Julian Rainer erster und hoch verdienter BIDI BADU Next Gen Finals Champion

Der niederösterreichische Jungstar Julian Rainer hat sich am Dienstag Abend zum Sieger des erstmals ausgetragenen BIDI BADU Next Gen Finals der HTT gekürt. Der 17jährige von TC Allround Tennishalle Stattersdorf besiegte in einem exakt 1:17 Stunden dauernden Endspiel den amtierenden September-HTT-500-Gewinner Theo Berger mit 6:3, 6:4, und beendet die Premieren-Auflage des Nachwuchs-Masters-Turniers der besten U21-Spieler der Hobby-Tennis-Tour mit 5:0 Siegen als ungeschlagener Champion. Rainer der heuer schon bei den HTT-US-Open und bei den HTT-Erste Bank Open 500 mit Halbfinalteilnahmen zu überzeugen wusste, holte sich verdienter Maßen den Titel beim Saisonfinale der HTT Next Gens, und ist nach seinem ersten Turniersieg auf der HTT auch eine ganz heiße Aktie für die kommende Saison und wenn es darum geht, in der absoluten Elite der HTT-Top-Ten um einen Startplatz bei den großen HTT-Tour-Finals mitzumischen. Ein Bericht von C.L

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Alle Beteiligten ziehen zufriedenstellende Bilanz nach Premieren-Event

Das Ende eines eigentlich ansprechenden und phasenweise starken Finales um exakt 21:37 Uhr hatte zwar einen unwürdigen Charakter, doch der sechste Doppelfehler Theo Bergers zum Abschluss des Turniers bei Matchball Rainer konnte den insgesamt positiven Eindruck einer gelungenen Premiere bei den BIDI BADU Next Gen Finals nicht trüben. Rainer und Berger hatten mit ihrem 77 Minuten dauernden Final-Auftritt einen gelungenen Schlusspunkt hinter eine Veranstaltung gesetzt, die durchaus Potential und große Chancen hat, in Zukunft eine entscheidende und prägende Rolle im Turnierkalender der Hobby-Tennis-Tour zu spielen. Alle Beteiligten, ob Spieler, Eltern, Trainer, Veranstalter oder Insider der HTT zogen nach fünf Tagen Jugend-Tennis eine zufriedenstellende Bilanz. Die Jungs hatten viele gute Matches, sammelten weiter die so wichtige Erfahrung bei Turnieren entsprechend aufzutreten, und duellierten sich im Round Robin Modus auf phasenweise richtig hohem Niveau um dem Premieren-Titel eines Next Gen Finals Champions.

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Rainer holt ersten Satz nach Blitzstart gegen zu unkonstant agierenden Berger nach 37 Minuten mit 6:3

Auch wenn die spielberechtigten HTT-Superstars Lukas Prüger und Kevin Köck auf ein Antreten angesichts der unmittelbar bevorstehenden großen HTT-Tour-Finals verzichteten, und Frankreichs Kitzbühel-Finalist Franz Lukas kurzfristig absagen musste, so war das Turnier der Top 8 U21-Spieler der HTT hochkarätig besetzt. Den finalen Schlusspunkt hinter ein tolles Event setzten am Dienstag Abend der ungeschlagen ins Finale eingezogene Titelfavorit Julian Rainer, und der nach einer Vorrunden-Niederlage nie so richtig in Fahrt gekommene und aktuell nicht in Hochform agierende Theo Berger vom Heeres TC. Entsprechend programmgemäß verlief der Auftakt in dieses mit großer Spannung erwartete Endspiel, in dem sich Berger nach vergebenem Spielball und drei schrecklichen Fehlern gleich einmal ein frühes Break einhandelte,und Rainer im Gegenzug zu Null seine Ambitionen auf den Titelgewinn mit dem 2:0 geltend machte. Berger hielt aber in der Folge ergebnistechnischen Kontakt zum Titelfavoriten aus Stattersdorf und machte die Partie im ersten Durchgang mit dem Re-Break zum 3:3 wieder spannend. Was dem 16jährigen vom Heeres TC aber aktuell im Vergleich zu seiner im September ausgespielten Hochform fehlt, ist die Konstanz. Ein tolles Game gespielt, präsentierte sich Theo kurz darauf bei eigenem Aufschlag mit inferiorer Performance. Zu Null musste er sein Service erneut abgeben, und auch bei 3:5 und dem Versuch gegen den Verlust des ersten Satzes aufzuschlagen, agierte der 16jährige nicht unbedingt im Stile eines HTT-Top 20-Mannes. Abermals patzte der September-HTT-500-Champion mit zwei Doppelfehlern, und so war nach 37 Minuten der erste Satz mit 6:3 an sein Gegenüber gegangen.

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Berger lässt rasche 2:0 Führung ungenützt und muss sich nach 77 Minuten Spielzeit mit 3:6, 4:6 geschlagen geben

Zu Beginn von Durchgang Nr. 2 ließ Theo Berger seine Fans daheim am Live-Ticker auf eine Wende hoffen, auch weil Julian Rainer sich ein katastrophales erstes Aufschlag-Game mit drei Doppelfehlern leistete. Berger nahm das Geschenk dankend an, legte mit eigenem Aufschlag zum 2:0 nach, fand aber trotz dieser Führung nicht jene Sicherheit in seinem Spiel, die nötig gewesen wäre um Julian Rainer auf Dauer an diesem Abend gefährden zu können. Der 17jährige Niederösterreicher behielt die Nerven, holte die nächsten vier Games zum 4:2, ehe sich Berger nochmals aufbäumte und mit einem Re-Break zum 4:4 ausgleichen konnte. Bei 4:5 konnte Berger mit zwei Vorhand-Winnern zwar noch ein 0:30 wettmachen, danach aber unterlief ihm ein Fehler beim Lob und das unrühmliche Ende mit dem voll gemachten halben Dutzend an Doppelfehlern haben wir ja schon erwähnt.

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“Ich musste mir den Sieg richtiggehend erkämpfen”

“Ich habe das ganze Turnier über sicher nicht mein bestes Tennis gespielt, aber zumindest heute im Finale war ich über das ganze Match gesehen sicher der bessere Spieler, der in den wichtigen Momenten die Nerven besser unter Kontrolle hatte. Ich hatte im Vorjahr lange Zeit schwere Rückenprobleme und daher viele Monate ohne Turniertennis. Da ich erst kürzlich wieder ins volle Training einsteigen konnte, sind einige Dinge darunter auch meine vielen Doppelfehler leicht erklärbar. Theo hat über weite Strecken aber auch die richtigen Mittel gefunden, um mir das Leben schwer zu machen. Ich musste mir diesen Sieg richtiggehend erkämpfen. Mich im nächsten Jahr mit den absolut besten Spielern der Hobby-Tennis-Tour bei den großen Event zu messen, reizt mich sehr. Mal sehen was die Zukunft so bringt”, erklärte der neue BIDI BADU Next Gen Finals Champion am Abend nach seinem großen Triumph.

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