Zufriedene Achtelfinal-Verlierer beim ersten Grand-Slam-Turnier 2016

Damian Roman, Peter Klager, Martin Zehetner, Ignacio Martin, Philipp Wiegele, Andreas Trinko. Florian Kopf, Lukas Planteu, Patrick Wiesmühler, Renee Glatzl, Harald Schachinger, Lukas Matic, Mario Frühauf, Philipp Jahn, Florian Brunner, Peter Rössel, das ist nicht etwa die Liste der heurigen Achtelfinalisten bei der Jubiläums-Auflage der HTT-Australian-Open, sondern ein äußerst prominenter und hochkarätiger  Auszug jener HTT-Stars, die beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres durch Abwesenheit glänzen. Mit 51 Spielern unter ITN 4,9 ist die mit 120 Teilnehmern aus 14 Nationen bestückte 25. Ausgabe des Jänner-Grand-Slam-Turniers aber dennoch fantastisch besetzt. Und trotz massivem Favoritensterben in den ersten vier Turniertagen gab es ab dem Achtelfinale großartiges Tennis im UTC La Ville zu bestaunen. Ein Bericht von C.L

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Filip Markovic verliert zwar sein 100. HTT-Karriere-Match, gewinnt aber erstmals überhaupt drei Matches in Serie bei einem HTT-Major

Im Achtelfinale eines Turniers auszuscheiden, das ist über das Jahr gesehen für viele HTT-Spieler eine bittere Pille und in vielen Fällen zudem ein wenig zufriedenstellendes Resultat. Nicht so an diesem Wochenende bei den HTT-Australian-Open, wo ein Achtelfinal-Aus in einem sensationell besetzten Turnier schon drei Siege in den Runden zuvor voraussetzt. Und so gab es eine Menge zufriedener Gesichter an diesem dritten HTT-Saison-Weekend, wie beispielsweise jenes von Filip Markovic. Der 21jährige musste sich zwar in Runde 4 und in seinem 100. HTT-Karriere-Match dem an Nr. 4 gesetzten Jänner-HTT-500-Champion Christoph Beutler mit 1:6, 4:6 geschlagen geben, konnte danach aber dennoch über das beste Grand-Slam-Ergebnis seiner Laufbahn jubeln. Erstmals überhaupt gewann der Neo-Donaufelder bei einem Major-Event drei Matches in Serie, nachdem er zuvor in seiner kompletten Grand-Slam-Historie insgesamt lediglich fünf Siege einfahren konnte. Vier Grand-Slam-Starts in Folge war der für Serbien HTT-Daviscup spielende Jungstar sieglos geblieben, ehe er dieser Tage erstmals seit den HTT-French-Open 2014 wieder Höhenluft bei einem großen Event schnuppern konnte. Paul Eder, Matthias Hason und Marcus Schischlik hatten kein Rezept gegen den 21jährigen, wobei Hason in seinem Zweitrunden-Duell mit Markovic bei einer 5:2 Führung im dritten Satz eigentlich den Platz als Sieger hätte verlassen müssen.

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Sensations-Debütant Maximilian Berger wird nach Triumph über Philipp Schneider erst im Achtelfinale von Lukas Prüger gestoppt

Ein fantastisches Debüt auf der Hobby-Tennis-Tour – und das noch dazu auf Grand-Slam-Ebene – kann man mit Sicherheit auch Maximilian Berger attestieren. Der 19jährige vom Hietzinger TV überraschte mit einem aufsehenerregenden Achtelfinaleinzug, den im Vorfeld wohl niemand erwartet hätte. Mühte sich der Tour-Neuling in Runde 1 noch gegen Doppel-Spezialist Robert Gravogl zu einem Abbruchsieg, ließ er in Runde 2 im Duell zweier HTT-Debütanten gegen den höher eingeschätzten Gerd Heindl mit einem 6:4, 6:3 Erfolg erstmals seine große Klasse aufblitzen. In Runde 3 sorgte Berger dann mit seinem Zweisatzerfolg über den 13fachen HTT-Champion Philipp Schneider für die absolute Sensation des Grand-Slam-Saison-Auftakts. Erst im Achtelfinale ereilte Berger nach drei engen Sätzen gegen Lukas Prüger das Aus. “Ich bin mit meinem Abschneiden beim ersten Turnier sehr zufrieden. Am Ende bin ich heute auch schon ein bißchen müde geworden, aber insgesamt hat das hier auf der HTT mörderisch Spaß gemacht. Ich komme ganz sicher wieder”, verabschiedete sich der 21jährige Überraschungsmann aus Hietzing.

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Patrick Meinhart – erstes Grand-Slam-Achtelfinale seit September 2011 beim 140. Turnierstart auf der Hobby-Tennis-Tour

2007 stand er schon einmal im Viertelfinale der HTT-Australian-Open, damals setzte es nach Siegen über Florian Dinter und Stanislav Perepelkin ein 1:6, 2:6 Viertelfinal-Debakel gegen Deutschlands damalige Nr. 1 Robin Douglas. Seither gab es für Patrick Meinhart beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nichts mehr zu gewinnen. Nach Auftaktpleiten gegen Thomas Müller (2008) und Christopher Caesar (2009) verabschiedete sich Meinhart vom Jänner-Grand-Slam-Turnier, ehe er am vergangenen Wochenende nach sieben Jahren wieder bei den HTT-Australian-Open aufschlug. Und das noch dazu mit großem Erfolg, denn der 25jährige vom TC Top Serve krönte sein Comeback und seinen 140. HTT-Karriere-Turnierstart mit einem Sensationserfolg über Top-20-Mann Stefan Grubmüller samt dem ersten Grand-Slam-Achtelfinaleinzug seit September 2011. “Eigentlich hatte ich im Vorfeld lange Zeit überlegt, ob es in meiner Verfassung wirklich Sinn macht, bei einem Grand-Slam-Turnier mitzuspielen. Jetzt bin ich froh, zugesagt zu haben”, lächelte Meinhart.