Florian Kopf hofft auf ersten HTT-Titel seit März 2017

Florian Kopf hat am Montag Abend das Halbfinal-Duell der 28. Auflage des traditionsreichen Oktober-HTT-500-Turniers gegen Sensationsmann Dominik Vonbank nach total verkorkstem ersten Satz doch noch gewonnen, und ist in drei Sätzen mit 0:6, 6:2, 6:2, in sein achtes HTT-Karriere-Finale eigezogen. Im Endspiel des 1.440igsten Single-Turniers der HTT-Geschichte trifft Kopf auf den russischen Titelverteidiger Vitali Tsarev, der sich im zweiten Vorschlussrunden-Match gegen den an Nummer 2 gesetzten Seebenstein Open-Sieger Andreas Szabados glatt in zwei Sätzen mit 6:3, 6:0 durchsetzte, und beim Oktober-HTT-500-Turnier nun bereits seit 9 Matches ungeschlagen ist. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Florian Kopf muss gegen Jungstar Dominik Vonbank nach 0:6 Debakel im ersten Satz über die volle Distanz gehen

Power-Server Florian Kopf hat das erste Semifinale des 28. Oktober-HTT-500-Turniers im UTC La Ville gewonnen, und Jungstar Dominik Vonbank einmal mehr sein außergwöhnliches Talent unter Beweis gestellt. Das ist kurz zusammengefasst das Resümee eines am Montag Abend recht kurios abgelaufenen Duells um das erste Finalticket beim vorletzten HTT-500er-Turnier der Saison. Im Vorfeld standen die Zeichen wohl klar auf Sieg des arrivierten Florian Kopf, der heuer bei den OTC Open schon einmal im Finale stand, und der 24 Stunden zuvor in einem hochklassigen Viertelfinale den topgesetzten dreifachen serbischen HTT-Wimbledon-Sieger Vladimir Vukicevic mit 6:4, 5:7, 6:4 ausschalten konnte. Ein Erfolg, der allerdings einiges an Substanz gekostet hatte, denn nicht der Favorit dominierte zunächst das Geschehen am Centercourt des UTC La Ville, sondern der unbekümmert frech und vorallem fehlerlose agierende Jungstar vom WAC. Man traute seinen Augen kaum, aber Vonbank hatte der Nummer 7 des Turniers doch tatsächlich in knapp 20 Minuten ein 6:0 umgehängt. Und hätte Kopf neben der körperlichen auch die mentale  Frische an diesem Abend gefehlt, dann wäre der 3fache HTT-Turniersieger womöglich in ein echtes Debakel gelaufen. Doch Kopf stellte sein Spiel um, beschäftigte sein jugendliches Gegenüber mit konstant verteilten Schlägen von der Grundlinie und Bällen, die mit Spin versehen nicht so ganz den Geschmack Vonbanks trafen. Zwei frühe Breaks zu einer 4:0 Führung leiteten die Wende zugunsten Kopfs ein, der im dritten Satz mit einem Super-Finish sein achtes Karriere-Finale auf der HTT klar machte. “Hätte ich mein Spiel zu Beginn des zweiten Satzes nicht umgestellt, dann hätte ich unter Garantie diese Partie verloren. Es war ein ganz schwieriges Match, zumal ich körperlich richtig angeschlagen war”, zeigte sich Kopf nach geschafftem Finaleinzug glücklich.

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Russlands Vitali Tsarev bereits seit 9 Matches beim Oktober-HTT-500-Turnier ungeschlagen

Im zweiten Semifinale des 115. Saisonturniers der HTT baute Russlands Nummer 1 Vitali Tsarev seine beeindruckende Siegesserie beim Oktober-HTT-500-Turnier weiter aus. Der Titelverteidiger aus Togliatti demontierte den an Nummer 2 gesetzten Andreas Szabados mit 6:3, 6:0, und ist nun bereits seit 9 Matches im Rahmen des Oktober-HTT-500-Turniers ungeschlagen. Während Tsarev den Einzug in sein viertes HTT-Karriere-Finale bejubelte, fühlte sich auch der klar unterlegene Szabados als heimlicher Sieger des Wochenendes. Denn im Kampf um eines der acht begehrten Tour-Finals-Tickets, machte der 30jährige Routinier aus Niederösterreich wichtige 180 Punkte im Race to La Ville, und damit Boden gegenüber der diesmal abwesenden Konkurrenz gut. “Das Rennen um die Mastersplätze witd heuer so knapp wie noch nie und eine beinharte Sache. Da waren die Punkte an diesem Wochenende beim Oktober-HTT-500-Turnier ganz wichtig für mich”, so der angeschlagen ins Turnier gestartete Szabados.

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