Vladimir Vukicevic greift bei Heim-Grand-Slam nach HTT-Wimbledon-Rekord

Wenn heute um exakt 14 Uhr Deutschlands aktuelle HTT Nr. 562 Christian Börner und der erst 16jährige Lukas Hölbling zu ihrem Qualifikations-Duell den Centercourt betreten, dann ist wieder einmal – und zum genau 28. Mal – HTT-Wimbledon-Time. Mit dem dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres kehrt die Hobby-Tennis-Tour nach zwei Jahren Pause auch wieder auf die bei Spielern so beliebte, und in der Baumgasse Nr. 58 versteckt gelegene schmucke Tennisanlage mit ihren sechs Kunstrasenplätzen zurück. Und mit dem Comeback von WAT Landstraße im Tourkalender steigt auch die zuletzt nicht gerade am Höchststand notierte Tennisaktie des Vladimir Vukicevic. Er ist als Lokalhero und ausgewiesener Rasenkönig der Topstar der 28. Ausgabe des Aldiana-Juni-Grand-Slam-Turniers bei WAT Landstraße. Wer neben dem 3fachen HTT-Wimbledon-Champion noch zu den Titelanwärtern beim 111. HTT-Major-Event der Open Ära zählt, analysiert C.L im nachfolgenden Bericht.

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HTT kehrt nach zwei Jahren Pause zu WAT Landstraße zurück

Um exakt 14 Uhr geht es am heutigen 5. Juli 2019 also los, das HTT-Rasen-Spektakel des Jahres. Anders als bei den Profis an der Church Road in London eröffnet bei den HTT-Stars in der Baumgasse in Wien allerdings nicht der Titelverteidiger das dritte Saison-Grand-Slam-Turnier. Das bleibt den diesmal in großer Anzahl auftretenden und höchst eifrigen HTT-Assen aus der zweiten Reihe vorbehalten, die sich in einer 32er-Qualifikation über drei Runden einen der vier freien Plätze im namentlich prestigeträchtigsten Hauptbewerb des Jahres sichern möchten. HTT-Wimbledon, das ist natürlich – in drei Jahrzehnten gewachsen – auch schon ein bißchen Tradition und eines der vier Major-Events, das mit einer extravaganten Siegerliste aufwarten kann. Nur die ganz großen Namen der HTT-Geschichte konnten die goldene Trophäe für einen Triumph im HTT-Rasen-Mekka entgegennehmen, darunter auch zwei Spieler aus dem aktuellen und 60 Teilnehmer umfassenden Feld.

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Vladi Vukicevic – in seinem Heimverein WAT Landstraße mehr als nur der Lokalhero

Rasentennis, WAT Landstraße, HTT Wimbledon, mit diesen Suchbegriffen auf www.hobbytennistour.at wird wohl der Name Vladimir Vukicevic am öftesten ausgewiesen. Kein Wunder, denn der 37jährige verkörpert in den letzten acht Jahren wie kein Zweiter erfolgreiches Tennis auf Rasen, bei seinem Heimverein und im Wimbledon der HTT. Das mit 2000 Punkten und einer Urlaubsreise nach Spanien dotierte Turnier in der Hans Bock Anlage steht und fällt in diesen Tagen unweigerlich mit dem Lokalmatador aus Sombor. Vukicevic ist bei WAT Landstraße und seinem Heimverein nicht nur Nummer 1 Spieler, sondern auch Chef seiner Tennisschule Vladi Vuk und damit naütlich auch das große Idol und Vorbild vieler ganz junger Tennisspieler im Bezirk. Wenn Vukicevic in der Vergangenheit zu seinen vier HTT-Wimbledon-Endspielen auf seinem “Centercourt” antrat, dann herrschte stets Andrang und Ausnahmezustand im Club. Bleibt die Frage nach seinen aktuellen Möglichkeiten, sich anno 2019 endlich zum alleinigen HTT-Wimbledon-Rekordsieger zu küren. Bislang muss er mit drei Einzel- und zwei Doppelerfolgen diesen Titel mit Claus Lippert teilen, der von 1993 bis 2004 ebenfalls fünf HTT-Wimbledontitel gewinnen konnte. In jedem Fall spricht die Statistik neben dem Umstand, dass HTT-Wimbledon heuer wieder in seinem “Wohnzimmer” bei WAT Landstraße ausgetragen wird, für den an Nummer 2 gesetzten Ranglisten-Dritten. 33:3 Siege weist Vladis Heimbilanz auf WAT-Landstraßer-Rasen aus, nur Ari Davis, Christoph Beutler, und Patrick Wiesmühler konnten den HTT-Rasenkönig in seinem “Wohnzimmer” bezwingen. Zum Auftakt bekommt es Serbiens Superstar mit Wildcard-Spieler Gregor Holzer zu tun, ehe im Achtelfinale mit dem frischgebackenen Juni-Masters-Series-1000-Finalisten Mathias Wagner die erste große Hürde droht.

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HTT-French-Open-Sieger Markus Zellinger führt prominent besetzte Liste der HTT-Wimbledon-Abwesenden an

Einmal mehr auch spannend ist zu sehen, dass HTT-Wimbledon in puncto Prestige klar hinter den HTT-French Open und den HTT-Australian-Open an die dritte Stelle der vier Grand Slams zurückgefallen ist. Die Liste der abwesenden HTT-Stars liest sich nämlich wie das “who is who” der Szene, und wird vom Ranglisten-Ersten und HTT-Australian-Open-Champion Maximilian Wild angeführt. Der 19jährige ist allerdings kein ausgewiesener Rasen-Experte, und am vergangenen Wochenende beim Vorbereitungsturnier am Wasserpark gleich zum Auftakt gegen Martin Steiner sang- und klanglos untergegangen. Nicht am Start ist auch der frischgebackene HTT-French-Open-Sieger Markus Zellinger, der allerdings mit einem Start bei den HTT Generali Open in Kitzbühel liebäugelt. Mit dem HTT-Wimbledonsieger von 2016 und dem Champion vom vergangenen Mittwoch Damian Roman fehlt vielleicht der zurzeit am besten in Form befindliche Spieler urlaubsbedingt, während Sandplatzspezialist Andreas Szabados mit einer gebrochenen Zehe verletzungsbedingt das dritte HTT-Major des Jahres versäumt. Mit Vorjahresfinalist Philipp Jahn und dem letztjährigen Semifinalisten und HTT-Australian-Open-Finalisten Luka Matic fehlen zwei weitere Top Ten Stars.

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Lukas Prüger kann trotz aktuell anhaltender Grand-Slam-Krise mit einem Finaleinzug neue Nummer 1 der HTT werden, und was hat Titelverteidiger Bernhard Scheidl drauf?

Nichtsdestotrotz, hat die von Aldiana gesponsorte 28. Auflage von HTT Wimbledon genug Qualität, um ein tolles und attraktives Turnier im HTT-Rasenmekka zu liefern. Topgesetzt führt Lukas Prüger in sein – man höre und staune – erst zweites HTT-Wimbledon-Karriereturnier. Im Vorjahr ereilte ihn das Aus bereits im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Bernhard Scheidl, wie überhaupt die ehemalige Nummer 1 auf Grand Slam-Ebene zuletzt nicht glänzen konnte. Seit 5 HTT-Major-Einsätzen kam der 21jährige vom Schwechater TC nicht mehr über das Viertelfinale hinaus. Kuriosum am Rande: Sollte Prüger das Finale erreichen und damit sein bestes HTT-Grand-Slam-Resultat seiner Laufbahn nach seinem HTT-French-Open-Triumph 2017 abliefern, dann würde er sogar den abwesenden Maximilian Wild als Nummer 1 der HTT-Computer-Rangliste beerben. Auftaktgegner des 17fachen HTT-Turniersiegers ist Sebastian Hickl vom TC Strebersdorf. Gespannt darf man auch auf den Auftritt des Titelverteidigers sein. Bernhard Scheidl, im Vorjahr sensationeller Sieger eines ganz speziellen Finales gegen Philipp Jahn, ist auf Kunstrasen immer zu beachten und ein heißer Tipp. Vielleicht bei WAT Landstraße nicht ganz so heiß wie am Wasserpark, sind die Bedingungen auf den Courts in der Baumgasse doch ganz andere als an der alten Donau. Bei seinen bisherigen drei HTT-Wimbledonstarts stand der an Nummer 3 gesetzte burgenländische Titelverteidiger aber zumindest immer im Viertelfinale, ein Resultat, das dem 33jährigen Routinier auch heuer wieder zuzutrauen ist.

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Zehetner und Schager feiern ihr HTT-Wimbledon-Debüt, Mathias Wagner nach 1000er-Finale bei der Generalprobe mit Außenseiterchancen und dann ist da ja auch noch ein Philipp Schneider

Mit dem 2fachen Kitzbühel-Sieger Martin Zehetner, der übrigens genauso sein HTT-Wimbledon-Debüt feiert wie der steirische HTT-Star und HTT-US-Open-Finalist von 2015 Alexander Schager, mit dem auf Rasen siegreichen Juni-HTT-500-Champion Nicolas De Giacomo, HTT French Open Viertelfinalist Rene Gräflinger aus Kärnten und Heeres-TC Star Bernd Steiner, werden die Top 3 gesetzten Prüger, Vukicevic und Scheidl genug an härtester Konkurrenz im Kampf um dem HTT-Wimbledon-Titel 2019 bekommen, auf den sich auch die aufschlagstarken Mathias Wagner und Dominik Jarois Außenseiterchancen ausrechnen dürfen. Tja und dann ist da noch ein gewisser Philipp Schneider, über den wir diesmal in unserer Vorschau nichts berichten wollen. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen im Kampf gegen seinen Grand-Slam-Fl…!

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