesehnte Abenteuer Kitzbühel, bestehend aus einer Mischung aus Hobby-Tennis-Turnier spielen, ATP-Tour besuchen und Urlaub machen. Am Dienstag frühmorgens wurden die HTT-Stars in ihren Frühstückspensionen, Ferienwohungen und Hotelzimmern ganz unterschiedlich für den ersten Spieltag geweckt. Egal ob durch das ungewohnte Krähen des Hahnes am benachbarten Bauernhof, den tradionellen Wecker oder eine angrenzende Baustelle, mit Ausnahme des Veranstalter-Teams, das erst gegen 2 Uhr morgens und direkt vom HTT-Turnier beim TK Eden angereist kam, hatten alle Spieler ob der Aufregung vor dem bevorstehenden Tag ohnehin kein Problem mit frühem Aufstehen. Und einer ließ das Unternehmen Kitzbühel ohnehin ganz locker angehen. Die Rede ist von Michael Kunz, der sich zur selben Zeit statt an einen Tiroler Frühstückstisch lieber zu Thomas Valek ins Auto setzte, um zu seinem Auftakt-Match beim TC Going gegen Manuel Wachta zu gelangen. Fünf Stunden später hatte der 41jährige Deutsch Wagramer nicht nur die 400 Kilometer von Wien in die Kitzbüheler Alpen zurückgelegt, sondern auch gleich seinen Erstrunden-Auftritt gegen einen entfesselt spielenden Gegner mit der berühmt berüchtigten Brille in den Goinger Sand gesetzt, und damit wieder einmal den Vogel des ersten Tages abgeschossen. Dafür war der ehemalige Wimbledon-Sieger der HTT vermutlich der einzige Kitz-Starter, der sich über sein ganz persönliches abendliches Highlight freuen durfte. Weil sich das Kirchberger Nachtleben nicht nach den Kunz’schen Anforderungen präsentierte, platzte der Deutsch Wagramer ganz einfach in eine private Geburtstagsfeier, wo er zwei junge Tiroler Mädels namens Vanessa und Karina sowie deren Mutter Gabi mit seiner Anwesenheit bis 6 Uhr morgens beglückte.

img_2149

Tag 2 – von wütenden Bienen, verletzten rumänischen Wühlmäusen, Wildwasser-Abenteuern und der Jagd nach Promi-Fotos

Tag 2 der Babolat-Kitzbühel-Trophy in Kirchberg lief erst nach den zwei eher unspektakulär verlaufenden Auftaktpartien so richtig an. Der erste Auftritt des späteren Turniersiegers Gerald Mayr ( 6:0, 6:0 gegen Mario Ferrari ) sowie der letztlich klar errungene Erfolg von Patrick Eckart im achtelfinalen Jugendduell gegen Alex Würz waren nicht mehr als ein Aufwärmprogramm für die Auftritte der beiden topgesetzten Stars der Babolat-Kitzbühel-Trophy. Im große Achtelfinalschlager standen sich mit dem seit 11 Spielen ungeschlagenen Patrick Bayr und dem an “Zwei” gesetzten Rumänen Rares Maftei zwei echte Titelanwärter gegenüber. Nach knapp über 90 Minuten war der Traum des fünffachen Turniersiegers aus Bukarest vom Semifinale am Grand Stand allerdings auch schon wieder ausgeträumt. Die doppelte Portion Schmerzen verursachte neben dem bitteren Auftakt-Aus aber auch noch eine geschwollene blaue Zehe, die den sonst so laufstarken Maftei massiv behinderte. Bayr hingegen durfte über seinen zwölften Sandplatzsieg in Serie jubeln. Zu einem lockeren Aufgalopp avancierte derweil der erste Auftritt von Olympiasiegerin Ines Kreilinger. Die an Nummer1 gesetzte Oberösterreicherin hatte weder mit der Kirchberger Überraschungsachtelfinalistin Alexandra Schatzer, noch mit dem schmerzhaften Stich einer angriffslustigen Biene Probleme. Weil erstens die 22jährige ihrer zehn Jahre jüngeren Gegnerin turmhoch überlegen war, und zweitens der urige Tiroler Bademeister vom nebenan gelegenen Kirchberger Badesee mit einer wahren Wundersalbe aushalf, und so den Auftritt der Ranglisten-Elften aus Mining rettete.

img_2500

Was so ein richtiges Unwetter in den Bergen kann, bekamen die Flachland-Stars der Hobby-Tennis-Tour am frühen Mittwoch Nachmittag der Babolat-Kitzbühel-Trophy zu sehen. Der sonst so majestätisch über der Tennislage des TC Going thronende “Wilde Kaiser” in dichtem Wolkenkleid verschleiert, war der erste Auftritt der großen Turnierfavoriten rund um den an Nummer 3 gesetzten Clemens Beywinkler, den späteren Finalisten Christian Schmidhofer und Mai-Grand-Slam-Viertelfinalist Markus Horacek beim TC Going gerade pünktlich zu Ende gegangen, als der Himmel über den Kitzbühler Alpen seine Schleusen öffnete. Die Heimfahrt nach Kitzbühel wurde zum kleinen Wildwasser-Abenteuer, tags darauf erzählten sich Einheimische sogar von einem Murenabgang im benachbarten Reith in Tirol. Eigentlich war das ein Wetter zum gemütlichen Ausschlafen im Hotelzimmer, doch der Tour-Tross übersiedelte hinunter in den Mercedes Sportpark nach Kitzbühel, wo Philipp Kohlschreiber und Co beim BET-AT-HOME-CUP aufschlugen. Der Regen freilich hatte – wenn auch in abgeschwächterer Form – die Tiroler Sportmetropole Nr. 1 erreicht, weshalb sich der Centercourt statt in erhofftem “rot” der aufgelegten Asche in einem “ärgerlichen” Grün in Form einer riesigen Regenplane präsentierte. Was der Stimmung der HTT-Stars keinen Abbruch tat! Michael Kunz genoss am Corona-Stand das ein oder andere Krügerl, Mario Ferrari begab sich erfolgreich auf Promi-Foto-Jagd, und Patrick Khandroo zog gemeinsam mit seinen beiden amerikanischen Freuden Michael Witten und Sean Pemberton seine ganz persönliche Anzeigen-Tafel-Show ab. Dennoch hatte der verregnete Mittwoch-Nachmittag einen ganz wichtigen Aspekt zu bieten. Denn als das am Centercourt sitzende und wartende Publikum beinahe permanent mit einem Rahmenprogramm unterhalten wurde, und die HTT-Clique immer in unmittelbarer Nähe eines der beiden Moderatoren saß, wurde Tour-Veranstalter Claus Lippert plötzlich von einem voll akkreditierten und mit Heatset bewaffneten jungen Mann angesprochen. “Claus, Claus Lippert, bis Du es? Kennst mich nicht mehr, ich bin der Gregor Fink”. Da dämmerte es auch bei dem verdutzten und überraschten HTT-Veranstalter. Ja der Gregor Fink war im Jahr 2009 tatsächlich für einige Monate HTT-Spieler, und hatte dieser Tage hier in Kitzbühel die verantwortungsvolle Aufgabe des Programm-Direktors beim BET-AT-HOME-CUP in Kitzbühel. Wie klein doch die Welt ist, und wie wichtig doch der Besuch des ATP-Turniers trotz “Schlafzimmerwetter” war. Für die Spieler der Babolat-Kitz-Trophy hatte das Warten am Ende hingegen nur bedingt Erfolg, kam doch die Nummer 1 des ATP-250-Turniers Philipp Kohlschreiber gerade einmal für 3 Games auf den Court, ehe endgültig abgebrochen wurde. Noch bis weit in die Nacht hinein “weinte” der Tiroler Himmel, und mit ihm Rumäniens Tour-Star Rares Maftei. Es war nicht der Tag des Karpaten-Servers vom TC Terra Rossa, der seine Hoffnungen auf einen Grand-Stand-Auftritt schon nach seinem Erstrunden-Match begraben musste, und obendrein noch eine Polizeistrafe wegen Schnellfahrens kassierte.

img_2646

Tag 3 – vom viertelfinalen Gesetztensterben und dem “Match des Lebens”

Am Tag an dem sich entscheiden musste, wer sich den Traum vom Tennis am Grand-Stand unter ATP-Bedingungen erfüllen würde, kam auch die Sonne wieder zurück, womit den Viertelfinalisten beste Verhältnisse im vielleicht wichtigsten Match ihrer Karriere geboten waren. So heftig die Diskussionen über das teilweise eher mäßige Niveau in den Vorrunden eines Turniers ohne Top-Ten-Spieler auch ausgefallen war, die vier Partien zum Viertelfinale des HTT-500-Events Tirol ließen zumindest auf dem Papier einiges erwarten. Kurz zusammengefasst setzte es ein Gesetztensterben rund um die bekannten Namen dieser Veranstaltung, die für die weitere Attraktivität des Turniers eine Art “kleiner Supergau” darstellte. Die völlig unbekannten Oberösterreicher Christian Schmidhofer und Gerald Mayr, dazu Geburtstagskind Manuel Wachta und Mai-Grand-Slam-Viertelfinalist Markus Horacek sie allesamt “frühstückten” die gesetzten und bekannten Namen in diesem Viertelfinale geradezu ab. Nur die an Nummer 1 gereihte Ines Kreilinger ließ mit Kämpferherz und aufgeschundenem Knie über zweieinhalb Stunden die Hoffnungen des Veranstalters auf das ein oder andere “bekannte Gesicht” im Halbfinale leben. Der Rest ging in den mental so schwierig zu bestreitenden Entscheidungspartien regelrecht unter. Patrick Bayr und die “13” die ihm kein Glück brachte, immerhin musste der 18jährige Arbesthaler nach 12 Einzelsiegen en suite gegen Markus Horacek sang und klanglos in zwei Sätzen vom Platz. Enttäuschend auch der Auftritt von Clemens Beywinkler, der sich von Christian Schmidhofer “einschläfern” ließ, womit der Auftritt des “Viertel-Tirolers” – Mama Karin hat ein Ferienhaus im benachbarten Ellmau – quasi vor der Haustüre ein jähes Ende fand. Und auch Jungstar Patrick Eckart war der enormen mentalen Belastung einfach nicht gewachsen. Nach einer hoffnungsfrohen 5:2 Führung ging beim 15jährigen nichts mehr, Routinier Gerald Mayr sagte Danke, und erreichte so am Ende sogar problemlos die Runde der letzten Vier. Eine Stunde im Liegestuhl vor dem Vier-Sterne-Hotel “Activ Sunny”, dann ging es wieder auf die Anlage des BET-AT-HOME-CUPS, wo auf zwei der vier Vormittags-Looser eine riesige Überraschung wartete. Patrick Bayr und Clemens Beywinkler waren ausgewählt worden, sich gemeinsam am Grand Stand mit zwei ATP-Doppel-Profis zu matchen. Die beiden deutschen Doppelspezialisten Martin Emmrich und Andre Begemann – ausgestattet mit einem Heatset und zu der von Turnierdirektor Alex Antonitsch eingeführten Operation “Doppelklinik” bereit, führten die beiden HTT-Cracks in die Kunst des Doppel spielens ein, während draußen auf der Anlage der “Kitzbühler Society-König dieser Tage” Michael Kunz die nächste Palette Corona orderte.

img_3056

img_2949

Tag 4 – Organisationsteam mit finaler emotionaler Berg – und Talfahrt

Tag 4 und damit zugleich der Abschluss-Tag bei der Babolat-Kitzbühel-Trophy 2012. Endlich einmal ein gemütlicher Vormittag – sollte man meinen –  waren die beiden Semifinal-Hits doch für 13 Uhr auf den Courts der ATP-Anlage angesetzt. Doch “Pustekuchen”, statt Ausschlafen und ausgiebigem Frühstück, stand beim Veranstalter-Team nach einer harten Arbeitsnacht, packen und auschecken auf dem Programm, ehe es runter nach Kitzbühel zur vermeintlichen Mutter aller Tennistage der 22jährigen HTT-Geschichte gehen sollte. Die Sonne auf über 700 Metern Seehöhe richtig stechend und erbarmungslos herabbrennend, ließ schon bei der Autofahrt erahnen, was auf die vier Protagonisten des Finaltages zukommen würde. Vorweg, es wurde ein abschließender Turniertag, der nicht wirklich nach den Wünschen und Vorstellungen des Veranstalters ablief. Zwei der drei Matches “floppten” gewaltig, darunter leider das große Finale, das in einer rein oberösterreichischen Angelegenheit nach nur 26 Minuten ein abruptes und trauriges Ende fand. Weil sich Christian Schmidhofer im einzigen Highlight des Tages, dem Semifinale der unteren Rasterhälfte am Court “Küchenmeister” gegen Markus Horacek in fast drei Stunden Spielzeit voll verausgabt hatte, und beim Matchball von Krämpfen gebeutelt zu Boden musste, war er im Endspiel keine Stunde später ein sowas von chancenloser “Statist”. Zwar zog sich der 37jährige mit dem Mut der Verzweiflung und gezwungen zu “Serve & Volley” noch mit Anstand aus der Affäre, bei 3:5 musste er aber schweren Herzens die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens erkennen. Gerald Mayr nahm daraufhin die erste “Babolat-Kitzbühel-Trophy” am Grand Stand in Empfang, doch damit hatte der 43jährige scheinbar seine Schuldigkeit auch schon getan. Für ein großes – und extra von Gregor Fink organisiertes – Interview am Centercourt hatte der oberösterreichische Triumphator nichts mehr übrig. War’s die Zeit, war’s der Mumm, egal es war richtig ärgerlich aus Sicht der HTT-Organisation, die so um eine unbezahlbare Werbung kam. Im Pressebüro des Turniers rettete dann “Frau Silvia” mit einer Presse-Mitteilung den eher nüchtern ausklingenden Turniertag. Und als das Veranstalter-Team längst schon auf der Heimreise Richtung Wien war, feierten Kunz & Co bis spät in den Samstag Morgen noch im Kitzbüheler In-Lokal “Londoner” eine großartige Tennis-Woche.

img_3431

Alexander Antonitsch mit Bekenntnis zur Babolat-Trophy 2013

Noch in der Nacht zum Samstag auf der Rückreise nach Wien bekräftigte Kitzbühel-Turnier-Direktor Alexander Antonitsch sein Bekenntnis zur Babolat-Kitzbühel-Trophy und kündigte den Ausbau der Veranstaltung zu einem richtigen Event an. Von der 32 Damen und Herren starken Premieren-Veranstaltung soll es laut Plänen des ehemaligen Weltklassespielers hin zum größten Hobby-Tennis-Turnier Europas gehen. “Wir werden dieses Turnier im nächsten Jahr noch gewaltig verbessern”, so der Kärntner. Und auch Turnierveranstalter Claus Lippert konnte am Tag nach Kitzbühel ein mehr als positives Resümee ziehen. “Wir haben viele Dinge im Vorfeld aufgrund unserer täglichen Erfahrungen unterschätzt. Das werden wir im kommenden Jahr anders machen, und schon in der kommenden Woche beginnt die Arbeit für die 2. Babolat-Kitzbühel-Trophy von 28. Juli bis 3. August 2013. Der Auftritt der Hobby-Tennis-Tour in den Kitzbühler Alpen beim BET-AT-HOME-CUP hat aber auch noch eine zweite Seite. Bereits am Mittwoch nächster Woche stehen in Going die ersten Gespräche über die Hobby-Tennis-Tour Tirol auf dem Programm. Damit der Auftritt der HTT-Stars in den Tiroler Bergen 2013 dann schon ein alltäglicher sein wird!

img_2570

Die Tops & Flops der Babolat-Kitzbühel-Trophy 2012

Die T O P S von C.L Die F L O P S von I.K
“DAS WETTER”: Mit Ausnahme des Mittwoch Nachmittags, wo man als Flachländer die Naturgewalten eines Tiroler Unwetters zu spüren bekam, präsentierte sich das Sommer-Wetter in der Kitzbühel-Woche von seiner allerbesten Seite “MICHAEL KUNZ”: Reiste am Spieltag 4 Stunden lang per Auto an, um dann nach 40 Minuten eine vernichtende Erstrundenniederlage zu kassieren, und so die restliche Woche nur noch das Kitzbüheler Nachtleben zu genießen.
“TIROLER GASTFREUNDLICHKEIT”: Der Tour-Zirkus kam bei seiner Kitz-Premiere in den Genuss der weit über die Grenzen hinaus bekannten Gastfreundschaft der Tiroler Menschen. Egal ob in Spielerhotels, Restaurants oder in den beiden Tennisclubs Going mit Obmann Robert Hager und Kirchberg mit Alex Erler, überall wurden die HTT-Stars beinahe schon “hofiert” “PARKMÖGLICHKEITEN IN KITZ”: Egal ob zum Goinger, Kichberger oder Kitzbüheler Tennisklub, rechne prinzipiell mindestens 10-15 Gehminuten ein. Schätze dich glücklich, wenn du einen Parkplatz gefunden hast, der sich nicht später als Bushaltestelle entpuppt.
“FERRARI”: Auch wenn auf dem Gelände des BET-AT-HOME-CUPS in Kitzbühel Turniersponsor Mercedes seine heißesten Geschosse ausstellte, am Ende standen sie doch im Schatten eines Ferraris. Mario Ferrari nahm in dieser Turnier-Woche eine menschlich betrachtet ganz wunderbare Ausnahmestellung ein, indem er sich um das ohne Eltern und Opa angereiste Kitz-Küken Patrick Eckart in beinahe väterlicher Art und Weise kümmerte. “DAS KITZBÜHLER NACHTLEBEN IM JULI”: Trotz zahlreich geschlossener Diskotheken und einem Kitzbühel, das sich nachts im Gewand einer Geisterstadt präsentiert, findet Michael Kunz dennoch Gefallen am Nachtleben indem er auf Privatparties ausweicht.
“DIE DAMEN DES TURNIERS”: Beim BET-AT-HOME-CUP in Kitz war am Dienstag Ladies-Day, bei der Babolat-Trophy hingegen gab es eine Ladies-Week. Das vermeintlich “schwache Geschlecht” präsentierte sich in der Kitzbühel-Turnier-Woche ganz stark. Die 12jährige Lokal-Heldin Alexandra Schatzer legte eine Talentprobe ab, die Oberösterreicherin Irene Steckbauer zog die Blicke von so manchem männlichen Tour-Kollegen nicht nur ob ihres Tennisspiels auf sich, und Olympiasiegerin Ines Kreilinger machte gleich auf mehreren Ebenen eine prächtige Figur. Egal ob in der Turnier-Organisation oder am Centercourt, die 22jährige lieferte ein tollen Job ab. “DER FINALTAG SAMT GEPLATZTEM SIEGERINTERVIEW”: Ein Finaltag mit Höhen und Tiefen und der Gewinner will den Triumph einfach nicht genießen…Nicht alles lief wie geplant, doch der Sieger wurde seitens der Turnierleitung nichtmals ermahnt..
“DAS AMBIENTE BEIM ATP-TURNIER”: Die prickelnde Atmosphäre der großen weiten Tenniswelt bekam man schon am Eingang des BET-AT-HOME-CUPS zu spüren. Egal ob am imposanten Centercourt, dem Grand-Stand oder auf der Anlage, bei der Jagd nach Promifotos waren unsere akkreditierten HTT-Stars hautnah am Geschehen “LAST-MINUTE-ABSAGEN”:Thomas Müller, Franz Korger, Harald Voll, Roland Hanslik, die Babolat-Kitzbühl-Erlebnis wa ein gigantisches Erlebnis, das leider auch durch viele Last-Minute-Absagen geprägt war.

img_3457

img_2360

img_3039

img_2553

Die 10 besten Momente der Babolat-Kitzbühel-Trophy 2012

PLATZ 1: “BAYR & BEYWINKLER IM MATCH IHRES LEBENS”
PLATZ 2: “SCHMIDHOFERS “KÜCHENMEISTER” DRAMA”
PLATZ 3: “EIN WÜRDIGER ABER FREUDLOSER CHAMPION”
PLATZ 4: “DAS PHÄNOMEN CORONA-KING MICHAEL KUNZ”
PLATZ 5: “MAN TRIFFT SICH IMMER ZWEIMAL IM LEBEN”
PLATZ 6: “KITZBÜHLER PROMIJAGD”
PLATZ 7: “EIN BLICK IN DEN VIP-BEREICH”
PLATZ 8: “GEPLATZTE TITELTRÄUME”
PLATZ 9: “AFRIKANISCHE EMOTIONEN”
PLATZ 10: “UND DIESE BIENE DICH ICH MEINE NENNT SICH MAJA”

PLATZ 1: Bayr & Beywinkler im Match ihres Lebens

Es war wohl der aufregendste und igrendwie auch “geilste” Moment der Kitzbüheler Turnierwoche, als der Stadionsprecher die beiden HTT-Stars Patrick Bayr und Clemens Beywinkler ansagte, und das Duo den Grand Stand zum Doppel-Duell mit den ATP-Stars Martin Emmrich und Andre Begemann betrat. “Begrüßen wir mit einem herzlichen Applaus, aus Niederösterreich die beiden Hobby-Tennis-Spieler Patrick Bayr und Clemens Beywinkler”. Einfach nur mega-geil!

img_2834

PLATZ 2: Schmidhofers “Küchenmeister” Drama

Nach fast drei Stunden Spielzeit im Semifinale der unteren Rasterhälfte zwischen Christian Schmidhofer und Markus Horacek, fand der 37jährige Oberösterreicher im Tie-Break des Entscheidungssatzes Matchball vor. Nur “Stehen”, geschweige denn “Laufen” konnte der Oberösterreicher nicht mehr. Welch Glück für ihn, dass sein Gegner denn kleinen gelben Filz ins Out beförderte, und so kein Ballwechsel mehr zustande kam. Schmidhofer fiel von Krämpfen gebeutelt und mit Schmerz verzerrtem Gesicht in die rote Kitzbühler Asche. Irgendwie wusste man in diesen Augenblicken aber auch schon, dass damit auch das Turnier schon entschieden war.

img_3365

PLATZ 3: Ein würdiger aber freudloser Champion

Selbst als Kitzbühel-Sieger Gerald Mayr bei der Siegerehrung die Babolat-Trophy in den strahlend blauen Tiroler Nachmittagshimmel stemmte, kam dem 43jährigen Oberösterreicher nicht ein freudiger Lächler aus. Selten hat man einen derart freudlosen Turniersiger im Tour-Zirkus erlebt.

img_3436

PLATZ 4: Das Phänomen CORONA-KING Michael Kunz

Liebe Freunde und Marketing-Strategen dieser mexikanischen Biermarke! Mit HTT-Star Michael Kunz hättet ihr einen permanent und ständig an seinen Job denkenden Werbeträger an der Hand. Bei jeder Gelegenheit, und wann immer Michi Kunz dieser Tage – ganz zufällig – vor die Linse des HTT-Foto-Shooters lief, hatte der 41jährige ein “Corona” in Händen. Ganz zufällig stand der Ex-Wimbledonsieger der HTT auch im Bild, als wieder einmal ein Palette Corona in Richtung VIP-Club transportiert wurde.

img_2476

img_2509

img_2796

PLATZ 5: Man trifft sich immer zweimal im Leben

Der verregnete Mittwoch-Nachmittag hatte einen ganz kuriosen Zufall zu bieten! Tour-Veranstalter Claus Lippert traf am Centercourt des Kitzbühler Tennisclubs einen gewissen Gregor Fink. Der war einst im Jahr 2009 Spieler der HTT, und zeichnet nun für den BET-AT-HOME-CUP in Sachen Rahmenprogramm und Organisation verantwortlich!

img_2550

img_2828

PLATZ 6: Kitzbühler Promi-Jagd

“Ich mag das nicht so gerne, um Prominenten-Fotos zu betteln”, stellte Challenger-Star Mario Ferrari am Eingang des BET-AT-HOME-CUP-Geländes fest. Und als gleich der erste Versuch eines Schnappschusses vom soeben im Achtelfinale gescheiterten Deutschen Florian Mayer mit einer schroffen Abfuhr endete, fühlte sich 31jährige bestätigt. Doch aufgeben tut man ja bekanntlich nur einen Brief, und so kam Mario im Laufe des Nachmittages noch zu einer Reihe ganz netter Erinnerungsfotos mit mehr oder minder prominenten Persönlichkeiten.

img_2558

PLATZ 7: Ein Blick in den VIP-Bereich

Wem Grillhendl und Bratwurst am gewöhnlichen Verpflegungsstand dann doch nicht genug ist, der macht einen Sprung hinauf in den elitärst eingerichteten VIP-Club über dem Grand Stand. Dort wird man mit Köstlichkeiten aller Art kulinarisch verwöhnt, genießt einen klimatisierten Aufenthalt und versäumt nebenbei auf riesigen Bildschirmen auch nichts vom Geschehen am benachbarten Centercourt. Ja ja, als V.I.P läßt es sich schon richtig gut leben!

img_3141

img_3143

img_3356

img_3357

img_3354

PLATZ 8: Geplatzte Titelträume

Sie war in den Tagen vor dem großen Finale der ganz große Star in Kirchberg und Going! Die Rede ist von der silber farbenen Babolat-Trophy, die Urlauber, und Gäste sowie Angestellte im Hotel des Veranstalters begeisterte und zu neugierigen Blicken und spontanen Beifallskundgebungen verleitete. Und eine gewisse Faszination übte diese Trophäe auch auf die Spieler aus, die reihenweise mit ihr posierten.

img_2733

PLATZ 9: Afrikanische Emotionen

Als Elias Hamidane aus Algerien sein Racket über den Anlagenzaun des TC Kirchberg beförderte, und es kurz darauf sogar zu Kleinholz verarbeitete, war es für einen Moment aus mit der ruhigen und ländlichen Stimmung im Kirchberger Tennisclub. Werte und Traditionen schienen bei den bürgerlichen Tennisspielern aus Tirol auf einmal verschoben, doch für uns war der afrikanische Gewaltakt einer der Top-Ten-Momente.

dscf0920

PLATZ 10: Und diese Biene die ich meine nennt sich Maja

Olympiasiegerin Ines Kreilinger erlebte in ihrem Auftakt-Match die Attacke einer wütenden Tiroler Bergbiene. Oder war es doch umgekehrt, hatte sich doch die 22jährige auf unsere Freundin Biene Maja gesetzt. Wie dem auch sei! Der Stich in den Oberschenkel verlief harmlos, auch weil der urige Tiroler Bademeister vom Kirchberger See mit einer Salbe aushelfen konnte.