Diego Laporta stürmt auf seinem Erfolgslauf ins Finale der HTT-French-Open

Diego-Leon Laporta Osante wie er klingender Weise mit vollem Namen heißt, bleibt weiter der Sensationsmann der 28. HTT-Aldiana-French-Open-Auflage 2019 im UTC La Ville. Der 16jährige Jungstar vom TC Wunderlich Tribuswinkel erreichte am Dienstag Abend überraschend das Endspiel des zweiten HTT-Grand-Slam-Turniers des Jahres, nachdem er den höher eingeschätzen rumänischen HTT-Altstar Damian Roman am Centercourt Lance Lumsden in die Knie gezwungen hatte. Laporta behielt nach nur 78 Minuten mit 6:1, 6:1 die Oberhand, und trifft nun in seinem ersten HTT-Karriere-Finale auf Mai-Masters-Series-1000-Champion Markus Zellinger vom TC Tulln. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Ungesetzter Diego Laporta als Nr. 391 der HTT-Computer-Rangliste mit neuem HTT-Grand-Slam-Rekord

Der im Vorfeld nicht unbedingt im Kandidatenkreis der HTT-French-Open-Favoriten gehandelte Diego Laporta hat sich großartiger Weise bis ins Finale des größten und wichtigsten HTT-Sandplatzturniers gespielt. Der laufstark und ballsicher agierende Niederösterreicher, der im Verlauf des 110. HTT-Grand-Slam-Turniers der Geschichte mit HTT-Wimbledonsieger Bernhard Scheidl (Nr. 5) und HTT-Kitzbühel-Sieger Dominik Negrin (Nr. 11) bereits zwei Gesetzte aus dem Turnier geworfen hatte, nahm am Dienstag Abend mit dem HTT-French-Open-Gewinner von 2016 und dem 3fachen HTT-US-Open-Champion Damian Roman aus Rumänien bereits den dritten gesetzten HTT-Topstar aus dem Bewerb. Laporta sorgte damit auch für einen neuen HTT-Rekord, denn noch nie in der langen HTT-Major-Historie stand in 110 HTT-Grand-Slam-Turnieren ein schlechter platzierter Spieler als der 16jährige in einem Endspiel auf Grand-Slam-Ebene. Als Nr. 391 wird er am Mittwoch das 40. HTT-Saisonfinale 2019 in Angriff nehmen, und könnte dort zum zweitjüngsten HTT-French-Open-Gewinner der Open Ära und zum fünften ungesetzten HTT-French-Open-Sieger avancieren.

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Damian Roman körperlich nicht in der Lage dem doppelt so jungen Gegner im Semifinale der HTT-French-Open Paroli bieten zu können

Zuvor stürmte Laporta allerdings in seinem semifinalen Duell mit Damian Roman in nur 78 Minuten in sein erstes HTT-Grand-Slam-Finale. Programmgemäß verlief am frühen Dienstag Abend im zweiten Vorschluss-Runden-Duell des 1.365 HTT-Single-Turniers der Geschichte nur die Anfangsphase, in der beide Spieler ihren Aufschlag durchbrachten. Danach stellte Laporta rasch die Weichen auf seinen angestrebten Finalkurs. Zunächst krallte er sich das erste Break des Abends zum 2:1, während Roman seinerseits seine beiden Großchancen zum möglichen prompten Re-Break kläglich vergeigte. Schon in dieser frühen Phase des Matches merkte man deutlich, dass Roman an diesem Abend des 4. Juni 2019 körperlich nicht in der Lage war, seinem mehr als doppelt so jungen Gegner Paroli zu bieten. Schwere Beine, müde in seinen Bewegungen und damit letztlich auch müde im Kopf, gab der 37jährige HTT-French-Open-Champion von 2016 ein weiteres Aufschlagspiel zu Null zum 1:4 ab. Am Ende hatte Roman in diesem aus seiner Sicht so bitter verlaufenden ersten Satz insgesamt 21 unerzwungene Fehler begangen, und damit das insgesamt sechste HTT-Grand-Slam-Finale seiner Karriere längst aus den Augen verloren.

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Damian Roman kassiert höchste Grand-Slam-Niederlage seiner Karriere

Womöglich hätte Damian Roman dem semifinalen Schlagabtausch mit Diego Laporta doch noch eine Wende geben können, wenn er dem oftmals in heiklen Phasen nervös spielenden Gegner gleich im Eröffnungs-Game des zweiten Durchgangs das Service abgenommen hätte. Doch ein Vorhand-Fehler vereitelte Romans Versuch, den Druck auf seinen Gegner mit dem Spielgewinn zum 1:0 zu erhöhen. Insgesamt waren es am Ende vier ausgelassene Break-Chancen, und selbst das einzige Break des 20fachen HTT-Titelträgers im zweiten Satz zum 1:2 reichte nicht. Mit vier Games en suite machte Laporta 24 Minuten später den unerwarteten Triumph samt gelöstem Finalticket klar. 60 Punkte standen am Ende auf der Habenseite Laportas, der mit einer 100 Prozent-Quote bei seinen Break-Chancen als Meister der Effizienz auftrat, und Roman dessen höchste Niederlage bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt zufügte.

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