Erfolgreicher Teenager-Auftakt beim September-HTT-250-Turnier

Mit 88 Spielern aus 13 so klingenden Nationen wie Österreich, Deutschland, Italien, England, Brasilien, Schweden, Russland, Serbien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Polen, und dem Iran hat das 35. HTT-Turnier-Wochenende der heurigen Saison eigentlich ein ganz gutes Nennergebnis zu verzeichen, mit dem viele Turnierveranstalter einmal im Jahr höchst zufrieden bilanzieren würden. Doch auf der Hobby-Tennis-Tour gab es nicht nur wettertechnisch einen Jahrhundert-Sommer, sondern auch in Sachen Teilnehmerzahlen und was die Begeisterung der Hobby-Spieler in den Ferienmonaten Juli und August betrifft ein Mega-Hoch zu bejubeln. Einst klagte man im Circuit in den heißen Monaten zur Urlaubszeit über ein lähmendes Sommerloch, diese Zeiten gehören aber der grauen Vergangenheit an. Und so endete an diesem Turnier-Wochenende im La Ville mit eingangs erwähnten 88 Teilnehmern eine grandiose Serie an dreistelligen Nennergebnissen, mit denen die Hobby-Tennis-Tour ihre Ausnahmestellung weiter festigen konnte. Seit Anfang Juli waren an neun Turnier-Wochenenden in Folge immer über 100 Spieler am Start, und in den beiden Sommermonaten wurden insgeamt 1.103 Nennungen im Tour-Circuit gezählt, was einen unglaublichen Schnitt von 122 Teilnehmern pro Weekend bedeutet. Ein Bericht von C.L

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Der erst 13jährige Tour-Newcomer Stephan Kortenhof wirft mit Philipp Mayer den Sepzember-HTT-250-Champion von 2009 frühzeitig aus dem Turnier

Mit der 12. Auflage des September-HTT-250-Turniers und dem 5. September-Challenger im UTC La Ville wird auch offiziell das Finish mit den letzten drei Wochen der heurigen Freiluft-Saison auf der Hobby-Tennis-Tour eingeläutet. Bei perfekten äußeren Bedingungen ging am späten Freitag Nachmittag der Eröffnungsspieltag am Dr. Karl Waltl Weg mit vielen neuen Gesichtern über die Bühne. Und einmal mehr waren auch wieder viele sehr sehr junge Gesichter unter den Protagonisten des ersten Spieltages. Wie jenes von Stephan Kortenhof, der sich bei seinem Tour-Debüt mit einem 6:2, 7:5 Erfolg über den Sieger der 2009er-Auflage Philipp Mayer in Szene setzen konnte. Der erst 13jährige spielte einen starken ersten Satz, und hielt den in Durchgang 2 immer stärker aufkommenden Oberösterreicher schließlich mit 7:5 in Schach. Während der Tour-Newcomer vom UTC Wien sein Achtelfinal-Ticket bejubeln durfte, setzte es für Mayer zum ersten Mal beim vierten September-HTT-250-Antreten eine Erstrunden-Niederlage. 2009 den Titel im Endspiel gegen Patrick Schwing errungen, 2011 erst im Semifinale an Ines Kreilinger gescheitert, musste sich der 33jährige 2013 auch erst im Viertelfinale dem späteren Sieger Patrick Joksch geschlagen geben, ehe ihn im 130. Karriere-Match am Freitag Nachmittag die ärgerliche Auftakt-Niederlage ereilte.

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Rauchwarter, Dampier, Weber und Bürger mit hartumkämpften Auftaktsiegen beim 12. September-HTT-250-Turnier im UTC La Ville

Ebenfalls im Achtelfinale steht Kortenhofs Freund und Doppelpartner Clemens Rauchwarter, der erstmals seit dem Februar-Masters-Series-1000-Turnier wieder ein HTT-Event in Angriff nahm. Und der 15jährige feierte ein gelungenes Comeback, nachdem er den Kärntner Florian Thurner nach knapp zweieinhalb Stunden mit 6:3, 7:5 niedergerungen hatte. Im Achtelfinale trifft der Jungstar vom CTP Pötzleinsdorf nun auf Martin Dampier, der am Centercourt des UTC La Ville einen wahren Kraftakt absolvierte, ehe er den vor einer Woche im Circuit debütierenden Max Groblschegg mit 4:6, 6:4, 6:4 besiegt hatte. Nach extrem hartem Kampf haben sich auch Simon Weber und Mario Bürger für die zweite Runde beim 88. Saisonturnier qualifiziert. Weber war 2:40 Stunden in unermüdlichem Einsatz und zeigte überaus viel Geduld im Duell mit Gummiwand Vahe Malkyan, bevor er sich über einen 6:7, 7:5, 6:1 Erfolg und ein achtelfinales Duell mit dem topgesetzten Champion von 2013 Patrick Joksch freuen durfte. Ein viel umjubeltes Erfolgserlebnis gab es auch für Mario Bürger vom UTC Neusiedl am See. Der Burgenländer fightete Fabian Mauler mit 7:5, 7:6 nieder, und hofft im Achtelfinale auf ein mögliches Wiedersehen mit Rumäniens HTT-Star Rares Maftei, dem er im Juli beim TC Terra Rossa glatt in zwei Sätzen unterlegen war.

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Andreas Tolunay ringt “Pusta-Server” Andras Szele in drei Sätzen nieder und träumt noch immer vom “HTT-Tour-Final”

Seine noch immer vorhandenen Hoffnungen auf eine Teilnahme bei den HTT-Finals der Top 8 im UTC La Ville hat indes Andreas Tolunay am Freitag Abend mit einem mühsam errungenen Dreisatzsieg in Runde 1 des September-HTT-250-Turniers genährt. Der 22jährige hatte in der Night-Session am “kleinen Center” des UTC La Ville das Vergnügen, sich mit Ungarns neuem HTT-Star Andras Szele zu duellieren, und bekam im ersten Satz die volle Stärke des “Pusta-Servers” zu spüren. Mit noch intakten Bällen diktierte der wuchtig von der Grundlinie agierende Szele das Geschehen und siegte 6:4, ehe Tolunay seine Steher-Qualitäten zur Geltung brachte, und in seinem 281. Karriere-Match den 139. Matcherfolg herauskämpfte. Im Achtelfinale könnte der Terra-Rossa-Star nun auf Tobias Chlan oder den Qualifikanten Christian Vollmann treffen, und dort Jubiläumssieg Nr. 140 einfahren.

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Auftakt zum September-Challenger mit Comeback-Sieg von David Klapil

Ebenfalls in Szene gegangen ist am Freitag Abend die 5. Auflage des September-Challenger-Turniers, und das mit einigen bemerkenswerten Resultaten. So ließ David Klapil bei seinem HTT-Comeback auf Wiener Boden, den zuletzt beim August-Challenger auf Donaufeld so stark spielenden und erst im Semifinale gescheiterten Reinhard Inhauser über die Klinge springen. Mit 6:3, 4:6, 6:4 feierte der 23jährige und für Polen spielende Klapil seinen ersten Saisonerfolg und den insgesamt 33. Einzelsieg seiner Laufbahn. Mit einem 6:3, 6:3 über Anton Haager buchte auch Lucas Rydl recht souverän sein Ticket für das Achtelfinale. Mit 6:4, 6:3 kam derweil Christian Biebl im Eröffnungsspiel zu seinem ersten Saisonsieg. Der 45jährige gewann das “Gender-Duell” gegen Tour-Newcomerin Edith Skriner, die mit 60 Jahren trotz Niederlage ein glänzendes Tour-Debüt ablieferte. Skriner überzeugte vorallem mit ihrer Rückhand, und sollte schon bei ihren nächsten Einsätzen auch ergebnistechnisch belohnt werden. Nach über zweieinhalb Stunden Spielzeit hatte sich schließlich noch Thomas Dewald in Runde 2 des 465. Sandplatz-Events der Open Ära gespielt. Der 39jährige hatte im dritten Satz mit 7:5 das bessere Ende gegen einen aufopfernd kämpfenden und am Ende zufriedenen resümierenden Andreas Szalay für sich.