Stefan Grubmüller fordert Top 3 im Semifinale des März-Masters-Series-1000-Turniers

Der Ranglistenzweite Philipp Schneider ist am Sonntag Nachmittag beim 20. März-Masters-Series-1000-Turnier in souveräner Manier und ohne Satzverlust ins Semifinale gestürmt. Der gebürtige Horner besiegte auf dem Weg in sein insgesamt 19. Semifinale auf der Hobby-Tennis-Tour nacheinander den März-1000er-Champion von 2012 Patrick Wiesmühler sowie Christof Prüger, und wahrte damit seine Chancen auf den dritten Masters-Series-1000-Titel seiner Karriere. Im Semifinale kommt es zur bereits 7. Auflage des HTT-Klassikers mit Peter Klager. Der Ranglisten-Dritte vom TWR 21 rehabilitierte sich für seine blamable Vorstellung in Runde 1 gegen Titelverteidigerin Ines Kreilinger, und warf mit Ex-Wimbledonsieger Thomas Müller und dem amtierenden HTT-Australian-Open-Gewinner Bernhard Scheidl gleich zwei Major-Champions aus dem Bewerb. Im zweiten Semifinale des 20. Saisonturniers stehen sich der serbische Ranglisten-Erste Vladimir Vukicevic und Glatzl-Bezwinger Stefan Grubmüller gegenüber. Ein Bericht von C.L

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Philipp Schneider steht so wie im Vorjahr im Semifinale des März-1000er-Turniers und trifft dort im HTT-Klassiker zum bereits 7. Mal auf HTT-French-Open-Sieger Peter Klager

Die Top 3 der aktuellen HTT-Computer-Rangliste, dazu Vorjahresfinalist Stefan Grubmüller, das Semifinale zur 20. Jubiläums-Ausgabe des März-Masters-Series-1000-Turniers in der Südstadt hätte kaum hochkarätiger besetzt sein können, und verspricht für den halbfinalen Montag neben hochklassigem Tennis auch jede Menge Spannung. Dafür garantiert alleine schon die 7. Auflage des HTT-Klassikers der Gegenwart zwischen dem 2fachen HTT-French-Open-Sieger Peter Klager und dem 2fachen Masterssieger Philipp Schneider. Auch wenn die Statistik klar für Klager spricht, immerhin hat der 22jährige fünf der bisherigen sechs Duelle mit Schneider für sich entschieden, so ist der Ranglistenzweite aus Horn aufgrund seines aktuellen Aufwärtstrends in den letzten Tagen mehr als zu beachten. Der 34jährige hat nach einem durchwachsenen Saisonstart mit dem Zweitrunden-Aus beim Jänner-Grand-Slam-Turnier und dem Scheitern im Viertelfinale des Februar-Masters-Series-1000-Turniers die Kurve gekratzt, und sich aktuell in eine richtig gute Form gespielt. Erst am vergangenen Mittwoch triumphierte der Niederösterreicher beim Cash4Car-Cup und feierte dabei seinen 10. HTT-Karriere-Erfolg. Mit seinen drei Erfolgen am vergangenen Wochenende beim März-Masters-Series-1000-Turnier ist Schneider nun bereits seit 7 Matches ungeschlagen und ohne Satzverlust obendrein geblieben. Und das gegen erstklassige Konkurrenten, wie beispielsweise Michael Lang, Bernhard Scheidl, Roman Burtscher, Patrick Wiesmühler oder Christof Prüger. Die beiden letztengenannten schaltete der 34jährige am Sonntag Nachmittag aus, womit er sich wie schon im Vorjahr für das Semifinale beim März-1000er-Turnier der HTT qualifizieren konnte. Und diesmal kann er im Gegensatz zum letzten Jahr auch zum Halbfinale antreten.

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Klager nach Pleite-Nummer und Medien-Schelte wieder obenauf und mit einer Super-Serie auf Masters-Series-1000-Ebene

Dort im Semifinale wartet mit Peter Klager der Angstgegner Schneiders, der ein recht turbulentes Turnier-Wochenende hinter sich hat. Zunächst leistete sich der 22jährige am frühen Samstag Nachmittag einen blamablen Erstrunden-Auftritt im “Schlager der Geschlechter” gegen Titelverteidigerin Ines Kreilinger, schrammte dabei nur hauchdünn an seiner allerersten Erstrundenniederlage überhaupt vorbei, und erntete dafür am Abend massigst mediale Kritik. Keine 24 Stunden später hatte der HTT-Sandplatzkönig die Dinge wieder zurecht gerückt, und mit seinen beiden Erfolgen gegen Ex-HTT-Wimbledonsieger Thomas Müller im Achtelfinale und gegen den amtierenden HTT-Australian-Open-Gewinner Bernhard Scheidl eine persönliche Super-Serie prolongiert. Bei seinem 9. Masters-Series-1000-Antreten erreichte der 22jährige zum bereits 9. Mal das Semifinale, eine sensationelle Bilanz!

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Die Nummer 1 aus Serbien komplettiert HTT-Top-3 im Semifinale, und der starke Debüt-Auftritt von Dominik Jaros

Vollkommen ungefährdet hat auch der serbische Ranglisten-Erste Vladimir Vukicevic die Vorschluss-Runde beim 855. Single-Turnier der Open Ära erreicht. Der 33jährige aus Sombor schaltete im Achtelfinale den 4fachen Turniersieger Alexander Scheller aus, der damit so wie im Vorjahr bereits im Achtelfinale die Segel streichen musste. Im Viertelfinale war dann nicht der 6:4, 6:4 Erfolg des serbischen Branchen-Primus die große Auffälligkeit, sondern die Leistung seines Gegners, von dem man in der Zukunft noch viel hören könnte. Dominik Jaros ist sein Name, 23 Jahre ist er jung, und mit ganz viel Talent für den “weißen Sport” ausgestattet. Im Achtelfinale deklassierte der Tour-Neuling einen unmotivierten Christoph Straninger mit 6:1, 6:1, und spätestens mit seinem Auftritt im Viertelfinale gegen die Nummer 1 der Hobby-Tennis-Tour hatte Jaros den überraschenden Sieg zum Auftakt gegen den höher eingeschätzten Alexander Pichler bestätigt. Auch Vukicevic lobte den Neuen: “Jaros ist ein sehr guter Spieler und hat es mir im Viertelfinale nicht einfach gemacht”.

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Stefan Grubmüller stellt sich nach zweitem Sieg über Renee Glatzl nun auch dem serbischen Ranglisten-Ersten Vladimir Vukicevic in den Weg

Auf dem Weg in sein 10. HTT-Karriere-Finale muss Vladimir Vukicevic noch im Semifinale ran, und dort könnte die bislang schwierigste Aufgabe auf den Serben im Verlauf dieses Turniers warten. Mit Stefan Grubmüller steht nicht nur der Vorjahresfinalist beim März-Masters-Series-1000-Turnier parat, sondern auch ein glänzend in Form befindlicher Gegner, der auf dem Weg ins Halbfinale nur 9 Games abgeben musste. Darunter auch sein klarer viertelfinaler Erfolg über den an Nummer 4 gesetzten Renee Glatzl, der beim 2:6, 3:6 bereits die zweite deutliche Niederlage gegen Grübmüller einzustecken hatte, vorallem aber dem im Match zuvor geleisteten Aufwand Tribut zollen musste.

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Höhepunkt des dritten Tages – Renee Glatzl gewinnt epische Tennisschlacht gegen Adam Goodsell, und holt im vierten Duell den ersten Sieg über die britische Nummer 1

Und dieses Match – eigentlich war es ja eine epische Tennisschlacht – avancierte zum absoluten Höhepunkt des dritten Spieltages beim März-Masters-Series-1000-Turnier. Zweieinhalb Stunden lang duellierten sich der Jänner-Grand-Slam-Champion von 2014 Renee Glatzl und die britische Nummer 1 Adam Goodsell am Centercourt, und lieferten sich einen höchst dramatischen und auf Augenhöhe laufenden Schlagabtausch. Glatzl, der mit einer desaströsen 0:3 Head to Head Bilanz ins Duell mit Goodsell startete, hatte den ersten Durchgang “relativ” einfach mit 6:3 gewonnen, ehe die Partie speziell im Finish des zweiten Durchgangs zu einem echten Thriller ausartete. Goodsell wehrte sich in seinem 100. Karriere-Match mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, wehrte insgesamt 11 Matchbälle ab, rettete sich in den Tie-Break und den entscheidenden dritten Satz, ehe ihm schwere Muskelkrämpfe einen Strich durch die Rechnung machten. Die ersten beiden Games des dritten Durchgangs humpelte der Brite noch über den Hartplatz, ehe er schweren Herzens zum Netz kam, um Glatzl seine verletzungsbedingte Aufgabe mitzuteilen. Damit musste er ausgerechnet im persönlichen Jubiläumsspiel die Hoffnungen auf einen Viertelfinaleinzug begraben, und im vierten Duell mit Glatzl die erste Niederlage in Kauf nehmen. “Für die großen Turniere muss ich noch an Fitness zulegen”, resümierte Goodsell.

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