Vorhemus und Schneider spielen um Titel beim März-HTT-500-Turnier

Philipp Schneider steht zum zweiten Mal nach 2014 im Endspiel des März HTT 500 Turniers im UTC La Ville. Der ehemalige niederösterreichische Ranglisten-Erste landete im Semifinale gegen den an Nummer 2 gesetzten Martin Zehetner einen überraschenden 7:5, 3:6, 6:4 Erfolg, und erreichte mit seinem dritten Dreisatz-Sieg im Verlauf des 15. HTT Saisonturniers in Serie zum ersten Mal seit dem Cash4Car Cup im März 2017 wieder ein Finale auf der Hobby-Tennis-Tour. Dort trifft der 39jährige  im prognostizierten Generationen-Duell auf den 21 Jahre jüngeren Adrian Vorhemus, der im zweiten Semifinale die Hoffnungen der HTT Nr. 1 Damian Roman auf dessen 25. HTT Karriere-Titel vorzeitig platzen ließ. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Philipp Schneider ringt Martin Zehetner in drei Sätzen nieder

Dem zuletzt über Jahre hinweg erfolglosen Philipp Schneider fehlt nur mehr ein Sieg zum kaum mehr für möglich gehaltenen Comeback in den Siegerlisten der Hobby-Tennis-Tour. Der 39jährige erwies sich im semifinalen Treffen der “Oldboys” gegen den 38jährigen Martin Zehetner erneut als “Steher”, und rang den 2fachen HTT Kitzbühel-Sieger nach zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 7:5, 3:6, 6:4 nieder. Dem dritten erfolgreich gestalteten Marathon binnen zwei Tagen ging ein intensiver Schlagabtausch der beiden Routiniers voraus, in dem Schneider im ersten Satz sowohl das erste Break zum 4:2, als auch das letztlich entscheidende zweite Break bei 5:5 gelang. Im zweiten Durchgang fiel die Entscheidung relativ früh im fünften Game, als Zehetner ein ewig langes und 15 Minuten dauernden Aufschlagspiel zu seinen Gunsten wenden konnte, und in der Folge mental im Vorteil den Satzausgleich klar machen konnte. Im dritten Satz dann das selbe Spiel – wieder bei 2:2 – diesmal mit dem besseren Ende für Philipp Schneider, dem im Finish auch noch das allesentscheidende Break zum 5:4 gelang. Im Head to Head mit Zehetner nach dem 8. Duell auf 4:4 gestellt, freute sich der der 2fache HTT Finals Champion dann über den insgesamt 24. Finaleinzug seiner großartigen HTT-Karriere. “Eigentlich hatte ich mich schon damit abgefunden, nie mehr ein Finale auf der HTT zu erreichen. Daher freut mich der Sieg und die geschaffte Finalteilnahme umso mehr. Vorallem aber ist der Spaß am Tennis wieder da, das war länger nicht mehr so”, so der 39jährige vom UTC Waidhofen.

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Mit dem siebenten Matchball kämpft sich Vorhemus in sein viertes HTT Karriere Finale

Im Endspiel des 17. März HTT 500 Turniers greift Schneider am Dienstag Abend (ab 20:15 Uhr LIVE auf www.hobbytennistour.at) also nach seinem ersten Turniersieg seit Oktober 2016, ist dort gegen Jungstar Adrian Vorhemus aber trotz allen Vorteilen in den diversen Statistiken klarer Außenseiter. 16:0 Turniersiege, 24:4 Finalteilnahmen, 191:42 Einzelsiege, Schneider stellt den halb so alten Vorhemus in allen Bilanzen in den Schatten, doch die Vorzeichen stehen dennoch klar in Richtung Premierensieg des 18jährigen Waldviertlers. Schneider hat mit seinen 39 Lenzen vor dem heutigen Final-Showdown beim 1.465 HTT Single-Turnier der Open Ära “schlappe” drei Dreisatz-Matches in den Knochen, während Vorhemus durch die Viertelfinal-Aufgabe von Bernhard Scheidl eine ganze Partie weniger bestreiten musste. Und dann ist da noch die Semifinal-Performance des 18jährigen, mit der er am Montag Abend die überlegen führende HTT Nr. 1 Damian Roman entzauberte, und die ihn in die Favoritenrolle für seinen allerersten HTT-Titel hievte. Vorhemus diktierte mit seiner “doppelten Vorhand” von Beginn an das Tempo, traf aber mit Damian Roman auf den wohl besten Konterspieler der Tour. So entwickelte sich ein erbitterter Fight, in dem Vorhemus den ersten Satz 6:4 gewinnen konnte, und im Finish nach neuerlich geschafftem Break zum 5:4 bereits auf den Sieg aufschlug. Roman schaffte allerdings mit drei abgewehrten Matchbällen das 5:5, ehe er seinen Aufschlag abermals zu Null abgeben musste. Die zweite Chance ließ sich Vorhemus dann nicht mehr nehmen. Der 18jährige patzte zwar nochmals bei drei weiteren Matchbällen, ließ ein 40:0 vorerst ungenützt, ehe er sich mit verwandeltem siebenten Matchball in sein viertes HTT Karriere-Finale geschossen hatte.

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