Klaus Klune auf den Spuren seines Coaches Damian Roman

Jungstar Klaus Klune hat am Dienstag Abend dem erfolgsverwöhnten TC Strebersdorf zu einem weiteren HTT-Titelgewinn verholfen und sich selbst bei seinem erst vierten Turnierstart mit dem Premieren-Titel belohnt. Der 15jährige besiegte im Generationen-Finale des 4. April-Future-Turniers im UTC La Ville den 22 Jahre älteren und als Nummer 1 gesetzten Stefan Hochhauser in einem hochklassigen Match mit 6:4, 6:0, und machte aus dem 29. HTT-Endspiel der Saison in nur 62 Minuten eine klare Angelegenheit für die an diesem Wochenende so starke Teenager-Fraktion. Klune wird sich im neuesten HTT-Entry-Ranking um satte 194 Plätze verbessern, und mit Position Nr. 401 ganz nahe ran an die Top 400 der HTT-Computer-Rangliste rücken. Ein Bericht von C.L

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Mit Klaus Klune wächst womöglich ein HTT-Star von morgen heran

Das als Nightsession bei unterkühlten Verhältnissen auf dem Centercourt des UTC La Ville stattfindende Endspiel des April-Future-Turniers hat ein für Future-Verhältnisse mehr als großartiges Match, und mit Jungstar Klaus Klune womöglich die Geburtsstunde eines großen HTT-Stars der Zukunft gebracht. Mit dem 15jährigen könnte eine echte “Type” und ein Charismatiker heranwachsen, wie sich am Dienstag Abend beim Jubel nach verwandeltem Matchball zeigte. Der Tour-Neuling ließ sich auf die Knie fallen, reckte die Arme zum Zeichen des Sieges in den Himmel und genoss sichtlich den Applaus des Publikums, der verdienter Maßen aufbrandete. Zuvor hatte sich Klune gegen den topgesetzten und äußerst kampfkräftigen Februar-Future-Champion Stefan Hochhauser in einem sehenswerten Future-Endspiel nach nur 62 Minuten mit 6:4, 6:0 durchgesetzt, und sich mit seinem 10. HTT-Karriere-Einzelsieg zum 343. HTT-Siegergesicht der Geschichte gekürt.

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Stefan Hochhauser im ersten Satz ebenbürtig und in Durchgang 2 weit unter Wert geschlagen

18 Winner bei 18 unerzwungenen Fehlern, mit dieser ausgeglichenen Bilanz avancierte Klaus Klune an einem zwar trockenen aber doch recht kalten Tennisabend zum Nachfolger von Jozef Adam als April-Future-Champion. Das der finale Schlagabtausch im Duell der Generationen zu einem der besten auf Future-Ebene überhaupt wurde, lag aber auch an Stefan Hochhauser, der am Ende mit der “Null” im zweiten Satz ergebnistechnisch doch weit unter Wert geschlagen wurde. Weil der 37jährige vorallem im ersten Satz eine starke Vorstellung ablieferte, und seinem jugendlichen Kontrahenten 39 Minuten lang eindrucksvoll Paroli bot. In diesem ersten Satz hatten beide Akteure je zwei Mal ihr Service abgegeben, ehe Hochhauser bei 4:5 mit eigenem Aufschlag unter Druck kam, und schließlich mit einem Rückhand-Patzer den Verlust von Durchgang 1 selbst besiegelte. Damit schien die Luft beim topgesetzten Wiener raus, denn Hochhauser machte in den folgenden 22 Minuten des zweiten Satzes kein Game mehr. Damit versäumte der 37jährige die durchaus realistische Möglichkeit, als dritter Spieler im Jahr 2016 nach Marcus Schischlik und Vladimir Vukicevic einen zweiten HTT-Saisontitel zu gewinnen.

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Die Stimmen zum Endspiel beim 4. April-Future-Turnier 2016

“Über diesen Teller wird sich meine Frau freuen”, lachte der unterlegene Hochhauser bei der Siegerehrung, während Klaus Klune noch ein bißchen steif die Trophäe in die Kameras hielt. “Ich bin überwältig und freue mich riesig über diesen Titel”, strahlte der 15jährige bei der abschließenden Pressekonferenz. “Die Platzverhältnisse waren sehr gut, der erste Satz war echt hart, und ich denke, dass ich  mich mit dem Game zum 5:4 richtig “rausgehaut” habe. Da war ich 0:40 zurück und konnte dieses Spiel doch noch gewinnen. Ab dem Moment habe ich wirklich stark und druckvoll gespielt”, so der frischgebackene April-Future-Champion, der sich sehr selbstbewusst und eloquent beim Interview zeigte. Auf die Frage, welchen Anteil sein Coach Damian Roman an diesem heutigen Finalsieg habe, antwortete der Jungstar: “Er hat mir vor dem Finale Tipps gegegeben, aber das Fein-Tuning habe ich selbst gemacht”. Und nach Zielen befragt gab Klune zu Protokoll: “Also ich würde gerne noch ein Future-Turnier gewinnem, und dann bei den Challenger-Turnieren angreifen. Und ein Grand-Slam-Turnier möchte ich heuer auch noch spielen”, so der 15jährige.

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