Laurenz Rattasits prolongiert Generationswechsel auf der HTT

Die Serie jugendlicher Turniersieger auf der Hobby-Tennis-Tour hat am Dienstag Abend im Endspiel der 18. Auflage des Jänner-HTT-250-Turniers durch Laurenz Rattasits eine imposante Fortsetzung gefunden. Der 16jährige Jungstar vom TC Nikitsch, der beim ersten 250er-Turnier der neuen Saison hinter der bereits im Achtelfinale augeschiedenen Serbin Jovana Peric an Nummer 2 gesetzt war, deklassierte im finalen Generationen-Duell des 1.330igsten HTT-Single-Events der Open Ära den 22 Jahre älteren Daniel Pernold in nur 73 Minuten und nach einer sehenswerten Vorstellung mit 6:3, 6:1, und schlug damit nach seinem Sieg beim August-HTT-250-Turnier zum bereits zweiten Mal auf 250er-Ebene und zum insgesamt dritten Mal auf der HTT zu. Mit seinem famos ausgefallenen 60. HTT-Karriere-Einzelsieg schob sich Rattasits zudem in der neuesten Ausgabe der HTT-Computer-Rangliste auf Position Nr. 26 vor, und darf sich damit über sein Karriere-High-Ranking freuen. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Laurenz Rattasits sorgt beim Jänner-HTT-250 für zwölften Titelgewinn der “Young Guns” aus den letzten 15 Turnieren seit Oktober 2018

Während auf der ATP Tour mit dem Australian-Open-Finale Djokovic gegen Nadal der überall proklamierte Generationswechsel noch einmal aufgeschoben wurde, hat die Next Generation auf Österreichs größter Breitensport-Serie längst das Kommando auf den Courts dieses Landes übernommen, und einen offensichtlichen Generationswechsel eingeläutet. 12 der letzten 15 Turniere seit Ende Oktober vergangenen Jahres wurde Beute der aufstrebenden und unter 21 Jahre jungen Next Gen. Das vorerst letzte Ausrufezeichen der Young Guns setzte am Dienstag Abend Laurenz Rattasits, der ohne Satzverlust und mit nur 21 abgegebenen Games die Nachfolge von Manuel Wachta als Jänner-HTT-250-Champion antrat, und gleichzeitig für den 18. verschiedenen Jänner-HTT-250-Turniersieg im 18. Anlauf sorgte. Das 1.330igste HTT-Einzelturnier hatte am Ende einen hoch verdienten Sieger, der im Endspiel gegen Marathonmann Daniel Pernold mehr als deutlich für klare Verhältnisse sorgte.

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Müder Pernold gegen dynamischen Rattasits bald auf der Verliererstrasse

Eine halbe Stunde lang konnte sich Pernold noch erfolgreich gegen den aggressiv und hoch motiviert agierenden Jungstar stemmen. Der 38jährige hatte auf dem Weg in sein drittes HTT-Karriere-Finale Schwerstarbeit zu verrichten, und auf seinem vier Etappen umfassenden Weg ins Endspiel über 10 Stunden Tennis in den Knochen, ehe er sich dem finalen Showdown gegen Rattasits stellte. Nach dieser erwähnten halben Stunde lief Pernold zwar weiter unermüdlich jedem noch so wuchtig und präzise geschlagenen Ball seines Gegners hinterher, doch an Spritzigkeit und Dynamik ließ Pernolds Spiel mit Fortdauer natürlich den ein oder anderen Wunsch offen. Pernolds Schritte wurden immer länger, und Rattasits Vorsprung immer größer, nachdem sich der Jungstar beim Stand von 3:3 das erste und wohl auch entscheidende Break dieses Matches gesichert hatte. Eine halbe Stunde war gespielt, Rattasits hatte mit einem Vorhand-Winner den 50. ausgespielten Ballwechsel des Matches für sich entschieden, und damit endgültig Kurs in Richtung Jänner-HTT-250-Titel eingeschlagen. Nach 41 Minuten hatte Rattasits mit einer blitzsauberen Aufschlagleistung und einem zweiten Break zum 6:3 die Weichen zum dritten HTT-Karriere-Titel gestellt, und das Publikum am Centercourt des UTC La Ville nachhaltig überzeugt.

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Rattasits auf dem Weg zum dritten HTT-Karriere-Titel mit einer imposanten spielerischen und statistischen Vorstellung

Am Spiel des 16jährigen gab es bis hierher nichts auszusetzen. 78 Prozent an ersten Aufschlägen hämmerte er Pernold ins Feld, noch imposanter die Quote an Punkten nach dem ersten Service, die bei sensationellen 100 Prozent lag. 20 Winner bei nur 13 unforced errors feuerte Rattasits übers Netz, und auch bei allen seinen acht Netzangriffen blieb der Jungstar erfolgreich. Möchte man doch ein Haar in der Suppe finden, dann wäre es die Chancen-Auswertung bei seinen Break-Möglichkeiten, die im ersten Satz bei 2 aus 9 und am Ende insgesamt sogar bei 4 aus 16 eher dilettantisch ausfiel. An diesem Abend spielte die mangelnde Effektivität des 16jährigen bei den angebotenen Break-Chancen aber freilich keine große Rolle, weil Pernold an diesem 29. Jänner 2019 nicht mehr zusetzen konnte, und die womöglich einzige Gelegenheit dem Spiel eine Wende geben zu können, nicht nützte. Rattasits hatte bei 1:0 nicht weniger als drei Break-Chancen zum 2:0 ausgelassen, als Pernold im dritten Game des zweiten Satzes praktisch aus dem Nichts zwei Möglichkeiten zum Break “geschenkt” bekam. Ein schlechter Lob des 38jährigen Routiniers, dazu ein Vorhand-Winner des Jungstars, und die Situation war aus Sicht des späteren Siegers wieder bereinigt. Eine Viertelstunde später war das Ding durch, Rattasits mit vier gewonnenen Games en suite am Ziel, und mit dem 60. Einzelsieg und 3. Turniersieg seiner noch jungen Karriere belohnt worden.

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