Wild demoliert Zehetner auf dem Weg zum zweiten HTT-Saisonerfolg

Jungstar Maximilian Wild hat seine aktuelle Frühform auch bei der 28. Auflage des Februar-HTT-500-Turniers im UTC La Ville ausgespielt, und das finale Gipfeltreffen mit dem 2fachen HTT-Kitzbühel-Sieger Martin Zehetner nach einer mehr als einseitigen Angelegenheit für sich entschieden. Der Ranglisten-Zweite vom TC Tulln feierte nur zwei Wochen nach seinem HTT-Australian-Open-Triumph beim 333. HTT-500-Event der Open Ära seinen zweiten Saisonerfolg, und sicherte sich in einem gerade einmal 69 Minuten dauernden Finale mit 6:4, 6:2, den zweiten Sieg über Zehetner im dritten direkten Duell und den sechsten HTT-Turniersieg seiner Karriere. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Wild in Bombenform seit 11 Spielen ungeschlagen und drauf & dran, in 2 Wochen beim Februar-Masters-Series-1000-Turnier den Sprung auf den HTT-Thron zu schaffen

Maximilian Wild hat seine momentane Hochform zu Saisonbeginn 2019 auch beim Februar-HTT-500-Turnier eindrucksvoll unter Beweis gestellt, und überraschend deutlich den finalen Showdown mit Routinier Martin Zehetner beherrscht. Der 18jährige Niederösterreicher demolierte am Dienstag Abend einen in allen Bereichen chancenlosen Gegner, und stellte mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration auch seine Anwartschaft auf den Ranglisten-Thron der HTT unter Beweis. Mit einer selten gesehenen Darbietung und dem elften Einzelsieg in Serie, baute Wild auch seine Führung im Race to La Ville aus, und schickt sich an, in zwei Wochen beim ersten HTT-Masters-Series-1000-Turnier des Jahres, Lukas Prüger als neue Nummer 1 zu beerben. Agiert der nunmehr 6fache HTT-Titelträger auch beim in 14 Tagen anstehenden Februar-HTT-1000-Turnier in ähnlicher Form wie am vergangenen Dienstag, dann besteht kein Zweifel daran, dass sich Wild zum 24. Nummer1-Spieler der HTT-Geschichte küren wird.

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Imposant aufschlagender Maximilian Wild holt ersten Satz nach 41 Minuten mit 6:4

Speziell beim Aufschlag demonstrierte ein in allen Belangen überlegener HTT-Australian-Open-Sieger seine Extraklasse und momentane Hochform. 77 Prozent erste Aufschläge im Feld, 83 Prozent an gewonnenen Punkten nach dem ersten Service, keine zugelassene Break-Chance bei 10 Assen, imposanter “bombte” sich schon lange kein Spieler mehr zu einem Titel auf HTT-500er-Ebene. Und auch abseits seines bombatischen Aufschlages, spielte Wild im siebenten Saisonfinale 2019 in einer eigenen Dimension. 41 Winner bei nur 27 unerzwungenen Fehlern, vorallem sein Vorhand-Hammer sorgte beim immer wieder kopfschüttelnden Gegner für ein bitteres Gefühl der Chancenlosigkeit. Auf die Einbahnstrasse geriet dieses Finale bereits im dritten Spiel des ersten Satzes, in dem Wild seine vierte Break-Möglichkeit zur 2:1 Führung nützte. Mit dem einzigen und letztlich entscheidenden Break hatte der souverän servierende Wild nach 41 Minuten mit 6:4 die 1:0 Satzführung in der Tasche, und weiteres Selbstvertrauen für Durchgang 2 getankt.

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“Nach dem Februar-Masters-Series-1000-Turnier werde ich die neue Nummer 1 der Hobby-Tennis-Tour sein” – Maximilian Wild richtet Kampfansage an HTT-Leader Lukas Prüger

Dort degradierte der an Nummer 1 gesetzte Ranglisten-Zweite seinen routinierten Gegner vom TC Deutsch Wagram zu einem echten Statisten. Noch geschockt vom Verlust des ersten Satzes, handelte sich Zehetner gleich im Eröffnungs-Game des zweiten Heats ein frühes Break ein, was bei der dominanten Service-Darbietung Wilds schon der Vorentscheidung gleich kam. Zehetner konnte sich zwar mit einem großartigen gespielten zweiten Service-Game zum 1:2 kurzzeitig im Spiel halten, wurde danach aber von seinem jugendlichen Gegenüber regelrecht überrollt. Wild krallte sich ein weiteres Break zum 4:1, agierte bei eigenem Aufschlag weiter unmenschlich, und konnte es locker verkraften, als er bei 5:1 als Rückschläger bei 0:40 drei Matchbälle vergab. Minuten später hämmerte er Zehetner die Asse Nr. 9 zu Matchball Nr. 4 und Ass Nr. 10 zum endgültigen Titelgewinn übers Netz. “Ich habe heute richtig gut aufgeschlagen, und das hat mir im Finale natürlich extrem weitergeholfen. Nach dem Grand-Slam-Erfolg bin ich mit viel Selbstvertrauen in dieses Turnier gegangen, und jetzt überglücklich, erneut den Titel gewonnen zu haben. Nach dem Februar-Masters-Series-1000-Turnier werde ich die neue Nummer 1 sein, weil ich ziemlich gut in Form bin”, richtete Wild eine Kampfansage an den diesmal durch Abwesenheit glänzenden Lukas Prüger.

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Martin Zehetner verpasst HTT-Karriere-Titel Nr. 10

“Maxi hat mich überrollt. Ich war nur in der Defensive. Seine Vorhand und sein Aufschlag waren heute abartig gut. Nach unserer letzten Begegnung hatte ich mir schon Chancen ausgerechnet, aber in dieser Form war er heute einfach zu stark für mich. Nochmals Gratulation von meiner Seite zu einer tollen Leistung und zum nächsten Turniersieg”, ließ der unterlegene Martin Zehetner ausrichten, der in seinem 130. HTT-Karriere-Match den 10. Titel seiner Laufbahn verpasste.