Markus Winter gibt nach 5 Jahren endlich Negativ-Rekord an Erstrundenniederlagen ab

Nach zuletzt vier “Doppel-Pack-Veranstaltungen” in Folge, gibt es an diesem letzten Februar-Wochenende mit der 7. Auflage des Februar-HTT-150-Turniers nach langer Zeit wieder einmal ein “Solo-Programm” zu bestaunen. Und dieses erste Saisonturnier der HTT-150er-Serie hat durchaus Schlagzeilen-Potential, wie ein kurzer Blick zurück auf die turbulente und mit kuriosen Geschichten gespicke Vergangenheit dieser Veranstaltung zeigt.

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Rückblick auf 6 Jahre Februar-HTT-150-Turnier mit Skandalen und Sensationen

Die Premiere im Jahr 2008 gewann ein gewisser Markus Hobiger, der mittlerweile seit mehr als 200 Turnierstarts vergeblich auf Titelgewinn Nr. 2 wartet. Die Schlagzeilen bei der ersten Auflage – die damals übrigens noch unter dem Namen Februar-First-Series lief – hatte aber ein ganzes Wochenende lang ein Tour-Newcomer namens Mark Carruthers aus Neuseeland gepachtet. Der damals 27jährige “Fremde” von der grünen Insel im Pazifik, hatte bei seinem Debüt mit Patrick Meinhart und Michael Karner die ersten beiden Gegner mit nur einem abgegebenen Game vernascht, und danach eine teils recht unseriös geführte Mega-Diskussion im damals noch vorhandenen Gästebuch der Tour-Homepage ausgelöst. Der Orkan und die Meinungshetze innerhalb der Tour-Community war derart stürmisch ausgefallen, dass sich der Kiwi-Star noch vor dem Viertelfinale für immer “verkrümelte”. Ein Jahr später acancierte die 2. Auflage des Februar-HTT-150-Turniers zu einer nervigen “never ending story”. Die Schupfer unter den HTT-Stars hatten Saison, und benötigten für einen 44 Mann umfassenden Raster mit 43 auszutragenden Matches insgesamt 7 Tage, 73 Stunden, 101 Sätze und 904 Games, ehe Roman Arbeiter im Endspiel gegen Gerald Marhold zu Titelehren gelangte. 2010 staunte die Hobby-Tennis-Szene über ein “Finale der Zukunft”. Die beiden Jungstars Armando Rotter und Renee Glatzl standen sich gegenüber, und gaben mit ihrer Endspiel-Darbeitung einen Blick auf die hoffnungsvolle Zukunft der HTT frei. Wobei dieses Finalduell schön aufzeigt, wie differenziert zwei Tenniskarrieren verlaufen können. Drei Jahre später nämlich knackte der Glatzl-Junior bei den “Australian Open der HTT” erstmals den großen Jackpot, und steht aktuell an der “2” im Ranking, während Armando Rotter in der Versenkung verschwunden ist. 2011 ging als die bislang ruhigste und unauffälligste Ausgabe in die Geschichtsbücher ein. Kein Wunder, dass der introvertierte Gerald Marhold sich damals in die Siegerliste eintrug. 2012 erlebten wir ein sensationelles “deutsch-österreichisches” Endspiel, das später als “verrücktes Finale” berühmt wurde. David Hühne hatte  nach 2:28 Stunden insgesamt 10 Punkte, 2 Games und 2 Breaks mehr auf seinem Statistik-Konto als Gegenüber Rainer Bauer, und am Ende doch nur den Silberteller für Platz 2 gewonnen. Wobei er nach 3 vergebenen Matchbällen die Siegerehrung einfach “spritzte”. Naja, und im letzten Jahr gab es die große “spanische Mißverständnis-Show” mit “Don Ignacio”. Der aktuelle Ranglisten-Fünfte aus Madrid, eilte nach seinem “Future-Debüt” auch auf 150er-Ebene überlegen zum Titelgewinn, und verschärfte unter den Tour-Stars die Diskussion, wie gut er denn nun wirklich wäre, der erste Spanier auf der Hobby-Tennis-Tour.

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Alexander Sterzl feiert mit Kantersieg über Vanguelov sein “Triple-Jubiläum”

Damit sind wir bei der heurigen 7. Ausgabe dieses Turniers und der Frage angelangt, wer denn diesmal für die Schlagzeilen und kuriosen Geschichten sorgen wird! Nun, schon am gestrigen Eröffnungstag hatten die Protagonisten des Turniers in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Jubiläen wurden gefeiert, Rekorde aufgestellt, und das alles am ersten Tag eines gemütlich anmutenden Turniers mit dem Flair von anno dazumal. Dafür sorgen einerseits die überschaubare Anzahl von 36 Single-Startern und andererseits viele Namen im Tableau, die schon seit recht langer Zeit durch den Tour-Zirkus tingeln. Wie zum Beispiel Alexander Sterzl, der seit Sommer 2007 “on Tour” ist, und mittlerweile auch schon 43 Lenze auf dem Buckel hat. Die Vergangenheit des Alexander Sterzl war nicht immer einfach, von vielen längeren Auszeiten und dadurch entstandenen Misserfolgen geprägt, doch im reifen Alter scheint der Wiener nun auf dem richtigen Weg zu sein. Er hat sowas wie Konstanz in sein Spiel bekommen, stolpert nicht mehr von einer Erstrundenpleite in die nächste, sondern erspielt sich Woche für Woche die für ihn so wichtigen Zweit- und Drittrunden-Matches. Und das liegt vorallem am Umstand, dass Sterzl als einer der ersten Spieler der ehemaligen “HTT-Mittelschicht” erkannt hat, dass das Niveau von heute und damals zwei komplett verschiedene Paar Schuhe sind. Der 43jährige, der es gar nicht mag, September-Second-Series-Sieger genannt zu werden, hat sich gedanklich und emotional davon verabschiedet, derzeit unrealistischen Träumen von großen Titeln auf höchster Ebene nachzuhängen, und vielmehr die Herausforderung “Challenger und 150er” angenommen. “Das Niveau ist nicht mehr mit früher vergleichbar, so ein 150er-Turnier war vor ein paar Jahren locker noch ein 250er-Turnier”, erklärte Sterzl kürzlich, und kämpft seither “als Bekehrter” im Vergleich zu vielen anderen noch immer in der glorreichen Vergangenheiten hängenden Nostalgikern mit Erfolg um sein Comeback. Und das läuft seither wirklich fein, so wie am Freitag Abend, als der Routinier mit einem Kantersieg sein “3fach-Jubiläum” standesgemäß feierte. Den müde und matt wirkenden bulgarischen Tour-Neuling Sava Vanguelov in einer knappen Dreiviertelstunde mit der Doppel-Null nach Hause geschickt, war Sterzls 65. Einzelsieg im 175. Karriere-Match beim 110. Turnierstart seiner Laufbahn fixiert. “Wie ein Eichhörnchen sammle ich Turnierteilnahmen und Siege”, lachte Sterzl angesprochen auf sein Triple-Jubiläum. “Ich bin überrascht über die Höhe und die Leichtigkeit meines Erfolges. Ich hatte ein viel engeres Match erwartet”, ergänzte der 43jährige, der übrigens bei seinem vierten Februar-HTT-150-Start nach 2008, 2009 und 2012 zum ersten Mal die erste Runde dieses Turniers überstand.

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Die Nummer 2 des Turniers Peter Baumann steht nach Rumpel-Start gegen Günther Wlaschitz doch noch souverän im Achtelfinale des Februar-HTT-150-Turniers

Im Achtelfinale trifft Sterzl nun auf den an Nummer 2 gesetzten Peter Baumann, der sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten in seiner Auftaktpartie gegen Günther Wlaschitz, doch noch souverän zu Karriere-Einzelsieg Nr. 65 aufraffte. Der 50jährige lag nämlich zu Beginn gegen einen ambitioniert und gut spielenden Gegner mit 1:4 zurück, ehe Wlaschitz mit 5 abgegebenen Games in Serie einen “Filmriss” beklagte. “Ich bin plötzlich nicht mehr ins Spiel reingekommen”, erzählte der 43jährige, der nach gewonnenen Auftakt-Game im zweiten Satz erneut 5 Spiele en suite an Baumann abtreten musste. Um so wie im Vorjahr wieder unter die letzten Acht des Turniers einzuziehen, muss Baumann nun am Samstag Abend aber Vanguelov-Bezwinger Alexander Sterzl aus dem Weg räumen.

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Jänner-Future-Sieger Martin Böö gewinnt Generationen-Duell gegen Wilhelm Huber nach Abwehr von zwei Matchbällen

Zweieinhalb Stunden härtester Kampf waren vergangen, als Martin Böö im Generatioen-Duell zur ersten Hauptrunde gegen Wilhelm Huber einen mühevollst errungenen 6:7, 6:2, 7:5 Erfolg bejubeln durfte. Vorangegangen war dem 9. Sieg des 28jährigen aber eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle. Zunächst servierte Böö im ersten Durchgang bei 6:5 mit eigenem Aufschlag auf den Gewinn des erstes Satzes, doch ein zu Null kassiertes Break und ein anschließend grottenschlecht gespielter Tie-Break machten alle Hoffnungen auf einen glatten Zweisatzerfolg rasch zunichte. Im zweiten Satz gelang Böö das entscheidende erste Break zum 3:2, das er kurz darauf mit dem 4:2 auch bestätigen konnte. Damit war Durchgang 2 gelaufen, ehe dieses spannende Generationen-Duell in einem kuriosen, abwechslungsreichen und auch spanneden Entscheidungssatz endete. Dort führte Böö rasch mit 2:0, doch mit unheimlicher Kampfkraft und viel Routine, schien sich der Huber Willi vom TC Tulln das Achtelfinal-Ticket nicht nehmen lassen zu wollen. Der 62jährige ackerte in vorbildlicher Manier, machte vier Games am Stück zum 4:2, und sicherte sich mit einem vermeintlich vorentscheidenden Break die 5:3 Führung. Das der Super-Oldboy kurz darauf sein Service nicht zum Matchgewinn durchbrachte, schien nicht weiter ins Gewicht zu fallen, zumal er bei 4:5 und Rückschlag 2 Matchbälle vorfand. Erst als Huber auch diese beiden “big points” ungenützt ließ, brach sein Spiel auseinander, während Böö mit 4 Games in Folge den 20 Minuten zuvor nicht mehr für möglich gehaltenen Achtelfinal-Aufstieg fixieren konnte. “Nach dem Aufwärmen habe ich schon eine lange Partie erwartet. Ich bin aber sehr froh über diesen Erfolg. Das war immerhin mein erstes 150er-Turnier, und hier auf Anhieb die erste Runde zu überstehen, freut mich sehr”, jubelte der Jänner-Future-Champion.

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Patrick Wimmer zieht nach Auftaktpleite gegen Klaus Stattmann die Konsequenzen, und beendet vorzeitig die Hallensaison 2014

“Was hast Du eigentlich gegen mich, das ich immer die schwierigsten Auslosungen in der ersten Runde habe”, stellte Doppel-Masters-Teilnehmer Patrick Wimmer den Turnier-Veranstalter vor seinem Auftakt-Match beim Februar-HTT-150-Turnier zur Rede. Nun, diese scheinbar unlösbare Aufgabe war in der Person von Klaus Stattmann besetzt, einem durchaus spielstarken 50jährigen, der ohne Zweifel auch zum erweiterten Kreis der Titelmitfavoriten an diesem letzten Februar-Wochenende zu zählen ist. Mehr aber ist auch nicht dran am Lokalmatador des UTC La Ville, der höchst ansehnliches Tennis recht konstant zu bieten hat, von einem Übergegner bzw. einer unlösbaren Aufgabe aber weit entfernt ist. Zumal sich Patrick Wimmer in den vergangenen Wochen und Monaten einen ganz guten Namen im Circuit erspielt hat. Was der 33jährige alleine an den beiden letzten Wochenenden spielerisch dargeboten hat, verblüffte und beeindruckte Gegner und Zuschauer gleichermaßen. Wimmer spielt einen echt flotten und technisch guten Ball, und er glänzte mit dieser durchaus atttraktiven Form des Tennis zuletzt auch mit wirklich sehenswerten Teilerfolgen. Beim Februar-HTT-250-Turnier nahm er dem späteren Turniersieger Martin Steinbauer gleich in Runde 1 einmal den ersten Satz ab, und auch eine Woche später beim Februar-Masters-Series-1000-Turnier überrumpelte Wimmer in seinem Auftaktspiel einen völlig verblüfften Gegner. Und der trug immerhin den Namen Alexander Scheller, seines Zeichens Nr. 8 der so starken Hobby-Tennis-Tour. Wimmer nahm dem Top-Ten-Star den ersten Satz mit 6:3 ab, und demonstrierte dabei eindrucksvoll, zu welchen Taten er im Stande ist. Das es aktuell nur zu Teilerfolgen reicht, liegt am überdimensional unterentwickelten Selbstbewusstsein, das Wimmer bei seinen Auftritten an den Tag legt. Wie überhaupt noch jede Menge Arbeit im mentalen Bereich auf den 33jährigen wartet. Ohne Vertrauen in sich und sein Können, war die Partie gegen Stattmann damit schon vor dem ersten Aufschlag gelaufen, und das 2:6, 2:6 letztlich keine Überraschung. “Es war keine Wunderpartie. Einer der beiden hat mehr Fehler gemacht, und das war der Patrick”, analysierte der Sieger kurz und trocken, während Patrick Wimmer sich für einige Zeit aus dem Tour-Zirkus verabschiedete. “Die Hallensaison ist für mich gelaufen”, so der 33jährige.

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Der Februar-HTT-150-Sieger von 2008 Markus Hobiger verspricht nach Auftakt-Debakel gegen Oliver Scheriau endlich Besserung in Sachen Fitness

Als einziger Spieler überhaupt bei allen 7 bisher ausgetragenen Februar-HTT-150-Turnieren seit 2008 dabei, dazu die Premieren-Auflage vor 6 Jahren siegreich gestaltet, doch das alles zählt anno 2014 nichts. Es gibt eben keinen Bonus für vergangene Heldentaten, auch nicht für eine Legende im Hobby-Tennis-Sport wie Markus Hobiger ganz unbestritten eine ist. Der 37jährige Guntramsdorfer schrammte am Freitag Abend in ein böses 1:6, 1:6 Debakel, und musste völlig chancenlos gegen Oliver Scheriau die dritte Erstrunden-Niederlage bei diesem Turnier nach 2012 (Rares Maftei) und 2013 (Markus Eichleter) hinnehmen. Mit seinem 209. Karriere-Turnierstart zog “Hobi” zwar in der Ewigenbestenliste wieder mit dem diesmal pausierenden Werner Kovarik gleich, doch die imposanten Statistik-Daten rund um den Tour-Auftritt des Guntramsdorfers können nicht über die akutell doch recht bescheidene Hobiger-Performance hinwegtäuschen. Selbst im Ranking geht es steil bergab für einen Mann, der bis vor einem Jahr noch Masters-Amibtionen hegte. Fakt ist, der gut genährte Niederösterreicher ist körperlich mehr als limitiert. Mit seinen Rettungsringen rund um die Hüften, ist flott vorgetragenes Tennis nur bis zu einem gewissen Niveau ohne Hindernisse möglich. Dann bekommt man Probleme mit der Beinarbeit, mit dem Stellungsspiel, und dann werden Fehler zum Alltag, die Erfolge selbst auf 150er-Ebene unmöglich machen. Nach dem Auftakt-Debakel gegen Scheriau versprach Hobiger Besserung in Sachen Fitness, spätestens im Sommer in Kitzbühel will sich der Guntramsdorfer von seiner besseren und vorallem schlankeren Seite präsentieren. Na dann lassen wir uns einmal überraschen!

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Martin Vytiska mit Super-Debüt und Silviu Craciunas mit einer “Implosion”

Einen gelungenen Einstand feierte am Freitag Abend auch Andreas Vytiska. Der 22jährige aus Gießhübl besiegte zum Auftakt des 7. Februar-HTT-150-Turniers den 10 Jahre älteren Silviu Craciunas mit 7:5, 6:4, und darf damit als Belohnung am Sonntag im Achtelfinale gegen Markus Weidinger oder Tour-Neuling Niklas Grünefeldt wieder ran. Vytiska bot nicht nur spielerisch eine ansprechende Vorstellung, sondern er zeigte auch Nervenstärke, als er sich im ersten Satz bei 4:5 gleich mit 2 Satzbällen gegen sich konfrontiert sah. Im zweiten Durchgang präsentierte sich der gebürtige Wiener vom Perchtoldsdorfer TK dann als der konstantere Spieler, der mit dem entscheidenden Break zum 6:4 schließlich den Sack zumachte. “Es war von meiner Seite eine mittlere Leistung, und der Gegner war nicht einfach zu spielen für eine erste Runde”, betonte der Sieger, während Craciunas von einer “Implosion seinerseits” im zweiten Satz sprach. “Da hat kein Schlag mehr funktioniert, war ich völlig verkrampft”, so der enttäuschte 32jährige.

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Christoph Eigenseder löst mit seiner 19. Erstrunden-Niederlage in Serie den bisherigen Negativ-Rekordhalter Markus Winter (16 Startpleiten en suite im Jahr 2009) ab

Machen wir noch einen kurzen Blick in die am Freitag Abend ebenfalls angelaufene Qualifikation des Februar-HTT-150-Turniers, wo Christoph Eigenseder für einen neuen Negativ-Rekord verantwortlich zeichnete. Beim Februar-Challenger-Turnier vor drei Wochen hatte der 37jährige Wiener den fragwürdigen Rekord eines gewissen Markus Winter eingestellt, der einst vor Jahren mit 16 Erstrunden-Niederlage am Stück glänzte. Am gestrigen Abend baute Eigenseder diesen Negativ-Rekord auf die neue Bestmarke von 19 Startpleiten in Serie aus, geschuldet einem 4:6, 4:6 in der Quali gegen Norbert Spanninger. Den letzten Sieg auf einem der Courts der Hobby-Tennis-Tour fuhr der Webdesign-König am 23. Juli 2011 ein, als er in der ersten Runde des Juli-Challenger-Turniers die russische Olympiasiegerin Diana Ulojan mit 6:4, 6:1 bezwang. Seither setzte es nur mehr Niederlagen, wobei die durchaus schlimm zu lesende Horror-Statistik schon auch differenziert betrachtet werden muss. Denn während Markus Winter seine 16 Startpleiten vor vier Jahren in der Saison 2009 am Stück produzierte, hatte Eigenseder verletztungsbedingt mehrere Phasen ohne Spielpraxis aufzuarbeiten, in denen es eben erwähnte Niederlagen setzte. So musste der 37jährige von Ende 2011 bis Sommer 2013 pausieren, ehe er in der vergangenen Saison noch fünf Comeback-Niederlagen zu verzeichnen hatte. Auf dem Weg zurück zu alter Stärke und neuer Spielweise ist Eigenseder auch heuer bislang noch nicht in die Erfolgsspur gekommen. Nach 7 Turnierstarts wartet der Wiener immer noch auf seinen ersten Saison-Einzelsieg, wenngleich Ansätze immer wieder in seinen Partien vorhanden sind. Einzig das konstante “Rüberbringen” von guten Leistungen und Resultaten klappt noch nicht. Gesehen vor einer Woche, als er im zweiten Satz seines Erstrunden-Spieles gegen Dieter Schickbichler eine 4:0 Führung ungenützt ließ. Und auch gestern Abend patzte Eigenseder wieder, diesmal im Quali-Duell mit Norbert Spanninger und nach einem 5:2 im zweiten Satz. “Es war eigentlich eh eine recht schöne Partie. Ich habe es halt noch nicht drauf, gute Phasen konstant zu Ende zu spielen”, erklärte der Unterlegene nach seinem 103. Karriere-Single.

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Milan Stojkov und Michael Kenn lösen Ticket für den Hauptbewerb

Neben Norbert Spanninger haben sich am Freitag Abend auch Milan Stojkov und Michael Kenn für den Hauptbewerb qualifiziert. Stojkov deklassierte einen ohne Vorhand spielenden Alexander Ortner mit 6:3, 6:1 und freute sich ausgerechnet im 125. Match seiner Laufbahn über ein dringend nötiges Erfolgserlebnis. Verlief der erste Satz noch mit vielen engen Games, war Durchgang 2 eine klare serbische Angelegenheit, zumal Ortners Vorhand auch beim Return regelrecht weggebrochen war. In drei Sätzen mit einer Null zum Abschluss, kämpfte sich auch Michael Kenn in den Hauptbewerb. Der 44jährige Quer-Einsteiger darf nach seinem 5:7, 6:3, 6:0 Erfolg über Dieter Wurmböck nun als Lohn gegen die Nummer 1 des Turniers Andreas Tolunay vom TC Terra Rossa ran!

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