Nicolas Moser erkämpft sich Auftaktsieg bei den HTT Finals

Wenn es noch irgendwelche Zweifel an der Extraklasse und der Ausgeglichenheit der Vorrundengruppe “Franz Mayrhuber” bei den HTT Finals 2019 im UTC La Ville gab, dann sind diese spätestens mit dem gestrigen Eröffnungstag zur Gänze ausgeräumt. Zwei hochklassige und richtig spannende Partien gab es am Centercourt zu sehen, der Auftakt in die 30. Jubiläums-Auflage der HTT Finals hätte besser nicht verlaufen können. Verantwortlich dafür zeichneten drei Debütanten und der HTT Finals Verteran aus Serbien. Aus dem UTC La Ville berichtet von den HTT Finals für hobbytennistour.at C.L

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Moser mit überfallsartigem Start und klar gewonnenem ersten Satz

Nicolas Moser und Rene Gräflinger haben am Samstag Nachmittag für einen glanzvollen Start des Einzelbewerbs der HTT Finals 2019 im UTC La Ville gesorgt. Das fast zwei Stunden dauernde Debütanten-Treffen zwischen dem an Nummer 4 gesetzten HTT-Wimbledon-Finalisten Rene Gräflinger und dem als Titelmitfavoriten gehandelten Ranglisten-Fünften Nicolas Moser begeisterte Publikum und Mitspieler gleicher Maßen, und hob die Erwartungen für den Rest des Turniers in schwindelerregende Sphären. Denn was der Kärntner Tennisexport und der zuletzt sogar international auffällig gewordene Jungstar vom WAC auf den gutbesuchten Centercourt des UTC La Ville zauberten, war eines großen HTT Saisonfinales mehr als würdig. Die beiden HTT-Stars lieferten sich einen hochstehenden und vorallem mitreißenden Fight um den ersten so wichtigen Sieg in der vorprogrammiert engen Gruppe “Franz Marhuber”. Moser startete überfallsartig, nahm Gräflinger gleich zwei Mal das Service ab, und sicherte sich mit doppelte so vielen Punkten wie sein Gegenüber (28:14) den ersten Satz nach nur 25 Minuten mit 6:1. Der zweite Satz lief lange Zeit ausgeglichen, wobei Gräflinger vorne weg servierte, und am Ende diesen kleinen Vorteil nützen konnte. Denn bei 4:5 leistete sich der 17jährige den ein oder anderen überflüssigen Fehler zuviel, Gräflinger kam quasi aus dem Nichts zu einer Break-Chance, und mit einem schnörkellos geschlagenen Vorhand-Winner glich der Kärntner nach weiteren 37 Minuten mit 6:4 zum 1:1 in Sätzen aus.

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Hochspannung im dritten Satz mit dem Happy End für Nicolas Moser

Im alles entscheidenden dritten Durchgang konnten Moser und Gräflinger das ohnehin schon beachtliche Niveau weiter steigern, und damit auch das Publikum am Centercourt des UTC La Ville voll mitnehmen. Die Zuseher, darunter auch die Eltern Mosers, klatschten ein ums andere Mal Beifall für zwei herausragend agierende Spieler, die dem Auftakt-Single der HTT Finals 2019 eine besondere Note verliehen. Neben den spielerischen Elementen, sorgte auch die Dramaturgie des dritten Satzes für eine ganz besonders prickelnde Atmosphäre am Centercourt. Gräflinger servierte wieder vorne weg, und sah Mitte des zweiten Satzes urplötzlich wie der angehende Sieger aus. Weil Moser bei 2:3 und eigenem Aufschlag ein 40:0 ungenützt ließ, und sogar das erste Break im dritten Satz kassierte, und weil der Kärntner HTT Wimbledon-Finalist Augenblicke später bei 4:2 drei Spielbälle zum 5:2 vergeigte, den letzten sogar mit einem eigentlich einfach aussehenden Smash, der am Ende im Out landete. Damit war Moser statt ganz nahe dran an der Niederlage plötzlich wieder voll im Rennen, um postwendend mit vier Winnern in Folge und einem Zu Null Game auf 4:4 auszugleichen. Moser bleib auch in der Folge bei eigenem Aufschlag unantastbar, konnte abermals zu Null die 5:4 Führung seines Gegners egalisieren, ehe er mit einer tollen Serie von insgesamt 9 Punkten en suite, das entscheidende Break zum 6:5 fixierte. Beim Ausservieren, schwächelte der 17jährige ein ganz klein wenig mit den Doppelfehlern Nr. 3 und 4, ehe er mit seinem dritten Ass nach 1:57 Stunden Spielzeit den 6:1, 4:6 und 7:5 Erfolg klar machte.

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