Halbfinaler Doppel-K.o der Deutsch Wagramer HTT-Stars bei den Kalksburg Open

HTT-Wimbledonfinalist Rene Gräflinger aus Kärnten und der zuletzt im HTT-Entry-Ranking auf Position Nr. 19 zurückgefallene Matthias Wolf vom Heeres TC bestreiten am Dienstag Abend das Endspiel des fünften HTT-Masters-Series-1000-Saisonturniers bei den 4. Kalksburg Open 1000 in Wien Liesing. Nichts wurde es hingegen mit dem reinen TC Deutsch Wagram Finale beim 143. HTT Masters 1000 Turnier der Open Ära am Rande des südlichen Wienerwalds. Denn sowohl Steiner-Bezwinger Harald Schachinger als auch der an Nummer 2 gesetzte Martin Zehetner mussten an einem turbulenten Tennisabend am gestrigen Halbfinaltag die Segel streichen. Aus Kalksburg und dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Harald Schachinger nach einem stark gespielten Turnier “geistig müde” und im Semifinale gegen HTT-Wimbledonfinalist Rene Gräflinger letztlich ohne Chance

HTT-Wimbledonfinalist Rene Gräflinger kann Tennis also auch auf Sand. Der 33jährige Kärntner hat nach seinem Finaleinzug beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres erneut ein HTT-Endspiel erreicht, und am Montag Abend mit einem 6:4, 4:0, ret. Erfolg den Erfolgsrun von Harald Schachinger bei den Kalksburg Open 2019 gestoppt. Der an Nummer 3 gesetzte Ferlacher diktierte über weite Strecken des Halbfinalschlagers Spiel und Gegner, und profitierte im Finish des zweiten Satzes obendrein auch noch von einsetzenden Schmerzen, die Schachinger im Schlagarm behinderten. “Das soll keine Ausrede sein, aber ich habe immer dann Probleme, wenn ich mehrere Single-Partien hintereinander bestreiten muss”, so der Deutsch Wagramer. Der 32jährige verpasste am Ende zwar seine erste HTT-Finalteilnahme seit Juli 2015, konnte allerdings dennoch ein positives Fazit nach dem 1.405 HTT-Single-Turnier der Geschichte ziehen. “Ich habe die Nummer 1 des Turniers klar geschlagen, und mit Bernd Steiner einen Spieler mit richtig gutem ITN besiegt. Heute war es sehr schwer gegen Gräflinger, ich war nach dem anstrengenden Viertelfinale am Sonntag vorallem geistig sehr müde”, resümierte Schachinger, der mit dem Semifinaleinzug vor einer Rückkehr unter die Top 60 der HTT-Computer-Rangliste steht. Währenddessen hofft sein Bezwinger auf ein gutes altes Sprichwort. “Alle guten Dinge sind 3”. Demnach wäre Gräflinger heute Abend in seinem dritten Saison- und Karrierefinale nach dem Cash&Car Cup und HTT-Wimbledon reif für den ersten HTT-Titel seiner Karriere.

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Matthias Wolf gewinnt Semifinalschlager gegen Martin Zehetner bei den Kalksburg Open am “kleinen Centecourt” des UTC La Ville

Das große Thema am vierten Spieltag der Kalksburg Open 1000 war aber natürlich das Wetter. Wolkenbruchartiger Regen im Süden Wiens hatte knapp nach 18:30 Uhr für einen Abbruch der beiden Halbfinal-Partien gesorgt, und den HTT-Veranstalter aufgrund des engen Terminplans mit den bereits am Donnerstag beginnenden 1000 Euro OTC Open zu einer Notlösung gezwungen. Der langjährige HTT-Partner, das UTC La Ville zeigte einmal mehr, dass am Altmannsdorfer Ast die mit Abstand besten Sandplätze der Stadt aufgelegt sind. Nachdem das Unwetter die Markise auf der Restaurant-Terrasse direkt vor dem Centercourt schwer beschädigt hatte, und die beiden Showcourts brutal unter Wasser standen, war die rote Asche am Dr. Karl Walt Weg eineinhalb Stunden später schon wieder bestens bespielbar. Das wiederum war das große Glück für Matthias Wolf, der sich in der Neuauflage des vorjährigen Kalksburg-Open-Viertelfinales gegen einen im Flutlicht immer mit Problemen kämpfenden Martin Zehetner deutlich mit 6:3, 6:2 durchsetzen, und in sein 15. HTT-Karriere-Finale einziehen konnte. Sein erstes Finale 2019 und sein erstes Endspiel seit August 2018 hatte der als Nummer 4 gesetzte Ex-Flötzersteiger – der übrigens in Runde 1 gegen Rene Liball seinen 100. HTT-Karriere-Einzelsieg feierte – als der von der Grundlinie sicherere Sandplatzspieler erreicht. Im Head to Head mit Zehetner stellte Wolf damit auf 2:1, und im Falle seines 7. Titelgewinns, würde Wolf im Ranking wieder unter die Top 15 Spieler der Hobby-Tennis-Tour vorstoßen. Der 10fache HTT-Turniersieger Martin Zehetner haderte hingegen am Ende eines für ihn alles andere als glücklich gelaufenen Abends mit den Verhältnissen am kleinen Centercourt. “Der Platz war super, aber ich sehe bei Flutlicht einfach viel viel schlechter als untertags”. Mit eingeschränkter Sicht verpasste der 38jährige sein 20. HTT-Karriere-Finale und sein erstes Masters-Seris-1000-Endspiel seit September 2015.

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