Favoritensiege am Eröffnungstag des Future-Tour-Finals 2013

Durchwegs mit Favoritensiegen ist am gestrigen Freitag Abend der Eröffnungstag beim großen Saisonfinale der besten Future-Tour-Spieler im UTC La Ville über die Bühne gegangen. Jeweils in zwei Sätzen konnten Terra-Rossa-Star Lucas Rydl, der 2fache Saisonsieger Martin Haslinger und Donaufeld-Super-Senior Karl Ader ihren ersten Sieg in der Gruppenphase des Future-Tour-Finals 2013 verbuchen. Mühsamer gestaltete sich hingegen der erste Auftritt von Mario Ferrari in Gruppe B, denn der 32jährige benötigte drei Sätze, um sich gegen den Niederösterreicher Patric Weidinger behaupten zu können. Ein Bericht von C.L

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Jungstar Martin Haslinger nach 10. Future-Tour-Einzelsieg in Serie und gelungenem Start ins “Final” nur bedingt zufrieden

Eines steht schon nach den ersten vier Matches der Vorrunde beim Future-Tour-Final 2013 fest. Es ist kein gewöhnliches Turnier, bei dem Ader & Co dieser Tage aufschlagen. Allen Beteiligten ist mehr als bewusst, worum es an diesem November-Wochenende am Altmannsdorfer Ast geht, und dementsprechend angespannt und nervös präsentierten sich die aufschlagenden Herrschaften am gestrigen Abend. Und somit sind auch die Anlaufschwierigkeiten zu erklären, mit denen beispielsweise der zuletzt so souverän agierende Martin Haslinger im Auftakt-Duell der Gruppe C gegen Jens Gudenus zu kämpfen hatte. Eineinhalb Stunden lang quälte sich der 15jährige Hollabrunner bis er gegen den solide an der Grundlinie fightenden Gudenus den ersten Satz mit 6:4 unter Dach und Fach gebracht hatte. Mit dem Satzgewinn im Rücken, spielte sich der jüngste Teilnehmer im 12er-Feld dann vor den Augen seiner Eltern in weiteren knapp 40 Minuten zu seinem ganz persönlichen “Triple-Jubiläum”. Der junge Niederösterreicher spielt dieser Tage sein 10. Karriere-Turnier, feierte gegen Gudenus seinen 20. Einzelsieg, und wahrte letztlich mit einem 6:4, 6:4 die Aufstiegschancen ins Semifinale. Mit seinem 10. Einzelsieg in Serie, war Haslinger nach Spielende aber nur bedingt zufrieden: “Es war ein einziger Krampf. Schwer zu sagen woran das lag. Natürlich ist bei so einem Turnier wie dem Future-Tour-Final jedes einzelne Match doppelt schwer. Der Sieg freut mich zwar, aber das heutige Spiel muss ich trotzdem noch näher analysieren, denn sonst lernt man nichts dazu”, äußerte sich der 15jährige November-Future-Champion selbstkritisch. “Besser als erwartet und doch verloren”, mit diesem knappen Statement verabschiedete sich derweil Jens Gudenus. Immerhin hat der 30jährige heuer mit 27 Siegen bei 27 Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz! Unter Zugzwang steht er aber trotzdem bereits, denn wenn Gudenus seine kleinen Chancen auf einen Platz im Semifinale aufrecht erhalten möchte, dann muss nun schon ein Sieg am Samstag Nachmittag über den großen Titelfavoriten und 3fachen Future-Tour-Saisonsieger Rudolf Ronovsky her!

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Mario Ferrari beendet mit Dreisatzsieg über Patric Weidinger seine Negativserie, und Karl Ader fegt mit seinem 20. Future-Tour-Saisoneinzelsieg über Markus Fessel hinweg

Was tat sich sonst noch am ersten Spieltag des Future-Tour-Finals 2013? Lucas Rydl schuf sich in Gruppe A mit einem 7:6, 6:2 Erfolg über Serbiens Blagoje Dogandzic eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um eines der vier begehrten Semifinal-Tickets. In Gruppe B haderte Patric Weidinger im Duell mit Mario Ferrari mit den Lichtverhältnissen in der Halle und einer vergebenen 4:1 Führung im entscheidenden dritten Satz. Mit einem “finale furioso” zog Ferrari quasi im letzten Moment den Kopf aus der Schlinge, die sich im Falle einer Niederlage und dem Match mit der Olympia-Silbernen Katharina Kothmayer vor der Brust, wohl schon frühzeitig zugezogen hätte. So hat der 32jährige aber am kommenden Sonntag die Aufstiegsfrage selbst in der Hand, und so nebenbei beendete Ferrari mit dem 6:2, 2:6, 6:4 Erfolg und dem dritten Sieg im vierten Duell gegen Weidinger auch seine zuletzt schon unheimlich anmutende Negativserie von 5 Auftaktniederlagen in Serie. Erwartet souverän übersprang schließlich noch Super-Oldie Karl Ader am Freitag Abend seine erste Hürde auf dem Weg durch die Gruppenphase in Pool D. Der 70jährige feierte bei seinem 60. Karriere-Turnierstart und im 120. Match seiner Laufbahn einen Auftakt nach Maß, und kam mit einem ungefährdeten 6:1, 6:3 Kantersieg über Markus Fessel zum 65. Sieg. So nebenbei machte der Donaufelder auch noch seinen 20. Saisonsieg auf Future-Ebene perfekt, mehr Matches hat heuer auf der Future-Tour kein Spieler gewonnen!

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