Dobesch-Posch kehren mit HTT-US-Open-Titel an die Ranglistenspitze zurück

Mit dem erwarteten Favoritensieg der topgesetzten Patrick Dobesch und Michael Posch im Endspiel der HTT-US-Open ist am Sonntag Abend die HTT-Grand-Slam-Saison 2017 zu Ende gegangen. Die amtierenden HTT-Tour-Finals-Champions gewannen den Doppel-Titel beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres im Finale gegen die an Nummer 2 gesetzte Paarung Bernhard Strasser & Ernesto Peithner nach hochklassigem ersten Satz und überlegen geführtem zweiten Durchgang letztlich sicher und verdient nach exakt 50 Minuten Spielzeit mit 6:4 und 6:0. Damit holte das neue Top-Duo nach den HTT-French-Open bereits den zweiten Major-Erfolg in dieser Saison und feierte obendrein mit dem sechsten Matcherfolg auf Grand-Slam-Ebene in Serie die Rückkehr an die Spitze der HTT-Doppelrangliste. Ein Bericht von C.L

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Nach Saison-Major-Titel Nr. 2 und Karriere-Doppel-Sieg Nr. 5 kehren Dobesch-Posch an die Ranglisten-Spitze zurück und sind als erstes Team für die HTT-Tour-Finals im UTC La Ville fix qualifiziert

Der 17. September 2017 war ein echter Jubeltag für die aktuell beste Doppelpaarung der Hobby-Tennis-Tour in Gestalt von Patrick Dobesch und Michael Posch. Das spielstarke Duo eroberte mit dem Triumph bei den HTT-US-Open nicht nur den zweiten Grand-Slam-Doppel-Titel in dieser Saison und den insgesamt bereits fünften gemeinsam errungenen Doppel-Turniersieg ihrer Karriere, sondern qualifizierte sich mit ihrer Rückkehr auf die Nummer 1 Position des HTT-Doppel-Rankings auch als erstes Team für die von 25. November bis 2. Dezember 2017 im UTC La Ville stattfindenden HTT-Tour-Finals. Die für das letzte Grand-Slam-Endspiel des Jahres favorisierte und an Nummer 1 gesetzte Paarung war ohne Satzverlust ins finale Duell gegen die an Nummer 2 gereihten Bernhard Strasser und Ernesto Peithner eingezogen, und hatte bereits vor dem dritten direkten Aufeinandertreffen mit den Topstars vom TC Sieghartskirchen die diesmal durch Abwesenheit glänzenden Titelverteidiger Matthias Braun & Christoph Beutler an der Spitze der HTT-Doppel-Entry-List abgelöst.

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3 von 4 no add Entscheidungen gegen in einem hochklassigen ersten Satz an die späteren Sieger

Ein locker gelöster Spaziergang wurde der aufgrund des anhaltenden Regens in die Halle verschobene finale Showdown für Doebsch & Posch aber speziell im ersten Durchgang nicht. Die niederösterreichischen Gegner hielten ambitioniert kämpfend und phasenweise großartig spielend mit dem Favoriten-Duo mit, und gingen nach einem problemlos durchgebrachten Service-Game Peithners und einem raschen Break gegen Dobesch zum Auftakt mit 2:0 in Führung. Zwar musste Strasser in der Folge für sein Team das prompte Re-Break zum 1:2 hinnehmen, doch anschließend entwickelte sich eine phantastische Final-Partie zweier Teams auf Augenhöhe. Fast logisch daher, dass in der spannungsvollen Entscheidung des ersten Satzes Kleinigkeiten – um nicht zu sagen Nuancen – entschieden. Strasser-Peithner scheiterten zunächst einmal an ihrer mangelnden Chancen-Auswertung, denn bei 4:3 und Aufschlag Michael Posch, standen die April-HTT-500-Gewinner bei 0:40 mit gleich vier Break-Möglichkeiten am Stück vor einer möglicher Weise vorentscheidenden 5:3 Führung. Vier Punkte in Serie zum 4:4 gingen aber an die späteren Sieger, genauso wie im Game darauf, als Peithner bei eigenem Service ein 40:0 herausholte, und die HTT-French-Open-Finalisten von 2016 abermals ihren Gegnern das “no add Spiel” überlassen mussten. Tja und dann waren da eben noch die “big points” bei den im Doppel so entscheidenden “no add Situationen”, bei denen Peithner & Strasser – na sagen wir einmal – keine gute und wenig glückliche Figur machten. Drei von vier über no add laufende Games ging in Summe des ersten Satzes an Dobesch & Posch, so auch das abschließende Aufschlagspiel von Patrick Dobesch, der mit einem Service-Winner den gleichzeitigen Breakball der Gegner zu Nichte machte, und nach 31 Minuten den ersten Satz mit 6:4 fixiert hatte.

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Zweiter Satz wird zum 19 Minuten-Solo und Michael Posch mit sensationellem Service-Rekord am Opticourt des UTC La Ville

Mit der mehr als engen Entscheidung im ersten Satz zugunsten von Patrick Dobesch und Michael Posch war die Luft bei Peithner-Strasser plötzlich raus. Die beiden Niederösterreicher konnten nicht mehr zusetzen, begingen in der Folge immer mehr unerzwungene Fehler und hievten sich mit dem frühen Break gegen Bernhard Strasser auch mental recht rasch auf die Verliererstrasse. Mit Satz & Break in Führung liegend spielten die 2fachen Saison-Doppel-Grand-Slam-Sieger dann groß und befreit auf, legten noch einen Gang zu, und machten in nur 19 weiteren Minuten den zweiten Satz mit 6:0 klar. Für den krönenden Abschluss sorgte schließlich Michael Posch mit einem gelungenen Volley-Punkt höchst persönlich. Damit hatte der 31jährige als einziger Spieler dieses Finales kein einziges Mal sein Service abgegeben. Eine an und für sich schon bemerkenswerte Leistung, die allerdings noch imposanter ausfällt, wenn man sich den persönlichen Service-Rekord von Michael Posch am Opticourt des UTC La Ville zu Gemüte führt. Der Doppel-Spezialist vom OTC ist seit acht Matches ohne Aufschlagverlust, und insgesamt am “5er-Platz” des Tennistempels am Altmannsdorfer Ast noch ungebreakt. Eine grandiose Leistung, ähnlich wie jene im Team gemeinsam mit Patrick Dobesch. Angesichts zweier Grand-Slam-Doppel-Titel in einer Saison kann man nur staunend gratulieren.

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