HTT Challenger Finals – Titelverteidiger Rieger fliegt in der Vorrunde

Drei Tage Gruppenphase bei der 9. Auflage der HTT Challenger Tour Finals 2018 im UTC La Ville haben den zuletzt sich abzeichnenden Trend auf der Hobby-Tennis-Tour eindrucksvoll bestätigt. Auch wenn ganz vorne unter den Top Ten noch Erfahrung und Routine mit sechs +30 Spielern regieren, zeichnet sich dahinter ein nachhaltiger und massiver Generationswechsel auf Österreichs größter Breitensport Tennisserie ab. Nachdem schon bei den vorwöchigen Future Finals vier Teenager das Semifinal-Geschehen prägten, und am Ende mit Valentin Kaftan ein 15jähriger den Titel davontrug, sind auch die vier Halbfinalisten des derzeit über die Bühne gehenden Challenger Tour Finals gerade erst den Kinderschuhen entwachsen. Fazit: Wir haben derzeit so viele Kinder und Jugendliche beim Tennis wie schon seit Jahren nicht mehr. Von den Challenger Tour Finals 2018 berichtet aus dem UTC La Ville für hobbytennistour.at C.L

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Zweites reines Teenager-Semifinale in Serie

Die HTT-Saison 2018 ist längst auf die Zielgerade eingebogen, und traditioneller Weise seit Mitte November bis Anfang Dezember mit den diversen “Season-Finals” beschäftigt. Nach der 6. Ausgabe der Future-Finals vor einer Woche, stehen dieser Tage die erfolgreichsten Challenger-Asse im Blickpunkt des HTT-Geschehens. Und diese 9. Auflage der seit 2010 im Tour-Kalender verankerten Challenger-Tour-Finals avancierte an vergangenen Turnierwochenende zu einer imposanten Leistungsschau jener jungen Damen und Herren, die in Zukunft Österreichs größte Breitensport-Plattform prägen könnten. In jedem Fall zeigten die vier Quali-Matches und die 12 Spiele umfassende Round Robin Gruppenphase mehr als eindrucksvoll, dass in der sogenannten “zweiten Liga” der Hobby-Tennis-Tour längst die Teenager den Ton angeben. Der noch vor einer Woche bestaunte Jugend-Trend mit vier Halbwüchsigen im Semifinale der Future-Finals hat sich auch dieser Tage beim großen Saisonfinale der Challenger-Stars fortgesetzt. Mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 15,25 Jahren haben Sebastian Wojta, Noah Castillo, Martin Priban und Florian Mayer ein weiteres kräftiges Ausrufezeichen der HTT-Jugend gesetzt, und die unfassbare Durchschnittsmarke von 13,75 Jahren bei den Future-Finals nur hauchdünn überboten.

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Topfavorit Sebastian Wojta mit starker Entwicklung im Jahr 2018

Hinter dem generellen und aktuell im Circuit kursierenden Jugend-Wahnsinn – immerhin sind auch die Nummern 1 und 2 im aktuellen HTT-Race to La Ville 20 Jährchen und jünger, und auch die noch anstehenden HTT-Next Gen Finals von 7. bis 11. Dezember werden ein hochkarätiges Teilnehmerfeld zu bieten haben – stehen freilich vier junge Tennisspieler, die am vergangenen Wochenende Großes geleistet haben, und sich hochverdient einen Platz im Semifinale der HTT Challenger Finals sichern konnten. Allen voran natürlich Sebastian Wojta, der von den Stars des Finalturniers die wohl größte Entwicklung in den vergangenen 10 Monaten genommen hat. Der 16jährige war der erste Challenger-Gewinner des Jahres, und hat mittlerweile ITN-mäßiges 250er-Niveau erreicht. Beachtlich deshalb auch die Leistung von Mario Pichler, der sich am Samstag Abend in seinem zweiten Vorrundenspiel der Gruppe D beim übrigens 30. Karriere-Einzelsieg des Sebastian Wojta über sechs gelungene Games freuen durfte.

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Noah Castillo schickt Kitzbühel-Challenger-Sieger Klaus Klune nach der Gruppenphase heim

Im semifinalen Duell um einen Platz im Endspiel der Challenger Tour Finals bekommt es Sebastian Wojta mit einem jungen Mann zu tun, der heuer auf der HTT auch einen kleinen Durchbruch geschafft hat. Beim Februar-Challenger feierte der 15jährige entsprechend seines spielerischen Potentials endlich den längst erwarteten ersten Turniersieg. Und auch bei den “Finals der Challenger-Asse” spielt der junge Mann aus der Dominikanischen Republik voll bei der Musik mit. Nachdem er in der Quali gegen die Nr. 3 der Juniors-HTT Felix Maierhofer mit nur zwei abgegebenen Games seine Klasse unter Beweis stellte, ließ er auch in der Gruppenphase mit zwei Siegen ohne Satzverlust – darunter gegen Kitzbühel-Challenger-Sieger Klaus Klune – nichts anbrennen.

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Florian Mayer beendet in der Vorrunde die Titelträume von Vorjahressieger Alexander Rieger

Das zweite Halbfinale beim 445. Hallenturnier der HTT-Geschichte bestreiten indes der slowakische Jungstar Martin Priban und Überraschungsmann Florian Mayer. Priban – so wie Castillo über die Quali gekommen – machte nach seinem mühevoll in drei Sätzen errungenen Samstags-Erfolg über Ersatzmann Lucas Rydl am gestrigen Sonntag mit einem 6:4, 6:0 Erfolg über den erst am letzten Abdruck qualifizierten November-Challenger-Champion Christian Vollmann alles klar. Auch Mayer hatte einen engen Drei-Seter am Samstag gegen Routinier Oliver Fischer überstanden, ehe er am letzten Vorrundentag für die erste ganz große Sensation des Turniers sorgte, und mit Vorjahressieger Alexander Rieger den zweiten großen Favoriten neben Wojta aus den Titelräumen riss. Rieger fand zwei Sätze lang kein Mittel gegen den Future-Finals-Champion des Vorjahres, und verpasste nach einem 5:7, 2:6 nicht nur den abermaligen Semifinaleinzug bei den Challenger-Finals, sondern auch sein 150. Karriere-Single in einem möglichen Halbfinale.

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