Victor Stabrawa fixiert HTT-French-Open-Finale der Sandplatz-Wühler

Titelverteidiger Peter Klager und Schneider-Bezwinger Victor Stabrawa stehen sich am Mittwoch Abend im Endspiel der 24. Auflage des Sangenor-Mai-Grand-Slam-Turniers im UTC La Ville gegenüber. Der bei den HTT-French-Open mit 17:0 Siegen immer noch ungeschlagene Klager, fixierte im semifinalen Schlagerspiel gegen Martin Zehetner im Eilzugstempo seinen dritten Finaleinzug in Folge beim größten und wichtigsten Sandplatz-Turnier der Hobby-Tennis-Tour. In nur 61 Minuten fegte der Wiener mit 6:1, 6:0 über Zehetner hinweg, und schraubte seinen persönlichen HTT-French-Open-Rekord auf 17 Siege en suite. Gegner im Endspiel wird Victor Stabrawa sein, der im Halbfinale der unteren Tableau-Hälfte seinen viertelfinalen Schneider-Erfolg bestätigte, und in 2:02 Stunden mit 6:4, 2:6, 6:2 gegen Überraschungs-Mann Julian Heiter siegreich blieb. Der finale Showdown der beiden Sandplatz-Spezialisten im UTC La Ville verspricht daher nicht nur aufgrund des prognostizierten Sommer-Wetters mit Temperaturen an die 30 Grad eine heiße Sache zu werden. Ein Bericht von C.L

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Victor Stabrawa stoppt Heiter-Höhenflug und zieht in sein zweites HTT-French-Open-Karriere-Finale ein

Schneider-Bezwinger Victor Stabrawa hat im Semifinale des 24. Sangenor-Mai-Grand-Slam-Turniers den Höhenflug von Jungstar Julian Heiter gestoppt. Der 23jährige HTT-French-Open-Champion von 2011 hatte in seinem dritten Mai-Grand-Slam-Semifinale aber hart zu kämpfen, ehe er den bis in die Vorschluss-Runde großartig aufspielenden Julian Heiter in drei Sätzen niedergerungen hatte. 115:108 Punkte zeigte die Match-Statistik am Ende einer äußerst intensiv geführten Auseinandersetzung am sonnenüberfluteten Centercourt des UTC La Ville. Stabrawa siegte trotz 21 Doppelfehlern, auch weil sich Julian Heiter bei 53 Winnern mit 74 unerzwungenen Fehlern selbst ins Aus manövrierte. Im ersten Satz – geprägt von einer Break-Orgie – die beiden Akteure nahmen sich bis 4:4 je drei Mal das Service ab, hatte Stabrawa das bessere Ende für sich. Das entscheidende Break zum 5:4 nutzte der 23jährige vom WAT Ottarking zum Gewinn des ersten Durchgangs. Im zweiten Heat übernahm Heiter zusehends das Kommando und mit zwei Breaks mehr als sein Gegenüber, glich der Jungstar vom ÖTB Linz Urfahr zum 1:1 in Sätzen aus. In der Entscheidung schien Heiter zunächst stärker. Der 19jährige hielt sein Service zum 1:0, und wer weiß was passiert wäre, wenn er seine Break-Möglichkeit zum 2:0 genützt hätte. Stattdessen bekam aber Stabrawa die “zweite Luft”, holte fünf Games am Stück und am Ende nach 2:02 Stunden mit 6:4, 2:6, 6:2 sein zweites HTT-French-Open-Karriere-Final-Ticket.

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Enttäuschend spielender Martin Zehetner “begleitet” Titelfavorit Peter Klager in sein drittes HTT-French-Open-Endspiel in Serie

Während sich Stabrawa also in einer intensiven Tennisschlacht gehörig stecken musste, um sich gegen den aufstrebenden Jungstar Julian Heiter für das Mai-Grand-Slam-Finale 2015 im UTC La Ville zu qualifizieren, rauschte Titelverteidiger Peter Klager im Eilzugstempo seinem dritten HTT-French-Open-Finale in Serie entgegen. Der 22jährige Wiener hatte im zum großen Flop avancierten Semifinal-Schlager gegen Martin Zehetner aber leichtes Spiel. Der Vorjahres-Champ profitierte von einer grottenschlechten und mit 54 Fehlern durchzogenen Leistung, und so genügte es Klager bei weitem, mit einer soliden Vorstellung auf die Fehlerlawine seines Gegners zu antworten. Zehetner enttäuschte in seinem zweiten HTT-French-Open-Finale auf allen Linien, und brachte in sieben Aufschlagspielen gerade einmal sein Service durch. Jenes zum 1:2 war es, und damit hatte der 34jährige vom TC Deutsch Wagram auch schon sein Pulver verschossen. Die folgenden 10 Games gingen ausnahmslos an Klager, der nach nur 61 Minuten und nie gefordert seinen 17. HTT-French-Open-Einzelsieg, den 40. Sieg auf Sand und den insgesamt 80. Einzelerfolg seiner Karriere bejubeln durfte. “Ich habe keine Erklärung für meine heutige Leistung. Das ist mir so extremauch noch nie passiert, und wird es auch hoffentlich nie mehr. Ich muss dieses Ergebnis akzeptieren, es hilft ja eh nichts. Gratulation an den Peter, und ich wünsche ihm für das Finale alles Gute”, zeigte sich Zehetner auch in einer ganz schweren Niederlage als fairer Sportsmann.

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