Saisonabschluss mit neuem Second-Series-Teilnehmerrekord

Am bevorstehenden ersten Dezember-Wochenende geht das Tennisjahr 2007 auf der Hobby-Tennis-Tour mit dem letzten von insgesamt 40 Saisonturnieren zu Ende. Zumindest im Einzel begeben sich die Tourspieler danach auf eine wohlverdiente rund sechs Wochen dauernde Weihnachtspause. Davor besorgen Berzengi & Co beim 10. und letzten Second-Series-Event des Jahres der Tour noch einen standesgemäßen Saison-Kehraus. Mit exakt 32 Akteuren gibt es zum Abschluss einer langen erfolgreichen Saison noch einmal Teilnehmerrekord auf Second-Series-Ebene. Favoriten auf den letzten Titel des Jahres gibt es viele, doch noch weit mehr November-Second-Series-Starter nützen den letzten Auftritt 2007 im Tennispoint Vienna um persönliche Niederlagen-Serien zu beenden und sich mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu verabschieden. Ein Bericht von C.L

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Berzengi will nicht nur Negativ-Serie beenden sondern auch den letzten Titel holen

Rehabilitation lautet das Zauberwort in diesen Tagen des letzten Saisonturniers auf der Hobby-Tennis-Tour. Speziell für 7 der insgesamt 32 November-Second-Series-Teilnehmer steht am ersten Adventwochenende Wiedergutmachung auf dem Programm. Werner Novak, Daniel Zack, Nihad Berzengi, Peter Wenitzky, Alexander Sterzl, Helge Leis und Markus Posteiner, für fast alle dieser zuletzt nicht gerade vom Erfolg gesegneten und teils recht namhaften Tour-Stars heißt es ab heute Abend “verlieren verboten”. Die letzten Erfolgserlebnisse von Berzengi & Co liegen teilweise zurück bis Mitte Oktober in die damals zu Ende gegangene Freiluftsaison. Umso mehr brennen sie darauf unter allen Umständen knapp vor Saisonende zurück auf die Erfolgsspur und damit auch zuversichtlich in die Mitte Jänner beginnende neue Saison starten zu können. Den meisten Druck dabei dürfte wohl Nihad Berzengi verspüren. Nicht nur weil der 17jährige die längste Negativ-Serie aller Wochenend-Teilnehmer mit sich herumschleppt, sondern weil er auf Second-Series-Ebene nach zwei Saison-Erfolgen sogar mit mehr spekuliert. Das Berzengi mit seinem durchaus vorhandenen Tennis-Potential noch immer Second-Series spielt ist ohnehin etwas worüber der Jungstar grübelt. Mit den Möglichkeiten die der 80fache Turnier-Teilnehmer eigentlich ausspielen könnte, wäre er für die letzte Turnier-Serie der Hobby-Tennis-Tour schon lange kein Thema mehr. Doch wir alle kennen seine mittlerweile schon berühmten Negativ-Serien, und wenn Berzengi nicht mit einer zweistelligen Pleiten-Serie an Erstrundenniederlagen in Folge überwintern möchte, dann muss er am Freitag Abend gegen Deutschland David Hühne endlich wieder einmal gewinnen. “Ich will unbedingt mit einem positiven Ergebnis in das nächste Jahr gehen”, setzt der 17jährige große Erwartungen in das letzte Saisonturnier. Der Druck ist aber wie schon erwähnt enorm hoch, nicht nur weil Nihad folgende unglaubliche Negativ-Bilanz beenden möchte. 9. Erstrunden-Niederlagen in Serie, 7x in der Halle zum Auftakt gescheitert, und bei den letzten 16 Turnierstarts immerhin 15x im ersten Match ausgeschieden. Zusätzlichen Druck erlegt sich der Junior zudem mit einer gewagten Aussage 24 Stunden vor seinem 125. Karriere-Match selbst auf. “Ich kann mich hier nur selber schlagen. Da ist kein Spieler im Feld der mich im Normalfall am Sieg hindern kann”.

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Alexander Sterzl & Helge Leis warten auf ersten Einzelsieg in der Halle

Das November-Second-Series-Turnier als letzten Strohhalm aus der Krise sieht wohl auch September-Second-Series-Sieger Alexander Sterzl an. Der 37jährige der im Sommer zur Hobby-Tennis-Tour stieß und dort kontinuierlich mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam machte, ist mit der Übersiedlung ins Tennispoint Vienna in eine schwere unerklärliche Krise gerutscht. Sterzl kassierte zuletzt vier Erstrunden-Niederlagen in Folge und wartet weiterhin auf seinen ersten Indoor-Einzelsieg überhaupt. Gelegenheit zur Rehabilitation erhält der 37jährige am Samstag in seinem Erstrunden-Duell mit Stefan Rieger. Ähnlich die Situation bei Helge Leis, der so wie Sterzl mit vier Auftaktpleiten in Serie zum November-Second-Series-Turnier kommt und ebenfalls noch auf den ersten Einzelsieg in der Halle wartet. Ihr jeweils 15. Turnier und das nach je drei Erstrunden-Schlappen nehmen die Herren Daniel Zack und Perter Wenitzky in Angriff. Zack trifft dabei in Runde 1 auf Tour-Debütant Thomas Wustinger, während Wenitzky mit Jessica Glatzl eine der insgesamt vier Damen des Second-Series-Rekord-Teilnehmerfeldes zum Auftakt als Gegnerin zugelost bekam.

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Werner Novak möchte gegen Tour-Neuling Hammer 30. Karriere-Einzelsieg einfahren

Mit Spannung wartet die Tour-Familie auch auf den letzten Saison-Auftritt von Werner Novak. Der 37jährige machte zuletzt nach fünf misslungenen Auftaktversuchen eine kleinere Pause, ehe auch er sich entschloss, beim Saisonfinale für ein Erfolgserlebnis zu sorgen. Zudem könnte Novak mit einem gelungenen November-Second-Series-Start auch den 30. Einzelsieg seiner Karriere einfahren. Leicht wird das aber nicht, immerhin steht Werner die unangenehme Aufgabe bevor, einen Tour-Newcomer zu spielen. Man hat keinerlei Anhaltspunkte wo man taktisch ansetzen kann, und was auf einen zukommt. Keine leichte Aufgabe also für Novak im Duell mit Thomas Hammer. Ein Hammer war zuletzt auch das was Markus Posteiner abseits der Courts zum Besten gab. Der 20jährige fehlte unentschuldigt beim November-Without-Top-Ten-Turnier, wurde daraufhin vom Veranstalter mit dem Entzug seiner Golden Slam Card bestraft. Als Antwort darauf sagte der Mai-Second-Series-Sieger sein Kommen für das Saison-Abschluss-Turnier im Einzel zu. Da soll sich noch einer auskennen! Im Vorjahr scheiterte der Posteiner-Junior übrigens im Viertelfinale am späteren Sieger Vladimir Popovski, ein Ergebnis mit dem er heuer wohl nicht so ganz zufrieden wäre, mit dem er aber zumindest seine persönliche Negativ-Serie mit drei Auftaktniederlagen zuletzt in Folge beenden könnte.

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Claus Lippert, 30. November 2007