Philipp Schneider und Peter Klager feiern siegreiche Masters-Debüts

Mit einer Gala-Vorstellung zu später Stunde hat HTT-French-Open-Champion Peter Klager am gestrigen Freitag seinen Einstand auf Masters-Ebene gefeiert. Der 21jährige Wiener deklassierte bei seinem Tour-Final-Debüt den außer Form befindlichen Vorarlberger Markus Kurzemann mit 6:1, 6:1, und stürmte in gerade einmal 65 Minuten zum insgesamt 30. Saison- und Karriere-Einzelsieg. Bei seinem ersten Antreten als neue Nummer 1 der Hobby-Tennis-Tour meldete Klager mit einer beeindruckenden Vorstellung auch gleich nachdrücklich seine Anwartschaft auf den Titelgewinn beim Saisonfinale der Top 8 im UTC La Ville an. Nicht minder eindrucksvoll fiel auch der Masters-Auftakt von Philipp Schneider aus. Der 33jährige Niederösterreicher blieb gegen September-Masters-Series-1000-Sieger Fabian Mayrhuber siegreich, und feierte mit einem deutlichen 6:2, 6:3 Erfolg so wie Klager seinen insgesamt 30. Einzelsieg im Jahr 2013. Ein Bericht von C.L

img_0857

Philipp Schneider feiert nach nur 59 Minuten Spielzeit einen klaren Sieg über Fabian Mayrhuber und ein mehr als gelungenes Masters-Debüt

Die designierten Aufstiegs-Favoriten in Gruppe A haben am gestrigen zweiten Spieltag des Tour-Finals 2013 ihre große Klasse demonstriert, und mit zwei mehr als verdienten Auftakt-Siegen für eine klare Rollenverteilung in ihrem Vorrunde-Pool gesorgt. Zunächst prolongierte der 5fache Saisonsieger Philipp Schneider vor den Augen seiner Freundin seinen aktuellen Erfolgsrun, und feierte im 18. Hallen-Match seit Beginn der heurigen Indoor-Saison seinen bereits 17. Erfolg. Der 33jährige scheint sich am Altmannsdorfer Ast pudelwohl zu fühlen, und das bewies der gebürtige Horner auch im Match gegen WAC-Star Fabian Mayrhuber. Das “Match des Tages” am “Tennis Stop Heiter-Day” stand von Beginn an ganz im Zeichen des Ranglisten-Vierten, der bei eigenem Aufschlag souverän agierte, und Mayrhuber bei dessen Aufschlag-Games vom Start weg ordentlich beschäftigte. Das erste und wohl vorentscheidende Break in Durchgang 1 gelang Schneider allerdings erst zum 4:2, kurz darauf war der erste Satz nach einem weiteren Aufschlag-Verlust Mayrhubers und 29 doch recht einseitigen Minuten vorbei. Ein bei eigenem Service völlig unantastbarer Philipp Schneider, war im ersten direkten Duell mit Fabian Mayrhuber auch von der Grundlinie der konstantere und effektivere Spieler, während beim WAC-Star wie erwartet die lange Pause seit seinem letzten Aufritt im Circuit Anfang Oktober zum Problem wurde. Der 24jährige wirkte bei Duellen von der Grundlinie unsicher, desorientiert und nie in der Lage, den nach 5 Saisontiteln vor Selbstvertrauen strotzenden Gegner aus der Ruhe zu bringen. Dem 2fachen Grand-Slam-Gewinner aus dem Mayrhuber-Clan fehlte oftmals auch das Timing in seinen Schlägen, was angesicht der mangelnden Matchpraxis auch nicht überraschend kam. Einzig beim Aufschlag lieferte der Ranglisten-Fünfte vom WAC in gewohnter Manier ab, was ein halbes Dutzend an Assen und die ganz ordentliche Quote von 67 Prozent an Punkten nach dem ersten Aufschlag beweisen. Um dem Auftakt-Spiel der Gruppe A aber eine Wende zu geben, war ein halbwegs passables Service zu wenig, zumal auf der anderen Seite des Netzes mit Schneider ein ebenso großartiger Aufschläger bei seinen Service-Games noch souveräner agierte. Der 33jährige ließ nicht eine einzige Break-Chance Mayrhubers zu, und übte mit einer 85 Prozent Quote am ersten Aufschlag konstant Druck auf den returnierenden Gegner aus. Das einzige Break im zweiten Durchgang zum 3:1 war daher auch schon matchentscheidend. Nach nur 59 Minuten beschloss der Niederösterreicher mit einem Ass sein Masters-Premieren-Match, und bejubelte den insgesamt sechten Einzelsieg in Folge.

img_0856

img_0854

Die Stimmen zum Auftakt-Schlager in Tour-Final-Gruppe A

“Das war in jedem Fall ein gelungenes Masters-Debüt”, freute sich Schneider später bei der Pressekonferenz. “Ich habe sehr solide gespielt, obwohl ich mich beim Einspielen nicht so wohl gefühlt hatte auf dem ungewohnten Belag. Allerdings bin ich dann recht schnell ganz ordentlich in die Partie gekommen, und hab das ganze Match über relativ wenige Fehler gemacht. Natürlich hat mit der Fabian heute auch ein wenig geholfen und einige Fehler gemacht, doch im Großen und Ganzen habe ich mich relativ souverän gefühlt, und ich bin sehr zufrieden mit meinem ersten Masters-Auftritt”, so der 33jährige, der sich aber noch nicht im Semifinale des Saisonfinales sieht: “Die Ausgangslage ist jetzt natürlich nicht schlecht, aber es ist erst eine Partie gewonnen, und man braucht wahrscheinlich mindestens zwei Siege für den Aufstieg ins Halbfinale. Das wird nicht leicht, denn unterschätzt wird in dieser Gruppe gefälligst niemand”, mahnte der 5fache Saisonsieger zur Vorsicht. Derweil musste Fabian Mayrhuber sein doch eher enttäuschendes Masters-Comeback nach zwei Jahren Tour-Final-Pause erklären: “Das war nicht gut, weil ich heute überhaupt nicht das Gefühl hatte, und Schneider wirklich gut gespielt hat. Für sein erstes Match auf diesem Belag war das schon sehr stark, mir hingegen fehlte auf Opti-Court völlig das Timing. Ich habe mir auch schon die Match-Statistik kurz nach dem Spiel angesehen, und die Games die ich gemacht habe, sind mir nur mit dem Aufschlag gelungen. Von der Grundlinie her war ich völlig chancenlos”, analysierte Mayrhuber die glatte Niederlage in seinem 25. Saison-Match. “Ich habe teilweise nicht schlecht verteidigt, aber ich habe halt auch ganz lange das komplett falsche Tennis gespielt. Schneider spielt “unten” so stark, alle Bälle die er niedrig schlagen konnte, hat er mir links und rechts eingebaut. Ich habe eineinhalb Sätze taktisch falsch gespielt, und dann hätte ich am Schluss bei 1:4 das Gefühl gehabt, dass in dieser Partie noch was gehen könnte. Insgesamt war ich aber wiegesagt chancenlos”, zog der 24jährige ein bitteres Resümee, ehe er noch zur im Vorfeld aufgekommenen Kritik bezüglich seiner Abwesenheit bei den großen Hallenturnieren im Herbst Stellung bezog. “Diesmal war es definitiv anders als 2011. Ich wollte unbedingt spielen, aber ich war fast 5 Wochen lang krank, konnte nicht spielen und ich habe eine beim letzten Freiluft-Turnier eingefangene Verkühlung ewig lange mit mir herumgeschleppt”, so der 10fache Turniersieger. “Jetzt muss ich hoffen, dass der Schneider auch noch den Klager schlägt, sonst wird es sehr schwer. Kurzemann glaube ich doch zu schlagen, aber jetzt habe ich den Aufstieg nicht mehr in der eigenen Hand”, äußerte sich der ehemalige Ranglisten-Erste.

img_0878

Peter Klager düste in seinem ersten Match als neue Nummer 1 nach Anfangsproblemen über Ländle-Bomber Markus Kurzemann hinweg

Mit einer insgesamt äußerst imposanten Vorstellung ist am Freitag Abend in der Night Session zum Tennis Stop Heiter-Day auch der frisch gebackene Ranglisten-Erste Peter Klager in das Unternehmen “Masters” gestartet. Der 21jährige beherrschte bis auf wenige Phasen die Neuauflage des heurigen HTT-French-Open-Finales gegen Markus Kurzemann, und beförderte den Ranglisten-Achten aus Vorarlberger in nur 65 Minuten mit einem 6:1, 6:1 Kantersieg aus der Halle am Altmannsdorfer Ast. Das letzte Match des zweiten Vorrunden-Tages beim Saisonfinale der Top 8 im UTC La Ville, sah zunächst eine überraschend enge Anfangsphase, in der Klager nicht so recht in Schwung kommen wollte, und Kurzemann mit gefälligem Grundlinien-Tennis gekonnt dagegen hielt. Den Beweis dafür lieferten Statistik und mitlaufende Match-Uhr. Erst mit der fünften Break-Möglichkeit konnte Klager seinem Gegner erstmalig den Aufschlag abnehmen, und die vehemente Gegenwehr des Lände-Bombers in den ersten drei Games dauerte allein 23 Minuten. Als man sich im Publikum bereits auf eine Night-Session bis weit nach Mitternacht eingestellt hatte, zündete der neue Ranglisten-Leader aber den Turbo, und hatte nur 13 weitere Minuten später unglauberlicher Weise den ersten Satz mit 6:1 für sich entschieden. Ein ähnliches Bild bekam das Publikum dann auch im zweiten Satz geboten. Wieder “mühte” sich Klager durch die Anfangsphase, ehe der 21jährige HTT-French-Open-Sieger von einem Horror-Game Kurzemanns profitierte. Der 33jährige aus Dornbirn musste seinen Aufschlag – u.a. mit Doppelfehler Nr. 6 – zum 1:3 abgeben, und damit war der Käse für diesen Abend auch schon gegessen. Denn ein Klager erst einmal in Fahrt gekommen, walzte über einen im Finish völlig konfusen Kurzemann hinweg, und sichert sich so im Head to Head eine 3:0 Führung. 60:30 gewonnene Punkte in der abschließenden Match-Statistik von hobbytennistour.at sprechen zudem auch eine ganz klare Sprache zugunsten Klagers, der mit seinem 30. Saisoneinzelsieg ein großen Schritt in Richtung Nr. 1 am Jahresende machte.

img_0867

Was Klager und Kurzemann zum Masters-Auftakt-Match zu sagen hatten

“Es war nicht ganz schlecht, teilweise habe ich recht gute Bälle gespielt, aber leider fehlt mir die Konstanz nachdem ich mich vor eineinhalb Monaten verletzt habe. Ich habe alles versucht heute, und ein paar Ansätze waren auch schon wieder da, schauen wir mal wie es weitergeht in diesem Turnier. Im Prinzip ist ja noch alles möglich, und ich versuche mich noch zu steigern”, bedauerte Markus Kurzemann seinen missglückten Masters-Start. Etwas schaumgebremst fiel derweil die Analyse von Auftakt-Sieger Peter Klager aus, und das nach einer mehr als starken Darbietung. “Ja es geht, ich bin jetzt nicht unzufrieden. Für mein erstes Mal auf diesem Belag bin ich eigentlich relativ zufrieden. Die Partie war phasenweise nicht schlecht”, lautete das knappe Statement der neuen Nummer 1.