Peter Klager und Martin Zehetner machen semifinales Giganten-Duell perfekt

Neben Schneider-Bezwinger Victor Stabrawa haben am gestrigen Montag auch Titelverteidiger Peter Klager, HTT-US-Open-Finalist Martin Zehetner und der weiter groß aufspielende Tour-Newcomer Julian Heiter das Semifinale bei der 24. Auflage des Sangenor Mai-Grand-Slam-Turniers 2015 im UTC La Ville erreicht. Vorjahres-Champion Peter Klager wehrte im Viertelfinale auch den Angriff von Serbiens Tour-Debütant Nenad Sarcevic ab, und blieb beim 6:4, 6:3 Erfolg weiter ohne Satzverlust im Verlauf dieses Turniers. Im Kampf um sein drittes HTT-French-Open-Endspiel in Serie trifft Klager nun im “Semi” auf Martin Zehetner, der ohne zu glänzen einen 6:1, 6:4 Sieg über Fabian Mayrhuber einfuhr, und damit so wie im Vorjahr das Mai-Grand-Slam-Halbfinale erreichte. Komplettiert werden die Top 4 beim zweiten Saison-Major von Tour-Neuling Julian Heiter, der sich gegen Scheidl-Bezwinger Lukas Planteu kein Blöße gab, und mit einem 6:3, 6:3 Erfolg sein bislang genial verlaufendes Grand-Slam-Debüt mit dem Halbfinal-Einzug krönte. Ein Bericht von C.L

img_0022

img_0104

Peter Klager zwingt auch Serbiens Nenad Sarcevic in die Knie, und erreicht zum 20. Mal bei seinen letzten 22 Turnierstarts zumindest das Semifinale

Sandplatzkönig Peter Klager hält weiter Kurs in Richtung Titelverteidigung und Titel-Hattrick beim 24. Sangenor-Mai-Grand-Slam-Turnier im UTC La Ville. Der 22jährige Wiener wehrte am Montag Abend in der Nightsession am Centercourt auch den Angriff des technisch exzellent spielenden serbischen Tour-Neulings Nenad Sarcevic ab, und fixierte mit einem 6:4, 6:3 Erfolg sein Semifinal-Ticket bei den HTT-French-Open. In der Defensive stark und auf flinke Beine vertrauend, demonstrierte Klager einmal mehr seine außergewöhnlichen Fähigkeiten, technisch bessere Gegner richtiggehend “aufzuarbeiten”. So auch am lauen Montag-Abend unter Flutlicht, wo Sarcevic zwar mit technischen Feinheiten die optischen Reize für das Publikum setzte, Klager aber wieder einmal den längeren Atem hatte, und einen Sieg landete, der auch statistisch betrachtet wieder höchst bemerkenswert ist. Zum dritten Mal in Serie steht Klager nun im Semifinale der HTT-French-Open, und er ist beim Sandplatz-Klassiker im UTC La Ville nun schon 16 Spiele lang ungeschlagen. Seinen eigenen Rekord hat er also weiter ausgebaut, richtig beeindruckend liest sich aber eine weitere Klager-Bilanz die zudem zeigt, wie beständig der 22jährige vom TWR 21 auch ergebnistechnisch agiert. Der 2fache HTT-French-Open-Champion erreichte zum 20. Mal in den letzten 22 Turnieren das Semifinale, da kann man nur ehrfürchtig den Hut ziehen!

img_9840

Martin Zehetner steht zum zweiten Mal in Folge im Semifinale der HTT-French-Open und beendete im Viertelfinale die sportlichen Lebensträume von Fabian Mayrhuber

Ein vom Resultat her zufriedenstellendes Comeback ja, den sportlichen Lebenstraum erfüllt nein, so fällt das Resümee von Fabian Mayrhuber aus, der bei seinem ersten HTT-Antreten seit November 2014 zwar bis ins Viertelfinale der HTT-French-Open vorstoßen konnte, dort aber von dem an Nummer 3 gesetzten Niederösterreicher Martin Zehetner doch recht deutlich mit 1:6, 4:6 gestoppt wurde. Zehetner dominierte ohne zu glänzen den ersten Satz seines 40. Karriere-Matches mit 6:1, und er erspielte sich solide agierend am Ende auch den zweiten Satz mit 6:4. Damit steht der 34jährige so wie im Vorjahr unter den Top 4, und dort wartet auf den HTT-US-Open-Finalisten der ultimative Showdown mit Titelverteidiger Peter Klager. Fabian Mayrhuber muss dagegen weiter warten, und träumen, dass sich irgendwann einmal sein sportlicher Lebenstraum doch noch erfüllt. Für den WAC-Star wäre es sportlich betrachtet das Größte, die HTT-Sandplatz-Krone zu gewinnen, doch irgendwie scheint ein Fluch über diesem Mayrhuber’schen Vorhaben zu liegen. Die rote Asche beim Mai-Grand-Slam hat dem mittlerweile 26jährigen noch nie Glück gebracht. 2009 platzte Fabians Traum im Semifinale gegen Branislav Grznar trotz 6:4, 2:0 Führung, 2010 sorgte ein Skandal-Viertelfinale für riesiges Aufsehen, bei dem Mayrhuber die Nerven verlor und vier Matchbälle ausgelassen hatte. 2011 dann das wegen Dunkelheit abgebrochene Semifinale gegen Onkel Franz Mayrhuber, bei dem sich “Fabsch” ins Aus “zitterte” ehe er 2012 sogar als Nummer 1 gesetzt und als großer Titelfavorit gehandelt, bereits im Achtelfinale an Clemens Beywinkler scheiterte. 2013 bei seiner Rückkehr aus Schweden gab es den Tiefschlag in Form einer Niederlage gegen Rares Maftei, ehe im Vorjahr im Viertelfinale gegen Victor Stabrawa Schluss war.

img_9862

Tour-Newcomer Julian Heiter fügt Lukas Planteu im Viertelfinale dessen erste Saisonniederlage zu, und steht bei seinem Grand-Slam-Debüt auf Anbieb im Semifinale

Neben den klingenden und wohl bekannten Namen wie Peter Klager, Martin Zehetner und Victor Stabrawa, hat sich mit Julian Heiter auch ein ganz stark spielender Tour-Neuling in der Mittelpunkt des Saisonhöhepunkts auf roter Asche und in die Top 4 dieses Sandplatz-Klassikers gespielt. Der erst 19jährige polierte am Montag Nachmittag im Viertelfinale seines Premieren-Turniers seine makellose Mai-Grand-Slam-Bilanz auf 4:0 Siege und 8:0 Sätze auf, und das mit einem abermals höchst beeindruckend erspielten 6:3, 6:3 Erfolg über Scheidl-Bezwinger Lukas Planteu. Heiter wirkte in diesem ersten direkten Duell der beiden Tour-Stars konstanter und auch ein wenig frischer, was wohl auch mit einem Blick auf die Geburtsurkunden der beiden Viertelfinalisten begründet sein könnte. Denn bei Planteu, der scheinbar im Drei-Jahres-Rhythmus bei den HTT-French-Open aufläuft, und auch zum dritten Mal nach 2009 und 2012 zumindest das Viertelfinale erreichte, machten sich vielleicht doch die Strapazen der Vortage bemerkbar. Immerhin hatte der 34jährige Kärntner vom Team Donaufeld arrivierte Gegner wie den amtierenden Jänner-Grand-Slam-Sieger Bernhard Scheidl oder Englands Nummer 1 Adam Goodsell aus dem Weg zu räumen, ehe er sich dem Generationen-Duell mit Heiter stellen konnte, und dort nach 7:0 Siegen seine erste Saison-Niederlage einstecken musste. “Ich bin trotz dem Aus heute sehr zufrieden. Das Viertelfinale hier erreicht zu haben, macht mich sehr glücklich. Vorallem aber sind es die guten Matches die ich auf der Hobby-Tennis-Tour aufgrund der unglaublichen Dichte bekomme, und mein verbesserter ITN ist auch noch ein schöner Nebeneffekt”, verabschiedete sich der Masterssieger von 2011.

img_9769