Thomas Lenzinger gewinnt finales Generationen-Duell beim April-Challenger-Turnier

Neben der 23. Auflage des April-HTT-500-Turniers, die wie berichtet mit einem Triumph des serbischen Rasenkönigs Vladimir Vukicevic endete, ging zum Auftakt der Sandplatz-Saison im UTC La Ville auch das 8. April-Challenger-Turnier in Szene. Mit 53 Teilnehmern top besetzt, kämpften am Ende zwei Final-Debütanten in einem einseitigen Duell der Generationen um die Nachfolge von Thomas Löffelmann als April-Challenger-Champion. Das bessere Ende hatte schließlich der 49jährige Thomas Lenzinger für sich, der im Endspiel den 33 Jahre jüngeren Tour-Neuling Marc-Robert Grünberg deutlich mit 6:3, 6:1 deklassierte. Ein Bericht von C.L

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Die Top 3 des April-Challenger-Turniers scheitern frühzeitig

Die Serie neuer und frischer Siegergesichter im Jahr 2014 hält unvermindert an. Bei der 8. Auflage des April-Challenger-Turniers im UTC La Ville feierte Thomas Lenzinger als bereits 11. neuer Turniersieger der Saison seinen Premieren-Titel, und das bereits im sechsten Endspiel der heurigen Saison, in dem sich zwei Final-Neulinge gegenüber standen. Die beiden Rookies traten damit klar aus dem Schatten der vielen Enttäuschungen dieses Turniers und der floppenden Gesetzten-Riege. Die Nummer 1 Peter Baumann konnte mit seinem Auftaktsieg über Martin Böö zwar die Negativ-Serie von zuletzt 5 in Serie kassierten Startpleiten beenden, doch schon im Achtelfinale gegen Robert Heuberger war für den topgesetzten Niederösterreicher Schluss. Auch für die Nummer 2 des Turniers, den Neo-Donaufelder Markus Eichleter kam im Achtelfinale das frühzeitige Aus. Der Kärntner unterlag in einem Matchball-Drama seinem Clubkollegen Sascha Kobsik, und scheitert damit so wie im Jahr 2012 bereits in Runde 2. Das 255. Karriere-Match beim 120. Turnierstart brachte auch dem an “3” gereihten Michael Kunz kein Glück. Nach zuletzt vier Siegen bei seinem Challenger-Debüt, musste sich der ehemalige HTT-Wimbledon-Champion gleich im Auftakt-Match auf roter Asche dem französischen Jungstar Nils Klermund in drei Sätzen geschlagen geben.

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Entthronter Titelverteidiger Thomas Löffelmann läuft weiter seiner Vorjahresform hinterher, und Sascha Kobsik als einziger Licktblick der arrivierten Challenger-Stars

Auch für Titelverteidiger Thomas Löffelmann kam viel zu früh das Aus. Der 35jährige Vorjahressieger läuft aktuell seiner Form hinterher, und scheint auch nicht sonderlich motiviert, gezielt einen Weg aus der Krise zu finden. Immerhin kam der heuer sieglos ins La Ville gereiste “Leffe” in Runde 1 gegen Thomas Dewald zum ersten Sieg im Jahr 2014, ehe er sich Markus Hobiger im Achtelfinale geschlagen geben musste. Ebenfalls zum Hobiger-Opfer mutierte Thomas Pratsch, der bei seinem Jubiläums-Antreten (90. Turnierstart) gleich in Runde 1 mit 5:7, 6:2, 5:7 dem Guntramsdorfer unterlag. Den einzigen Lichtblick aus dem Kreis der arrivierten Challenger-Spieler stellte dieser Tage Sascha Kobsik dar. Der Donaufelder vollbrachte vier Matches lang einen wahren Kraftakt, körperlich mit 11 absolvierten Sätzen sowieso, und auch mental mit abgewehrten Matchbällen in den Runden 1 und 2, meldete der 32jährige Wiener trotz Aus im Semifinale gegen Grünberg seine Anwartschaft auf den ein oder anderen Challenger-Titel in dieser Saison an. Der Sieg diesmal ging aber wie schon eingangs erwähnt an Thomas Lenzinger, der zum insgesamt 220. Turniersieger der Open Ära seit 1990 avancierte.

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