HTT-Nr. 1 Damian Roman nach unglücklichem Interview in Nöten

Sportlich betrachtet läuft es für den rumänischen Ranglisten-Ersten Damian Roman mehr als prima auf der Hobby-Tennis-Tour. Trotz bitterer Finalniederlage in Kitzbühel, steht der Branchen-Primus aus Negresti Oas als vierfacher Saisonsieger und dem imposanten Punktestand von 12.220 Entry-List-Zählern souverän über dem Rest der keinesfalls schwächlichen HTT-Konkurrenz. Und doch sind in den letzten Tagen dunkle Wolken am HTT-Himmel des 34jährigen aufgezogen. Ein unglücklich formuliertes Interview bei der OTC-Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch wird dem Superstar der HTT immer mehr zum Verhängnis. Man kann ganz klar sein Geständnis heraushören, in der Vergangenheit seinen ITN-Wert vorsätzlich manipuliert zu haben, sind sich Spielerkollegen und HTT-Insider einig. Und so stand am gestrigen Eröffnungstag nicht sein glatter 6:2, 6:1 Auftakterfolg über Mathias Wurzer im Blickpunkt des Geschehens, sondern sein brisantes Statement anlässlich der OTC-Pressekonferenz. Ein Bericht von C.L

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Hat Damian Roman manipulativer Weise an der ITN-Schraube gedreht?

Wenn die Nummer 1 der Hobby-Tennis-Tour nach einem gelungenen und souverän absolvierten Auftaktmatch bei einem der Top-Events des Tourkalenders nicht zu seiner Leistung und Darbietung Stellung bezieht, dann liegt was in der Luft. Damian Roman hat heuer schon die beiden Major-Turniere “HTT-French-Open & HTT-Wimbledon” gewonnen, er führt das HTT-Computer-Ranking in atemberaubender Weise mit neuem Punkterekord in Djokovic-Manier an, und doch interessiert die HTT-Familie nur ein Thema! Hat der 34jährige Ausnahmekönner und 3fache HTT-US-Open-Champion manipulativer Weise an der ITN-Schraube gedreht? Ja sagen seine Kritiker und alle jene Damen und Herren, die recht aufmerksam der OTC-Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch gelauscht haben. Nein betont sein engeres Umfeld, das den 13fachen HTT-Titelträger als ehrlichen Sportmann kennt. Nun: Fakt ist, dass Damian Roman vor der heurigen Rasensaison und vor der Babolat-Trophy in Kitzbühel zwei sogenannte Matchkaier-Partien bestritt, in denen er seinem Doppelpartner Alek Duric jeweils in zwei Sätzen unterlag. Weil der Kroate mit einer ITN von 4,2 falsch eingestuft durch die Lande tingelt, in Wahrheit aber wie ein hoher 2er-ITN-Mann sein Racket schwingt, musste sich die HTT-Nr. 1 auch zwei Mal geschlagen geben. Diese Matches ins ITN-Ranking einzutragen mag jetzt kein glückliches Bild auf den HTT-Superstar werfen und den Gutmenschen und Verfechtern des sauberen Tennissports für ihre Hetzkampagne gegen Roman in die Karten spielen, doch Unrechtes ist in diesem Fall nicht geschehen.

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Facebook-Hetze gegen HTT-Nr. 1 lenkt vom eigentlich defizitären ITN-System ab

Tausende von fragwürdigen Matchkaiser-Partien zieren und durchsetzen das ITN-System, und von zuständiger Seite kommt nach Jahren immer noch niemand auf die Idee, dass ihr eigentlich sinnvolles und den Tennissport durchaus förderndes System schwere Lücken und Defizite aufweist. Wer ist beispielsweise auf die kranke Idee gekommen, Streichresultate für Niederlagen einzuführen. In Wahrheit “schönen” somit alle Spieler, die Niederlagen aus ihrem ITN-Rating streichen ihren ITN-Wert, und das unter dem legalen Deckmantel einen Systems mit grassen Defiziten. Natürlich hat sich Damian Roman bei der OTC-Pressekonferenz unglücklich ausgedrückt, doch er wollte eigentlich nur kundtun, dass er zwei Matchkaiser-Partien verloren und eingetragen hat. Das hätte er gar nicht tun müssen, zumal jeder interessierte Tennisspieler im nuliga-System fündig werden könnte. Warum der HTT-Branchenprimus in die Offensive ging, und dort in die Interview-Falle tappte, hat aber andere Gründe. Seit einiger Zeit fühlen sich kritische Zeitgeister wieder einmal bemüssigt, auf Facebook eine Hetze samt unsachlicher Kritk loszulassen. Das Damian Roman in diesen Sog geriet, liegt einzig und allein an seiner exponierten Position, die er als Ranglisten-Erster von Österreichs größter Breitensport-Tenisserie inne hat. Natürlich interessiert ein vermeintlicher “Skandal” um den HTT-Superstar tausendmal mehr, als ein peinlicher ITN-Dreh der HTT-Nr. 482. Dabei ist der doppelte Matchkaiser des 34jährigen Rumänen gar nicht der eigentlich Skandal, der sich rund um die “International Tennis Number” so abspielt.

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“Wo kein Kläger da kein Richter” – dort wo sich die eigentlich massiven ITN-Skandale abspielen, schaut kein Hund hin

Der eigentliche Skandal spielt sich viel weiter unten in den Klassen ab Challenger-Niveau ab. Dort versinken manche Spieler in einem Manipulations-Sumpf, der schnellst möglich trocken gelegt gehört. Wenn Spieler vor großen und prestigeträchtigen HTT-Events mit bis zu drei Matchkasier-Partien am Tag vorstellig werden, nur um in der Stadthalle im entsprechend leichteren Turnier mitwirken zu können, wenn Akteure nachweislich und offenkundig ihre ITN mit Mehrfach-Nennungen und gezielten Aufgaben in die entsprechende Höhe “schönen”um an Preisgelder leichter ranzukommen, dann wäre es seitens der Verantwortlichen in den diversen Tennisverbänden dieses Landes höchst an der Zeit, das ITN-System zu überdenken und den Matchkaiser endlich abzuschaffen. Selbst dann freilich bleiben gewieften Spielern noch immer Türen offen, ihren ITN dorthin zu manipulieren, wo sie ihn praktischer Weise für ein entsprechendes Turnier haben möchten. Finden wir uns also damit ab, dass wir auf ITN-Ebene nicht verhindern können, wenn eifirge Spieler in ihrem ITN-Wahn zu “ITN-Betrügern” avancieren. Hören wir aber damit auf, mit Fingern auf einen ehrlichen Sportsmann zu zeigen, der wegen zwei Niederlagen gegen einen stärkeren Spieler an den Pranger gestellt wird, und in der HTT-Öffentlichkeit seine hoch verdiente und mühsam erkämpfte Reputation zu verlieren droht.