Samba-Server sorgt für Mega-Sensation bei HTT-Erste Bank Open

Zwei Tage nach dem Überraschungs-Aus des Ranglisten-Ersten Philipp Schneider hat das HTT-Erste Bank Open 500-Turnier im UTC La Ville eine Mega-Sensation erlebt. Der 2fache HTT-French-Open-Champion Victor Stabrawa erlebte am Sonntag Abend in Runde 2 ein “böses Deja-vu” in Sachen “früher Niederlagen gegen vermeintliche Underdogs”. Nur knapp drei Wochen nachdem sich der HTT-Sandplatzkönig beim September-Masters-Series-1000-Turnier eine bittere Auftaktpleite gegen Hans Kunst eingefangen hatte, rutschte der Ranglisten-Siebente vom WAT Ottakring auch in der frühen Turnierphase der HTT-Erste Bank Open aus. Der 23jährige Wiener musste sich sensationeller Weise dem brasilianischen Außenseiter mit dem klingenden Namen Reginaldo Dos Santos Silva Junior 4:6, 6:1, 4:6 geschlagen geben, und verabsäumte damit auch, sich wichtige Punkte im Kampf um sein angepeiltes Masters-Ticket zu sichern. Ein Bericht von C.L

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Reginaldo Dos Santos gewinnt erstmals überhaupt gegen einen Top-Ten-Spieler der Hobby-Tennis-Tour

Ein Samba-Server hat am Sonntag Abend für die bislang größte Sensation der HTT-Erste Bank Open 500 gesorgt. Reginaldo Dos Santos Silva Junior – unter Kollegen kurz “Regi” genannt, warf als krasser Außenseiter gestartet den amtierenden HTT-French-Open-Champion Victor Stabrawa nach knapp mehr als zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 6:4, 1:6, 6:4 aus dem Bewerb, und feierte damit den bislang größten und wichtigsten Sieg seiner HTT-Karriere. Im 31. Anlauf gelang dem 39jährigen Südamerikaner der erste Erfolg über einen Top-Ten-Mann, der Dos Santos den unerwarteten Einzug ins Achtelfinale der HTT-Erste Bank Open bescherte.

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“formidable” – Brasilianischer Sensationsmann im Interview

“formidable” diktierte der Sensationssieger bei der anschließenden Pressekonferenz dem Veranstalter in dessen Notizblock, und konnte es gar nicht wirklich fassen, den im Vorfeld dieser Partie für ihn eigentlich nicht schlagbaren Gegner bezwungen zu haben. Rundum glücklich über den gelungenen Sensations-Coup, zeigte sich der Brasilianer mit seiner spielerischen Performance aber gar nicht zufrieden. “Ich habe schon bessere Matches gespielt, allerdings auch verloren. So ist es mir aber lieber”, lachte Dos Santos, der sich nun im Kampf um einen Platz im Viertelfinale mit dem serbischen Jungstar Nemanja Dejanovic messen muss. “Es läuft derzeit einfach nicht rund. Mir fehlt die Länge in meinen Schlägen, und speziell mit der Vorhand mache ich aktuell sehr viele Fehler. Dos Santos hat aber auch gut gespielt”, analysierte der geschlagene HTT-French-Open-Champion gewohnt nüchtern den 145. Karriere-Auftritt seiner HTT-Laufbahn.

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