Top-Quartett für Tour-Final im UTC La Ville fix qualifiziert

Während die besten Spieler der Welt in dieser Woche beim ATP-1000-Masters in “Paris-Bercy” um die letzten freien Plätze für das Masters in London kämpfen, bietet sich für die besten Hobby-Spieler der Stadt ab kommenden Freitag in “Wien-Liesing”  beim November-Masters-Series-1000-Turnier die vorletzte Chance, ihr Punktekonto im Kampf um einen der heiß begehrten Startplätze für das HTT-Final im UTC La Ville aufzustocken. Die vorletzte Gelegenheit der Stars, sich im “Race to La Ville” vor dem in zweieinhalb Wochen stattfindenden November-HTT-500-Turnier aussichtsreich in Position zu bringen, könnte wieder für ein megastark besetztes Event sorgen. Das letzte der insgesamt neun Masters-Series-1000-Saison-Turniere könnte damit für einige der Topstars zur “Nervenschlacht” werden, während sich ein Quartett gemütlich zurücklehnen kann. Die Top 4 der HTT, nämlich Serbiens Nr. 1 und HTT-Wimbledonsieger Vladimir Vukicevic, Masters-Titelverteidiger Philipp Schneider, der Ranglisten-Erste und 2fache HTT-French-Open-Champion Peter Klager, und der 2fache rumänische HTT-US-Open-Gewinner Damian Roman sind schon vor den drei letzten Saison-Wochenenden fix für das Saisonfinale der Top 8 im UTC La Ville qualifiziert. Ein Bericht von C.L

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Wochen der Wahrheit für Wagner, Schachinger & Co

Bei der am kommenden Freitag beginnenden 19. Auflage des November-Masters-Series-1000-Turniers, könnte eine weitere Vorentscheidung in Sachen “Masters-Qualifikation” fallen. Die Top 4 der aktuellen HTT-Entry-List liegen auch in der Jahreswertung “Race to La Ville” auf den vorderen vier Plätzen, und haben schon vor den beiden letzten HTT-Saison-Veranstaltungen aufgrund ihres Punktevorsprungs einen Startplatz beim Saisonfinale am Altmannsdorfer Ast sicher. Für 9 weitere Spieler aber, stehen in den nächsten 14 Tagen die “Wochen der Wahrheit” bevor. Mit Topleistungen und den entsprechenden Resultaten, haben vom derzeit fünftplatzierten Mathias Wagner bis zu dem auf Rang 13 platzierten Peter Rössel noch alle Spieler die Chance, sich für das Masters der Top 8 im UTC La Ville zu qualifizieren. Und dorthin will spätestens seit der spektakulären Ausgabe im letzten Jahr jeder der hochkarätigen Stars aus dem hochgejazzten Tour-Zirkus. Wer aber hat die besten Chancen, sich für das abschließende Saison-Highlight am Dr. Karl Waltl-Weg zu qualifizieren?

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Mathias Wagner und Harald Schachinger mit den besten Karten auf ein Masters-Ticket

Beste Aussichten auf ein “Masters-Debüt” haben derzeit ganz sicher Mathias Wagner und Harald Schachinger. Wagner hat mit 3.190 – in dieser Saison – eroberten Punkten zwar satte 1.700 Zähler Rückstand auf den unmittelbar vor ihm platzierten Damian Roman, im Kampf um einen der begehrten Tour-Final-Startplätze aber einen ganz komfortablen Vorsprung von 555 Punkten auf den neuntklassierten Fabian Mayrhuber. Sein stattliches Punktekonto verdankt Wagner dem durchaus massiv betriebenen Aufwand von 20 gespielten Saisonturnieren, bei denen er mit seinem Triumph beim Juni-HTT-500-Turnier auf Rasen und dem Finaleinzug beim Juli-HTT-500-Turnier “auf Donaufeld” die big points einheimste. Gerade einmal 5 mickrige Pünktchen hinter Wagner, und damit ebenfalls mit einer exzellten Ausgangs-Position ins Saisonfinale startend, liegt Harald Schachinger auf Platz 6 im Race to La Ville. Kritiker werfen dem 27jährigen ja vor, seine “entscheidenden Punkte” bei den eher schwächlich besetzten Turnieren der Weinviertler ITN-Tour geholt zu haben. Der Titel in Deutsch-Wagram und der Finaleinzug bei den Racket-Vision Open haben dem Niederösterreicher 800 Punkte eingebracht, doch der Niederösterreicher hätte eine erstmalige Masters-Quali selbst durch eine Reihe weiterer Spitzen-Ergebnisse auch so verdient. Ein Semifinale im “Wimbledon der HTT” und ein Halbfinale in Kitzbühel ragen da noch heraus.

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Reicht heuer auch Platz 9 für die Masters-Quali, und wo ist Martin Mayer?

Das größte Fragezeichen in Sachen Masters-Quali steht momentan hinter Renee Glatzl. Der Jänner-Grand-Slam-Sieger macht derzeit einen auf “Nadal”, und läßt seine mögliche dritte Teilnahme am Saisonfinale im UTC La Ville offen. Mit 3.015 Punkten hätte der 20jährige eigentlich ganz gute Chancen, doch über einen möglichen Start am kommenden Wochenende beim November-Masters-Series-1000-Turnier hält sich der Jungstar weiter bedeckt. Und damit könnte heuer nach langer Zeit wieder einmal Platz 9 für eine Masters-Qualifikation reichen, und der könnte so richtig umkämpft sein. Martin Zehetner und Fabian Mayrhuber liegen nur durch 130 Punkte getrennt auf den Rängen 8 und 9, und damit aufgrund des möglichen Glatzl-Verzichts auf den zur Teilnahme nötigen Rängen. Dahinter werden in den nächsten zweieinhalb Wochen vier Spieler versuchen, ihre eher minimale Chance auf einen Masters-Start doch noch zu realisieren. Allerdings wird das ein hartes Stück Arbeit, denn das Quartett Ignacio Martin, Alexander Scheller, Martin Mayer und Peter Rössel liegt zwischen 500 und 700 Punkten hinter dem so heiß begehrten und von Martin Zehetner gehaltenen achten Platz im Race to La Ville. Wie man sich am letzten Abdruck aber für das Saisonfinale qualifiziert, hat Spaniens Nr. 1 Ignacio Martin im Vorjahr gezeigt, als er im allerletzten Turnier den eigentlich schon als Fixstarter gehandelten Alexander Scheller noch aus dem elitären Achterfeld drängte. Scheller selbst sieht sich heuer nur als Außenseiter im Kampf um ein Masters-Ticket, das Martin Mayer zu Saisonbeginn eigentlich fix geplant hatte, und das er zwischenzeitlich nach drei Turniersiegen auch schon in Händen hielt. Allerdings wurde der Olympiasieger seit August nicht mehr auf der Tour gesehen, und sollte er auch am kommenden Wochenende “schwänzen”, dann ist das Thema “Masters” endgültig durch. Eine Draufgabe auf eine gewaltige erste HTT-Saison wäre die Masters-Quali schließlich noch für Peter Rössel. Der Shootings-Star des Jahres hat nicht mehr als Außenseiter-Chancen, doch vielleicht gelingt gerade ihm – als Kandidat mit dem geringsten Druck – doch noch die große Überraschung.

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