Gräflinger wahrt Semifinal-Chance bei seinem HTT-Finals-Debüt

Serbiens HTT Superstar Vladimir Vukicevic ist schon nach zwei Matches der Vorrunden-Gruppe “Franz Mayrhuber” chancenlos im Kampf um die Halbfinalplätze bei den HTT Finals 2019. Der 38jährige aus Sombor musste sich am Montag Abend in der Night Session des dritten Spieltages in einer kurios verlaufenden Partie dem Kärntner HTT-Wimbledon-Finalisten Rene Gräflinger in drei Sätzen geschlagen geben, und verpasste damit zum dritten Mal nach 2014 und 2015 die Vorschlussrunde beim großen HTT-Saisonfinale im UTC La Ville. Gräflinger hingegen wahrte “mehr schlecht als recht” seine Chance, als erster Kärntner seit Lukas Planteu 2011 das Halbfinale der HTT Finals zu erreichen. Aus dem UTC La Ville berichtet von den HTT Finals für hobbytennistour.at C.L

img_2805

Vukicevic droht erstes “siegloses” Vorrunden-Aus überhaupt

Vorjahresfinalist Vladmir Vukicevic wird die finale Entscheidung der Tour-Finals 2019 maximal auf den Zuseherrängen verfolgen können. Der HTT Finals Champion von 2016 schoss sich am Montag Abend weit nach Mitternacht mit einer unansehnlichen Fehlerorgie von insgesamt 53 unforced errors gegen einen ebenfalls nicht überzeugend auftretenden Rene Gräflinger ins Verderben, und das dritte Vorrunden-k.o bei den HTT-Finals nach 2014 und 2015. Erstmals überhaupt droht dem 3fachen HTT-Wimbledonsieger nun aber sogar ein Finals-Start ohne einen einzigen Vorrundensieg, zumal am Mittwoch mit Nicolas Moser der aktuelle Überflieger wartet. Der Traum von der fünften Halbfinalteilnahme nach 2013, 2016, 2017 und 2018 ist also wie eine Seifenblase geplatzt, dabei begann der späte Montag Abend eigentlich ideal und wie gemalt für den 38jährigen Serben. Vukicevic hatte sein 295. HTT-Karriere-Einzel ambitioniert in Angriff genommen, und nach nur 9 Minuten gegen den wieder einmal beim Aufschlag schwächelnden Gegner ein Doppel-Break zum zwischenzeitlichen 3:0 herausgeholt. Selbst das unnötig kassierte Re-Break zum 1:3 änderte nichts am letztlich klar gewonnenen ersten Satz des Serben, der beim 6:1 nach 31 Minuten Gräflinger nicht weniger als vier Mal seinen Aufschlag abgenommen hatte.

img_1578

img_1603

25. Karriere-Match im Rahmen der HTT Finals wird für Vladimir Vukicevic zum fehlerdurchzogenen Albtraum

Im zweiten Satz dann total konträre Rollen! Vukicevic brachte kein Bein mehr auf den Platz, hatte sich nach nur 18 teils katastrophalen Minuten ein Doppel-Break samt 0:4 Rückstand eingehandelt, und den Untergang in dieser Night Session längst selbst eingeleitet. Nach weiteren 34 Minuten hatte sich Gräflinger in einen dritten Satz “gehievt”, der für Vukicevic weit nach Mitternacht tragisch enden sollte. Just in seinem 25. HTT Finals Einzelmatch, und in einem dritten Satz, der über das Aus bei den heurigen Finals entscheiden sollte, stürzte der Sieger von 16 HTT Turnieren dramatisch ab. 8 Winner und 24 unerzwungene Fehler verdeutlichen die spierlerische Ohnmacht, die Vukicevic dem Publikum vor Ort vermittelte. Nur weil auch Gräflinger weit unter Normalform spielte, und nicht annähernd an seine Leistung vom ersten Vorrundenspiel gegen Nicolas Moser anschließen konnte, wurde es verhältnismäßig eng in der finalen Phase dieses Matches. 7 Breaks in 9 Games offenbarten die Aufschlagschwäche der beiden HTT-Stars, die sich dann um exakt 0:48 Uhr am Netz zum Shakehands trafen, und wohl beide froh waren, dass dieser Albtraum ein Ende hatte.

img_1617

Die Stimmen zum Trauerspiel

“Das war Rollercoaster, ein Hin & Her. Es war heute entscheidend, wer weniger schlecht spielt. Wir haben heute wenig gezeigt, wir können beide besser spielen. Ich bin mental müde nach den letzten Wochen mit den Quali-Mühlen, ich kämpfe aber jetzt noch um ein letztes gutes Match gegen Moser. Ich genieße es trotzdem hier dabei zu sein und mit den Jungs zu kämpfen. Ich werde auch gegen Moser auf Sieg gehen, leicht wird er mich nicht schlagen können. Er ist zwar frisch und hungrig, er wird voll spielen, und ich hoffe auf schönes Tennis”, so der serbische HTT-Ausnahmespieler. “Das war heute viel Kampf & Krampf, mehr noch Krampf. Der erste Satz war schnell weg, im zweiten hat mich der Vladi mit seinen Fehlern ins Match zurückgelassen, auch weil das Niveau der Partie mit Fortdauer der Partie immer weiter abgesunken ist. Mit einem Sieg schlafe ich natürlich jetzt wesentlich besser, als mit zwei Niederlagen. Der Erfolg heute gibt mir auch wieder ein bißchen Selbstvertrauen, aber ich werde definitiv gegen Zellinger besser spielen müssen als heute”, anaylsierte Gräflinger.

img_1613