Zistersdorf-Star Andreas Heindl nach “Serve & Volley-Demütigung” sauer

Was haben Deutschlands Nr. 1 Jan Philip Hupasch, Sandplatzkönig Victor Stabrawa, Jungstar Stefan Kraberger, der schnellste Aufschläger der Challenger-Tour Sascha Kobsik, der Waldviertler Christoph Prinz, der serbische Shooting-Star Daniel Strezoski, La-Ville-Star Jürgen Buchhammer und Spaniens erster Tourbeitrag Igancio Martin gemeinsam? Nun, sie haben allesamt heuer eines der bislang acht ausgetragenen Turniere gewonnen, und sind obendrein dieses Wochenende nicht am Start. Damit steht bereits vor dem ersten Aufschlag des anstehenden Turnier-Doppelpacks fest, dass auch die Saison-Events Nr. 9 und Nr. 10 mit neuen Siegergesichtern aufwarten werden können. Dafür sind 62 andere Athleten und Athletinnen aus insgesamt 9 verschiedenen Nationen am Start, die für ein weiteres glänzend besetztes Tennis-Weekend im UTC La Ville sorgen. Nach dem sechsten Turnier-Wochenende des Jahres 2013 hält die Hobby-Tennis-Tour damit bei dem gleichermaßen sensationellen wie unfassbaren Schnitt von 54,3 Nennungen pro Woche. Gespannt darf man auch dem aktuellen Wochenende entgegenblicken, stehen uns doch gleich zwei Premieren ins Haus. Zum einen natürlich die Saison-Premiere auf Masters-Series-1000-Ebene, mit der 4. Auflage eines Turniers, das speziell in den vergangenen Jahren durch seine hochkarätigen Besetzungen einen immensen Status-Schub innerhalb der Hobby-Tennis-Szene erfuhr. Zu einer absoluten Premiere kommt es schließlich noch ein paar Leistungsstufen tiefer auf der Future-Tour, wo erstmals in der Geschichte – und sehr zur Freude der Aktiven – ein Future-Turnier der Kategorie 2 ausgetragen wird. Damit setzt die HTT einen weiteren Schritt in Richtung Ausbau jener Turnierserie, die den weniger fortgeschrittenen Akteuren als Plattform dienen soll, wettkampfmäßig und vorallem nicht chancenlos ihrem großen Hobby motiviert nachgehen zu können. Man setzt damit aber auch ein deutliches Zeichen und gegen den allgemein lautenden Tenor, dass die immer stärker werdende Hobby-Tennis-Tour nicht mehr viel mit dem Begriff “Hobby” zu tun hat. Ein Bericht von C.L

p1250252

Das Februar-Masters-Series-Turnier hat in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erlebt

Die Liste der abwesenden Topstars der Hobby-Tennis-Szene an diesem Wochenende ist unendlich lang, und dennoch würde keiner der aktuell am Start befindlichen Akteure meinen, sich in einem “schwächlich” besetzten Turnier zu finden. Zugegeben, Namen wie Mario Kiss, Victor Stabrawa, Fabian Mayrhuber, Jan Philip Hupasch, Clemens Beywinkler, Alexander Geisler, Franz Korger, Lukas Planteu, Markus Horacek, Udo Philipp, Christoph Mayer, Paul Ganglberger, Adam Goodsell, Patrick Joksch, Christoph Straninger, Christoph Prinz, Stefan Kraberger, und so weiter und so fort , die Liste ist noch beliebig lange weiterführbar, haben in den letzten Jahren dafür Sorge getragen, dass das Februar-Masters-Series-Turnier einen irren Stellenwert im Circuit erlangt hat. Phantastisch besetzte Tableaus, hochklassige und dramatische Matches, das erste Masters-Series-1000-Turnier des Jahres mauserte sich zu einem der prestigeträchtigsten Hallen-Events innerhalb des Tour-Zirkus, und wurde fast schon in einem Atemzug mit dem Jänner-Grand-Slam, dem Masters oder dem November-Masters-Series-1000 genannt. Diese Attraktivität wird so schnell auch nicht “vergehen”, denn die 5. Auflage dieses Events am Altmannsdorfer Ast kann auch heuer wieder mit mindestens 10 aussichtsreichen Titelkanditaten aufwarten.

cimg7178

Rased Schmid, Offensiv-Geist aus der Walachei “volliert” Andreas Heindl aus dem Turnier

Fast aus dem “Nichts”, sind dieser Tage zudem einige Herrschaften aufgetaucht, die man entweder vor wenigen Tagen noch gar nicht kannte, oder mit deren Teilnahme man nicht rechnen konnte, und die nun am gestrigen ersten Spieltag mit überraschenden und noch dazu richtig deutlichen Erfolgen für Furore sorgten. Als da zum Beispiel der rumänische Doppel-Spezialist Rased Schmid wäre. Das der 27jährige einen begnadeten Volley spielt, und damit prädestiniert für das Spiel im Doppel ist, bewies er in den vergangenen Wochen auf der Babolat-Winter-Doppel-Tour nachhaltig. Das der Sympathikus aus Targoviste aber auch im Single mit konkurrenzfähigem Tennis auf 1000er-Ebene aufwarten kann, kam dann für viele Insider doch überraschend. In jedem Fall hat Schmid am Freitag Abend mit einem klaren 6:2, 6:3 Erfolg über den Zistersdorfer Meisterschaftsspieler Andreas Heindl eine “Duftmarke” gesetzt, die auch der Konkurrenz nachzudenken geben wird. Denn dieser Andreas Heindl ist kein “Nasenbohrer”, sondern einer jener Spieler, die an der Grundlinie ganz sicheres und gefälliges Tennis bieten können. Doch der 35jährige war am späten Freitag Abend ohne Chance und meilenweit davon entfernt, sein Vorjahresresultat mit dem Erreichen des Achtelfinales mit Erfolg zu wiederholen. Und das lag in erster Linie an seinem rumänischen Gegenüber, denn Schmid überraschte und überragte mit permanent und exzellent vorgetragenem Serve & Volley. Heindl fand nie in diesem Erstrunden-Match zu seinem Rhythmus, und in Wahrheit auch kein Mittel, um den Offensiv-Geist aus der Walachei in Schach zu halten. “Ich schwöre, der Rased hat keinen einzigen Grundlinienball gespielt. Ich dachte so eine Spielart gibt es gar nicht mehr. Ich bin echt angefressen, jetzt habe ich für eine Weile genug. So ein schwerer Gegner in der ersten Runde ist ja Wahnsinn”, polterte der 35jährige Niederösterreicher in seiner ersten Frustration unmittelbar nach Spielende. Wenig später sah Heindl die Sache schon lockerer, wenngleich er immer noch “perplex” über die Ereignisse im 13. Match seiner HTT-Karriere schein. “Die Enttäuschung ist halt groß, weil ich heute irgendwie gar nicht gespielt habe. Zumindest kommt es mit so vor. Ich dachte, diese Art von Tennis ist schon ausgestorben. Ich bin gespannt, wie sich die Nummer 1 in der nächsten Runde tun wird. Das könnte interessant werden”, ließ der unterlegene Andreas Heindl durchblicken, während Rased Schmid seinen Auftakt-Erfolg in vollen Zügen genoss. “Ja, ich bin schon zufrieden. Es ist sehr lange her, dass ich Turniertennis gespielt habe. An dieses Adrenalin-Gefühl muss ich mich noch gewöhnen, daher benötige ich einiges an Spielpraxis. Jetzt freue ich mich auf das Duell mit der Nummer 1. Da habe ich dann die Möglichkeit zu messen, wo ich stehe, und wo das Spitzennieveau der HTT ist”, so der 27jährige Rumäne.

cimg7171

Comeback Teil 2 – Alexander Scheller läßt Ex-Wimbledon-Sieger Thomas Müller keine Chance

Einen richtig starken und nachhaltigen Eindruck hat am Freitag Abend auch Comeback-Star Alexander Scheller hinterlassen, der bei seiner Tour-Rückkehr Teil 2 mit einem überraschend deutlichen 6:2, 6:1 Auftakt-Erfolg über Ex-Wimbledonsieger Thomas Müller aufwarten konnte. Der 25jährige war schon vor einer Woche bei seinem Comeback nach über 5 Jahren Tour-Pause angenehmst aufgefallen, und mit dem Einzug ins Semifinale glänzend und sensationellst in den Tour-Zirkus zurückgekehrt. Richtig imposant ist aber der aktuelle Erstrunden-Erfolg über Thomas Müller, zumal der im Sommer vor 4 Jahren mit dem Triumph im “Wimbledon der HTT” zu einer arrivierten Größe in der Szene aufgestiegen war, seitdem einen “Namen” hat, und einen höchst ansehnlichen Ruf unter der Kollegenschaft genießt. Freilich weiß auch der 43jährige vom WAC, dass der Major-Erfolg von damals samt dem Sprung auf Platz 1 der HTT-Entry-List “Musik aus der Vergangenheit” sind, und nichts älter ist, als des Kaisers Bart oder die Erfolgsgeschichten von anno dazumal. Lorbeeren für einstige Heldentaten gibt es nicht, und in Ehrfurcht erstarren die oft 15 bis 20 Jahre jüngeren Herausforderer eben auch nicht. Im Gegenteil, die Jungs “dreschen” ganz ordentlich und gewaltig auf den kleinen gelben Filz, und “scheren” sich nicht wirklich darum, ob ihnen auf der anderen Seite des Netzes ein Hero von Einst gegenübersteht. Müller jedenfalls war bei seinem vierten Februar-Masters-Series-1000-Start von der Performance seines Gegners angetan. “Der Alex hat super gespielt und die Bälle sehr gut getroffen. Ich habe zwar gesehen, was ihm weh getan hätte, aber drei Stunden spielen wollte ich heute nicht. Du musst gegen ihn unrhythmisch spielen. Für mich hat diese Partie aber dennoch voll den Zweck erfüllt. Er hat einfach sehr gut gespielt, und wenn du ihm den Rhythmus gibst, dann wird er sehr gefährlich”, analysierte Thomas Müller, der am Samstag bei den Senioren-Staatsmeisterschaften in der Altersklasse +40 am Start sein wird. Am Freitag Abend hingegen war für den ehemaligen Ranglisten-Ersten – der derzeit nur auf Position Nr. 102 dahintümpelt – nichts zu holen. Weil Scheller in seinem 41. Karriere-Single phantastisch agierte, vorallem von der Vorhand wieder mörderisch Druck aufbauen konnte, und Müller obendrein nicht seinen besten Tag erwischte. Vorallem beim Return offenbarte der WAC-Star Schwächen, und das obwohl sein Gegenüber nicht der härteste Aufschläger im Circuit ist. “Dieses Erstrunden-Match hat mir bestätigt, wie stark die Hobby-Tennis-Tour in meiner Abwesenheit geworden ist. Da kommst du zur ersten Runde, gehst auf den Platz um dich einzuspielen und merkst sofort, da steht ein Gegner drüben, der sehr sicher und schnell spielen kann. Ich wusste sofort, Alex heute muss deine Vorhand funktionieren, und du darfst keine Fehler machen. Ich hätte mir vor dem Spiel nicht gedacht, dass es so klar ausgehen wird. Und ganz ehrlich, so klar wie das Ergebnis aussagt, war es auch nicht. Vom Gefühl her war das maximal eine 7:5, 6:4 Partie”, betonte der Sieger, der nun im Achtelfinale auf die Nummer 2 des Turniers Christoph Kramer treffen wird.

cimg7177

Sensations-Debüt von Peter Klager, der einen einen diesmal schwächlich agierenden Mathias Wagner vom Platz schießt

Mit einem sensationellen Debüt-Auftritt hat sich am Freitag Abend auch Tour-Newcomer Peter Klager in der Hobby-Tennis-Tour-Szene vorgestellt. Der 20jährige deklassierte einen allerdings enttäuschend spielenden Mathias Wagner mit 6:2, 6:1, und dürfte mit diesem Kantersieg auch bei Achtelfinal-Gegner Markus Kurzemann die Alarmglocken ausgelöst haben. Wenn ein Neuling, jenen Mann mit nur drei abgegebenen Games abfertigt, der beispielsweise beim letztjährigen November-Masters-Series-1000-Turnier im Achtelfinale nur knapp in drei Sätzen dem Ranglisten-Ersten Franz Mayrhuber unterlag, dann weiß Kurzemann Bescheid, was auf ihn am Samstag Nachmittag zukommen wird. Natürlich muss man betonen, dass Wagner wohl die bislang schwächste Leistung seiner seit September 2012 laufenden HTT-Karriere ablieferte, dennoch muss man der Leistung Klagers höchsten Respekt abverlangen, ist es doch alles andere als einfach, als Newcomer auf Anhieb eine starke Performance abzurufen. “Ich war sehr nervös, weil ich lange Zeit kein Turniertennis mehr gespielt habe, du nicht weißt was auf dich zukommt, und mir der Alex Scheller gesagt hat, dass hier auf der HTT die Gegner sehr stark sein werden. Erst im Match hat sich die Nervosität dann gelegt. Auch bei mir war das Ergebnis letztlich deutlicher als das Match an sich”, stellte der gebürtige Korneuburger klar. Im Achtelfinale wartet nun die Nummer 3 des Turniers und der Februar-Masters-Series-1000-Champion von 2011 Markus Kurzemann. “Auf dieses Match freue ich mich schon sehr. Das ist ein Spiel, wo ich nur gewinnen kann”, lächelte der siegreiche Newcomer, während Mathias Wagner sichtlich enttäuscht das Auftakt-Debakel zu analysieren versuchte. “Schwach begonnen und stark nachgelassen”, so formulierte er zusammengefasst sein schwächliches Erstrunden-Abschneiden. “Heute war nicht mein Tag, und heute ist nichts gegangen. Schon von Beginn an habe ich richtig schlecht gespielt. Ich kann mich auch nicht auf irgendein Auslosungspech ausreden. Wenn ich so ein Turnier gewinnen will, und ich weiß, dass ich das drauf habe, dann muss ich solche Gegner auch schon in Runde 1 schlagen. Leider habe ich heute auch extrem schwach serviert, und vielleicht nur gefühlte 30 Prozent an ersten Aufschlägen ins Feld des Gegners gebracht. Klager ist ein sehr guter Spieler, den du ständig unter Druck setzen musst. Einen Ball neutral reinspielen geht bei ihm nicht, sonst läufst du sofort im Ballwechsel hinterher. Ich hatte heute eine Präzision wie eine Schrotflinte. Es fehlte das Timing, und so kannst Du einfach nicht gewinnen”, klagte der Unterlegene Wagner vom TK big Point Muckendorf.

cimg7173

Die Auferstehung von Ex-Wimbledon-Sieger Michael Kunz, der überraschend Serbiens Jungstar Filip Markovic auf die frühzeitige Heimreise schickt

Und ein breites Grinsen zierte am Freitag Abend auch das Gesicht von Michael Kunz, und das aus wirklich gutem Grund. Denn der 41jährige Deutsch Wagramer lieferte wohl die Überraschung des Eröffnungstages beim 5. Februar-Masters-Series-1000-Turnier im UTC La Ville. Der Wimbledonsieger von 2008 gewann völlig unerwartet den Auftakt-Schlager gegen Serbiens Jungstar Filip Markovic, und das obendrein noch recht deutlich mit 6:3 und 6:3. Wobei der Routinier aus Niederösterreich in seinem 204. Karriere-Match zumindest phasenweise an jene glanzvollen Zeiten erinnerte, in denen er zur “Creme de la Creme” der Hobby-Tennis-Tour zählte. Das ist zwar schon ein Weilchen her, aber damals war Kunz mit seiner Art Tennis zu spielen richtiggehend gefürchtet. Als guter Aufschläger bekannt, der mit seinem Rückhand-Slice – speziell auf Kunstrasen – einen enorm giftigen Schlag im Repertoire hat, der mit einer geraden, vorallem aber unorthodoxen Vorhand, die obendrein in keinem Tennislehrbuch steht, immer wieder für Punktschläge gut ist, und der am Netz den entscheidenden Volley setzen kann, so erntete der Deutsch Wagramer einst Ruhm und Anerkennung in Hobby-Tennis-Kreisen. “Wenn der Kunz einen Tag hat, wo er die Kugel trifft, dann kann er jedem Gegner der Hobby-Tennis-Tour gefährlich werden”, sind sich seine Wegbegleiter und Konkurrenten uniso einig. Nur, diese Tage an denen der Kunz was trifft, die waren in den letzten fünf Jahren wohl an einer Hand abzuzählen. Am Freitag Abend freilich war so einer dieser Tage, denn Filip Markovic mit 6:3, 6:3 aus dem Turnier zu nehmen, war schon mehr als eine Ansage. “So wie ich heute gespielt habe, ist das Resultat und der Sieg nicht überraschend für mich. Ich bin sehr zufrieden, habe sehr gut und sehr sicher gespielt, und heute auch kaum Eigenfehler gemacht. Ich muss aber weiter voll konzentriert bleiben, weil auch gegen Schneider oder Peyerl im Achtelfinale wird es kein Spaziergang. Jausengegner gibt es auf der Tour keine mehr, wenngleich ich mich natürlich nicht über die Auslosung im Achtelfinale beschweren kann, zumal wir hier bei einem Masters-Series-1000-Turnier spielen”, erklärte Kunz.

cimg7172

Manfred Buzek mit neuem Coach und dem Aufstieg in die zweite Quali-Runde

Was tat sich sonst noch am ersten Spieltag des Februar-Masters-Series-1000-Turniers im UTC La Ville? Für Daniel Elender ist dieses Event – zumindest bislang – kein guter Boden. Der 25jährige Oberösterreicher musste sich am Freitag Abend so wie im Vorjahr bereits in Runde 1 geschlagen geben, diesmal gegen Martin Thier, der mit einem 6:1, 6:4 Erfolg das Achtelfinale fixierte, und dort sein 70. Karriere-Match bestreiten wird. Angelaufen ist am gestrigen Abend übrigens auch die Qualifikation für das 9. Saisonturnier, und dabei “mühte” sich Manfred Buzek zu einem 2:6, 7:5, 6:1 Erfolg über Catalin Ancutici. Der 29jährige benötigte über zwei Stunden, ehe er seine laut Papierform bestehende Favoritenrolle bestätigt hatte, und als Zweitrunden-Gegner von Erik Sichra aus Peru feststand. Zunächst lief nicht viel zusammen beim September-Future-Champion, der seit Donnerstag einen neuen Coach engagiert hat. Englands Adam Goodsell hilft dem Challenger-Star auf die Sprünge, stellte gleich in der ersten Trainingseinheit technische Sachen im Spiel seines Schützlings um, und auch deshalb kam Buzek nicht wie erwartet von Beginn weg auf Touren. Dazu kam ein höchst engagierter Gegner, der sich im Eifer des Gefechts beinahe selbst mit seinem Racket k.o. schlug. Eine blutige Nase und drei Sätze später, war Ancutici zwar raus aus dem Bewerb, mit sich und dem Resultat aber gar nicht unzufrieden. “Der Buzek war heute zu packen”. Ebenfalls eine Quali-Runde weiter sind Tour-Oldie Karl Ader (nach einem 6:4, 6:2 Erfolg  über Josef Winkler) und Philipp Scheider, der Thomas Dewald mit 6:3, und 6:2 verabschiedete. “Ich bin nicht enttäuscht, es war ein gutes Spiel. Leider war ich heute zu müde. Wir hatten viele lange Ballwechsel, und ich bin dann weggebrochen”, schilderte Dewald.

cimg7176

cimg7175

Auftakt zum Februar-Future-Turnier mit kuriosem Ende der Partie zwischen Jelic und Schrötter

Am Freitag Abend ist auch das Februar-Future-Turnier der Kategorie 2 in Szene gegangen. Dabei hinterließ Jens Gudenus vielleicht den stärksten Eindruck, krachte der doch mit einem 6:0, 6:3 Erfolg über Dieter Schickbichler ins Achtelfinale. Ebenfalls die Runde der letzten 16 erreichte Markus Fessel, der sich gegen Margit Sailer überraschend mit 6:4, 6:2 durchsetzen konnte. Manuel Klvana feierte einen 6:4, 6:2 Erstrundensieg über WTC-Spieler Andreas Schügerl, und profitierte dabei einerseits von der Tatsache, dass sein Gegner mit der Umstellung von Sand auf Teppich seine liebe Not hatte, und er selbst erstmals überhaupt ohne Nervosität in ein Tour-Match startete. “So konnte ich endlich einmal ein Spiel ruhig angehen”, freute sich Klvana. Ein kurioses Ende nahm schließlich noch die Begegnung zwischen der Nummer 1 des Turniers Miroslav Jelic aus Serbien und der “heimlichen” Titelfavoritin Alexandra Schrötter. Weil weit nach Mitternacht noch keine Entscheidung gefallen war, und sich beide Spieler mit ihren Terminproblemen für eine Fortsetzung der Partie gegenseitig im Weg standen, entschied sich Terra-Rossa-Lady Alexandra Schrötter bei 1:1 im dritten Durchgang w.o. zu geben. “Ich muss am Sonntag auch noch Wintercup spielen, und da ist es nur fair, wenn der Miroslav weiter spielen kann”, verabschiedete sich Schrötter.

cimg7194