Schneider in Favoritenrolle für hochkarätige HTT-Erste Bank Open 500

Neun Monate oder 105 ausgetragene Single-Turniere ist das Tennisjahr 2015 alt, und ehe die rekordverdächtige Jubiläums-Saison auf der Hobby-Tennis-Tour mit sechs spannenden Turnier-Wochenenden zu Ende geht, steht in den kommenden 14 Tagen mit der 2. Auflage der HTT-Erste Bank Open im UTC La Ville und der Wiener Stadthalle noch eines der ganz großen Saison-Highlights auf dem Programm. Mit 8 Stars aus den aktuellen Top Ten der HTT-Entry-List und einer breit gefächerten Phalanx an großartigen Tennisspielern, macht sich ein insgesamt hochkarätigst besetztes Teilnehmerfeld ab Samstag auf, einen der beiden heiß begehrten Endspielplätze zu ergattern. Diese berechtigen die Inhaber nämlich zu einem ganz exklusiven Tenniserlebnis mit garantiertem ATP-Flair. Der Topfavorit auf diesen so exquisiten Titel heißt Philipp Schneider. Ein Bericht von C.L

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Philipp Schneider nach 4 Saisonsiegen und der Rückkehr auf die Nummer 1 Position der große Erste-Bank-Open-500-Titelfavorit

Seine zweite volle Saison auf der Hobby-Tennis-Tour war bislang zwar von einigen Tiefschlägen auf Grand-Slam-Ebene geprägt, – immerhin kam Schneider bei den vier Saison-Majors nur einmal über das Achtelfinale hinaus – insgesamt aber doch mehr als zufriedenstellend. Mit 4 Saisonerfolgen ist Schneider aktuell der – an Titeln gemessen – erfolgreichste Spieler des Jahres, und zuletzt mit seinem 13. Karriere-Triumph auch an die Spitze der HTT-Computer-Rangliste gestürmt. Vorallem die zuletzt steil nach oben zeigende Formkurve der letzten Wochen sorgt aber dafür, dass der  35jährige Niederösterreicher als großer Favorit in die am Samstag beginnenden HTT-Erste Bank Open im UTC La Ville geht. Zusätzliche Motivation dürfte der 2fache Masterssieger auch noch aus dem Umstand schöpfen, dass er sich im Vorjahr bei der Premiere dieses Mega-Events bereits vorzeitig im Viertelfinale verabschieden musste. Der Kreis an aussichtsreichen Herausforderern ist allerdings trotz der verletzungsbedingten Absage von Peter Klager (hobbytennistour.at hat berichtet) so groß wie noch nie in diesem Jahr.

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Nimbus der Unbesiegbarkeit ist weg – Serbiens Rasenkönig Vladimir Vukicevic hofft auf eine Finalteilnahme in der Wiener Stadthalle

Erster Herausforderer auf dem Papier ist Rasenkönig Vladimir Vukicevic. Der an Nummer 2 gesetzte Serbe hat heuer so viele Ranglistenpunkte wie kein zweiter Spieler im Circuit gesammelt, und führt mit zwischenzeitlich 5.480 eroberten Punkten auch die Jahreswertung “Race to La Ville” souverän an. Dem 34jährigen aus Sombor, der im Mai und Juni zwei Masters-Series-1000-Turniere für sich entscheiden konnte, fehlte zuletzt allerdings die Konstanz. Sein bestes Tennis über mehrere Matches während eines Turniers abzurufen, gelang dem 2fachen HTT-Wimbledon-Champion schon länger nicht mehr, und der verloren gegangene Nimbus des unbesiegbaren Rasenkönigs, machte die zuversichtlich agierende Konkurrenz zuletzt noch gefährlicher. In seinem 25. Karriere-Turnier hofft der mit 8 Titeln erfolgreichste internationale HTT-Spieler der Geschichte aber zumindest auf einen “finalen Auftritt” in der Wiener Stadthalle. “Das ist mein erklärtes Ziel, und das wäre schon ein richtig geiles Erlebnis”, so der Ranglisten-Zweite aus Serbien.

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Beste Bedingungen für HTT-Australian-Open-Sieger Bernhard Scheidl

Ein Dach über dem Kopf, einen schnellen Teppich unter den Beinen, und schon es heißt höllisch aufpassen für die Konkurrenten jenes Mannes, der im heurigen Jänner beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres die Hobby-Tennis-Szene dieses Landes überraschte. Die Rede ist vom amtierenden HTT-Australian-Open-Champion Bernhard Scheidl, der mit seiner permanent vorgetragenen Serve & Volley-Kunst ganz sicher zum Aufsteiger des Jahres avanciert ist. Zu Jahresbeginn als Nr. 511 gestartet, sprengte der 29jährige Burgenländer zuletzt beim Semtember-Masters-Series-1000-Turnier mit seinem siebenten Semifinale in dieser Saison sogar die “big four” der hochgejazzten Hobby-Tennis-Tour. Ob dem Offensiv-Künstler vom Neusiedler See erneut ein Husarenstück wie im Jänner gelingt, bleibt freilich abzuwarten.

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HTT-US-Open-Sieger Damian Roman peilt 10. Karriere-Finale an

Der womöglich heißeste Schneider-Gegner im Titelkampf beim 2. HTT-Erste-Bank-Open 500-Turnier ist Rumäniens Damian Roman. Der 3fache HTT-US-Open-Champion, der heuer bereits drei seiner insgesamt 7 HTT-Karriere-Titel eroberte, geht nach seinem gelungenen Titel-Hattrick beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres ziemlich entspannt in den Rest einer bereits mehr als gelungenen Saison. Das Unternehmen “HTT-US-Open–Triplepack” hatte für 2015 oberste Priorität, und mit dem Erreichen des großen Saisonzieles, dürfte der 33jährige aus Negresti Oas in mentaler Hinsicht am “lockersten” in das Mega-Event “HTT-Erste Bank Open 500” starten. Sollte der Ranglisten-Vierte zudem das Endspiel in der Wiener Stadthalle erreichen, dann wäre es sein 10. Finale auf der Hobby-Tennis-Tour. Und dieses “magische Endspiel” am Vogelweidplatz hat für Damian Roman noch einen weiteren Reiz, sind doch seine Frau und auch seine Schwägerin als Chefin der Ballkinder eng mit dem ATP-Turnier in Wien verbunden.

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Kitzbühel-Sieger Martin Zehetner weiß wie man große Events gewinnt

Mit zwei Finaleinzügen beim September-Masters-Series-1000-Turnier und bei den Zistersdorf Open, ist Martin Zehetner am letzten September-Wochenende mitten hinein in die Top 8 der Jahreswertung “Race to La Ville” und damit auch in den Blickpunkt für das anstehende HTT-Erste-Bank Open 500-Turnier gestürmt. Der 34jährige Niederösterreicher gilt alleine aufgrund seines vorhandenen Potentials als aussichtsreicher Kandidat auf einen Platz im Finale, allerdings kämpft der für Deutsch Wagram spielende Ranglisten-Sechste auch immer wieder mit groben Aussetzern. So passiert heuer bei den HTT-French-Open, als er im Semifinale von Peter Klager in nur 61 Minuten mit 1:6, 0:6 deklassiert wurde, und mit 54 unerzwungenen Eigenfehlern negativ auffällig wurde. Ein ähnliches Missgeschick widerfuhr dem routinierten Niederösterreicher vor eineinhalb Wochen im Endspiel des September-Masters-Series-1000-Turniers, wo er gegen Philipp Schneider in 72 Minuten mit einer grottenschlechten Leistung am vierten Karriere-Titel vorbeischrammte. Wie man bei den speziellen HTT-Events allerdings erfolgreich zu Werke geht, hat Martin Zehetner heuer im August gezeigt, wo er am “Küchenmeister” in Kitzbühel zum Titelgewinn ausholte.

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HTT-French-Open-Gewinner Victor Stabrawa will sich für Auftakt-Ausrutscher beim September-Masters-Series-1000-Turnier rehabilitieren

Unter dem Motto “Wiedergutmachung” steht derweil der Auftritt von HTT-French-Open-Sieger Victor Stabrawa. Der 23jährige Wiener leistete sich beim letzten HTT-1000er-Turnier der Freiluftsaison im UTC La Ville einen fatalen und in drei Sätzen ausgefallenen Auftakt-Ausrutscher gegen Hans Kunst, und brachte sich damit auch für den Rest der verbleibenden Hallensaison in eine schwierige Ausgangsposition. Immerhin will der 2fache HTT-Grand-Slam-Champion am Jahresende auch zum großen Saisonfinale der besten acht HTT-Spieler, und dazu heißt es nach der Nullnummer beim letzten Sandplatzturnier des Jahres nun auf den Teppich-Courts des UTC La Ville mit brauchbaren Resultaten Boden gut zu machen. Am besten natürlich gleich beim prestigeträchtigen HTT-Erste Bank Open 500-Turnier, wo Stabrawa im Falle eines Erfolges den 10. Karriere-Titel bejubeln dürfte.

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Was hat Power-Server Florian Kopf nach seiner Donaufeld-Gala drauf, und aufgepasst auf Tour-Newcomer Philipp Wiegele

Hinter den Top 6 dieses Mega-Events lauert aber eine beinahe unfassbar starke Meute an potentiellen Gegnern, aus der noch der ein oder andere Spieler herausragt. So darf man gespannt sein, was beispielsweise Donaufeld-Sieger Florian Kopf nach seiner Sensations-Gala beim September-HTT-500-Turnier zu leisten im Stande ist. Wie gelingt dem Power-Server die Umstellung auf Teppich, und wie konstant kann der 23jährige vom Schwechater TC sein bestes Tennis abrufen? Ein ganz interessanter junger Mann ist auch Alexander Schager. Der steirische HTT-US-Open-Finalist fühlte sich zuletzt auf der Hobby-Tennis-Tour schon richtig wohl, und kratzt als aktuelle Nummer 10 im “Race to La Ville” schon mächtig an den für einen Mastersstartplatz nötigen ersten acht Ranglisten-Plätzen. Auch wenn der letzte Titelgewinn schon einige Zeit zurück liegt, und vom Mai 2013 datiert, so muss man HTT-Olympiasieger Patrick Wiesmühler immer auf der Rechnung haben. Nach langer Pause endlich wieder mit von der Partie sind mit Serbiens Nr. 2 Nenad Sarcevic und Spanierns Topstar Ignacio Martin zwei weitere internationale Stars aus den aktuellen Top Ten, und dann gibt es da noch einen jungen Mann namens Philipp Wiegele, auf den HTT-Fans in den kommenden zwei Wochen ganz besonders aufpassen sollten. Der 20jährige legte vor eineinhalb Wochen ein grandioses HTT-Debüt hin, und wurde erst im Semifinale von Martin Zehetner und heftigen Schmerzen im Schlagarm gestoppt.

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