Vladimir Vukicevic mit erstem Titel seit Juni wieder neue Nr. 1 der HTT

Mit dem Selbstvertrauen eines HTT-Masters-Series-1000-Turniersieges und mit dem rückeroberten Status “Nummer 1 der HTT zu sein”, wird Serbiens Superstar Vladimir Vukicevic seine dritte Masters-Teilnahme von 26. November bis 3. Dezember 2015 im UTC La Ville in Angriff nehmen. Der 34jährige aus Sombor kehrte am späten Mittwoch Abend mit seinem Final-Triumph beim 20. November-Masters-Series-1000-Turnier nicht nur nach fast fünf Monaten Pause zurück in die Siegerlisten, sondern bestieg auch wieder den vor eineinhalb Monaten kurzfristig geräumten Ranglisten-Thron der Hobby-Tennis-Tour. Der 2fache HTT-Wimbledonsieger aus Serbien setzte sich in einem phasenweise hochklassigen und 1:27 Stunden dauernden Endspiel gegen Christoph Beutler mit 6:1, 3:6, 6:1 durch, und revanchierte sich damit auch erfolgreich für die bittere HTT-Wimbledon-Semifinal-Niederlage im vergangenen Sommer. Ein Bericht von C.L

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Mit gelungener Revanche für die bitterste Niederlage seiner HTT-Karriere, gelang Vladimir Vukicevic der 9. Turniersieg seiner Karriere, womit er wieder erfolgreichster internationaler HTT-Spieler ist

Rückblick zurück in den heurigen Sommer, genaugenommen zum 13. Juli 2015. Ein Datum, das Vladimir Vukicevic noch sehr lange in Erinnerung behalten wird, zumal es ihm die wohl bitterste Niederlage seiner Karriere bescherte. Im Halbfinale des HTT-Wimbledon-Turniers musste sich Vukicevic auf dem Weg zum angepeilten HTT-Wimbledon-Hattrick einem entfesselt spielenden Christoph Beutler mit 2:6, 3:6 geschlagen geben, und obendrein nach 29 Rasen-Siegen in Serie erstmals wieder das Gefühl einer Niederlage erleben. Zumindest zum Teil hat Serbiens Rasenkönig diese Schmach am vergangenen Mittwoch spät nachts getilgt. In der finalen Night-Session des letzten Masters-Series-1000-Turniers 2015, bezwang Vukicevic im dritten direkten Duell mit Beutler erstmals den 31jährigen von der Marswiese, und bejubelte “endlich” wieder einen Turniersieg auf der Hobby-Tennis-Tour. Und einen besonderen noch dazu, denn für den 34jährigen war es der 9. Titelgewinn seiner Karriere, womit er ab sofort wieder alleine der erfolgreichste internationale HTT-Spieler vor Stadthallensieger Damian Roman aus Rumänien mit 8 Turniersiegen ist. Mit seinem dritten Saison-Triumph und seinem insgesamt 6. Erfolg auf HTT-Masters-Series-1000-Ebene schob sich der serbische Ausnahmekönner in der ewigen Bestenliste aller “1000er-Sieger” auf Platz 4 zum ebenfalls bei 6 HTT-1000er-Titeln haltenden Martin Kova vor. Mit dem 23. Turniersieg Serbiens, brachte er zudem sein Heimatland wieder an das führende Deutschland (25 Turniersiege) näher heran.

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27. Mal in Serie mindestens im Viertelfinale auf allerhöchster HTT-Ebene – Vukicevic nach 6 Wochen Pause verdient zurück auf dem Ranglisten-Thron und auch am Jahresende die Nummer 1 der Hobby-Tennis-Tour

Fantastisch aus Vukicevic-Sicht ist aber natürlich der Umstand, dass sich der frischgebackene November-Masters-Series-1000-Champion mit seinem 9. Karriere-Erfolg zurück an die Ranglisten-Spitze katapultieren konnte. Nur 6 Wochen nachdem der 34jährige den Ranglisten-Thron räumen und Philipp Schneider überlassen musste, kehrte “Vladi” zum dritten Mal in seiner großartigen Laufbahn zurück auf die prestigeträchtige “Eins” der hochgejazzten Hobby-Tennis-Tour. Und das obendrein in höchst überlegener Manier, hat sich Vukicevic bei seinen 12 Saisonstarts doch gewaltige 7.020 Ranglisten-Punkte erspielt, die so nebenbei dafür garantieren, dass Vukicevic auch am Jahresende von der Nummer 1 Position der größten österreichischen Breitensport-Tennis-Serie lachen wird. Zum ersten Mal in seiner Karriere, und das hoch verdient, wie eine weitere ganz interessante und äußerst beachtliche Statistik untermauert. 27 Mal in Serie erreichte Vladimir Vukicevic bei 500er, 1000er und Grand-Slam-Events zumindest das Viertelfinale. Konstanter war in den letzten beiden Jahren kein Spieler.

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Beutler muss trotz abgelegtem Masters-Quali-Stress und blütenweißer Head to Head Bilanz die erste Niederlage gegen Vukicevic hinnehmen

Den vorerst letzten großen “Coup” landete Serbiens Superstar am letzten Mittwoch im Endspiel des 20. November-Masters-Series-1000-Turniers gegen Christoph Beutler. Der wiederum war trotz der anstrengenden Wochen in Sachen Masters-Qualifikation höchst motiviert, sich endlich einmal eine dieser herrlichen Trophäen zu sichern, die die Sieger der großen HTT-Events in den letzten Wochen in schöner Regelmäßigkeit vor seinen Augen aus der Halle trugen. Und die Chancen standen gar nicht schlecht, hatte er doch am Tag zuvor den Druck der Masters-Quali mit seinem Semifinal-Erfolg über Serbiens Nr. 2 Nenad Sarcevic ablegen können, und zudem die blütenweiße Head to Head Bilanz von 2:0 mental als Motivationsschub auf seiner Seite. Erst vor einer Woche hatte Beutler gegen Vukicevic im Semifinale des Oktober-Masters-Series-1000-Turniers unter Beweis gestellt, wie sehr ihm das Spiel des Serben eigentlich liegt. Doch in der Night-Session am Mittwoch Abend erwischte der müde wirkende Beutler nicht seinen besten Tag, während Vukicevic vorallem in den Sätzen 1 und 3 ganz groß aufspielte.

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Vukicevic-Gala in den Sätzen 1 und 3

In lediglich 22 Minuten hatte Vukicevic den ersten Satz mit zwei Breaks zum 3:1 und 5:1 mit 6:1 für sich entschieden, und dabei eine makellose Vorstellung abgeliefert. 80 Prozent an ersten Aufschlägen, 10:3 Winner, deutlich weniger Eigenfehler als sein Gegenüber, dazu bei allen seinen 5 Netzangriffen erfolgreich und mit 2 aus 2 auch höchst effizient beim Nützen seiner Break-Chancen, es war eine kaum besser vorzutragende Gala-Vorstellung des designierten Ranglisten-Ersten. In nur 14 Minuten gelang Beutler aber die zwischenzeitliche Wende dieses letzten Saison-Matches auf Masters-Series-1000-Ebene. Mit einem Ass eröffnete er den zweiten Satz, sicherte sich zwei schnelle Breaks zum 4:0, und ließ sich auch nicht aus der Konzentration bringen, als Vukicevic mit dem Re-Break zum 1:4 eine kurzfristige Aufholjagd startete. Nach weiteren 34 Minuten hatte Beutler mit 6:3 zum 1:1 in Sätzen ausgeglichen, und die Hoffnungen auf seinen dritten Sieg im dritten Duell mit Vukicevic am Leben gehalten. Exakt 30 Minuten dauerten diese Hoffnungen noch an, dann hatte Vukicevic mit einem weiteren grandios gespielten Satz für letztlich klare Verhältnisse gesorgt. Das Break zum 3:1 brachte die Entscheidung, Vukicevic die nötige Sicherheit, während Beutler auch kräftemäßig nichts mehr zuzusetzen hatte.

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