Philipp Schneider muss weiter auf seinen ersten HTT-Grand-Slam-Titel warten

Martin Zehetner hat im vierten Anlauf erstmals ein HTT-French-Open-Semifinale gewonnen, und sich mit einem mühelosen 6:3, 6:1 Erfolg über den HTT-French-Open-Finalisten von 2014 Philipp Schneider für das Endspiel des wichtigsten Sandplatzturniers des Jahres souverän qualifiziert. In seinem 13. HTT-Karriere-Finale hofft der 36jährige vom TC Deutsch Wagram nun auf seinen ersten Triumph auf HTT-Major-Ebene. Sein bislang einziges best of five Grand-Slam-Finale verlor der an Nummer 9 gesetzte Niederösterreicher bei den HTT-US-Open 2014 gegen Damian Roman in 5 Sätzen. Während Zehetner nach seinem 12. Sandplatz-Einzelsieg in Serie im Kampf um die HTT-Sandplatzkrone im Endspiel der HTT-French-Open auf den 2fachen Saisonsieger Lukas Prüger treffen wird, endeten für den 2fachen HTT-Tour-Finals-Champion und 16fachen HTT-Titelträger Philipp Schneider die Hoffnungen auf seinen ersten HTT-Grand-Slam-Titel wieder einmal viel zu früh. Ein Bericht von C.L

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Philipp Schneider muss auch nach seinem 14. Anlauf und dem Semifinal-Aus gegen Martin Zehetner weiter auf den ersten Grand-Slam-Titel seiner HTT-Karriere warten

14 Kapitel umfasst die eigentlich kuriose und nur schwer verständliche Grand-Slam-Saga des Philipp Schneider nun schon, der seit Sommer 2013 gerechnet erfolgreichste österreichische HTT-Spieler kann auf höchster Ebene einfach nicht gewinnen. Und diesmal bei den HTT-French-Open im UTC La Ville bedurfte es nicht einmal der HTT-Presse und einem Ausschlachten des längst legendären Grand-Slam-Fluchs des 37jährigen im Vorfeld, nein Schneider war in diesen ersten Juni-Tagen 2017 rein körperlich und mental nicht in der Lage, den so sehr ersehnten ersten Major-Karriere-Titel auf der Hobby-Tennis-Tour zu gewinnen. Schon im Achtelfinale mit dem serbischen Underdog Aleksandar Kuzmanovic hatte Schneider so seine Probleme, das er im Viertelfinale gegen Filip Markovic nochmals den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, hatte viel auch mit seinem Gegner selbst zu tun, der vier Matchbälle auf teils klägliche Weise vergeigte. Im semifinalen Giganten-Duell mit Martin Zehetner wurde der aktuelle Zustand des 16fachen Turniersiegers aber offensichtlich. Meisterschaft, Berufsstress, der 37jährige vom UTC Waidhofen/Thaya musste sich mit leeren Akkus einem auf den Titel heißen Martin Zehetner glatt und auch in dieser Höhe hochverdient mit 3:6, 1:6 geschlagen geben.

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Zehetner nach Sieg über Schneider nun im “finalen Duell der Siegesserien” gegen den ebenfalls seit 12 Matches ungeschlagenen Lukas Prüger

Zehetner gelang ein frühes Break zum 2:0, ehe Schneider mit dem Re-Break zum 2:3 zurückschlagen konnte. Ein weiterer Aufschlagverlust des Ranglisten-Dritten zum 3:5 besiegelte dann aber den Verlust des ersten Satzes. In Durchgang 2 zog Zehetner rasch mit 4:0 davon, ehe Schneider zumindest “anschreiben” und mit dem Game zum 1:4  einen ehrenvollen Abschied von den HTT-French-Open 2017 vollzog. “Es war heute einfach nichts drinnen für mich. Der Martin hat das hervorragend genützt und verdient gewonnen”, urteilte Philipp Schneider nach seiner ersten Niederlage gegen Zehetner auf Sand im dritten Duell. Insgesamt erhöhte der 2fache Kitzbühel-Sieger vom TC Deutsch Wagram im Head to Head mit Schneider auf 4:3. Jetzt kommt es im großen Finale gegen Lukas Prüger zum Duell der “Siegesserien”. Beide Finalisten sind seit jeweils 12 Matches auf roter Asche ungeschlagen, die “13” wird also die neue Glückszahl auf der Hobby-Tennis-Tour”, witzelte Philipp Schneider nach seinem Semifinal-Aus auf der Terrasse des La Ville-Restaurants.

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