Nicolas Moser bucht mit November-Masters-1000-Titel sein Tour-Finals-Ticket

Nur 24 Stunden nachdem er im Semifinale die Siegesserie des 3fachen HTT-Erste Bank Open Champions Lukas Prüger beendet hatte, schlug WAC Jungstar Nicolas Moser auch im Endspiel des 24. November-Masters-Series-1000-Turniers zu. Der 17jährige Wiener besiegte in einem für die Zuschauer von vielen attraktiven Ballwechseln geprägten Finale den hier an Nummer 3 gesetzten serbischen Ranglisten-Fünften Vladimir Vukicevic in 1:32 Stunden Spielzeit mit 6:4, 6:4, und feierte seinen zweiten HTT-Masters-Series-1000-Titel, seinen dritten Saisonturniersieg 2019 und den fünften HTT-Titel seiner rasant und steil bergauf gehenden Karriere. Vorallem aber qualifizierte sich Moser mit dem finalen Triumph über Vukicevic als fünfter Spieler nach Damian Roman, Maximilian Wild, Markus Zellinger und Rene Gräflinger für die HTT Finals von 23. bis 30. November 2019 im UTC La Ville. Von dort berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Unerwartetes Finale als Showdown um das fünfte Tour-Finals-Ticket

Der aktuell in Hochform agierende Nicolas Moser hat am Dienstag Abend seinen momentanen Erfolgsrun auf der Hobby-Tennis-Tour fortgesetzt, und mit dem ohne Satzverlust errungenen Titel beim letzten HTT Masters Series 1000 Turnier des Jahres ein mehr als kräftiges Ausrufezeichen für das große Saisonfinale der HTT am Ende des Monats im UTC La Ville gesetzt. Gegen hochklassige und arrivierte Konkurrenz wie Philipp Schlaffer, Felix Sagasser, Rene Gräflinger, Lukas Prüger und Vladimir Vukicevic keinen Satz abzugeben, und das unter der Druck-Situation der hoch spannenden Tour-Finals-Qualifikation, belegt eindrucksvoll und nachhaltig, mit welcher Performance der 17jährige vom WAC dieser Tage am Altmannsdorfer Ast unterwegs war. Das 120. Saisonturnier und das 280. Hallenturnier der Open Ära unter den Dächern des UTC La Ville hatte am Dienstag Abend als krönenden Abschluss zwar “personell” nicht ganz das erwartete Endspiel am Programm, mit Nicolas Moser gegen Vladimir Vukicevic aber einen direkten Showdown um das fünfte Fix-Ticket für die Samstag in einer Woche beginnenden Tour-Finals zu bieten. Dieser Umstand machte das zweite direkte Duell der beiden HTT-Stars noch spezieller, und mental für Moser und Vukicevic mit Sicherheit noch schwieriger.

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Vukicevic mit Albtraum-Start und Moser nach 34 Minuten mit 1:0 in Sätzen in Führung

Vorallem der 3fache serbische HTT-Wimbledonsieger erwischte einen echten Albtraum-Start in sein bereits viertes November-Masters-Series-1000-Finale nach 2013, 2015 und 2018. Nach nur 13 Minuten hatte ein unglaublich servierender Moser (mit drei Assen im ersten Aufschlagspiel) gegen einen müde wirkenden und langsam startenden Vukicevic eine 4:0 Führung herausgeschossen, und damit die Basis für die 1:0 Satzführung gelegt. Bei 5:1 hatte der an Nummer 7 gesetzte Ranglisten-Elfte vom WAC seine Gedanken wohl schon auf Durchgang Nr. 2 gerichtet, ein “kleiner Fehler ohne letztlich große Folgen” gegen einen routinierten Klassemann wie den 16fachen HTT-Turniersieger aus Serbien. Der 38jährige Routinier aus Sombor hielt nämlich dagegen, steigerte sich bei eigenem Service, und nutzte neben seinen beiden durchgebrachten Aufschlagspielen zum 2:5 und 4:5 vorallem auch seine allererste Break-Chance zum 3:5. Fokussiert für die Entscheidung setzte der aufschlagende Moser mit einem zu Null-Game aber nach 34 Minuten den Schlusspunkt hinter Satz Nummer 1.

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Serbiens HTT-Großmeister lässt im zweiten Satz massenhaft big points ungenützt

Die Anfangsphase des zweiten Satzes ließ dann eine Trendwende im Finale des 1.445sten Einzelturniers der HTT-Geschichte vermuten. Der sein 80. HTT Karriere-Turnier bestreitende Vukicevic legte gegen einen durchhängenden Moser furios los, hatte früh zum 2:0 ein erstes Break geschafft, und seinem Gegenüber den sportlichen Fehdehandschuh hingeworfen. Moser wurde in dieser für ihn trostlosen Startphase des zweiten Satzes mit nur einem eroberten Punkt quasi durchgereicht, und lag nach 10 Minuten gar 0:3 zurück. Die Erfahrung des serbischen Ausnahmekönners auf HTT Masters Series 1000 Ebene schien sich bemerkbar zu machen. Immerhin stand Vukicevic in seinem 15. HTT-1000er-Endspiel, strebend nach seinem 8. Turniersieg auf höchster Ebene hinter den HTT-Grand-Slams und mit einer 3:0 Führung vermeintlich komfortabel ausgestattet. Die Entscheidung – vorallem im Kopf – fiel dann im fünften Game bei 3:1 Führung des Serben. Der Ranglisten-Fünfte hatte zwei Spielbälle zum 4:1, patzte allerdings mit einem Doppelpack an Doppelfehlern und kassierte stattdessen das Break zum 2:3. Ausgelassene “big points” von Vukicevic prägten auch die Szenerie bei 3:3, als der Serbe wieder zwei Mal die Möglichkeit hat mit eigenem Aufschlag auf 4:3 zu stellen, ehe er das Break kassierte, und das vierte Game in Serie abgegeben hatte.

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Moser verhindert statistisches Novum auf HTT-Masters-1000-Ebene

Nach 1:32 Stunden Spielzeit hatte Moser am Ende mit 6:4 auch den zweiten Satz eingetütet, und den Titel beim November-Masters-Series-1000-Turnier fixiert. Damit verhinderte der 17jährige ein Novum auf der Hobby-Tennis-Tour. Noch nie in der Geschichte von Österreichs größter Breitensport-Tennisserie gab es in einer Saison bei den 9 Masters-Series-1000-Events neun verschiedene Sieger. Vor dem gestrigen Abend lag diese bemerkenswerte Statistik im Bereich des Möglichen, ehe Moser mit seinem Triumph neben acht anderen Masters-1000-Saisongewinnern zum einzigen 2fachen Champion auf Masters-Series-Ebene im Jahr 2019 avancierte. “Ich freue mich riesig über diesen Turniersieg, vorallem aber über meine Qualifikation für die Tour-Finals. Ich habe nur Großartiges von diesem Turnier gehört, und jetzt kann ich Teil davon sein”, jubelte der 17jährige, der am Mittwoch Abend mit Erscheinen der neuesten HTT-Computer-Rangliste erstmals in den Top Ten rangieren wird. Auf der anderen Seite muss Vladimir Vukicevic weiter um seine siebente HTT-Finals-Teilnahme in Serie zittern, und nach seinem 32. HTT-Karriere-Finale auf den ersten Turniersieg 2019 und den ersten Titelgewinn seit den HTT US Open 2018 warten. “Ich habe heute ganz schlecht gespielt. Sicher das mit Abstand schwächste Match seit langer Zeit. Dabei habe ich im Semifinale eine starke Leistung gezeigt. Die Niederlage ist natürlich doppelt ärgerlich, denn jetzt muss ich am Wochenende auch noch das November-HTT-500-Turnier spielen”, ärgerte sich der 38jährige Serbe nach seinem 80. HTT-Karriere-Turnierstart.

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