Siegeszug von Überraschungsmann Yan Matschi geht weiter

Die Jubiläums-Ausgabe des HTT Mai Masters Series 1000 Turniers sieht am heutigen Dienstag Nachmittag nur eines der beiden im Vorfeld prognostizierten “Traumhalbfinali”. Nachdem sich der 20fache HTT-Titelträger Lukas Prüger am vergangenen Sonntag bereits im skandalösen Achtelfinale dem 15jährigen Yan Matschi geschlagen geben musste, sind mit dem topgesetzten Kärntner Rene Gräflinger, mit Tour-Finals-Champion Nicolas Moser und mit OTC-Open-Gewinner Bernd Steiner nach drei mehr als souveränen Viertelfinal-Darbietungen nur mehr drei der designierten Mai-Masters-Series-1000-Favoriten im Rennen um den ersten “Nach-Corona-Titel” der Hobbytennistour. Komplettiert wird die Vorschluss-Runde beim 19. HTT Saisonturnier im UTC La Ville von Shooting-Star Yan Matschi, der nach seinem Sensationssieg über Lukas Prüger am Montag Abend am Centercourt Lance Lumsden auch den 2fachen HTT French Open Sieger Victor Stabrawa nach “großem Kampf” in die Knie zwingen konnte. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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15jähriger ohne Ranking nimmt auch 2fachen HTT French Open Sieger Victor Stabrawa aus dem Turnier

Der Erfolgsrun von Überraschungsmann Yan Matschi bei der 25. Auflage des Mai-Masters-Series-1000-Turniers im UTC La Ville hat auch am Montag Abend im Viertelfinale eine Fortsetzung gefunden. Der 15jährige vom UTC Mistelbach kämpfte 2 Stunden und 43 Minuten lang, ehe er den HTT French Open Sieger von 2011 und 2015 mit 2:6, 6:3 und 6:4 niedergerungen hatte. Es war ein von viel Taktik geprägter Abnützungskampf am Court Lance Lumsden, den Stabrawa zunächst eineinhalb Sätze lang als der routiniertere Spieler dominierte. Mit viel Spin, hohen Bällen weit an die Grundlinie und gelegentlichem Tempowechsel gelang es dem 28jährigen WAT-Ottakring-Star beinahe wie erwartet, dem jugendlichen Gegenüber dessen Grenzen aufzuzeigen. Im dritten Dreisatzmatch in Folge fehlte dem ehemaligen Ranglisten-Zweiten am Ende aber wohl auch ein wenig die körperliche Substanz, womit Matschi nicht unverdient das Semifinale beim 25. Mai-Masters-Series-1000-Turnier erreichte.

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Bernd Steiner lässt Ungarns Jungstar Barnabas Balazs keine Chance

Dort in der Vorschlussrunde bekommt es der Prüger-Bezwinger nun aber mit einem echten Sandplatz-Kaliber zu tun. Wenn der OTC Open Sieger von 2019 Bernd Steiner seine Rackets aus der Tasche holt, und seine Sandplatzschuhe schnürt, dann muss der Gegner auf der anderen Seite des Platzes schon einen absoluten “Sahnetag” haben, um der lebenden Ballmaschine vom Heeres TC irgendwie beikommen zu können. Dem ungarischen Jungstar Barnabas Balazs gelang dies am Montag Abend im Viertelfinale zu keiner Zeit. Mit gelegentlichen Glanzlichtern kam der 17jährige über sporadische Teilerfolge nicht hinaus, der glasklare 6:2, 6:1 Erfolg Steiners stand nie auch nur eine Sekunde lang in Frage. Mit jeweils glatten Zweisatzsiegen haben derweil auch Rene Gräflinger und Nicolas Moser das “Traumsemifinale” der oberen Rasterhälfte perfekt gemacht.

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Gräflinger und Moser fixieren “Traum-Semifinale” der oberen Rasterhälfte

Dem großen Halbfinalschlager zwischen dem bislang einzigen HTT Masters 1000 Saisonturniersieger und an Nummer 1 gesetzten Rene Gräflinger und dem bei seinem Comeback bislang überaus beeindruckend agierenden HTT Finals Champion Nicolas Moser blickt die HTT-Community mit großer Spannung und noch großer Vorfreude entgegen. Beide Akteure sind im Schongang in dieses erste Nach-Corona-Semifinale der HTT eingezogen, haben keinen Satz abgegeben, und zu Zweit in 6 Matches nur 19 Games der teils überforderten Konkurrenz überlassen. Für die Neuauflage des HTT Finals Vorrunden-Matches 2019 ließen die beiden HTT-Top-Ten-Stars im montägigen Viertelfinal-Doppelpack spielerisch recht gute Leute über die Klinge springen. Gräflinger beendete den starken Mai-Masters-Series-1000-Auftritt von Max Reichmannn im Viertelfinale mit 6:3, 6:1, und feierte damit seinen bereits achten Einzelsieg auf Masters-1000-Ebene in Serie. Imposant druckvoll und mit einer gigantischen Aufschlagleistung gegen einen allerdings inferior spielenden Gegner, so kann man kurz die viertelfinale Vorstellung von HTT Finals-Champion Nicolas Moser zusammenfassen. Während sein Gegenüber Benjamin O’ Brien in keiner Phase des Matches auch nur annähernd an sein Leistungspotential herankam, und sich früh in die Niederlage ergab, buchte Moser den nächsten Sieg in seiner gewaltig zu lesenden HTT Masters 1000 Bilanz. 11 Matches hat der 18jährige auf HTT 1000er-Ebene zuletzt für sich entschieden, und insgesamt 11 seiner 12 letzten HTT-Matches erfolgreich gestaltet. Einzige Ausnahme dabei war der mittlerweile legendäre “Fehltritt” im letzten Gruppen-Match der HTT Finals gegen Vladimir Vukicevic. Eine tolle sportliche Visitenkarte des WAC Jungstars und eine echte Warnung an die Konkurrenz für die finale Phase des 25. Mai Masters Series 1000 Turniers im UTC La Ville.

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