Nathlie Gratzl im Girlie-Duell mit Liel Rothensteiner ohne Chance

BMTC-Jungstar Liel Rothensteiner hat beim derzeit in der Südstadt stattfindenden April-HTT-150-Turnier erstmals in ihrer noch jungen Karriere ein HTT-Endspiel erreicht. Die 14jährige Niederösterreicherin machte aus dem im Vorfeld mit Hochspannung erwarteten semifinalen Schlagerspiel gegen Nathalie Gratzl eine letztlich recht einseitige Angelegenheit, und feierte im rein weiblichen Teenager-Duell mit ihrer 13jährigen Landsfrau in gerade einmal 64 Minuten einen ungefährdeten 6:2, 6:1 Erfolg. Rothensteiner trifft im Finale des 26. Saisonturniers am Dienstag Nachmittag auf Routinier Wolfgang Moser, der in seiner Vorschluss-Runden-Partie von der Aufgabe der rumänischen Nummer 2 des Turniers Sorin Miclea profitierte. Aus der Südstadt berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Liel Rothensteiner im Duell mit Nathalie Gratzl in allen Match-Statistiken deutlich voran

Titelfavoritin Liel Rothensteiner ist am Montag Nachmittag mit einer abermals beeindruckenden Darbietung im HTT-Circuit vorstellig geworden, und mit einem souverän errungenen Kantersieg ins Endspiel der 9. Auflage des April-HTT-150-Turniers gestürmt. Die 14jährige Perchtoldsdorferin, beim abschließenden Turnier der dreiwöchigen Hartplatz-Serie an Nummer 3 gesetzt, ließ im von XLASH Cosmetics präsentierten Live-Spiel des April-HTT-150-Semifinales der 2fachen HTT-Challenger-Championesse Nathalie Gratzl keine Chance, und feierte im Verlauf des anstehenden Turniers ihren dritten Einzelsieg ohne Satzverlust. Die aktuelle Nummer 1 der ÖTV-U14-Rangliste war am Ende eines insgesamt hinter den Erwartungen gebliebenen Girlie-Battles auch statistisch betrachtet die ganz klar bessere Spielerin an diesem sonnigen Nachmittag in Maria Enzersdorf. 28:10 Winner donnerte Liel im Vergleich zu ihrer Kontrahentin über das Netz, sie machte zudem mit 24:35 unforced errors auch deutlich weniger Eigenfehler als ihre niederösterreichische Landsfrau, und löste am Ende mit 67:42 Gesamtpunkten mehr als verdient ihr Final-Ticket.

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Rothensteiner kommt nach nervöser Anfangsphase auf Touren

Dabei startete das hoch gehandelte Nachwuchstalent vom BMTC keineswegs souverän in ihr erstes HTT-Semifinale. Gratzl hatte im Eröffnungs-Game ihren Aufschlag durchgebracht, und nach zwei Doppelfehlern der nervös agierenden Rothensteiner sogar eine Break-Möglichkeit zum 2:0 auf dem Schläger. Die Perchtoldsdorferin hielt allerdings dagegen, rettete ihr eigenes Aufschlagspiel zum 1:1, und erzielte ihrerseits basierend auf starken und präzisen Returns ihr erstes Break zum 2:1. Gratzl hatte noch einmal in dieser Anfangsphase die Gelegenheit, Rothensteiners frühes Solo in diesem Semifinale zu verhindern, zumal sie zwei weitere Break-Chancen gegen eine in der Anfangsphase nicht weniger als vier Doppelfehler servierende Gegnerin hatte. Doch statt 2:2 stand es plötzlich 3:1 für die spätere Siegerin, und ab diesem Zeitpunkt ging die Post so richtig ab. Rothensteiner war fortan gewaltig am Drücker, setzte ihr Gegenüber vorallem am Return mächtig unter Druck, und holte sich zu Null die nächsten beiden Aufschlagspiele Gratzls. So konnte sie sich sogar ein halbes Dutzend an Doppelfehlern und ein schwach gespieltes Aufschlaggame zum 2:4 leisten. Nach 36 Minuten nützte Rothensteiner dann bei eigenem Aufschlag ihren dritten Satzball zum 6:2 und der 1:0 Satzführung.

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Rothensteiner fixiert nach souverän gespieltem zweiten Satz die fünfte weibliche HTT-Finalteilnahme 2019

Vier Punkte in Serie nach 30:0 Rückstand hievten Rückschlägerin Rothensteiner dann auch gleich im ersten Game des zweiten Satzes endgültig auf die Siegerstraße. Das abermals frühe Break bestätigt, spielte die 14jährige mit dem Selbstvertrauen der klaren Führung dann ganz groß auf. Immer wieder mit ihrer Rückhand punktend, speziell am Return aggressiv und präszise agierend, zog Rothensteiner auf 4:0 davon. In dieser Phase – man mag es aufgrund des Spielstandes gar nicht glauben – half auch Gratzl mit, den mit so hohen Erwartungen in Szene gegangenen weiblichen Teenager-Kracher auf ein richtig gutes Niveau zu heben. Ab und an ließ die 13jährige vom TK Big Point Muckendorf ihr großes Können aufblitzen, zu einer Wende sollte es an diesem Nachmittag aber nicht mehr reichen. Mehr als ein gewonnenes Aufschlagspiel nach drei abgewehrten Breakbällen zum 1:4 war aus Sicht Gratzls nicht mehr drinnen, Minuten später war der Ladies-Schlager auch schon zu Ende. Rothensteiner hatte nach exakt 64 gespielten Minuten ihren dritten Matchball verwandelt, und mit ihrem glasklaren 6:2, 6:1 Erfolg für die fünfte weibliche Finalteilnahme in dieser Saison nach Nathalie Gratzl, Laura Radakovic, Kristina Glöckler und Annika Glaser gesorgt.

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