Auftakt-Aus für Vorjahresfinalist Martin Mayerhofer beim März-HTT-250-Turnier

Das drittletzte Wochenende der sich zu Ende neigenden Indoor-Saison 2012/2013 ist angebrochen. Auf den ersten Blick steht mit der 7. Auflage des März-HTT-250-Turniers eine ganz gewöhnliche Veranstaltung auf dem Programm, tatsächlich jedoch hat die Hobby-Tennis-Tour an diesem ersten März-Weekend des Jahres wieder einmal ein Jubiläum zu feiern. Die Stars der Szene schlagen dieser Tage im UTC La Ville bereits beim 250. Hallenturnier der Open Ära auf, und quasi als Geschenk zum “runden Jubiläum” gönnt sich die HTT mit Mario Kiss sogar einen absoluten Topstar aus den aktuellen Top Ten der Entry-List. Insgesamt nutzen 48 Damen und Herren aus 7 Nationen beim 12. Saisonturnier die Gelegenheit, noch einmal vor der in riesen Schritten nahenden Freiluft-Saison, “indoor” auf Punktejagd zu gehen. Ein Bericht von C.L

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HTT-Stars lieben den Tennis-Tempel am Altmannsdorfer Ast

250 Hobbytennisturniere unter den Dächern von 7 Tennishallen in Wien und Umgebung, vom Floridsdorfer Tennisclub, wo 1990 alles begann, über die fast eineinhalb Jahrzehnte dauernde Kooperation mit dem Tennispoint Vienna, bis hin zum aktuellen “First class Engagement” am Altmannsdorfer Ast, die Hobby-Tennis-Cracks dieser Stadt waren immer bestens einquartiert, um in den Wintermonaten Topleistungen vollbringen zu können. Mittlerweile ist die Hobby-Tennis-Tour im UTC La Ville angekommen, und mit der bereits 56. Indoor-Ausgabe seit Jahresbeginn 2011 längst mehr als nur “beheimatet” in der Kirchfeldgasse Nr. 5. Die HTT-Stars lieben das Flair und Ambiente im UTC La Ville, schätzen die allerbesten Bedingungen und diversen Annehmlichkeiten, die der von Geschäftsführer Raimund Stefanits “gemanagte Tennis-Tempel” zu bieten hat. Ein anders artiges Indoor-Engagement der Hobby-Tennis-Tour können sich die Protagonisten dieser Turnierserie gar nicht mehr vorstellen.

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Markus Hobiger beendet mit erstem Sieg seit 12. Jänner gleich zwei Negativ-Serien

Einer der Woche für Woche den Weg ins UTC La Ville findet, ist Markus Hobiger, wobei die Anfahrt zum gestrigen ersten Spieltag beim 7. März-HTT-250-Turnier vermutlich eine der weniger angenehmeren gewesen sein wird. Dem 36jährigen haftet seit geraumer Zeit eine echte Tenniskrise an, und diese galt es am Freitag Abend im Auftakt-Duell mit Philipp Scheider zu beenden. Was dem Guntramsdorfer mit seinem ersten Einzelsieg seit 12. Jänner dieses Jahres letztlich auch gelang. Nach fast 3 Stunden Spielzeit, hatte sich Hobiger mit 7:5, 5:7, 6:0 durchgesetzt, und damit gleich zwei Negativ-Serien auf einen Schlag ausgelöscht. Nach zuletzt fünf in Serie kassierten Erstrunden-Pleiten, bedeutete der mühevollst errungene Erstrundensieg über Scheider endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis, mit dem der Niederösterreicher nach drei Start-Niederlagen beim März-HTT-250-Turnier auch erstmals seit 2008 wieder das Achtelfinale erreichte. 2010 scheiterte “Hobi” an Rainer Stolz, 2011 unterlag der Ranglisten-Achtzehnte gegen Christian Lackermayer, und im Vorjahr war gleich zum Auftakt gegen den Oberösterreicher Stefan Wurm Endstation. Der Dreisatzerfolg am Freitag Abend war wie Balsam auf die zuletzt doch recht arg geschundene Hobiger-Seele, und wirkte – obwohl krampfhaft errungen – trotzdem wie ein Befreiungsschlag. Der 36jährige spielte alles andere als wirklich gut, doch einmal richtig tief im “Pleiten-Pech und Pannen-Sumpf”, zählte am Eröffnungstag nur das Ergebnis. Und das fiel aus Sicht des an Nummer 4 gesetzten Niederösterreichers positiv aus. “Ich bin so froh, nach 5 Erstrunden-Niederlagen endlich wieder einmal ein Match gewonnen zu haben. Das war auch ein wichtiger Erfolg für das Selbstvertrauen. Mir fehlt zwar noch immer die Konstanz, doch mit kleinen Schritten nähere ich mich wieder meiner besten Form”, philosophierte der Sieger, der im Achtelfinale gegen Marko Bogdanov ein ganz besonderes Match bestreiten wird. (dazu mehr am Sonntag in der Tageszusammenfassung). “Der dritte Satz war ganz schlecht gespielt von mir. Den hätte ich mir eigentlich lustiger vorgestellt. Vielleicht habe ich auch nach dem Hochgefühl des gewonnenen zweiten Satzes zu überhastet gespielt”, analysierte derweil Philipp Scheider.

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Dank Ferry – der neue Manfred Buzek – Sieger über Bernhard Koppensteiner

Der erste Spieltag beim 7. März-HTT-250-Turnier, er brachte doch einige teils überraschende Ergebnisse mit sich. So zog beispielsweise Neo-Donaufelder Manfred Buzek ins Achtelfinale des dritten 250er-Saison-Events ein. Der 29jährige Wiener galt im Duell mit Tour-Neuling Bernhard Koppensteiner als Außenseiter, zumal man noch die letztwöchige Vorstellung “des Neuen” gegen Tour-Evergreen Gerald Marhold vor Augen hatte. Doch dann präsentierte sich der September-Future-Champion ausgerechnet bei seinem Jubiläums-Start – Buzek bestreitet sein 25. Karriere-Turnier – von seiner allerbesten Seite. Vorallem aber agierte der “rote Baron” mit einer noch nie bei ihm gesehenen Performance. Das Erstrunden-Duell mit dem Tour-Newcomer hatte beinahe “Kloster-Flair” zu bieten, so ruhig und besonnen agierte der einst als “Rumpelstilzchen” bekannte Floridsdorfer. Kein böses Wort, kein einziger Ausraster, kein Fluchen, kein Schimpfen, anerkennende Worte und Gesten für gelungene Schläge seiner Gegners, draußen im Publikum fragte man sich schon, wie der Zwillingsbruder des auf Court Nr. 8 agierenden Rotschopfs heißen mag. Hinter dem Geheimnis um den “neuen Manfred Buzek” steht ein Mann, der im TC Donaufeld die Fäden in Sachen Verbesserung der Spieler zieht. Mag. Ferry Jauk, Tennistrainer in der Nordmanngasse hat den 29jährigen Heißsporn scheinbar “gezähmt”, und ihm das “Ein mal Eins” im mentalen Bereich beigebracht. Buzek scheint plötzlich geradezu in sich zu ruhen, und mit dieser Einstellung kann der Wiener nun Sachen auf dem Court abrufen, von denen er bislang nur zu träumen wagte. Das der 29jährige das Erstrunden-Duell mit Koppensteiner am Ende mit 6:3, 3:6, 6:4 für sich entschied, lag auch daran, dass er gegen den 26jährigen vom UTC Schweiggers erstmals auch der bislang stets vorgetragenen “Vollgas-Variante” abgeschworen hatte. Mit viel Drall und noch mehr Ruhe, feierte Buzek den vielleicht bislang größten Sieg seiner noch jungen Karriere, der ihm einen Platz im Achtelfinale des 12. Saison-Turniers bescherte. “Das war eine superleiwande Partie. Es taugt mir im Moment voll, und selbst wenn ich dieses Match heute verloren hätte, wäre ich nicht sauer gewesen. Es war so lässig zu spielen”, freute sich Buzek, und zollte gleich auch noch seinem unterlegenen Gegner Respekt. “Der Bernhard wird bei Challenger-Turnieren heuer noch brandgefährlich. Davon kannst Du ausgehen”, so der 29jährige. “Ich habe leider wieder einmal den ersten Satz mit 0:3 Rückstand verschlafen. Außerdem habe ich einfach zu viele Eigenfehler gemacht. Im zweiten Satz bin ich dann besser ins Spiel gekommen, und so hätte ich auch im dritten Durchgang spielen müssen. Doch leider ist mir dann ein wenig die Kraft ausgegangen”, betonte Koppensteiner.

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Vorjahresfinalist Martin Mayerhofer muss sich Lokalmatador Klaus Stattmann geschlagen geben

Eine weitere Überraschung war für viele Insider der in zwei Sätzen errungene Erstrunden-Erfolg von Lokalmatador Klaus Stattmann, der mit einem 6:4, 7:6 Sieg Vorjahresfinalist Martin Mayerhofer frühzeitig aus dem Bewerb warf. Erstmals mit Brille auf der Nase, hatte der 49jährige scheinbar den perfekten Durchblick, und prolongierte eine ganz großartige persönliche Serie. Denn seit bereits 9 Turnierstarts hat der Routinier vom UTC La Ville nicht mehr in Runde 1 verloren. Was am gestrigen Abend schon eine ziemlich schwierige Aufgabe war, denn mit Martin Mayerhofer wartete immerhin der Vorjahresfinalist. Kurioses Detail am Rande: Vor genau einem Jahr kam Mayerhofer über Stattmann durch ein “walk over” im Semifinale hinweg, ehe er im Endspiel gegen Denis Muratovic unterlag. Mit einem Testracket in Händen und geschwächt durch eine am Matchtag anfgetretene Verkühlung, war Mayerhofer zu unkonstant, um seinen 75. Karriere-Einzelsieg feiern zu können. Der 26jährige hatte die Anfangsphase mit einem 0:4 Rückstand verschlafen, die folgende Aufholjagd kam zu spät. Im zweiten Heat wiederum, ließ der Mann “mit dem goldenen Handgelenk” eine 4:1 Führung ungenützt, und damit war bei seinem dritten März-HTT-250-Antreten so wie im Jahr 2009 das Aus in Runde 1 besiegelt. “Wenn man bedenkt, dass diese Partie mehr ein Racket-Test für mich war, dann bin ich sogar zufrieden”, verabschiedete sich Mayerhofer.

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Thomas Peyerl wirft den Olympiasieger von 2010 Philipp Mayer aus dem Bewerb

Klaus Stattmann trifft am Samstag Abend im Achtelfinale auf Thomas Peyerl, der sich mit einem 6:0, 3:6, 6:3 Erfolg über den Oberösterreicher Philipp Mayer für die Runde der letzten 16 qualifizierte. Von einem zu Null gewonnenen Satz, bis zu einem über die Plane geschleuderten Racket hatte der siegreiche Terra-Rossa-Star alles zu bieten. Vorallem imponiert beim 28jährigen derzeit aber die Lockerheit, mit der er an die stets hochwertigen Aufgaben herangeht. Selbst nach Rückschlägen wie dem zweiten Satz, kommt der 5fache Turniersieger derzeit immer wieder zurück, und das liegt eben an der Unverkrampftheit, die “Tom” momentan an den Tag legt. Der Triumph beim Challenger-Tour-Final 2012 hat den Terra-Rossa-Star “frei gemacht”, von sämtlichen sportlichen Zwängen und Vorgaben. Peyerl spielt ein “Gratis-Jahr” auf der HTT, und genießt völlig verdient jeden einzelnen Ballwechsel. Mit dieser Lockerheit geht vieles leichter, und dann sind auch Kapazunder wie Philipp Mayer aus dem Weg zu räumen. Wenngleich, der Schärdinger derzeit natürlich alles andere als in jener Form agiert, in der er einst auf Sand zu den Besten seiner Zunft zählte. Der Linkshänder, der sich 2010 sogar zum Olympiasieger kürte, ist aktuell nur ein Schatten seiner selbst. Dem 30jährigen fehlt die Match-Praxis, und “unausgeschlafen” war gegen Peyerl nichts zu holen. So grenzte es eigentlich schon an ein Wunder, dass der Schärdinger nach 0:6 im ersten Heat überhaupt noch zurück ins Match fand. “Für die 1. Runde war das ein sehr hartes Spiel. Ich habe gut reingefunden, während Mayer extrem fehlerhaft spielte”, resümierte der Sieger. Nachdem Peyerl aber 6:0, 2:0 führte, schlich sich leichte Unkonzentriertheit beim 28jährigen ein, und ein Mann mit der Klasse eines Philipp Mayer, weiß solche Situationen eben zu nützen. “Wenn der Philipp sein bestes Tennis spielt, schauts wahrscheinlich anders aus, aber ich bin mit dem Sieg heute sehr zufrieden”, strahlte Peyerl nach seinem allerersten März-HTT-250-Einzelsieg. 2008 war in Runde 1 gegen Raimund Aigner Schluss, und 2009 war gegen Markus Sellmeister kein Kraut gewachsen. Und 2013? Gut möglich, dass der Challenger-Tour-Final-Champion jener Mann sein wird, der aus der unteren Rasterhälfte ins Endspiel einziehen wird.

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Wolfgang Tschanett läßt gegen Christopher Caesar eine 6:4, 5:3 Führung ungenützt

Was tat sich sonst noch am ersten Tag des Hauptbewerbs beim 7. März-HTT-250-Turnier? Michael Kunz sagte wieder einmal kurzfristig einen Turnierstart ab, und so wurde der zuletzt so stark in Form befindliche Februar-HTT-150-Finalist vom ersten Spieler einer 5köpfigen Warteliste ersetzt. Und das war Hüseyin Tüfekci, türkischer Masters-Semifinalist, der als Kunz-Ersatz für einen 6:0, 6:2 Erfolg über Terra-Rossa-Spieler Lucas Rydl sorgte. Dem war es egal, von wem er sich die Erstrunden-Abfuhr letztlich abholte. Nach 5 Monaten Tennispause hat sich Andreas Motycka im Circuit zurückgemeldet, und das noch dazu mit Erfolg. Ein 7:6, 6:4 über Gerald Marhold bescherte dem “Comebacker” einen Platz im Achtelfinale. Den hat auch Christopher Caesar fixiert, der allerdings zweieinhalb Stunden kämpfte, ehe er nach einem  4:6, 7:6, 6:2 Erfolg über Wolfgang Tschanett unter die Dusche durfte. Dabei wandelte er lange Zeit am Rande des Abgrundes, als er sich im zweiten Satz einem 4:6, 3:5 gegenüber sah. Tschanett, der zunächst ein 0:3 mit 5 Games in Folge in ein 5:3 verwandelt hatte, bekam “zwei Chancen” zum Sieg. Zunächst als Rückschläger, und bei 4:5 als Aufschläger, doch zwei unnötige Patzer, und schon war es passiert. Der Vorarlberger hatte ein paar Augenblicke den Fokus verloren, und schon war diese Auftakt-Partie gekippt. “Schade, aber ich bin jetzt nicht großartig enttäuscht. Wenn ich dieses Spiel 6:4, 6:4 gewinne, sprechen alle von einer tollen Leistung. So schnell kann es gehen”, lächelte Tschanett nach seinem 30. Karriere-Turnierstart. Ebenfalls im Achtelfinale steht auch Marko Bogdanov, der sich mit einem 6:4, 6:3 Erfolg über WTC-Star Mario Pritz für das frühe Vorwochen-Aus rehabilitierte.

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Wiedersehen nach 28 Jahren – und der ganz normale Quali-Wahnsinn hat uns wieder

Angelaufen ist am Freitag Abend auch die Qualifikation zum 12. Saison-Turnier, und da werden 4 Damen und Herren am gestrigen Donnerstag nach der Auslosung wohl zwei Mal hingeschaut haben, was sie da im Quali-Raster erspähen mussten. Ja, dem Damen-Duo Alexandra Schrötter und Margit Sailer und den beiden Herren der Schöpfung Ali Sharif und Filip Dogandzic drohen bis zu drei Quali-Runden, um sich im Falle eines Erfolges für den Hauptbewerb beim 7. März-HTT-250-Turnier qualifizieren zu können. Einerseits unglaublich, andererseits aber schon eine extreme Belastung, die da auf das Quartett zukommt. Davor freilich stand um 18 Uhr der “ganz normale Quali-Wahnsinn” auf dem Programm. Für die wartenden Kollegen war es ein glücklicher Segen, dass sich Jens Gudenus und Tour-Debütant Christian Karl keine Blöße gaben, und in jeweils zwei Sätzen die Oberhand behielten. Denn schon die vermeintlich klaren Quali-Erfolge “brauchten ihre Zeit” um realisiert zu werden. So mühte sich Jens Gudenus im 60. Spiel seiner Karriere in zwei Stunden zu einem 7:6, 6:1 Erfolg über Hartmuth Beck. Und kaum kürzer “werkte” Tour-Newcomer Christian Karl bei seiner Premieren-Vorstellung im Duell mit Catalin Ancutici, um mit 7:5, 6:3 die erste Hürde auf dem Weg ins Hauptfeld zu meistern. Spannender als das Auftakt-Match war die beinahe unglaubliche Geschichte, die dem “rumänisch-österreichischen Duell” einen kuriosen Rahmen verlieh. Vor 28 Jahren waren “Cata & Chris” gemeinsame Judo-Partner, ehe man sich aus den Augen verlor. Über die HTT fand man sich nun wieder! “Eine unglaubliche Geschichte, und noch unfassbarer ist für mich der Umstand, dass wir dann auch noch in der ersten Runde gegeneinander spielen”, lachte Ancutici. Davor war dem gebürtigen Rumänen freilich ein wenig das Lachen vergangen, zumal das 5:7, 3:6 so gar nicht seinem Geschmack entsprach. Viel Serve & Volley, wenig Konstanz am ersten Aufschlag, und so funktioniert das neue offensiv ausgerichtete Konzept noch nicht richtig. Christian Karl hingegen durfte sich über ein gelungenes Tour-Debüt freuen, und bescheinigte seinem Gegner eine Partie auf Augenhöhe. “Es war eine Nervenpartie. Ich war von der Grundlinie vielleicht die Spur konstanter”, so der 43jährige.

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La-Ville Kellner als Tour-Debütant – Lukas Reichel sorgte am Freitag Abend für Verwirrung

Als sich am Freitag Abend knapp vor 20 Uhr ein recht bekanntes Gesicht durch die schmalen Gänge der Halle in Richtung Court Nr. 10 zwängte, dachten viele Spieler der Hobby-Tennis-Tour an ein komplett neues Extra-Service des La-Ville-Restaurants von Alexander Reichel und Mario Lazzer. Das man im Gourmet-Treff am Altmannsdorfer Ast kulinarisch stets bestens verköstigt wird, ist ja kein Geheimnis, dass jetzt aber auch noch direkt auf den Courts “gekellnert” wird, schien dann dem “Exklusiven” doch ein wenig zu viel. Aber was hätten Ferrari & Co auch denken sollen, als sie das bekannte Gesicht von La-Ville-Oberkellner Lukas Reichel sahen. Das der 22jährige Wiener zu seinem Tour-Debüt in der Halle erschienen war, kam für alle überraschend. Das er sich in seinem Premiere-Match mit 5:7, 2:6 geschlagen geben musste, war dann weniger überraschend, zumal sich Reichel einen intensiven Tennis-Marathon-Freitag einverleibt hatte. Eine Trainerstunde mit Josef Herman, eine Doppelstunde mit vier Freunden unmittelbar davor, da konnte im Duell mit Mario Ferrari “kräftemäßig” nicht mehr viel gehen. Immerhin hatte Reichel die Partie mit drei Assen eröffnet, und am Ende trotz Niederlage ein positives Resümee zu ziehen. “Es hat Spaß gemacht, und ich bin überrascht, dass ich so gut mithalten konnte. Immerhin war das mein allererstes Turnier überhaupt, und ich sehe den heutigen Abend als echtes Erfolgserlebnis”, so der 22jährige. Auf Mario Ferrari – der seinen 35. Karriere-Einzelsieg feierte – wartet nun in Quali-Runde 2 der Dogandzic-Bezwinger Dieter Schickbichler.

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Quali-Ladies mit Sieg und Niederlage

Für die beiden Damen im Quali-Raster Alexandra Schrötter und Margit Sailer gab es einen Sieg und eine Niederlage. Für den weiblichen Erfolg des Abend sorgte Alexandra Schrötter, die zweieinhalb Stunden kämpfte, um Afrika-Heimkehrer Ali Sharif mit 6:4, 4:6, 6:3 aus dem Turnier zu werfen. Die Terra-Rossa-Lady bewies dabei keine zwei Wochen nach einem schmerzhaften Nasenbeinbruch echte Kämpferqualitäten. Ein paar blaue Flecken im Gesicht zeugen noch davon, dass sich die 43jährige mit dem eigenen Racket einen klassischen “k.o” versetzte. Was ist da im Vergleich ein 0:3 Rückstand im dritten Satz eines Quali-Matches, und so agierte Schrötter letztlich auch. Mit 6 Games in Serie qualifizierte sie sich für Runde 2, wo Jungstar Jonas Trischler wartet. Ebenfalls in Runde 2 der Quali steht Filip Dogandzic. Der Jungserbe warf Margit Sailer mit 7:5, 6:4 aus dem Bewerb, und sorgte dafür, dass die Tennis-Friends-Frontfrau auch nach ihrem dritten Indoor-Start weiter auf den ersten Hallen-Einzelsieg warten muss.

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