Gigantentreffen im Semifinale des 21. Mai-Masters-Series-1000-Turniers

Das Halbfinale beim Mai-Masters-Series-1000-Turnier im UTC La Ville hält für die am letzten Wochenende zahlreich erschienen Tennisfans am Altmannsdorfer Ast auch zu Beginn der neuen Woche zwei absolute Giganten-Duelle parat. Mit den Topduellen zwischen dem serbischen Ranglisten-Ersten Vladmimir Vukicevic und dem HTT-Australian-Open-Champion von 2015 Bernhard Scheidl und dem Aufeinandertreffen zwischen dem 3fachen HTT-US-Open-Sieger Damian Roman und dem serbischen HTT-Tour-Finals-Finalisten Nenad Sarcevic geht auch das Duell um die Nummer 1 der HTT-Computer-Rangliste zwischen Vukicevic und Roman in eine nächste megaspannende Runde. Das es im Semifinale des zum 21. Mal aufgelegten Sandplatzklassikers am Dr. Karl Walt Weg zum Gipfeltreffen der top 4 gesetzten HTT-Stars kommt, war aber angesichts der am vergangenen Weekend im La Ville aufschlagenden Konkurrenz keinesweg sicher. Am Ende eines wettertechnisch phantastischen Wochenendes haben sich zwar die Titel-Aspiranten durchgesetzt, doch Vukicevic & Co hatten am viertelfinalen Sonntag mehr Mühe als erwartet, um den genialen Halbfinal-Showdown perfekt zu machen. Vorallem das serbische HTT-Daviscup-Team mit den Herren Vukicevic & Sarcevic hatte mächtig zu zittern. Ein Bericht von C.L

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Spannung pur vor Giganten-Treff im Semifinale – Avanciert Damian Roman schon am heutigen Abend zur neuen Nummer 1 der Hobby-Tennis-Tour?

Das Halbfinale des 21. Mai-Masters-Series-1000-Turniers im UTC La Ville lässt für den heutigen Montag Abend wieder einmal großen Sport am Altmannsdorfer Ast erwarten. Die vier am Start befindlichen HTT-Top-Ten-Stars machen sich den dritten Masters-Series-1000-Saison-Titel untereinander aus, und versprechen für die abschließenden beiden Turniertage wieder absolutes Spitzentennis am Centercourt des UTC La Ville. Im Blickpunkt dabei steht neben attraktiven Matches und dem Einzug ins Finale des 36. Saisonturniers der unerwartet entflammte Kampf um die so prestigeträchtige und in Spielerkreisen heiß begehrte Nummer 1 der HTT-Computer-Rangliste. Und die Ansetzung der beiden Vorschluss-Runden-Kracher am “Court Central” heizt die Spannung und Dramaturgie rund um dieses epische Duell noch zusätzlich an. Denn sollte Rumäniens HTT-Leader Damian Roman die HTT-Tour-Finals-Endspiel-Revanche gegen Serbiens Nummer 2 Nenad Sarcevic erneut für sich entscheiden, dann muss Branchen-Primus Vladmir Vukicevic in der nachfolgenden Night-Session gegen Serve & Volley-König Bernhard Scheidl siegreich bleiben, um weiter die Spitzen-Position der HTT-Entry-List inne haben zu können. Für Spannung und Dramatik ist also auf jeden Fall gesorgt.

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Serve & Volley König Bernhard Scheidl möchte in der Neuauflage des Vorjahres-Semifinales gegen Vladimir Vukicevic die Schmach des damaligen 1:6, 1:6 Debakels tilgen

Und vorallem Serbiens HTT-Superstar wird sich am Montag Abend in seinem 24. HTT-Karriere-Semifinale gehörig steigern müssen, um nicht als frühzeitig entthronte Nummer 1 den Heimweg antreten zu müssen. Denn der 34jährige plagte sich am gestrigen Abend im Viertelfinale unter Flutlicht am “kleinen Centercourt” zu einem von massiven Anlaufschwierigkeiten geprägten Dreisatz-Erfolg gegen Rumäniens immer stärker werdenden Jungstar Eric Adochitei Pandelea Tudor. Ehe der sechste Sieg en suite der serbischen Nummer 1  feststand, hatte sein jugendlicher Herausforderer dem großen Titelfavoriten heftigste Gegenwehr geleistet, und sogar den ersten Satz mit 6:4 abnehmen können. Erst danach kam die Maschinerie des Titelverteidigers in Gang, und mit 6:2, 6:1 in den Folgesätzen zog Vukicevic den Kopf noch einmal aus der Schlinge. Um sich so wie im letzten Jahr erneut die Trophäe für den Titelgewinn beim Mai-Masters-Series-Turnier abzuholen, bedarf es aber im Semifinale einer erheblichen Leistungssteigerung, denn dort wartet in einer Neuauflage des letztjährigen Mai-Masters-Series-1000-Semifinales der bislang überzeugend spielende Bernhard Scheidl, der zudem die Vorjahresschmach mit dem 1:6, 1:6 Debakel sicherlich vergessen machen möchte. Der Offensivgeist aus dem Burgenland profitierte im Verlauf des Turniers aber mit Sicherheit auch vom krankheitsbedingten Ausfalles des steirischen Tour-Neulings Daniel Meier, und so artete sein viertelfinaler Auftritt am sonnenüberfluteten Centercourt gegen Sebastian Hickl eher zu einer besseren Trainingseinheit aus. In seinem 70. HTT-Karriere-Match blieb Scheidl am Ende mit 6:0, 6:3 erfolgreich.

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Nenad Sarcevic fixiert erst nach Abwehr eines Matchballes gegen Tour-Debütant Bernhard Kopinits die Neuauflage des HTT-Tour-Finals-Endspieles von 2015 gegen Damian Roman

Nicht minder attraktiv und spannend verspricht das Semifinale der unteren Tableau-Hälfte zwischen dem Ranglisten-Zweiten und 3fachen HTT-US-Open-Champion Damian Roman und dem serbischen Masters-Finalisten Nenad Sarcevic zu werden. Die Neuauflage des letztjährigen HTT-Tour-Finals-Endspieles bekommt zusätzliche Brisanz durch den Umstand, dass mit Nenad Sarcevic ausgerechnet ein Landsmann den Verbleib von Vladimir Vukicevic am Ranglisten-Thron der HTT vorzeitig absichern könnte. Doch auch für den 32jährigen aus Belgrad gilt – eine Steigerung gegenüber dem Viertelfinale muss unbedingt her! Denn der Ranglisten-Fünfte benötigte am späten Sonntag Nachmittag neben der Mobilisierung all seiner Routine und Klasse auch eine riesige Portion Glück, um sich gegen den im Turnierverlauf massiv steigernden Tour-Neuling Bernhard Kopitinis mit 6:7, 7:5, 6:1 durchzusetzen und den Sprung in die Runde der letzten Vier zu schaffen. Denn der debütierende Burgenländer erwies sich nach seinem Stotterstart über Challenger-Star Marcus Schischlik zum Auftakt des Turniers, als weitaus stärker und gefährlicher als zunächst angenommen. Der 22jährige beförderte im Achtelfinale Tour-Routinier Christoph Straninger mit 6:2, 6:4 aus dem Bewerb, und hatte im Viertelfinal-Treffen mit Nenad Sarcevic bei 7:6, 5:2 und eigenem Aufschlag die große Chance, mit einem Matchball den Semifinaleinzug gleich bei seiner HTT-Premiere zu fixieren. Doch dann half “Glücksgöttin Fortuna” auf Seiten seines Gegners mit, als Sarcevic bei einem Notreturn mit Hilfe des Netzbandes zum Punktgewinn kam.

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Damian Roman und Maximilian Berger liefern sich sehenswerten Centercourt-Fight

Einen echten Tennisleckerbissen bekamen die wieder einmal zahlreich im Publikum sitzenden La-Ville-Stammgäste zum Abschluss des super-sonningen Muttertags mit dem Schlagerspiel zwischen Damian Roman und Maximilian Berger geboten. Der 3fache HTT-US-Open-Sieger setzte sich am Ende zwar doch recht deutlich mit 7:5, 6:1 durch, doch den Namen Maximilian Berger sollten sich die HTT-Fans äußerst gut einprägen. Wenn sie das nicht ohnehin schon nach Bergers glück- und erfolgloser Heldentat im Achtelfinale des April-HTT-500-Turniers gegen den Ranglisten-Ersten Vladimir Vukicevic getan haben. Wir erinnern uns kurz zurück: Der 20jährige vom Hietzinger TV hatte gegen den serbischen HTT-Superstar in einem sehenswerten Match vier Matchbälle ausgelassen, Mitspieler und Zuschauer aber schwerstens beeindruckt. Das Berger mit den Topstars der HTT spielerisch mithalten kann, bewies der Jungstar auch am gestrigen Sonntag gegen die HTT-Nr. 2 Damian Roman. Immerhin führt “Max” im ersten Satz mit 5:4, und lieferte dem 10fachen HTT-Turniersieger auf der anderen Seite des Netzes einen genialen wie ebenbürtigen Schlagabtausch. Wo Berger noch Aufholbedarf hat, zeigte sich in der letzten Wochen immer dann, wenn die sogenannten “big point” anstanden. Egal ob gegen Vukicevic oder auch gestern gegen Damian Roman, die wenigen Chancen die man gegen die “big four” bekommt, die muss man nützen. Die mangelnde Chancenauswertung hängt aber mit Sicherheit auch mit der fehlenden Matchpraxis Bergers zusammen, zumindest im Vergleich mit der durch viele Spiele geeichten Ranglisten-Elite. “Ich bin dennoch zufrieden. Diesmal war es schon ein Viertelfinale, und die Matches mit den Topspielern hier bringen mich ganz sicher weiter”, so Berger, der seinen nächsten Angriff auf die HTT-Stars bei den HTT-French-Open Ende des Monats im UTC La Ville plant.

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Nach Titelverteidiger Vahe Malkyan scheitert auch die Nummer 1 des Mai-Challenger-Turniers Philipp Mayer vorzeitig

Machen wir noch einen Blick zum gleichzeitig stattfindenden 6. Mai-Challenger, wo es nach Titelverteidiger Vahe Malkyan mit Philipp Mayer auch die Nummer 1 des Turniers erwischt hat. Der 33jährige Oberösterreicher hatte am Sonntag Nachmittag nicht seinen besten Tag und mit der aufstrebenden HTT-Jugend seine liebe Not. Zunächst wendete der Mann aus Schärding in seinem 151. Karriere-Single mit einem 3:6, 7:5, 6:1 Erfolg über den jungen mazedonischen Qualifikanten Tarik Mustafik eine totale Blamage ab. Im Achtelfinale hatte der 4fache HTT-Turniersieger gegen Hobiger-Bezwinger Luca Petrikic dann aber mit 7:6, 4:6, 4:6 das Nachsehen. Gegner des 14jährigen im Semifnale wird Christian Vollmann sein, der nach seinem erfolgreichen Doppelpack gegen Wolfgang Rupert Muhr und Markus Hörmann mit einem eingeklemmten Nerv im Rücken kämpft und um seinen Halbfinal-Auftritt bangen muss. Das zweite Vorschluss-Runden-Duell beim 6. Mai-Challenger bestreiten der an Nummer 3 gesetzten Daniel Pfeifer und der Steier Julian Wurm. Pfeifer hatte zunächst einen Dreisatz-Fight über die Entdeckung des Turniers, den erst 12jährigen Noah Castillo aus der Dominikanischen Republik zu überstehen, ehe er zwei Mal mit 6:4 auch die Hürde Lukas Hoffmann überspringen konnte. Julian Wurm hatte zu später Stunde im La Ville wohl mehr Kraft als sein unmittelbar zuvor drei Sätze lang kämpfender Gegener Aaron Kroboth, und am Ende mit 7:5, 6:1 das bessere Ende für sich.

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