Philipp Jahn spielt sich zu seinem ersten HTT-Karriere-Titel

CTP Pötzleinsdorf-Star Philipp Jahn hat sich im fünften finalen Versuch endlich den Traum vom ersten HTT-Karriere-Titel erfüllt. Der 27jährige Wiener bezwang am Dienstag Abend im Endspiel der hochkarätig besetzten 28. Auflage des November-HTT-500-Turniers den Ranglisten-Zweiten Lukas Prüger nach höchst attraktiven 101 Minuten Spielzeit mit 6:3, 7:5, und avancierte mit seinem HTT-Premieren-Titel zum insgesamt 555. Turniersieger der HTT-Open Ära. Auf der anderen Seite verpasste der unterlegene Lukas Prüger im 24. HTT-Endspiel seiner Laufbahn den 160. Einzelsieg und den 20. Turniersieg seiner Karriere. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Nach vier Final-Niederlagen 2018 holt Philipp Jahn endlich seinen ersten HTT-Karriere-Titel

24 Stunden nachdem der an Nummer 10 gesetzte Philipp Jahn im Semifinale die Hoffnungen des steirischen HTT-Wimbledonsiegers Alexander Schager auf eine HTT Finals-Qualifikation mit einer beeindruckenden Leistung zunichte gemacht hatte, prolongierte der 27jährige auch im Endspiel des 28. November-HTT-500-Turniers seinen aktuellen Erfolgsrun, und wurde mit einem souverän erspielten Zweisatzerfolg über den Ranglisten-Zweiten Lukas Prüger endlich seinen zweifelhaften Ruf als “bester HTT Spieler ohne Turniersieg” los. Nachdem Jahn im Vorjahr in vier HTT-Endspielen – darunter in drei Grand-Slam-Finali – jeweils den Kürzeren gezogen hatte, klappte es beim 123. HTT-Saison-Event und beim letzten HTT-500er-Turnier des Jahres endlich mit dem heiß ersehnten ersten HTT-Titel.

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Jahn mit höchster Effizienz beim Nützen seiner Break-Chancen

Dieser Premieren-Erfolg des Philipp Jahn ist längst wohl verdient, und war angesichts seiner unbestrittenen Klasse auch mehr als überfällig, wenngleich zu Beginn des gestrigen Finales nicht unbedingt erwartbar. Denn den besseren Start in die finale Entscheidung des 485. Hallenturniers der HTT-Geschichte erwischte ohne Zweifel Lukas Prüger, der sich in einem 12 Minuten dauernden Marathon-Game als Rückschläger mit der siebenten Break-Chance 2:0 in Führung setzte. Jahn freilich stand an diesem Dienstag Abend aber nicht der Sinn nach einer weiteren – der drohenden fünften – Finalpleite, und so steigerte sich der 27jährige zu einer letztlich mehr als imposanten Vorstellung in seinem fünften HTT-Karriere-Finale. Das prompte Re-Break zum 1:2 leitete den Umschwung ein, ein zweites Break zum 4:3 brachte den CTP Pötzleinsdorf-Star erstmals in Führung, und als er im Finish auch noch seinen dritten Breakball eiskalt nützte, war der erste Satz nach 41 sehenswerten Minuten unter Dach und Fach gebracht.

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Jahn macht ersten HTT-Karriere-Titel in spannender Schlussphase perfekt

Im zweiten Satz, der letztlich insgesamt eine Stunde dauern sollte, hatte zunächst wieder Lukas Prüger mit einem früh geschafften Break zum 2:1 die Nase vorne. Doch wie schon im ersten Durchgang konnte Prüger aus dem rasch erzielten Break kein Kapital schlagen, wurde im Folge-Game zwei Mal von Jahn am Netz “ausgekontert”, ehe er sich mit seinem ersten Doppelfehler selbst um die Früchte seiner Arbeit als Rückschläger im Game zuvor brachte. Danach startete Jahn mit  atemberaubender Performance einen Zwischenspurt, der eigentlich schon die Vorentscheidung hätte bedeuten müssen. Denn bei 4:2, eigenem Aufschlag und 40:15, stand Jahn dicht vor dem 5:2. Mit vier Vorhandfehlern in Serie verbockte der 27jährige aber die mögliche 5:2 Führung, und hievte sich stattdessen in eine nervenzerreißende und hoch dramatische Schlussphase dieses Matches, in der Prüger bei 4:5 mit seinem vierten Ass zunächst noch den ersten Matchball seines Gegners abwehren konnte. Bei 5:5 muss Jahn nach zwei Doppelfehlern in Serie ein 0:30 korrrigieren, um Prüger bei 6:5 nochmals entscheidend unter Druck zu bringen. Und das gelingt, denn der 19fache Turniersieger beging beim zweiten Versuch gegen den Matchverlust zu servieren gleich vier unforced errors in Serie, und offerierte seinem Gegenüber das abschließende Game quasi am Silberteller. “Ich habe taktisch heute völlig falsch agiert. Gegen den Philipp das Spiel noch schneller machen zu wollen, ist ein gravierenden taktischer Patzer, der mir heute unterlaufen ist, und mir das Match gekostet hat” analysierte Prüger. “Ich freue mich sehr, endlich meinen ersten HTT-Karriere-Titel gewonnen zu haben. Ich habe das ganze Turnier über konstant starkes Tennis gespielt, das war ausschlaggebend, und bereitet mir große Freude”, so der strahlende Champion.

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