Robert Heuberger fordert Theo Berger im Rookie-Finale des April-HTT-150-Turniers

Mit einem Duell zweier Final-Debütanten geht am Dienstag Abend (ab 20 Uhr LIVE auf www.hobbytennistour.at) die 6. Auflage des April-HTT-150-Turniers und damit die Hallensaison 2015/2016 im UTC La Ville zu Ende! Im Kampf um die Titel-Nachfolge des diesmal durch Abewesenheit glänzenden Vorjahressiegers Stephan Böhm stehen sich mit Theo Berger und Robert Heuberger zwei “Hard Hitter” gegenüber, die ein sehenswertes 26. HTT-Saisonfinale garantieren sollten. Während der topgesetzte Theo Berger im Halbfinale der oberen Tableau-Hälfte die Siegesserie des zuletzt sieben Matches in Folge ungeschlagenen Marcus Schischlik beendete, und mit einem 6:4, 7:6 Erfolg weiter ohne Satzverlust blieb, hat Robert Heuberger am Montag Abend im zweiten Semifinale seinen ersten Satz im Verlauf des Turniers auf dem Weg in sein Premieren-Endspiel abgegeben. Der 21jährige rang mit Jürgen Brunner die Nummer 2 des Turniers in drei Sätzen mit 2:6, 6:2, 6:2 nieder. Ein Bericht von C.L

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Robert Heuberger feiert gegen Jürgen Brunner seinen 25. HTT-Einzelsieg und den ersten Finaleinzug seiner Karriere

Robert Heuberger hat am Montag Abend für die Überraschung beim April-HTT-150-Turnier im UTC La Ville gesorgt, und sich erstmals überhaupt in seiner HTT-Karriere für ein Endspiel qualifiziert. Der 21jährige in Diensten des WAT Liesing setzte sich in einem abwechslungsreichen und kurios verlaufenden Match nach nur 1:13 Stunden Spielzeit mit 2:6, 6:2, 6:2 gegen den an Nummer 2 gesetzten Jürgen Brunner vom TC Angern durch, und feierte im 55. Match seinen 25. HTT-Karriere-Einzelsieg. Dabei schien zunächst Heubergers Gegner die besser Karten in der Hand zu halten. Brunner – mit 31 Jahren übrigens der Senior unter den vier Halbfinalisten – hatte nach lediglich 21 gespielten Minuten nicht nur einen verdammt starken Eindruck hinterlassen, sondern Durchgang 1 ganz souverän mit 6:2 für sich entschieden. Bei eigenem Aufschlag – u.a mit drei Assen – ungefährdet, nahm der September-HTT-150-Champion seinem Gegenüber den Aufschlag zwei Mal ab, und schien zielstrebig in Richtung Karriere-Finale Nr. 3 zu steuern, während sich Heuberger – eigentlich als guter und starker Aufschläger bekannt – beim Service alles andere als geschickt anstellte, und alleine mit drei Doppelfehlern im letzten Game des ersten Satzes negativ in Erscheinung trat.

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Robert Heuberger könnte mit Titelgewinn für die erst fünfte erfolgreiche Vater-Sohn/Tochter-Siegerpaarung der Open Era sorgen

Auch am Return hatte Heuberger den ganzen ersten Satz lang nichts zu bestellen, ehe er aus dem Nichts und beim Stand von 1:1 im zweiten Durchgang plötzlich seine ersten Break-Chancen angeboten bekam. Im dritten Versuch klappte es dann letztlich, als Brunner eine Rückhand ins Out beförderte, und damit die Wende in diesem Semifinal-Duell selbst einleitete. Denn während Heuberger fortan bis zum Ende des Matches kein einziges seiner Aufschlagspiele mehr abgab, kassierte Brunner pro weiterem Satz jeweils zwei ärgerliche Breaks. Der Niederösterreicher hatte am Ende ein Spiel aus der Hand gegeben, das er eigentlich sicher kontrolliert hatte, und für dieses bittere Aus bei der anschließenden Pressekonferenz auch eine Erklärung parat: “Ich habe im ersten Satz sehr gut gespielt und hervorragend serviert für meine Verhältnisse. Im zweiten Durchgang habe ich beim Service nachgelassen, und damit habe ich den Gegner stark gemacht. Mit Fortdauer der Partie konnte ich auch körperlich nicht mehr zusetzen, und so habe ich verdient verloren”, äußerte sich Jürgen Brunner nach verpasstem dritten HTT-Karriere-Finale. “Ich habe gut gespielt und freue mich sehr über meinen Sieg”, strahlte derweil Robert Heuberger nach seinem 25. HTT-Karriere-Einzelsieg. Übrigens: Sollte Robert Heuberger am Dienstag Abend das Endspiel des April-HTT-150-Turniers gewinnen, dann würde er zum fünften Mal in der HTT-Geschichte seit 1990 dafür sorgen, dass sich Vater und Sohn bzw. Tochter in der umfangreichen HTT-Siegerliste gemeinsam verewigen würden. Papa Norbert feierte vor 9 Jahren neben seinen 11 Doppel-Titeln auch zwei Single-Erfolge auf HTT-250er-Ebene. Nach Fritz und Marcel Pliemitscher, Karl und Tamara Pater, Claus Lippert und Christopher Scharrach sowie Walter und Ines Kreilinger wären die “Heubergers” also die fünfte erfolgreiche Vater-Sohn/Tochter-Kombination der Open Era.

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Topgesetzter Theo Berger beendet mit glanzlosem Sieg den Erfolgslauf des Marcus Schischlik

Derweil ging im Semifinale der oberen Tableau-Hälfte des April-HTT-150-Turniers die Siegesserie von März-Challenger-Champion Marcus Schischlik zu Ende. Der erst 15jährige Theo Berger verhinderte mit einem in 78 Minuten errungenen 6:4, 7:6 Erfolg den achten Einzelsieg des Ranglisten-Achtundzwanzigsten in Serie, und qualifizierte sich ohne Satzverlust aber auch ohne glanzvoll aufzutreten für sein erstes HTT-Karriere-Finale. Auch im zweiten Halbfinale hatte der letztlich Besiegte den besseren Start zu verzeichnen. Schischlik nahm dem mit einem Doppelfehler startenden Berger zu Null dessen Service ab, während er selbst seine ersten beiden Aufschlagspiele ganz sicher und souverän zu einer 3:1 Führung nützte. Eine gerissene Saite unterbrach dann den Spielfluss des 20jährigen vom TC Bambini Wien, der vorallem beim Service schwächelte, und in der Folge vier Breaks en suite kassierte. Damit war nicht nur der erste Satz nach 31 gespielten Minuten verloren gegangen, sondern Schischlik hatte sich mit früh eingehandeltem Break zum 0:2 auch in eine schwierige Ausgangslage für Durchgang 2 manövriert. Die Partie schien frühzeitig gelaufen und in einem klaren Sieg von Berger zu enden, als der 15jährige dieses frühe Break zum 3:0 bestätigt hatte. Das es am Centercourt des UTC La Ville am Ende statt einem Debakel Schischliks noch eine spannende Tie-Break-Entscheidung zu sehen gab, lag einerseits am Kampfgeist des trotzdem gar nicht gut spielenden Marcus Schischlik, vorallem aber an einer grottenschlechten Aufschlagleistung des an “Eins” gesetzten Theo Berger. Der Jungstar vom Heeres TC brachte es doch in der Tat fertig, nach seiner 3:0 Zwischenführung kein einziges seiner folgenden vier Aufschlagspiele zu gewinnen. So reichte Schischlik ein gehaltenes Service-Game zum 5:5, um sich schließlich in den Tie-Break zu retten. Dort spielte Berger dann aber seine Klasse aus, und zog mit 6:4, 7:6 (7:2) ins Finale des 6. April-HTT-150-Turniers ein.

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