Jetzt geht es hoffentlich bald los – die Titelfavoriten bei den “French Open der HTT”

Noch ist das “Shietwetter”, wie Deutschlands Nr. 1 Jan-Philip Hupasch das aktuell recht kühle und feuchte Wetter auf “norddeutsch” nennen würde, das beherrschende Thema unter den Teilnehmern des 22. Mai-Grand-Slam-Turniers. Wetterprognosen im Fernsehen und Internet werden allerorts kritisch beäugt, Warten auf Wetterbesserung ist angesagt, und noch sind ein dicker Pulli, eine wasserfeste Regenjacke und knallgelbe Gummistiefel jene Requisiten, die die Stars des zweiten Major-Saison-Events beim Besuch des World Tennis Clubs Dirnelwiese zur Hand haben sollten. Die tief herbstlichen Verhältnisse und das drohende Regenchaos beim 310. Sandplatz-Turnier der Open Ära haben wir “Tief Frederik” zu verdanken, das beinahe unentwegt feuchte Luft in Richtung Bundeshauptstadt der Alpenrepublik schaufelt. Irgendwann freilich – und wenn es nach den neuesten Vorhersagen-Modellen der heimischen Wetterfrösche geht vielleicht schon morgen Samstag – werden die Stars der Szene aber auch ihre Rackets auspacken, und dann ist er eröffnet, der wahrscheinlich härteste, hochklassigste und spannendste Kampf um die Sandplatz-Krone der Hobby-Tennis-Tour-Geschichte. Wir wollen euch das Warten auf den ersten Aufschlag ein wenig verkürzen, und machen daher einen Blick auf den illustren Favoritenkreis, der noch nie in 22 Jahren Mai-Grand-Slam-Turnier so groß war wie heuer. Ein Bericht von C.L

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Auf den neuen Mai-Grand-Slam-Champion warten tollen Preise, u.a. 2 VIP-Tickets für den BET-AT-HOME-CUP in Kitzbühel

Eines steht wohl jetzt schon unzweifelhaft fest. Die heurige 22. Auflage der “French-Open der HTT” ist die am stärksten besetzteste in der Geschichte dieses wichtigsten und prestigeträchtigsten Events der Hobby-Tennis-Szene. Der Klassiker auf roter Asche, heuer erstmals seit 1995 wieder jenseits des schönen Donaustroms zur Austragung gelangend, zieht die besten Hobbytennisspieler dieser Stadt alljährlich geradezu magisch an. Alles andere was tennismäßig an diesem Wochenende in Österreichs Hauptstadt auf dem Programm steht, verkommt zur Randnotiz, und das ist ganz ehrlich gesagt, auch wenig überraschend. Die sehr guten Spieler schätzen die Qualität und das hohe Niveau, das sie im spannungsgeladenen Konkurrenzkampf mit rund 25 weiteren Sieganwärtern ausleben können, um dann am Ende noch sensationelle Preise abstauben zu können. So warten auf den diesjährigen Champion neben dem traditionellen Silber-Pott auch noch ein von Tour-Sponsor Babolat zur Verfügung gestelltes Package, das einerseits ein “Pure Drive Roland Garros 2013 Ltd. Edition” Racket enthält, und durch eine Rolle der Babolat-Tennissaite “RPM Blast Rafael Nadal” komplettiert wird. Obendrauf hat auch der BET-AT-HOME-CUP in Kitzbühel einen sensationellen und richtig geilen Preis zur Verfügung gestellt, gibts doch 2 VIP-Karten beim ATP-Turnier in der Gamsstadt zu gewinnen. Die schwächeren Akteure wiederum schätzen den Quali-Bewerb, der beim Mai-Grand-Slam-Turnier den Umfang eines eigenständigen Turniers umfasst, und für manche Starter drei Quali-Runden bereithält. Alle zusammen genießen im Normalfall auch das Ambiente rundherum, das bei Schönwetter mit vielen Side-Events zum längeren Verweilen auf der Anlage einlädt. Mit einem Wort, oder wie der 2fache Grand-Slam-Champion Fabian Mayrhuber vor zwei Tagen meinte, “die French Open der Hobby-Tennis-Tour darf man sich einfach nicht entgehen lassen.

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Favoritenkreis auf den traditionellen Silber-Pott ist groß wie nie, und die Titelentscheidung hängt von vielen Faktoren ab

Das 86. Grand-Slam-Turnier der Geschichte hat einen so unfassbar breiten Favoritenkreis, das selbst den absoluten Insidern und Experten der Szene die Schweißperlen auf der Stirn stehen, wenn sie einen Topfavoriten auf die Sandplatzkrone auserwählen müssen. Der Ausgang des Saison-Highlights auf Sand ist eigentlich nicht vorhersehbar, denn abgesehen von der Vielzahl an hochkarätigen Sieganwärtern, gibt es einfach zuviele unabwegbare Faktoren, die in den kommenden Tagen das Turniergeschehen beeinflussen können. Da ist einmal der Faktor “Auslosung”. Zwar ist objektiv betrachtet keine der beiden Rasterhälften auffallend stärker oder schwächer als die andere, doch jeder der anwesenden Tour-Stars hat so seine Angstgegner oder zumindest Spielertypen, die einem weniger gut liegen. Dazu kommt, dass mit Bernd Bleier und Bernd Jaschke zwei – angeblich – sehr spielstarke und kampfkräftige Akteure ihr Grand-Slam-Debüt feiern werden, was Prognosen in Sachen Titelvergabe noch schwieriger machen. Fest steht aber bereits in jedem Fall, dass spätestens ab der zweiten Hauptrunde (also bei normalen HTT-Events Runde 1) jedes einzelne Match zum absoluten Kracher wird. Allerspätestens ab dem Achtelfinale, wird jede Partie definitiv “Final-Charakter” besitzen, und damit ist uns bis zur “Best of Five” Titel-Entscheidung phantastisches Tennis beinahe garantiert. Und dann ist da auch noch der Faktor Wetter. Man braucht bei der ständigen “Warterei & Verschieberei” schon richtig gute Nerven. Dazu kommt, dass das aktuelle Wetter mit feuchten Verhältnissen und niedrigen Temperaturen das Spiel an sich recht langsam machen wird, und damit sind wohl die Sandplatz-Wühlmäuse klar im Vorteil. Sollte das Wetter aber womöglich in der entscheidenden Phase besser und wärmer werden, könnte durchaus auch einer der “Kanoniere” in Szene treten.

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Spaniens HTT-Topstar Ignacio Martin gilt in Spielerkreisen als Titelfavorit Nr. 1

Hört man sich in Spielerkreisen um, und lauschte man in den vergangenen Wochen den Fachsimpeleien der Tour-Stars, dann war auch keine klare Tendenz hin zu einem absoluten Titelfavoriten auszumachen. Am häufigsten war noch der Name von Ignacio Martin zu vernehmen, der in Spielerkreisen aufgrund seiner imposanten Siegesserie allerhöchstes Ansehen genießt und sich obendrein größter Beliebtheit erfreut. Spaniens HTT-Topstar kommt auch in der Tat mit einer phantastisch aufpolierten Visitenkarte zu den French Open der HTT. Als einziger Spieler im Circuit konnte der 25jährige Madrilene heuer bereits vier Turniere für sich entscheiden, und nachdem “Don Ignacio” auch schon wieder seit 9 Matches ungeschlagen ist, befindet sich der “Nadal der HTT” zwangsläufig im Kreis der Titel-Aspiranten. Allerdings tut man gut daran, wenn man nicht sein ganzes Geld auf einen spanischen Premieren-Sieg auf Major-Ebene wetten würde. Denn haushohe Favoriten und das Mai-Grand-Slam, das passt im Normalfall so gut zusammen wie das aktuelle “Shietwetter” zu einem normalen Frühling. Favoriten hatten es in der Vergangenheit immer besonders schwer, ausgerechnet beim wichtigsten Turnier des Jahres ihrer Rolle auch gerecht zu werden. Man denke nur an das letzte Jahr, als der ungekrönte Sandplatzkönig Victor Stabrawa bereits in Runde 1 entzaubert wurde. Oder an die Jahre davor, als Sandplatz-Kapazunder wie Klaus Hofer, Markus Seitner, Christoph Wagner oder Alexander Geisler mit der schweren mentalen Bürde des Favoriten nicht umgehen konnten. Man darf also auf das Grand-Slam-Debüt des 4fachen Saisonsiegers gespannt sein. Womöglich ist Ignacio Martin in den letzten Wochen sogar der entscheidende Schachzug gelungen, denn den ohnehin schon großen Druck nach seiner fabelhaft gespielten Hallensaison und dem Titelgewinn beim prächtig besetzten April-HTT-500-Turnier, hätte er mit weiteren Erfolgen bei den großen Events im Mai nur noch weiter erhöht. So nahm sich der Spanier aus der Schusslinie und der kollektiven Aufmerksamkeit, während andere die großen Sandplatz-Titel vor den French-Open abräumten.

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Mayrhuber, Kurzemann und Wiesmühler, die Sieger der großen Sandplatz-Turniere im Mai formieren sich im Titelkampf

Nun, wer waren die Champions, die sich mit ihren Titelgewinnen auf roter Asche entsprechend in Form und die Mitfavoritenrolle für das Mai-Grand-Slam-Turnier hievten? Da war zunächst einmal der Ranglisten-Erste Franz Mayrhuber, der sich beim April-Masters-Series-1000-Turnier mit einem Finalerfolg über Englands Nr. 1 Adam Goodsell den insgesamt 12. Turniersieg seiner Karriere sicherte, und damit in der Ewigen Bestenliste die Herren Mario Kiss, Markus Seitner und Christoph Kramer (allesamt 11 HTT-Titel) aus den Top Ten warf. Der 48jährige ist heuer bereits zum sechsten Mal bei den French Open mit von der Partie, und hat in den vergangenen 5 Jahren praktisch schon alles hier erlebt. Vom großen Triumph im Jahr 2010, als er bei den “Heinecken Open” Udo Philipp im Finale abfertigte, bis hin zum Auftakt-Debakel, das er im letzten Jahr gegen Markus Horacek erleiden musste. Von daher steht der heurige Auftritt des überlegen im Ranking führenden Routiniers auch ein bißchen unter dem Motto “Wiedergutmachung”. Genau unter der gleichen Devise steht das Mai-Grand-Slam 2013 auch für Mai-Masters-Series-1000-Sieger Markus Kurzemann. Der großartige Auftritt des Vorarlbergers vor wenigen Wochen im UTC La Ville, gipfelte im Finalsieg über Serbiens aufstrebenden Jungstar Filip Markovic, könnte aber relativ wertlos werden, wenn auch “Kurzes” 3. French-Open-Karriere-Auftritt wieder im Fiasko enden sollte. Er, der beinahe ausschließlich auf Sand trainiert und der nur mehr auf roter Asche Turniere spielen möchte, bekam in der Vergangenheit jedes Mal eine sportliche Tracht Prügel bei seinen Mai-Grand-Slam-Besuchen. 2011 ereilte den Dornbirner das Aus im Achtelfinale gegen Udo Philipp, und richtig bitter wurde es im letzten Jahr, als er sich dem vermeintlichen Underdog Nikolaus Kremser in Runde 1 geschlagen geben musste. Ein ganz heißer Kandidat ist indes der Mai-HTT-500-Sieger Patrick Wiesmühler. Der Olympiasieger gewann vor zwei Wochen die Generalprobe an genau jenem Ort, an dem auch der prestigeträchtigste aller Tour-Titel an diesem Weekend ausgespielt wird. Ist der 20jährige Olympiasieger halbwegs motiviert – und davon kann man bei einem Grand-Slam-Turnier ausgehen – und spielt der 6fache HTT-Champion nur annähernd sein Potential aus, dann ist er eine der ganz heißen Aktien im Titelkampf.

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Deutschlands Nr. 1 auf Sand noch nicht richtig in Schuss, und Jungstar Renee Glatzl will endlich einmal auf Grand-Slam-Ebene seine Muskeln spielen lassen

Am Ende könnte aber auch ein ganz anderer aus der Riege an potentiellen Major-Champions die Nachfolge des diesmal fehlenden Vorjahressiegers Alexander Geisler antreten. Darin befinden sich viele hoch talentierte und bärenstarke Tennisspieler, wie Ex-Terra-Rossa-Jungstar Renee Glatzl, dem an einem guten Tag “Alles, aber auch schon wirklich Alles” bei seinem 60. Karriere-Turnierstart zuzutrauen ist, und der endlich auch bei einem Major-Turnier einmal seine Muskeln spielen lassen möchte. Deutschlands Nummer 1 Jan-Philip Hupasch konnte sich zwar in seiner Wien-Zeit noch nicht richtig mit der roten Asche auf den Courts der Bundeshauptstadt anfreunden, dennoch liegt für den 3fachen Hallen-Champion ein Spitzenresultat allemal im Bereich des Möglichen. Vorjahresfinalist Nikolaus Kremser verblüffte vor einem Jahr mit seinem überraschenden wenn nicht sogar als sensationell einzustufenden Finaleinzug die Szene, zuletzt ließ der WAC-Star mit dem erreichten Endspiel beim stark besetzten April-HTT-500-Turnier einen Formanstieg erkennen. Gespannt darf man auch auf Vorjahres-Halbfinalist Clemens Beywinkler und Jänner-Grand-Slam-Semifinalist Markus Horacek sein. Die beiden Niederösterreicher sind ausgestattet mit perfekter Technik, die durchaus auch auf Sand zielführend sein könnte.

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Fabian Mayrhuber feiert beim Mai-Grand-Slam-Turnier sein mir großer Spannung erwartetes Comeback, und wer sich noch Außenseiter-Chancen auf den Titel ausrechnen darf

Richtig großes Interesse herrscht dieser Tage auch um das Comeback des 2fachen Grand-Slam-Champions Fabian Mayrhuber. Der ehemalige Ranglisten-Erste ist rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt von einem Auslandsjahr aus Schweden heimgekehrt, und “heiß” auf ein Turnier, das er selbst als das “Größte was man auf der HTT gewinnen kann” einstuft. Ob es beim 5. Versuch endlich reicht, den persönlichen sportlichen Lebenstraum wahr werden zu lassen, ist allerdings mehr als fraglich. Die mangelnde Spielpraxis wird der 2fache French-Open-Halbfinalist im Kampf mit den aktuellen Giganten der Tour wohl kaum wettmachen können. Den ganz großen Coup muss man auch Spielern wie Jürgen Buchhammer, Hüseyin Tüfekci, Rares Maftei, Matthias Wagner oder Thomas Müller nicht zutrauen, obgleich sie allesamt jederzeit und an jedem Tag in der Lage sind, einen der absoluten Titelfavoriten mit ihrem Spiel aus dem Bewerb zu kippen. Buchhammer kommt mit dem Selbstvertrauen von zwei Saison-Turniersiegen und der Empfehlung eines Erfolges über Deutschlands Nummer 1 Jan-Philip Hupasch zu seinem zweiten Mai-Grand-Slam-Turnier, während Masters-Semifinalist Hüseyin Tüfekci vor seinem 90. Karriere-Single steht, heuer aber sportlich noch keine Bäume ausgerissen hat. Rares Maftei hat sich zwar am vergangenen Dienstag mit dem Titel beim Mai-HTT-250-Turnier im WTC eine Moralinjektion geholt, ein Grand-Slam-Turnier ist dann aber doch eine andere Hausnummer. Das wird auch Matthias Wagner merken, der dieser Tage um seinen ersten Grand-Slam-Einzelsieg kämpft. Spielpraxis gegen gute Gegner sammeln, das ist es, was Ex-Wimbledon-Champ und Ex-Nummer 1 Thomas Müller zu einem Antreten bei seinen 5. French Open bewegte. Über das Viertelfinale ist der WAC-Star aber selbst in seiner besten Zeit hier nicht hinausgekommen.

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Mario Kiss mit Auslosungspech und vom French-Open-Titel 2008 zum Salettl-König 2013

“Ich hoffe auf eine gute Auslosung die mir das Erreichen der zweiten Runde möglich macht, und vielleicht geht sich ja noch ein zweiter Sieg aus, den Rest des Wochenendes verbringe ich im Salettl”, ließ der HTT-French-Open-Sieger von 2008 Mario Kiss den Veranstalter im Vorfeld wissen. Nun, das mit der guten Auslosung ist irgendwie nichts geworden, denn der an Nummer 5 gesetzte Donaufeld-Star muss nach seinem Freilos in Runde 1, gleich einmal entweder gegen Markus Horacek oder den Vorjahresfinalisten Nikolaus Kremser ran, und damit womöglich jenen Mann spielen, der ihm schon im letzten Jahr im Viertelfinale im Weg stand. Spannend ist auch die Frage, was Lokalmatador Christoph Mayer drauf hat. Der Kärntner sicherte sich vor wenige Wochen beim April-HTT-250-Turnier sein Heim-Event, und einmal die Silber-Trophäe für den Titelgewinn beim Mai-Grand-Slam in die Lüfte zu stemmen, das wäre auch das ganz große erklärte Wunschziel des 28jährigen aus Treffen. Ambitionen in diese Richtung hat Doppelspezialist Michael Kunz nicht. Der Rasenkönig von 2008 wäre schon froh, 6 Jahre nach seinem bislang letzten und auch einzigen Mai-Grand-Slam-Auftritt (damals verlor er in Runde 1 gegen den Bulgaren Svetlin Stoyanov) auf dem eher ungeliebten roten Sand eine Runde zu überstehen. Schon ambitioniertere Ziele in dieser Hinsicht darf sich Februar-Masters-Series-1000-Sieger Peter Klager machen, wenngleich er auf Sand – ob bislang keiner gespielten HTT-Partie – noch nicht wirklich einschätzbar ist. Für viele Insider könnte hingegen Englands Nr. 1 Adam Goodsell eine blendende Rolle im Titelkampf spielen. Mit seiner Serve & Volley Performance kann der britische Offensiv-Gott im Kampf mit der Asche-Elite allen diesen Sandplatz-Wühlern gefährlich werden.

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“Kramer & Kova” das Tour-Evergreen-Duo mit zusammen 478 Turnierstarts und dennoch fast chancenlos im Kampf um den French-Open-Titel 2013

Nur minimalste Außenseiterchancen – wenn überhaupt – wird dem Evergreen-Duo der Hobby-Tennis-Tour eingeräumt. Martin Kova und Christoph Kramer haben zusammen 478 Turniere bestritten und in 1.003 Single-Matches Erfahrung und Routine ohne Ende gesammelt. Das allein wird aber bei der 22. Auflage des Mai-Grand-Slam-Turniers nicht reichen, wenngleich beide Tourstars wissen, wie es sich anfühlt eine dieser herrlichen Major-Trophäen in Händen zu halten. Martin Kova stemmte immerhin 6 Mal in seiner Karriere einen Grand-Slam-Pokal in die Luft, und er ist mit 4 Erfolgen noch immer der “Rekordsieger” bei den French Open der Hobby-Tennis-Tour. Der mittlerweile 30jährige spielt dieser Tage sein 15. Mai-Grand-Slam-Turnier, und peilt – wenn nicht an diesem Wochenende – schon in naher Zukunft einen weiteren Tour-Rekord an. Den Eintrag in die Rekordbücher für die meisten Grand-Slam-Turnier-Teilnahmen (54) und die meist gespielten Grand-Slam-Matches (142) hat er schon realisiert, jetzt fehlt dem ehemaligen Ranglisten-Ersten nur mehr die Bestmarke für die meisten gewonnenen Grand-Slam-Matches. Aktuell hält Kova bei 97 Major-Einzelsiegen, und damit fehlen ihm auf den mit 100 Siegen gehaltenen Rekord des 13fachen Grand-Slam-Champions Claus Lippert nur mehr 3 Siege. Weniger erfolgreich liest sich da schon die French-Open-Bilanz des aktuellen US-Open-Siegers der HTT Christoph Kramer. Der Tourstar vom TC Top Serve kommt heuer zum 12. Mal zum Mai-Grand-Slam, bei den 11 Starts davor kam der 30jährige aber noch nie über das Achtelfinale hinaus.