Patrick Wiesmühler triumphiert bei den HTT-US-Open

Team Donaufeld-Star Patrick Wiesmühler hat sich am Mittwoch in beeindruckender Manier den Titel bei den HTT-US-Open gesichert. Der 24jährige HTT-Olympiasieger von 2011 setzte sich in seinem ersten Grand-Slam-Finale überhaupt, gegen Vladimir Vukicevic glatt in drei Sätzen mit 6:0, 6:2, 6:4 durch, und feierte am sonnenüberfluteten Centercourt der Südstadt den insgesamt 10. HTT-Turniiersieg seiner Karriere. Mit seinem achten Einzelsieg in Folge avancierte Wiesmühler zum strahlenden Sieger und 43. Grand-Slam-Champion der HTT-Geschichte, der sich in der neuesten Ausgabe des HTT-Computer-Rankings mit 2000 gewonnenen Ranglistenpunkten auf Position Nr. 3 vorschieben und damit sein Karriere-High-Ranking vom Juli 2012 (Nummer 4) verbessern wird. Und während der neue HTT-US-Open-Sieger die Glückwünsche internationaler Tennisgrößen wie Alexander Antonitsch und Anastasija Sevastova entgegen nehmen durfte, setzte es für den unterlegenen Ranglisten-Ersten Vladimir Vukicevic ein noch nie dagewesenes Major-Debakel, mit dem er am Ende den angepeilten fünften HTT-Karriere-Titel klar verfehlte. Ein Bericht von C.L

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Wiesmühler fegt desaströs spielende Nummer 1 in 122 Minuten vom Platz

Patrick Wiesmühler hat gleich bei seinem ersten HTT-US-Open-Antreten und in seinem allerersten Grand-Slam-Finale zugeschlagen, und sich seinem Status als Topspieler der HTT gebührend, endlich auch seinen ersten Major-Titel auf der Hobby-Tennis-Tour gesichert. Der beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres als Nummer 5 gesetzte Ranglisten-Elfte ließ im 93. HTT-Saisonfinale dem topgesetzten serbischen Ranglisten-Leader Vladimir Vukicevic nicht den Hauch einer Chance, und fegte den 3fachen HTT-Wimbledonsieger aus Sombor in nur 122 Minuten mit 6:0, 6:2, 6:4 vom Platz. Er war zwar schon HTT-Olympia-Goldmedaillen-Gewinner, doch mit dem Triumph bei der 26. Auflage der HTT-US-Open feierte Wiesmühler nun den bislang größten Erfolg seiner Karriere. Ein Sieg, der erstaunlich deutlich ausfiel, in einem unerwartet einseitigen Final-Showdown gegen einen über weite Strecken desaströs spielenden Ranglisten-Ersten. Vukicevic produzierte unfassbare 71 unerzwungene Fehler, kam zwei Sätze lang zu keiner einzigen Break-Chance und musste erstmals in seiner Laufbahn auf Grand-Slam-Ebene einen zu Null verlorenen Satz hinnehmen. Selten wurde eine Nummer 1 der HTT in einem Grand-Slam-Finale derart vorgeführt wie Vuicevic am Mittwoch Vormittag in der Südstadt.

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8 Winner 27 Fehler – Vukicevic auch im zweiten Satz mit matter Darbietung

Wiesmühler legte einen Blitzstart hin, nahm einem ohne Beinarbeit, ohne Touch und ohne Rhythmus spielenden Vukicevic gleich drei Mal im ersten Satz den Aufschlag ab, und holte sich selbst druckvoll und vorallem fokussiert beginnend den ersten Satz in nur 22 Minuten mit 6:0. Der 24jährige hatte also die absolute Höchststrafe im Tennis verteilt, und sich spätestens jetzt den Respekt des Ranglisten-Ersten erarbeitet. Wobei: Vukicevic war in keiner Sekunde der wohl trostlosesten und bittersten 22 Minuten seiner Tenniskarriere überrascht über Wiesmühlers Performance. Es war vielmehr der Umstand, dass Vukicevic einen dieser berühmten und gefürchteten Tage erwischte, an denen nicht nur sprichwörtlich gar nichts geht. 8 Winner bei 27 unerzwungenen Fehlern, dazu weiter keine Break-Chance beim Aufschlag seines Gegners, der HTT-Branchen-Beste irrte auch im zweiten Durchgang des HTT-US-Open-Finales planlos über den Centercourt. Erst nach 42 Minuten konnte Vukicevic mit seinem Game zum 1:2 erstmals anschreiben. Doch die richtige Taktik, geschweige denn die entsprechenden spielerischen Mittel fand Vukicevic auch in diesem  zweiten Durchgang nicht. Wiesmühler spulte unbeeindruckt von der matten Darbietung seines Gegenübers seinen Part wie ein Uhrwerk ab, sicherte sich ein weiteres Break zum 5:2, und servierte kurz darauf gegen einen katastrophal returnierenden Gegner zur 2:0 Satzführung aus.

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Wiesmühler bleibt trotz kurzem Strohfeuer seines Gegenübers auch im dritten Satz nervenstark und cool

Den Beginn des dritten Satzes nahm der völlig zersauste Ranglisten-Erste dann schon mit Galgenhumor zur Kenntnis, denn rasch hatte er erneut zwei Mal seinen Aufschlag abgegeben, und Wiesmühler steuerte bei 6:0, 6:2, 3:0 einem noch nie dagewesenen Kantersieg entgegen. Wie schwierig es ist, gegen einen Gegner zu spielen, der keinen Ball trifft, vorallem wie schwer es ist die Konzentration hoch zu halten, bekam Wiesmühler in der Folge zu spüren. Bis hierher war Vukicevic nicht einmal in der Nähe eines Breaks, aus dem nichts heraus fand er bei 0:3 im dritten Satz aber plötzlich seine ersten Break-Möglichkeiten vor, und zu Null fand er im dritten Heat den Weg auf die imaginäre Anzeigentafel. Ein Comeback a’la Del Potro vollbrachte Serbiens HTT-Superstar aber nicht. Wiesmühler konterte mit dem Re-Break zum 4:1 und blieb auch nervenstark und cool, als sich Vukicevic mit seinem zweiten Break und einem endlich einmal souverän vorgetragenen Aufschlagspiel auf 3:4 heranpirschte. Um exakt 12:36 nützte Wiesmühler seinen ersten Matchball standesgemäß mit einem Service-Winner, womit der 24jährige in seinem 13. HTT-Finale den 10. Turniersieg seiner Karriere fixiert hatte.

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