Internationale HTT-Stars schwächeln im ersten Saisondrittel 2018

Bosniens neuer HTT-Top 100 Mann Slavisa Ilic hat am vergangenen Montag Abend wie bereits berichtet die 11. Auflage des Mai-HTT-150-Turniers im UTC La Ville gewonnen, und damit die ohnehin schon imposante Gesamtbilanz internationaler Spieler auf der Hobby-Tennis-Tour weiter aufpoliert. Riskiert man allerdings einen genaueren Blick auf die Resultate von Ilic & Co im ersten Drittel der Saison 2018 dann fällt auf, dass die HTT-Stars aus aller Herren Länder so schlecht und erfolglos wie letztmals im Jahr 2011 in die HTT gestartet sind. Ein Bericht von C.L

img_6159

Ilic sorgt beim Mai-HTT-150-Turnier für den erst vierten Saisonturniersieg der internationalen HTT-Stars 2018

Slavisa Ilic vom AZ Tennisclub hat sich vor zwei Tagen beim 35. HTT-Saisonturnier mit einem 2:6, 6:1, 6:3 Finalerfolg über Michael Rosenmayer den Titel beim Mai-HTT-150-Turnier geholt, und damit für den zweiten bosnischen Turniersieg der HTT-Geschichte gesorgt. So nebenbei avancierte der Bosnier zum 71. internationalen Spieler dem es seit 1990 gelungen ist, einen Titel auf der HTT zu erobern. Der 30jährige sorgte für den insgesamt bereits 168. internationalen Turniersieg der Open Ära und dennoch sind Multikulti-Stars im heurigen ersten Drittel des Tennisjahres 2018 so unerfolgreich wie schon lange nicht mehr unterwegs. Nach dem Premierensieg von Noah Castillo für die Dominikanische Republik beim Februar-Challenger, dem März-Future-Erfolg von Trivun Djumic für Serbien und dem slowakischen Challenger-Sieg von WAT Landstrasse Jungstar Martin Priban bei den Badener AC Open, war der Titelgewinn von Slavisa Ilic beim Mai-HTT-150-Turnier erst der vierte Saisontriumph der internationalen HTT-Asse.

img_2795

So schlecht wie seit 2011 nicht mehr

Vier internationale HTT-Turniersiege von Anfang Jänner bis Mitte Mai, eine derart schlechte Bilanz gab es die letzten sechs Jahre nicht mehr zu beklagen. Schwächer starteten die nicht unter rot-weiss-roter Flagge spielenden HTT-Cracks zuletzt 2011, als man auf mickrige drei Turniersiege kam. Den Bestwert stellten Vukicevic & Co noch in der letzten Saison auf, als man zum selben Zeitpunkt bereits 9 internationale Turniersiege gefeiert hatte. Was sind aber die Gründe für den Rückfall und die Erfolglosigkeit jener HTT-Stars, die den HTT-Circuit so bunt und speziell machen. Nun, da wäre einmal die Formschwäche und Absenz jener Herrschaften, die jahrelang mit ihren großartigen Erfolgen als wahre Titelgaranten für die internationale HTT-Szene galten.

img_1684

Titelgaranten wie Vukicevic und Roman außer Form oder out of order

Serbiens 3facher HTT-Wimbledonsieger Vladimir Vukicevic läuft seit November letzten Jahres seiner Topform hinterher, und ist heuer noch nicht ein einziges Mal über ein HTT-Viertelfinale hinausgekommen. Für die HTT-Internationalen in Sachen HTT-Erfolge ein riesiges Manko, zeichnete der Ranglisten-Zweite aus Sombor doch für nicht weniger als 15 Turniersiege in den letzten Jahren veranwortlich. Einen Löwenanteil steuerte auch der in Tennisrente verschwundene Damian Roman bei, der als erfolgreichster internationaler Spieler aller Zeiten sein Heimatland Rumänien mit 17 Karriere-Titeln auf Platz 2 der Nationenwertung hievte. Spieler wie Deutschlands David Hühne oder Rares Maftei aus Rumänien sind aktuell von der Bildfläche verschwunden, Titelzulieferer wie Russlands Stanislav Perepelkin oder Serbiens Jungstar Nemanja Dejanovic nicht konkurrenzfähig. Für die internationalen HTT-Stars brechen also harte Zeiten an. Will man die Erfolgsjahre von 2012 bis 2017 fortsetzen, dann müssen Vukiceivc & Co schon bald wieder in die Spur kommen.

img_7053

Die internationalen Turniererfolge der letzten Jahre im Vergleich

Saison Turniersiege bis Mitte Mai Turniersiege insgesamt
2018 4 ?
2017 9 24
2016 8 22
2015 5 25
2014 6 21
2013 8 19
2012 5 15
2011 3 8

img_1096