Auftakt-Aus für den HTT-French-Open-Sieger von 2010

Temperaturen wie sonst nur Anfang Juli beim HTT-Wimbledon-Turnier, Sonne satt bei knapp über 30 Grad, es waren schon verschärfte und bei den HTT-French-Open so in dieser Art noch nie dagewesene Bedingungen, die am gestrigen ersten Spieltag des 27. Tennislife.at Mai Grand Slam Turniers auf die Spieler warteten. Zum ersten Mal in der 28jährigen Geschichte der HTT gab es bei einem Turnier eine Qualifikation mit 64er-Raster, womit dem zweiten HTT-Saison-Major-Event eine weitere Note zur Exklusivität verliehen wurde. Drei Siege braucht man als Qualifikant um in das mit Superstars ohne Ende angereichterte Hauptbewerbs-Tableau zu gelangen. Für einen der ganz großen HTT-French-Open-Stars der Vergangenheit war hingegen schon am gestrigen ersten Spieltag im UTC La Ville Schluss. Die Rede ist vom Mai-Grand-Slam-Sieger von 2010 Franz Mayerhuber, der sich in einem dramatischen Erstrunden-Marathon gegen Wolfgang Tritthart nach verlorenem Tiebreak im Entscheidungssatz frühzeitig verabschieden musste. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Ehemalige Nummer 1 Franz Mayrhuber kassiert gegen Wolfgang Tritthart dritte HTT-French-Open-Erstrundenniederlage seiner Karriere nach 2012 und 2016

Mit Franz Mayrhuber ist gleich zum Auftakt des zweiten HTT-Saison-Grand-Slam-Turniers einer der beiden am Start befindlichen HTT-French-Open-Champions der Vergangenheit und der erste Gesetzte ausgeschieden. Der mittlerweile 53jährige ehemalige Ranglisten-Erste – diesmal an Nr. 11 gereiht – musste sich im Eröffnungsspiel des 42. Saisonturniers am Centercourt des UTC La Ville nach einer knapp dreistündigen Hitzeschlacht gegen Wolfgang Tritthart vom TC Hrubesch mit 7:6, 2:6, 6:7 geschlagen geben. Für den Routinier vom SK Handesministerium war es nach 2012 und 2016 die dritte HTT-French-Open-Auftaktniederlage insgesamt. Der Mai-Grand-Slam-Sieger von 2010 verzeichnete in der Hitze Altmannsdorfs einen Fehlstart samt 1:5 Rückstand, den er mit konsequenter Arbeit und fehlerlosem Grundlinientennis und einer sensationellen Aufholjagd egalisierte. Mayrhubers Comeback im ersten Satz gipfelte mit dem Sieg im Tie-Break zur 1:0 Satzführung, die  ein aufopfernd kämpfender Gegner aber mit 6:2 im zweiten Durchgang ausgleichen konnte.

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Kein Happy End für Franz Mayrhuber beim 10. HTT-French-Open-Antreten und Bernhard Scheidl schrammt nur haarascharf am Erstrunden-Aus gegen Alex Ziervogel vorbei

In der Entscheidung lag dann Mayrhuber bei seinem 10. HTT-French-Open-Start kontinuierlich in Führung, ein Happy End bei seinem Jubiläumsstart gab es für den 53jährigen aber nicht. Im zweiten Tiebreak des Eröffnungsspieles hatte dann Tritthart das bessere Ende mit 7:4 für sich, und den Aufstieg in die zweite Runde der HTT-French Open 2018 zu bejubeln. “Es waren brutale Bedingungen und es war extrem schwierig zu spielen”, waren sich die beiden HTT-Asse nach dem HTT-French-Open-Eröffnungsspiel am Centercourt uniso einig. Souverän in jeweils zwei Sätzen haben sich hingegen Rene Gräflinger bei seinem Comeback gegen die slowakische Nummer 1 Pavol Cabada, Ingemar Radosztics über den eigentlich stärker erwarteten Raffael Gruber, und Stephan Schamp-Hertling gegen Paul Eder durchgesetzt und für die zweite Runde qualifiziert. Haarscharf am Auftakt-Aus ist hingegen der zweite am Donnerstag im Einsatz gewesene Gesetzte vorbeigeschrammt. Die Nr. 13 des Turniers Bernhard Scheidl hatte richtig Mühe und fast 2:45 Stunden zu kämpfen, um die Night-Session gegen Alexander Ziervogel mit 4:6, 6:4, 6:4 zu gewinnen.

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Markus Hobiger bei seinem 345. HTT-Karriere-Turnier und seinem 35. HTT-Grand-Slam-Antreten mit indiskutabler Vorstellung in der Qualifikation gegen Alex Matzenauer

In der am Donnerstag angelaufenen Qualifikation zum zweiten HTT-Grand-Slam-Turnier des Jahres gab insgesamt 28 Matches höchst hungriger HTT-Stars aus der zweiten Reihe zu beobachten, die motiviert und zielstrebig ihrem Ziel “Hauptbewerbsteilnahme” entgegenstrebten. Auffällig dabei waren zwei Mann mit höchst unterschiedlichen Leistungen. Wir müssen zunächst einmal über Markus Hobiger reden. Der mittlerweile 41jährige Rekordteilnehmer der HTT lieferte am gestrigen Donnerstag die nächste indiskutable Vorstellung ab und befindet sich weiter im freien Fall. Sein 345. Karriere-Turnier wurde zum totalen Fiasko und lässt nach seinem Abgang viele Fragen offen. Zunächst einmal die nackten Zahlen, die mit 4:6, 6:3, 4:6 seine 15. Saisonniederlage 2018 besiegelten. Schlimmer war aber die Art und Weise, wie sich der HTT-Evergreen am 3er-Court im Auftaktspiel seines 35. HTT-Karriere-Grand-Slam-Turniers präsentierte. Erstmals musste der Guntramsdorfer bei seinen 11. HTT-French-Open in die Qualifikation, und dort lieferte ihm Alexander Matzenauer nicht nur einen engen Fight über drei Sätze, sondern brachte den 41jährigen Niederösterreicher auch mental an sein Grenzen und darüber hinaus.

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Hobiger-Gegner moniert Ausschluss des HTT-Rekordspielers, der seinerseits eine Pause bis Kitzbühel angeküdigt hat

Am Ende standen die sechste Erstrundenniederlage des Markus H. im Rahmen der HTT-French Open und ein kopfschüttelnder Gegner samt fassungsloser Zuschauer ob der gespenstisch und abstrakt wirkenden Darbietung des HTT-Rekordspielers. Den Lautstärkepegel permanent verletzend, die gute Kinderstube im Umgang mit den Mitspielern vergessend und wirre Kommentare von sich gebend, lief Hobiger in ein sowohl sportliches als auch menschliches Debakel. Sein Gegner monierte am Ende des Tages sogar den Ausschluss Hobigers angesichts seines Verhaltens am Platz. Bis Kitzbühel wolle Hobiger nun keine Turniere mehr bestreiten, womit die nächste sportliche Katastrophe am Fuße des Hahnenkamms vorprogrammiert scheint.

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Jungstars Mayer und Niedermayer prägen HTT-French-Open-Quali

Mit sportlichen Topleistungen sind hingegen die Herren Florian Mayer und Viktor Niedermayer aufgefallen. Letztgenannter steht nach Siegen über Serbiens Trivun Djumic und Florian Mayer im Qualifinale, wo er am Samstag seinen ersten HTT-Grand-Slam-Hauptbewerbsplatz anstrebt. Knapp in der zweiten Runde ist hingegen Florian Mayer gescheitert. Im Vorjahr noch HTT-Junioren-French-Open-Sieger auf der JuniorsHTT, musste der 16jährige nach sechs gespielten Qualifikations-Sätzen im Finish auch den mörderischen Kraftanstrengungen Tribut zollen, und sich gegen Viktor Niedermayer mit 3:6, 7:5, 4:6 geschlagen geben. Auf die erste Hauptbewerbsteilnahme bei den “Großen” muss der einstige HTT-Juniors-Dominator also mindestens bis HTT-Wimbledon warten.

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