Nach Sieg im Club-Duell ist erster HTT-Grand-Slam-Titel für Zellinger in Reichweite

Ausgerechnet ein Clubollege wurde im Halbfinale der HTT-French-Open 2019 zum Stolperstein für die HTT Nr. 1 Maximilian Wild. Der überlegen führende Ranglistenerste musste in der Vorschlussrunde des zweiten HTT-Saison-Grand-Slams im Kampf um ein Finalticket seinem Kumpel vom TC Tulln Markus Zellinger den Vortritt lassen, und nach seinem HTT-Australian-Open-Triumph im Jänner und seinen vier Siegen im Verlauf des aktuellen Turniers, seine erste Niederlage auf Grand-Slam-Ebene seit 12. September 2018 hinnehmen, als er im Viertelfinale der HTT-US-Open Martin Zehetner unterlag. Seither erwies sich Wild in 10 HTT-Major-Matches als unschlagbar, bis er am gestrigen Dienstag Nachmittag mit einer vorallem im zweiten Satz katastrophalen und indiskutablen Darbietung am Centercourt Lance Lumsden vorstellig wurde. Auf der anderen Seite demonstrierte Mai-Masters-Series-1000-Champion Markus Zellinger mit einem in rasanten 70 Minuten vollbrachten 6:4, 6:0 Erfolg seine Anwartschaft auf den prestigeträchtigsten aller Sandplatz-Titel auf der Hobby-Tennis-Tour. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Maxi Wilds Hoffnungen auf den ersten “Grand-Slam” der Geschichte zerrannen bei 30 Grad im Schatten schon im ersten Satz

Für Routinier Markus Zellinger ist nach einem bislang grandios gespielten und ohne Satzverlust bestrittenen Turnier der erste HTT-Grand-Slam-Karriere-Titel in greifbare Nähe gerückt. Auf seinem bislang letzten Schritt in sein erstes Finale auf HTT-Major-Ebene, räumte der 32jährige Niederösterreicher auch den amtierenden HTT-Australian-Open-Sieger Maximilian Wild bei dessen Comeback aus dem Weg. Und das klar in zwei Sätzen, in denen Wild speziell im zweiten Heat ein Bild des Jammers abgab, und mit einer, einer Nummer 1 unwürdigen Vorstellung zu Null abgestraft wurde. Bei 30 Grad im Schatten, waren Wilds Hoffnungen auf den von noch keinem Spieler jemals geschafften Grand-Slam (alle 4 Major-Turniere in einem Jahr zu gewinnen) schon nach einer schwachen dreiviertel Stunde zerronnen. Da hatte Zellinger den ersten Satz eines Matches gewonnen, auf das Wild eigentlich in keiner Phase irgendwie Zugriff bekam. Schon der Start des 18jährigen Saisondominators ging schief. Früh zum 0:2 das erste Break kassiert, selbst gleich vier Break-Chancen am Stück zum möglichen Re-Break ausgelassen, stand Wild früh in dieser Partie mit einem 0:3 Rückstand unter Druck und dem Rücken zur Wand. Zwar gelang dem 3fachen HTT-Saisonsieger wenig später das Re-Break zum 2:3, bei 4:5 aber leistete sich der Jungstar vom TC Tulln einen Totalausfall beim entscheidenden Aufschlagspiel, und gab zu Null sein Service zum 4:6 ab.

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Lustlos, planlos, ziellos, Maxi Wild kassiert erste Niederlage nach 20 Siegen in Serie und liegt im Head to Head gegen Markus Zellinger nun 0:3 zurück

Dieses zehnte und abschließende Game des ersten Satzes war nur der Vorgeschmack auf die folgende knappe halbe Stunde am Centercourt Lance Lumsden im UTC La Ville, in der sich Wild von allen guten Geistern verlassen, in seine erste HTT-Grand-Slam-Niederlage seit September 2018 manövrierte, und mit einer beinahe schon lustlosen Vorstellung auch seiner Reputation als Nummer 1 von Österreichs größter Breitensport-Tennisserie schadete. Lustlos, planlos, ziellos jagte die HTT Nr. 1 die kleinen gelben Filzkugeln überall dorthin, wo man keine Punkte erbt. Die Planen und das Netz am Centercourt wurde überstrapaziert, Wild schlitterte mit 41 unerzwungenen Fehlern in ein echtes Debakel, während Zellingers Hauptaufgabe in dieser Phase des Matches darin bestand, die Konzentration gegen einen zwar angeschlagenen aber immer noch richtig guten Gegner zu behalten. Das tat der 32jährige in souveräner Manier, und so war nach exakt 70 Minuten das erste Grand-Slam-Finalticket seiner Karriere gelöst. Zudem entpuppte sich Zellinger endgültig als Angstgener seines Clubkollegen, denn nach nunmehr drei HTT Duellen gegen Wild stellte Zellinger im Head to Head auf 3:0. Für Maxi Wild ging am Dienstag Nachmittag auch eine imposante Siegesserie von 20 in Folge gewonnenen Matches zu Ende.

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