Wer wird Olympia-Superstar 2010

In wenigen Stunden ist es soweit, wird der große Superstar der 8. Olympischen Spiele der Hobby-Tennis-Tour ermittelt sein! An Kandidaten für den Titel “König von Olympia 2010” mangelt es nicht, womit der heutige Finaltag zusätzliche Spannung verspricht. In unserer Olympia-Berichterstattung vom gestrigen Samstag gehen wir daher erstens der Frage nach, wer sich nach dem Sportfest des Jahres in der Leberstraße über die meisten gewonnenen Medaillen freuen kann, und dazu gibts alls News von “Olympia – Tag 2”, speziell jene abseits der Tenniscourts. Ein Bericht von C.L

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Helfer vom TC Top Serve “retten mit ihrem Einsatz” olympisches Tennisturnier

Wir beginnen trotzdem mit den Tennisbewerben, und müssen da gezwungenermaßen nocheinmal über das heftige Freitag-Abend-Unwetter über Simmering sprechen. Zentimeterhoch stand des nächtens das Wasser auf den Courts des TC Top Serve, in Sturzbächen ergoss sich die “braune Sauce” hernach über den Gehweg in Richtung Parkplatz, und kaum einer der Augenzeugen des nächtlichen Gewitter-Horrors in der Leberstaße spekulierte wohl mit spielbereiten Courts. Indes, dem Wunder von Simmering wurde auch ein wenig nachgeholfen. Seit den frühen Morgenstunden arbeitete ein Team rund um Franz Kastler, Franz Harbarth und Hans Schaberl , um die olympischen Tennisbewerbe zu retten. Der für 11 Uhr angesetzte Auftakt musste zwar verschoben werden, doch um 12 Uhr ging es zunächt am Centercourt los. 2 Stunden später kämpften Harbarth & Co auf zwei Plätzen, und ab 15:00 Uhr standen insgesamt drei Plätze zur Verfügung. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die fleißigen Helfer, die das Wunder von Simmering auf drei Courts möglich machten, die keine 10 Stunden zuvor in den Wasserfluten versanken. Dennoch war allen Beteiligten rasch klar, dass das umfangreiche Turnierprogramm der fünf Tennisbewerbe auf den wenigen Courts nicht zu halten und umzusetzen war. So entschloss sich der Turnier-Veranstalter, vom Modus eines langen gespielten Durchgangs auf einen “normalen Satz bis 6” umzustellen.

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Diana Ulojan erreicht das Finale im Damen-Einzel und peilt Medaillen-Rekord an

Bei den Herren wird die obere Hälfte des Rasters immer mehr zur “Wundertüte” und zur ganz großen Medaillen-Chance. Die favorisierten Martin Jandl und Jan Ohanessi mit Olympia-Absagen, kein Wunder daher, dass nun einige Herren plötzlich von Edelmetall träumen. Die Überraschung bisher ist Domenic Stangl, der sich nach seinem dritten Single-Erfolg als Qualifikant den Weg ins Viertelfinale bahnte. Konnte man allerdings die perfekte Auslosung nicht zu seinen Gunsten nützen, war die Enttäuschung doppelt groß, wie beispielsweise bei Alexander Sterzl und Markus Hobiger. Bei den Damen kehrte in Abwesenheit der Olympia-Championesse von 2008 und 2009 Tamara Pater, jene junge Dame zurück ins Rampenlicht, die vor Pater jahrelang den Damen-Circuit dominierte. Für Diana Ulojan, die sich in einem spannenden halbfinalen Tie-Break-Krimi gegen Rebecca Riemer durchsetzen konnte, geht es aber nicht nur um die insgesamte dritte Goldene im Damen-Einzel, sondern auch um die Führung im Medaillenspiegel insgesamt. Eigentlich hatte man ja ein Finale zwischen Riemer und Djordjic erwartet. Dieses Duell gibt es jetzt nur im Spiel um Bronze, weil neben Riemer auch die hoch eingeschätzte Bozana Djordjic im Semifinale ein böses Erwachen erlebte. Gegen Brigitte Kunz reichte es mit 4:6 nicht, und so geht es für die junge Bosnerien wie schon im Vorjahr nur um “Bronze”.

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Fußball-Olympiasieger rund um Alex Szele bangen um Halbfinal-Einzug

Kommen wir jetzt aber zur Frage, wer sich denn zum Olympia-Super-Star 2010 küren könnte. Patrick Meinhart und Christoph Kramer starten in den abschließenden Finaltag mit unglaublichen acht Edelmetall-Chancen. Aber auch Andreas Harbarth, Alexander Geisler und Udo Philipp haben mit fünf Gelegenheiten, ganz hervorragende Möglichkeiten auf den “Superstar”. Genannte Herrschaften könnten vorallem deshalb massigst nach Gold greifen, weil sie in den gestern angelaufenen Mannschaftsbewerben groß aufspielten. Im olympischen Fußballturnier sind beispielsweise beinahe alle Entscheidungen in Sachen “Halbfinal-Quali” gefallen. Nur die Frage, wer sich in Gruppe A hinter dem bislang souverän agierden Team Panc für die Vorschluss-Runde qualifiziert, blieb offen. P für Patrick, A für Andreas, N für Nihad und C für Christoph, die Mannen rund um Kapitän Andreas Harbarth blöfften bis zuletzt mit einem Namen, durch den man kaum einen Auftritt der Tourstars erwarten konnte. Team Panc glänzte mit 9 Punkten und 11:2 Toren, und auch wenn spielerisch noch Luft nach oben blieb, war es voallem die Charakterstärke des Teams und der ungeheure Zusammenhalt in dieser Mannschaft, der den überlegenen Gruppensieg brachte. Wer mit dem Harbarth-Team ins Achtelfinale aufsteigt, wird übrigens morgen Mittag ermitttelt, und ausgerechnet für die Goldmedaillen-Gewinner des Vojahres wird es am Sonntag im letzten Gruppenmatch gegen Team Sladek ernst. Mit nur einem Punkt gegen die torlos ausgeschiedenen “Wenitzkys”, brauchen Szele, Riegler und Co am Sonntag gegen Team Sladek einen vollen Erfolg.

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Hochgelobtes “Damen-Team”, angeführt von Aigner & friends zittert sich ins “Semi”

Einen beinahe noch stärkeren Eindruck hinterließ am Samstag Nachmittag das Team von Alexander Geisler. Im Vorjahr gemeldet, dann auf der Anreise in die Lebertraße aber als verschollen gegolten, scheint der Tiroler gemeinsam mit seinen Mannen, diesmal die “Operation Fußball-Gold” ernsthaft anzugehen. Ohne Gegentor stand man bis zum Schlager gegen Team Damen an der Gruppenspitze, ehe dort mit 5:4 der Gruppensieg und Aufstieg fixiert wurde. Für Aufsehen sorgte am zweiten Olympiatag auch das Drumherum rund um die Damen-Mannschaft, die sich entgegen der letzten Saisonen personell stark verändert hatte, und statt mit Djordjic und Scharrach diesmal mit Aigner und Rübenbauer auf Medaillenjagd geht. Lange Gesichter verursachte der erste Auftritt der Aigner-Truppe bei der staunenden Konkurrenz. Große Ehrfurcht um nicht zu sagen Resignation machte sich draußen im Zuseherbereich breit, doch nach den drei Vorrunden-Auftritten des Damen-Teams ist bei der Konkurrenz die Zuversicht auf Medaillenzuwachs wieder zurückgekehrt. Letztlich war das favorisierte Aigner-Team sogar von fremder Hilfe abhängig, denn wennn sich Team Hobiger im letzten und bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Team China “wehrlos hätte abschlachten lassen, dann wären Aigner & Co nach dem ersten Spieltag sogar nur noch Zuseher.

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Hobis Hockey-Team mit 0:38 Toren als Pleiten-Combo frühzeitig ausgeschieden

Die Enttäuschung der Mannschaftsbewerbe sind aber ganz klar die “Stars” aus Team China, die im Vorjahr mit Silber nur hauchdünn an der großen Gold-Sensation im Fußball vorbeischrammten, heuer aber bereits nach den Vorrunden ohne Edelmetall-Chance dastehen. Die junge Mannschaft rund um Kapitän Tashi Liu schien diesmal überfordert, auch weil ihr Leithammel nicht in der Form vergangener Jahre agierte. Wie aufgezogen zu laufen reichte seitens des Asiaten diesmal nicht. Auch im Hockey-Turnier dominieren Teams wie “Panc & Geisler” das Geschehen, doch während mit dem Leder am Fuß für diese beiden Mannschaften Gold schon ganz “Nahe” scheint, könnte im Hockey mit den Olympiasiegern Tader-Bittermann,Szele-Riegler eine übermächtige Konkurrenz den Titeltraum stören. 82 Tore in 6 Spielen, ein Schnitt von mehr as 13 Treffern pro Partie, ja die Hockey-Vorrunde war noch nie trefferreicher als diesmal. Wobei natürlich auch der desaströse Doppelpack von Team Hobiger mächtig dazu beitrug, dass aus der Pleiten-Combo eine Lachnummer wurde.. 0:38 Tore, Hobigers Mannschaft trug mit einer echten Bankrott-Erklärung dazu bei, dass sich die Teams Tader und Kerschenbauer in einem wahren Wettschießen um die Torjäger-Krone und den Aufstieg als Gruppensieger duellierten.

“Georgi-Georgi” Der jüngste Kerschenbauer-Spross brilliert beim Darts

Den krönenden Abschluss von Spieltag 2 bei Olympia 2010 bildete wie immer der Dartbewerb. Und wie gut ist es, dass sich im Kreis der Pfeil-Artisten immer wieder ein junger talentierter Werfer findet. Und wenn es sich dabei dann auch noch um Georg Kerschenbauer handelt, dann nimmt die Stimmung Ausmaße der besondere Art an. “Georgi-Georgi”, dieser Schlachtruf wurde im Vorjahr legendär, und auch heuer hatte er wieder Gültigkeit. Denn in den beiden Vorrunden-Matches , behielt der Jüngste der Kerschenbauer-Familie die Nerven, und vesenkte angefeuert von den Fans die Pfeile punktgenau für das Sonntags-Finale. Mit Kerschenbauer ins Endspiel eingezogen sind übrigens Marcus Rotter, Andreas Hasencker, Tashi Liu, Jakob Kerschenbauer und Michael Kunz.

Claus Lippert, 15. August 2010