Manfred Kottisch fordert Thomas Löffelmann im Kitzbüheler Challenger-Endspiel

Du kannst “ein” Challenger-Turnier auf der Hobby-Tennis-Tour gewinnen, oder Du kannst “das” Challenger-Turnier der HTT gewinnen, und genau um diesen feinen Unterschied geht es am heutigen Samstag zu Mittag so gegen 12 Uhr am Grand Stand der ATP-Anlage in Kitzbühel. Dann treffen sich nämlich Thomas Löffelmann und Manfred Kottisch in ihrem jeweils wichtigsten Karriere-Match zum ultimativen Showdown auf Challenger-Ebene. Beide Akteure haben ihr Vorschlussrunden-Duell ohne Satzverlust hinter sich gebracht, und stehen nur mehr einen Schritt vor der Realisierung eines ganzes großes Triumphes. Manfred Kottisch eilte in zwei glatt gewonnenen Sätzen über Lokalmatador Hannes Litzellachner ins Endspiel des Challenger-Bewerbs der Babolat-Kitzbühel-Trophy, während Thomas Löffelmann im “battle of sexes” gegen die amtierende Juli-Future-Championesse Katharina Kothmayer schon mehr Mühe hatte, um mit 6:4, 7:5 die Oberhand zu behalten. Ein Bericht von C.L

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 Thomas Löffelmann gewinnt “Geschlechter-Kampf” gegen Terra-Rossa-Lady Katharina Kothmayer

Er hat heuer schon die Challenger-Turniere der Monate April und Juni gewonnen, doch der mögliche Triumph zum Titel-Hattrick würde beide Challenger-Erfolge der Vergangenheit bei weitem übertreffen. Ja, ein Sieg am Samstag am Grand Stand des BET-AT-HOME-CUPS in Kitzbühel würde dem im Circuit äußerst beliebten Thomas Löffelmann eine richtige Ausnahmestellung in der Challenger-Szene bescheren. Und für viele sogenannte Experten und Insider aus genau dieser Szene ist “Leffe” im finalen Duell mit Manfred Kottisch nicht nur der sentimentale Favorit auf den Titel. Sein unangenehmes und alles andere als ästhetisches Tennis wiegt zwar dabei nur gering, doch die Kampfkraft und vorallem die Begeisterung die der 38jährige für die Sache stets mitbringt, sind immer wieder jene Punkte, die ihm ein knappes Übergewicht in den Duellen mit der zumindest gleichstarken Konkurrenz bescheren. So auch am gestrigen Freitag, wo Löffelmann exakt seiner Rolle gerecht wurde. Mit 6:4, 7:5 hatte die Nr. 31 der HTT-Computer-Rangliste die lange Zeit ebenbürtige Katharina Kothmayer am Ende abgeschütttelt, und für eine rasche Flucht der 18jährigen von der Anlage gesorgt.

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Manfred Kottisch deklassiert auf seinem Weg ins Finale Lokalmatador Hannes Litzellachner mit 6:1, 6:1

Weitaus deutlicher sicherte sich Manfred Kottisch sein Ticket für den ultimativen Final-Hit bei der Babolat-Trophy in Kitzbühel. Der 48jährige ließ in keiner Phase seines semifinalen Treffens mit dem letzten im Challenger-Turnier verbliebenen Tiroler Zweifel über den Ausgang dieses ersten Halbfinales aufkommen. Kottisch beherrschte seinen Gegner vom ersten Aufschlag weg, zeigte sich äußerst konzentriert, und im Gegensatz zu einem zusehends müder werdenden Litzellachner topfit. Der daraus resultierende Kantersieg sorgte bei Kottisch für einen Adrenalinschub und jede Menge Jubel am “Küchenmeister”. Schon vor dem Antreten im Semifinale wirkte Kottisch im Vergleich zu seinen Konkurrenten “relativ” cool und relaxt. Löffelmann wippte ungeduldig und nervös vor sich hin, Kothmayer malträtierte ihre Fingernägel, und Litzellachner verstrickte sich in eine – wohl mentale – Substanz kostende Diskussion über den Ablauf der Halbfinal-Matches im Kitzbühel Stadion. Als der Tour-Debütant vom TC Raiffeisen Aurach dann vor seinem lautstarken Fanclub aufschlug, war das eigentlich recht unaufregende Thema zwar gegessen, doch wirklich konkurrenzfähig wirkte der Tiroler ausgerechnet im wichtigsten Match seines Lebens nicht. Nach dem Debakel zeigte sich der 49jährige dafür voll des Lobes für die Veranstaltung. “Dieses Turnier war sensationell und vorallem höchst professionell organisiert. Ein Danke an Babolat. Es hat mir wahnsinnig Spaß gemacht. Nur schade, dass ich im Hitze-Semifinale körperlich eingebrochen bin, und daher nicht meine Normalleistung abrufen konnte”, so Litzellachner.

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