Perepelkin nach Future-Titel dritterfolgreichster internationaler HTT-Spieler

Eineinhalb Jahre nach seinem Erfolg beim Prater Cup Future hat Russlands Routinier Stanislav Perepelkin am Dienstag Abend seinen zweiten HTT-Future-Titel gefeiert, und damit für den ersten internationalen Turniersieg des Jahres 2019 gesorgt. Der 35jährige aus Moskau demolierte im Finale des 6. Jänner-Future-Turniers mit einem 6:3, 6:0 Erfolg die Hoffnungen seines Finalgegners Manfred Buzek auf dessen ersten Turniersieg seit September 2012 und holte seinerseits zum 8. HTT-Titelgewinn seiner Karriere aus. Damit holte Perepelkin in der ewigen Bestenliste der an Titeln gemessen erfolgreichsten internationalen HTT-Stars den drittplatzierten Rumänen Rares Maftei ein. Zudem zählt der russische HTT-Dauerbrenner nach seinem 101. HTT-Turnierstart als 37. Spieler der HTT-Geschichte zum elitären 100er-Club jener Spieler, die es in der Open Ära auf 100 oder mehr Turnierteilnahmen gebracht haben. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Stanislav Perepelkin nach 4:0 im Head to Head endgültig Angstgegner von Manfred Buzek

Im 240. Match seiner Karriere den 145. Sieg fixiert, beim 101. Turnierstart den 8. Titelgewinn gefeiert, das sind die statistischen Zahlen von Stanislav Perepelkin aus Russland, der sich am Dienstag Abend mit einem niemals gefährdeten 6:3, 6:0 Erfolg endgütlig als Angstgegner von Manfred Buzek etabliert hat. Mittlerweile steht es 4:0 für den 35jährigen Moskowiter in einem Zweikampf, der sich zuletzt sogar zu einer Art Hass-Duell hochstilisiert hatte. Buzek und Perepelkin, höflich formuliert können – oder besser gesagt konnten – sich die beiden langgedienten HTT-Future-Asse nicht riechen. Der Russe hat so seine Probleme mit der Art des Österreichers, und der wiederum hängt sich im wahrsten Sinne des Wortes an der Art und Weise auf, wie Perepelkin sein Tennis auf den Platz bringt. “Es kann niemandem Freude bereiten, so wie Perepelkin Tennis zu spielen”, polterte Buzek nach dem Jänner-Future-Endspiel, das erneut in einer totalen Ernüchtungen für den 35jährigen Wiener endete.

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Buzek auf dem Court in einem Tal der Frustration, danach gab es Versöhnung mit dem Erzfeind aus Russland

Bis 3:3 im ersten Satz hatten sich die beiden Final-Protagonisten gegenseitig “gebreakt”, und Buzek das Duell mit dem “schupfenden Russen” offen gehalten, ehe er sich in “Chancenlosigkeit” ergab. Allerdings lag diese Chancenlosigkeit weniger im spielerischen Bereich, als vielmehr auf der mentalen Seite. Jeder nicht “gemachte” Punkt hievte Buzek in ein tiefes Tal der Frustration, aus dem es letztlich keinen Ausweg gab. Perepelkin holte 9 Games in Serie, damit war Buzeks dritte Final-Niederlage im vierten Versuch besiegelt. Immerhin gab es am Ende bei der gemeinsamen Siegerehrung aber sogar mehr als das obligate Shakehands. Die beiden Erzfeinde gingen aufeinander zu, Buzek machte bei der Siegerehrung mit einer Entschuldigung den Anfang, und Perepelkin gab danach sogar noch ein gemeinsames Bier aus. “Die Wogen sind geglättet, es sind alle Probleme zwischen uns ausgeräumt”, so Russland HTT-Evergreen am Tag danach.

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