Jungstar Diego Laporta mit viertelfinaler Hochschaubahnfahrt der Gefühle

Das zweite HTT-Grand-Slam-Turnier des Jahres, die 28. Auflage der HTT-Aldiana French Open im UTC La Ville treten am Dienstag Nachmittag mit dem Semifinale im Einzel und Doppel in die entscheidende Phase ein. Bei der hochklassigen Besetzung des 40. Saisonturniers und des insgesamt 110. HTT-Grand-Slam-Events der Geschichte darf man sich am heutigen Halbfinal-Dienstag natürlich großes Tennis erwarten. Zu erwarten waren bei der Teilnahme der Top 9 natürlich auch vier absolute Hochkaräter in der Vorschlussrunde des Gipfeltreffens der besten HTT-Sandsplatzspieler, und doch findet man einen Namen der Top 4  etwas überraschend im Kampf um die beiden begehrten Final-Tickets beim seit 1992 laufenden Sandplatz-Klassiker am Altmannsdorfer Ast. Er ist erst 16 Jahre alt, hört auf den klingenden Namen Diego Laporta, und er sorgte als einziger Ungesetzter auf seinem Weg ins Semifinale der HTT-French-Open am Montag Nachmittag für einen Hitchcock-Thriller mit Happy End und eine Hochschaubahnfahrt der Gefühle für seine Fans. Aus dem UTC La Ville berichtet C.L

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Diego Laporta – erst wie der klare Sieger aussehend, dann nervelndes Wrack mit demoliertem Racket und am Ende doch noch strahlender Held eines unglaublichen Hitchcock-Thrillers

Schauplatz Centercourt Lance Lumsden am Montag Abend 19:30 Uhr im UTC La Ville: Jungstar Diego Laporta führt in seinem HTT-French-Open-Viertelfinal-Duell mit Prüger-Bezwinger Rene Gräflinger 6:2, 5:0, und ist bei Aufschlag seines Gegners und einer 0:30 Führung nur mehr 2 Punkte vom Einzug ins Semifinale des wichtigsten Sandplatzturniers entfernt. Was dann aber folgte, war für Fans und Angehörige des 16jährigen ein wahrer Albtraum, der erst knapp vor 21:30 Uhr im Happy End endete, und gleichzeitig zeigte, woran es im Spiel des 16jährigen noch krankt. Mental hat der Junior vom TC Wunderlich Tribuswinkel noch so seine Schwächen, wackelt immer dann, wenn es an die big points in wichtigen Matches geht. So passiert auch beim HTT-Exhibition-Turnier vor zwei Wochen, als Laporta seine Vorrunde dominierte, und dann im Kampf um einen Platz im Finale um 200 Euro und 1 Million Millimeter Tennissaite nach Matchbällen den Kürzeren gegen Theo Berger zog. Am Montag Abend musste er dann zunächst mitansehen, wie sich sein Gegner Rene Gräflinger acht Games am Stück sicherte, aus dem Beinahe-Aus den Satzausgleich und die 1:0 Führung im dritten Satz machte. Was wiederum trotz dieses Ausrutschers ohne Folgen aus Sicht Laportas positiv anzumerken ist, sind sein Auftreten bis dahin, und sein Comeback im dritten Heat. Einen wie Gräflinger ein 6:2, 5:0 umzuhängen bedarf einiges an Klasse, und nach einem moralischen Tiefschlag wie jenem mit acht abgegebenen Games nach sicher geglaubtem Sieg doch noch zurückzukommen, und am Ende mit 7:5 im Entscheidungssatz das bessere Ende für sich zu haben, ist eine Charaktereigenschaft, die große Champions inne haben.

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Damian Roman lässt Theo Berger auf dem Weg in sein achtes HTT-Grand-Slam-Karriere-Semifinale keine Chance

Auf einen großen Champion trifft Laporta – der als aktuelle Nr. 391 der HTT-Computer-Rangliste der am niedrigsten gereihte Spieler in einem HTT-French-Open-Finale aller Zeiten werden könnte – im heutigen Semifinale. Da wartet auf den 16jährigen mit Rumäniens HTT-Superstar Damian Roman ein 37jähriger Routinier, der sich im Falle eines neuerlichen nervlichen Wacklers von Laporta nicht zwei Mal bitten lassen würde. Roman bringt Erfahrung von 14 HTT-Grand-Slam-Starts mit, bei denen er in 53 Matches 45 Mal als Sieger vom Platz ging, zuletzt am gestrigen Abend gegen Jungstar Theo Berger. Dem Szabados-Bezwinger ließ Rumäniens 20facher HTT-Turniersieger mit 6:3, 6:2 keine Chance, und qualifizierte sich zum zweiten Mal nach 2016 für das Semifinale der HTT-French-Open. 2016 endete übrigens mit dem Titelgewinn für den Mann aus Negresti Oas, und die aktuelle Form für einen möglichen sechsten HTT-Grand-Slam-Triumph und den zweiten HTT-French-Open-Erfolg nach 2016 passt auch, wie seine drei Saisontitel beweisen.

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Maximilian Wild nach seinem Montags-Doppelpack gegen Philipp Schlaffer und Martin Zehetner seit 20 Matches ungeschlagen und auf HTT-Grand-Slam-Ebene seit 10 Spielen unbesiegt

Das zweite Semifinale der 28. Ausgabe der HTT-French-Open bestreiten zwei Spieler vom TC Tulln, die in Spielerkreisen seit Tagen als ganz heiße Titelanwärter gehandelt werden. Maximilian Wild die aktuelle Nummer 1 der HTT trifft auf Markus Zellinger, den 2fachen Saisonsieger, und damit scheint ein Spektakel am Centercourt Lance Lumsden (LIVE ab 16 Uhr auf www..hobbytennistour.at) garantiert. Wild geht mit breiter Brust und dem Selbstvertrauen von 20 HTT-Einzelsiegen in Serie in das Duell mit seinem Clubkollegen. Seine imposanten Siegesserien schlagen sich auch auf Grand-Slam-Ebene zu Buche, wo der 18jährige HTT-Australian-Open-Gewinner auch bereits seit 10 Matches ungeschlagen ist. Am Montag Abend zeigte Wild neben seinem bekannt impulsiven Power-Tennis auch seine körperlichen Stärken, hielt er doch sechs Sätze gegen Philipp Schlaffer und Steinhauser-Bezwinger Martin Zehetner locker durch. Für Letztgenannten, endete derweil das zweite HTT-Grand-Slam-Turnier des Jahres – zumindest im Einzelbewerb – zum zweiten Mal in Folge nach 2018 mit dem Aus im Viertelfinale.

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Markus Zellinger steht nach den HTT-Australian-Open erneut im Semifinale eines HTT-Grand-Slam-Turniers, und Vladimir Vukicevic sieht Aufwärtstrend für sein großes Saisonziel HTT-Wimbledon

Bei seinem HTT-French-Open-Debüt setzt derweil Markus Zellinger zu einem weiteren HTT-Höhenflug im Jahr 2019 an. Der 32jährige vom TC Tulln, der heuer schon zwei Trophäen nach Niederösterreich entführte, und zuletzt sogar das Mai-Masters-Series-1000-Turnier für sich entschied, prolongierte im gestrigen Viertelfinale gegen den 3fachen HTT-Wimbledonsieger Vladimir Vukicevic seine aktuelle Hochform und seine Anwartschaft auf den Titel im Sandplatz-Mekka der HTT. Der Ranglisten-Siebente benötigte am Montag Abend nur 1:22 Stunden, um sein serbisches Gegenüber bei dessen 70. Karriere-Turnierstart am 60. Einzelsieg auf Grand-Slam-Ebene zu hindern. Zellinger dominierte das Spiel gegen einen anfangs müde und unsicher wirkenden Gegner nach Belieben, holte den ersten Satz nach 34 Minuten und einem gelungenen Break mit 6:3. Im zweiten Durchgang, der immerhin 48 Minuten dauerte, fand Serbiens 5facher HTT-Grand-Slam-Champion dann zwar zusehends zu seinem Spiel, hielt die Partie lange Zeit mit tollen Schlägen und einem frühen Re-Break bis 3:3 offen, in der Schlussphase allerdings kassierte der Ranglisten-Dritte aus Sombor noch zwei Breaks, und musste seinem Gegenüber den Vortritt ins Semifinale der HTT-French Open überlassen. “Es war dennoch ein Aufwärtstrend zu erkennen. Mir fehlt die Spielpraxis und von daher ist jedes einzelne Match gegen starke Gegner wertvoll für mein großes Ziel, mein Heimturnier Wimbledon 2019 bei WAT Landstrasse”, so der 37jährige.

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