Die Überflieger beim sensationellen RMB TILE CUP 2013

Der in der Vergangenheit oftmals gescholtene und viele Male kritisierte Renee Glatzl ist endlich an der Spitze der Hobby-Tennis-Tour angekommen. Der 19jährige Wiener vom Schwechater TC war die schillernde Persönlichkeit beim RMB TILE Cup “auf Donaufeld”, und trat mit seinem insgesamt 5. Karriere-Titel endgültig aus dem langen Schatten von Mayrhuber & Co. Neben dem triumphalen Auftritt des Ranglisten-Dritten hatte das vorletzte September-Tennis-Wochenende des Jahres 2013 aber noch viele weitere Highlights zu bieten. Ein Bericht von C.L

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Erneutes Schmuddelwetter in Transdanubien legt RMB TILE CUP zu Beginn lahm

Tennis in “Transdanubien” – also jenseits der Donau – war in der heurigen Saison zumeist eine richtig feuchte Angelegenheit. Von acht Tennis-Weekends in Floridsdorf waren heuer gleich fünf davon intensivst von Regen und Schlechtwetter beeinträchtigt. Ende August war man beim TC Donaufeld gleich 14 Tage lang emsig damit beschäftigt, das sechste Masters-Series-1000-Turnier der Saison und einen mit 60 Teilnehmern rappelvollen Challenger-Raster halbwegs planmäßig über die Bühne zu bringen. Kaum war dieses Schreckgespenst verjagt, hatte die Verantwortlichen des RMB TILE CUPS 2013 schon wieder ein Italien-Tief eingeholt. Das vorerst letzte “Wash-Out” jenseits der Donau legte die ersten beiden Turniertage lahm und sorgte dafür, dass sich die Stars der Szene bis weit hinein in die nächste Woche um die drei auszuspielenden Titel “auf Donaufeld” matchen mussten. Trotz des Floridsdorfer Schietwetters gelassen, gab sich derweil die Turnierleitung. Kein Wunder hatte man doch ein knappes Monat zuvor unter ähnlich ungünstigen Voraussetzungen schon einmal ein verregnetes Tennis-Event finalisieren können. Und überhaupt, warum sollte man sich ob des Schmuddelwetters die gute Laune und Vorfreude auf eine Veranstaltung rauben lassen, die insgesamt zu einer der Topadressen im heurigen Tour-Circuit avancierte.

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Gerald Milabersky als Hans Dampf in allen Gassen und drauf & dran, mit dem TC Donaufeld die Leaderrolle im Tennissport jenseits der Donau zu übernehmen

Denn der dritte und letzte Turnier-Triplepack dieser Saison in der Nordmanngasse hatte wieder einmal Dimensionen erreicht, wie man sie so auf Hobby-Tennis-Ebene kaum erlebt. Und einmal mehr entpuppte sich Gastgeber Gerald Milabersky als der Drahtzieher eines Tennisfestes samt toller Stimmung, dem nicht einmal das triste Wetter einen Abbruch tun konnte. Wie überhaupt der 42jährige dieser Tage zum Hans Dampf in allen Gassen wurde, und als prägende Figur für die abermalige Ausnahmestellung seines Events im Circuit sorgte. Das Jammern überläßt Milabersky anderen, er krempelt viel lieber die Ärmel auf, um dem Hobby-Tennis-Sport jenen Stellenwert zu verleihen, den er aus seiner Sicht lange noch nicht erreicht hat. Der umtriebige Anlagenbetreiber ermöglichte den besten Hobby-Tennis-Spielern der Stadt wieder einmal ein Tenniserlebnis der besonderen Art. Von einer stimmungsvollen und äußerst gelungenen Players-Party über Turniersponsor Rudolf Bauer mit seiner Firma RMB TILE bis hin zum beliebten HTT-TV, hatte der 42jährige Tennis-Fanatiker wieder einmal massigst Eckpfeiler für eine Tennis-Party der Superlative gesetzt. Es ist somit auch nicht weiter verwunderlich, warum sich der TC Donaufeld bei so vielen Tennisspielern immer größerer Beliebtheit erfreut, und Milabersky unaufhaltsam drauf und dran ist, mit seinem Verein in Richtung Branchen-Primus jenseits der Donau zu marschieren.

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Auch sportlich betrachtet konnte der RMB TILE CUP 2013 mit 5 Top-Ten-Stars überzeugen

Und auch sportlich betrachtet hatte der mit 828 Euro dotierte RMB TILE CUP 2013 ein Teilnehmerfeld höchster Qualität zu bieten. Und das trotz großer Konkurrenz, standen doch gleichzeitig die WAT Landstrasse Open auf der allseits so beliebten Hans Bock Anlage auf dem Programm. Doch Milaberskys Engagement sollte den Ausschlag für ein hochkarätig besetztes 28er-Feld jenseits der Donau geben. Gleich 5 Mann aus den Top Ten, darunter der amtierende HTT-French Open-Champion Peter Klager, die hoffnungsvollen Jungstars Renee Glatzl und Stefan Kraberger, der 2fache Saisonsieger Philipp Schneider, der 2fache Grand-Slam-Gewinner Fabian Mayrhuber und die beiden Lokal-Heros Mario Kiss und Rares Maftei sorgten für ein 720. Single-Event der Open Ära, das spätestens ab dem Viertelfinale hochklassigen Tennissport zu bieten hatte.

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Jungstar Renee Glatzl strafte mit finaler Galavorstellung alle seine Kritiker Lügen

500 Punkte für das HTT-Entry-Ranking und 125 Euro Siegergage gingen am Ende aber verdienter Weise an einen jungen Mann, den Kritiker bis vor Kurzem noch als spektakulär spielenden Mitläufer, nicht aber als erfolgreichen Turnierspieler handelten. Ab und an einmal das in vielen Stunden antrainierte Powertennis zum Besten geben, das imponierte zwar Freunden der genialen Tenniskunst, um die erwähnten Kritiker zu überzeugen, reichte die gelegentlich vorgetragene Filzkugelshow des Ex-Terra-Rossa-Stars aber nicht. Im Endspiel des 20. September-HTT-500-Turniers strafte der gescholtene Jungstar aber all seine Kritiker Lügen. Mit einer Gala-Vorstellung die die Besucher am Centercourt des TC Donaufelds zum Staunen brachte, entzauberte der Jungstar im Endspiel sogar den allseits favorisierten HTT-Shooting-Star des Jahres. Peter Klager war nach 4 Endspielteilnahmen und 3 Turniersiegen im Jahr 2013 als großer Favorit ins 72. Saisonfinale gestartet, letztlich aber nach nur 1:32 Stunden mit der deutlichsten Niederlage seiner noch jungen Karriere erstmals recht unsanft vor vollendete Tatsachen gestellt. Auch er musste am Finaltag des RMB TILE CUPS 2013 einsehen, dass die Bäume selbst für ihn den HTT-French-Open-Champion nicht in den Himmel wachsen. Spielte Klager bis zur Jubiläums-Ausgabe des September-HTT-500-Turniers in diesem Jahr teilweise in einer eigenen Liga, so wurde er im Endspiel eineinhalb Sätze lang regelrecht vorgeführt. Und das von einem Renee Glatzl, der Tennis spielte als gebe es kein Morgen. Der 19jährige schoss aus allen Rohren, aus allen Ecken und Winkeln des Platzes, und brauste wie eine Dampfwalze über den die Tage zuvor leicht kränklichen Klager. Das Glatzl während des Turniers ebenfalls von einer Erkältung geplagt wurde, machte den unglaublichen Triumph des Juniors noch spezieller.

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Der beste Glatzl aller Zeiten zerlegt HTT-French-Open-Champion Peter Klager

Wie stark Glatzl mittlerweile ist, und auf welch beeindruckendes Niveau er sein Tennis anno 2013 gehievt hat, wurde speziell in der Anfangsphase des September-HTT-500-Finales deutlich. 18 Minuten waren gerade einmal gespielt, da hatte der an “2” gesetzte Jungstar dem topgereihten Klager einen 0:4 Rückstand umgehängt, und dem Mai-Grand-Slam-Champion mit abartiger Grundlinien-Power einen saftigen Denkzettel verpasst. Glatzl dominierte das Geschehen am Centercourt derart überlegen, dass Klager zum ersten Mal in seiner Karriere einen Satz verlor, ohne auch nur ein einziges Aufschlagspiel durchzubringen. Die Dominanz seines Gegners hatte zudem zur Folge, dass Klager die gewohnte Konstanz an der Grundlinie abhanden kam. Manchmal wirkte das Klager-Tennis ein, zwei Meter hinter der Grundlinie fast unbeholfen, so erdrückend agierte das Gegenüber des 3fachen Saisonsiegers. Glatzl hingegen brillierte mit konstantem Powertennis und einer bei ihm so noch nie gesehenen Minimal-Quote an unerzwungenen Fehlern. Sein 5. Karriere-Titel war am Ende auch die Belohnung für eine Leistung, die der 19jährige im Verlauf des Turniers von Partie zu Partie steigern konnte. Im Achtelfinale ließ Glatzl zwar noch Jürgen Buchhammer wie einen Schuljungen aussehen, im viertelfinalen “battle of sexes” mit der richtig stark spielenden Olympiasiegerin Ines Kreilinger glänzte Renee aber erst im zweiten Heat mit einer ergebnistechnischen Null. Der Arbeitssieg im semifinalen Duell der Jungstars mit Stefan Krabeger war schließlich dann mehr als die erworbene Eintrittskarte ins Traumfinale gegen Peter Klager. Denn gegen den Junior-Star vom TC Top Serve musste Glatzl neben seines Könnens auch jede Menge körperlichen und mentalen Aufwand betreiben, um den jungen Schneider-Bezwinger aus dem Titelrennen zu werfen. Im Endspiel dann aber spielte Glatzl so stark und eindrucksvoll auf, dass er im neusten Ranking mit Klager die Plätze tauschte, und als neue Nummer 2 nun erster Verfolger von Branchen-Primus Franz Mayrhuber ist. Und viele Experten und Zuschauer sprachen nach der beobachteten Final-Gala gar vom besten Glatzl aller Zeiten. Bleibt die Frage, wohin der Weg des 19jährigen Tourstars noch führen wird? Fachleute und Szenekenner der Hobby-Tennis-Tour sind sich sicher, dass dieser Erfolg beim TC Donaufeld ein richtungsweisender gewesen sein könnte. Jetzt weiß Glatzl, wozu er im Stande ist, und jetzt wird es für die Konkurrenz gegen einen selbstbewussten Power-Server erst so richtig unangenehm. Dem 19jährigen scheinen nunmehr keine Grenzen mehr gesetzt, und womöglich hat die noch bis Ende November laufende Saison noch das ein oder andere Highlight für den Ex-Terra-Rossa-Star parat. Immerhin steht ja auch noch das Masters ins Haus, und dort hat Glatzl nach den Vorkommnissen des letzten Jahres ohnehin noch eine Rechnung offen.

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Challenger-Star Sascha Kobsik eilt beim RMB TILE CUP aus dem Schatten eines favorisierten Trios

Baumann, Löffelmann oder Wimmer, wer aus diesem Trio würde sich den Titel bei der 8. Auflage des September-Challenger-Turniers auf Donaufeld sichern? Das war die große und vieldiskutierte Frage innerhalb der Challenger-Szene für den mit insgesamt 215 Euro dotierten Auftritt der Tourstars aus der zweiten Reihe. Doch von den gehandelten Favoriten kam diesmal keiner über das Viertelfinale hinaus. Der 2fache Challenger-Saisonsieger Thomas Löffelmann schwächelte im Viertelfinale, der zuletzt auf höherer HTT-Ebene so bärenstark agierende Peter Baumann wurde ebenfalls in der Runde der letzten Acht vorgeführt, und Challenger-Rekordsieger Clemens Wimmer ereilte gar schon im Auftakt-Match ein bitteres Aus. Und damit war plötzlich der Weg frei für einen Mann, den Insider der Challenger-Tour zwar immer im erweiterten Favoritenkreis führen, der aber aufgrund seiner schwächelnden Final-Darbietungen zuletzt, von den Radarschirmen der Kollegenschaft in Sachen Titelgewinn beim mit immerhin 50 Mann äußerst bombastisch besetzten RMB TILE CUP 2013 verschwunden war. Das hatte sich Kobsik nach einer durchwachsenen Saison aber selbst zuzuschreiben. Das permanente Auf & Ab kostete dem Wiener vieles an mühsam aufgebautem Renomee. Zu Saisonbeginn überraschte er die Konkurrenz und wohl auch sich selbst noch mit dem Triumph beim Jänner-Challenger, ehe eine über ein halbes Jahr andauernde Dürreperiode die Kobsik-Karriere ins Stottern brachte. Der selbst inszenierte Wirbel mit Ex-Kumpel Manfred Buzek, seine oftmals radikal und aggressiv nach Außen transportierte Kritik in Richtung Tourleitung, bremste den Erfolgsrun des 31jährigen abrupt. Um so lauter er Missstände aufzuzeigen versuchte, desto leiser wurde es in Sachen Resultate. Den negativen Höhepunkt erlebte Kobsik in Kitzbühel, wo er mit großen Hoffnungen angereist, eine blamable Vorstellung in den Tiroler Bergen ablieferte.

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Kitzbühel-Desaster als Trendwende

Doch der Ausrutscher in den Alpen dürfte für den charismatischen Challenger-Star heilsam gewesen sein. Kobsik dürfte nach der Kitz-Pleite in sich gegangen sein, das vergangene schwächlich absolvierte halbe Tennisjahr Revue passiert sowie analysiert, und daraus seine Schlüsse gezogen haben. Kobsik besann sich wieder seiner Stärken, und die liegen nunmal nicht im Schwingen irgendwelcher belangloser Reden, sondern auf dem Platz, wo sich der 31jährige seit seinem Tour-Comeback im März 2012 so prächtig entwickelte. Der Jänner-Challenger-Champion wagte also im Sommer einen Neuanfang, und entwickelte auf den Aschecourts dieser Stadt wieder jene Konstanz in seinem Spiel, mit der er zu einem der dominierenden Stars der HTT-Challenger-Tour avancierte. Belohnt wurde der 360-Grad-Turn mit zwei Finalteilnahmen, die eindrucksvoll belegten, dass Kobsik zurück war, im Spiel um die Challenger-Trophäen dieser Stadt. Einem Ehrgeizler wie ihm waren freilich die zwei Endspielteilnahmen nicht nur zu wenig, sondern regelrecht zuwider. Sowohl bei der Finalniederlage gegen Clemens Wimmer im Sportverein Matchball als auch beim Final-Aus auf Donaufeld im August spürte Kobsik allerdings, dass er wieder den zuletzt verloren gegangenen Anschluss geschafft hatte.

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Sascha Kobsik kehrt beim RMB TILE CUP in die Erfolgsspur zurück

Für das 8. September-Challenger-Turnier beim RMB TILE CUP auf Donaufeld hatten ihn die Tour-Experten aber trotzdem “noch” nicht auf der Rechnung. Der plötzliche Wirbel um seine Person als einer der “fünf Störenfriede” die für das mögliche Aus der Hobby-Tennis-Tour verantwortlich sein könnten, belastete Kobsik sichtlich. Zahm wie ein Lämmchen präsentierte er sich in den Tagen des Turniers, und vielleicht war der plötzliche Fokus auf die wesentlichen Dinge genau das, was Kobsik auf dem Weg zurück brauchte. Tja, und dann war da auch noch eine scheinbar belanglose Erstrundenpartie beim gleichzeitig stattfindenden September-HTT-500-Turnier, die Kobsik aber so richtig in Sachen Selbstvertrauen pushte. Gegen Stefan Loibl sah der Challenger-Hero trotz knapper Niederlage auf einmal deutlich, welches noch nicht nach Außen gekehrte Potential in ihm steckt. Mit dem neuen Selbstbewusstsein stellte sich Kobsik der wahrlich nicht einfachen Aufgabe des September-Challenger-Rasters, der auf dem möglichen Weg ins Endspiel mit brutalen Brocken gepflastert war. Und so wurden die ersten drei Runden für den späteren Sieger zu wahren Kraftakten. Gegen Bernhard Sladek, Gerald Marhold und Thomas Löffelmann musste Sascha jeweils über die volle und kraftraubende Distanz von drei Sätzen gehen, wobei vorallem der Achtelfinal-Auftritt nicht unerwähnt bleiben sollte. Denn dort hatte Kobsik womöglich mehr Glück als Erfolg, und dort im Duell mit Gerald Marhold profitierte der 31jährige vom Gentleman-Faktor seines Gegenübers. 4:5 lag Kobsik nämlich im entscheidenden dritten Satz zurück, als die Partie wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste. Nicht wissend, dass er zur Vollendung der Begegnung einen Extratag Zeit gehabt hätte, rang sich Marhold zur Aufgabe durch. “Ich habe ihn drei Mal gefragt, und drei Mal kam als Antwort das es beim w.o. bleibt”, rechtfertigte Kobsik später sein Bestehen am kampflosen Aus von Gerald Marhold. Der wiederum, Gentleman durch und durch, hatte kein Problem damit, und gratulierte Kobsik in Führung liegend zum Aufstieg ins Viertelfinale. Jetzt und nach dieser Aktion stand Kobsik noch mehr unter Druck, und mit dieser Situation wurde der Wiener prächtig fertig. Im vierten direkten Duell mit Thomas Löffelmann behielt Kobsik zum ersten Mal die Oberhand, im Semifinale ließ er gegen Thomas Dewald keine Sekunde Zweifel aufkommen, wer sich für das Endspiel des RMB TILE CUPS qualifizieren würde, und im Finale – das er aus Expertensicht ganz klar als Außenseiter in Angriff nahm – vollendete Kobsik höchst fokussiert und motiviert eine lang ersehnte Erfolgsgeschichte. Das er TK Eden-Star Domenic Stangl an einem guten Tag eventuell fordern könne, darauf konnte man sich in Spielerkreisen einigen. Das er dem Baumann-Bezwinger aber noch dazu recht deutlich in zwei Sätzen die Schneid abkaufen und seinen zweiten Karriere-Titel feiern würde, das trauten ihm wohl nur die allergrößten Optimisten zu.

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Katharina Kothmayer – der neue Teenie-Star im HTT-Zirkus

Danach genoss Kobsik die umfangreiche Siegeszeremonie mit einem Interview-Marathon bei HTT-TV und hobbytennistour.at, und präsentierte stolz und gemeinsam mit Renee Glatzl und Katharina Kothmayer seine Trophäe. Letztgenannte komplettierte mit ihrem Erfolg beim Donaufelder Ladies Open das strahlende Siegertrio, das am Finalabend gut eine Stunde lang für Fotos, Interviews, und den Turnierfilm von HTT-TV vor den Kameras posierte. Allerdings machten diese “Presse-Verpflichtungen” so richtig Spaß, wie überhaupt Kathi Kothmayer seit dem heurigen Sommer ihre Zeit auf der Hobby-Tennis-Tour so richtig genießt. Und das aus gutem Grund, denn neben den Erfolgen die die 18jährige seit Juli in schöner Regelmäßigkeit einfährt, erfeut sich die Tennis-Beau vom TC Terra Rossa auch abseits der Courts allergrößter Beliebtheit. Kathi ist prächtig angekommen im Tour-Zirkus und gesellschaftlich in kürzester Zeit zu einer Art “everybodys darling” aufgestiegen. Der Teenie-Star ist immer freundlich, gut gelaunt und hat stets ein Lächeln auf den Lippen. Kothmayer versprüht einen erfrischenden Charme und bringt in das sonst stets so verbissene Damentennis endlich jene Lockerheit, die der Damen-Szene zum lange erhofften Aufstieg verhelfen könnte. Das hoch aufgeschossene Terra-Rossa-Girl ist aber nicht nur gerne gesehener Gast auf den Players-Partys, sondern längst auch zu einer anerkannten sportlichen Größe auf der Hobby-Tennis-Tour geworden.

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 Terra-Rossa-Star als erfolgreichste Dame auf der Hobby-Tennis-Tour im Jahr 2013

Die Terra-Rossa-Lady ist heuer bislang die erfolgreichste Dame im Circuit, feierte 2 Turniersiege auf Future-Ebene, erreichte überdies noch ein weiteres Endspiel, dazu das Semifinale beim Challenger-Turnier in Kitzbühel und krönte ihre außergewöhnliche Saison mit dem Wiener Jugend-Landesmeistertitel der U18. Auf dem Weg zum Titel bei den Donaufeld Ladies Open gab Kothmayer keinen Satz ab, und jagte nacheinander die hoch eingeschätzen Tamara Pater und Tajana Lienbacher aus dem Feld. Eine lustige Anekdote gibt es auch noch rund um den Premieren-Titel der 18jährigen im vergangenen Juli. Beim Future-Turnier im MAXX 23 triumphierte Kathi im Endspiel über Robert Rother, und diesen Erfolg hatte die Mama wenige Tage zuvor im Griechenland-Urlaub in einem Traum vorhergesehen. Und traumhaft verläuft bislang auch die HTT-Karriere ihrer Tochter. Ein Ende der Erfolgsserie im Hause Kothmayer ist nicht absehbar.

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